Digitalwirtschaft
                                                           
Mittwoch, 14.01.2026 | Zur Online Ansicht
 
 Frankfurter Allgemeine Pro
DIGITALWIRTSCHAFT
Alles Wichtige zur Entwicklung der digitalen Transformation.
Googles Meisterstück(e)
2026 ist das Jahr, in dem Künstliche Intelligenz beginnt, nicht nur die Technik, sondern auch die Grundpfeiler der digitalen Ökonomie zu verschieben. Mittendrin steht Google mit gleich zwei wegweisenden Deals zu Jahresbeginn.
1. Googles KI-Modell Gemini wird die nächste Generation des Apple-Sprachassistenten Siri antreiben und Google damit Zugang zu Milliarden Internetnutzern auf allen iPhones, iPads und Macs bringen.
2. Google definiert den Onlinehandel mit dem Start des Universal Commerce Protocol neu. „Agentic Commerce“ nennt sich das Verfahren, das Google wieder zur ersten Anlaufstelle für den Onlineeinkauf machen soll und sogar Marktführer Amazon ins Schlingern bringen könnte.
Die Börsen haben sofort reagiert und die Bewertung von Google erstmals auf mehr als vier Billionen Dollar gehoben. Seit dem vergangenen April hat die Aktie somit 120 Prozent zugelegt und Google damit auf einen direkten Weg zum wertvollsten Unternehmen der Welt geschickt. Nur Nvidia steht diesem Erfolg (noch) im Weg.
Autorenbild
Holger Schmidt
Verantwortlicher Redakteur für Newsletter und Verticals.
Plus Sign Folgen
Denn beide Initiativen haben das Zeug, Googles ohnehin starke Position auf die nächste Stufe zu heben: Mit der Präsenz auf den Produkten des Rivalen Apple sichert sich Google massenhaft Suchanfragen, die das eigene Werbegeschäft auch im KI-Zeitalter sichern. Wenn die iPhone-Nutzer künftig mithilfe von Siri Produkte recherchieren oder Informationen suchen, landen sie häufig direkt bei Google.
 
Statt wie bisher 20 Milliarden Dollar im Jahr an Apple zahlen zu müssen, um dort präferierte Suchmaschine zu sein, liefert Google nun die KI, um die Nutzerströme in seine Arme zu leiten – und bekommt sogar noch Geld dafür. Zur Wahrheit gehört allerdings auch, dass Google diesen Deal vorwiegend Apples Unfähigkeit zu verdanken hat, eine eigene leistungsfähige KI zu entwickeln. Auf Dauer wird sich Apple diese Abhängigkeit nicht leisten wollen.
Mit dem Universal Commerce Protocol, das direkt mit starken Partnern wie Walmart, Shopify oder Paypal angeschoben wird, will Google sich zur ersten Anlaufstelle für den Onlinehandel machen. Diese Position hat Google an Amazon verloren, aber „Agentic Commerce“ als neue Art des Einkaufens könnte die Machtverhältnisse wieder umdrehen und zudem die Online-Werbung neu definieren.
Händler können mit UCP ihre Backend-Systeme an die KI-Engine von Google so anschließen, dass die Nutzer dort Produkte aussuchen, vergleichen und direkt kaufen können. Alles in einem Arbeitsschritt im KI-Chatbot von Google, womit der Besuch der Händler-Websites überflüssig wäre. Google verspricht den Händlern im Gegenzug Präsenz in der beliebtesten KI, höhere Konversionsraten und wahrscheinlich bessere Margen als bei Amazon. Eine überzeugende Antwort des Online-Handelsriesen auf diese strategische Meisterleistung des Konkurrenten lässt auf sich warten.
Künstliche Intelligenz wandelt sich somit zum strategischen Hebel, der die Wettbewerbsfähigkeit maßgeblich bestimmt. Und damit geben die Techunternehmen wieder einmal die Richtung für den Rest der Wirtschaft vor: Wer sein Geschäftsmodell im KI-Zeitalter nicht strategisch clever ausrichtet, muss mit Konkurrenz rechnen, die eigentlich schon gedanklich abgehakt war – oder plötzlich aus einer Ecke kommt, die niemand auf dem Schirm hatte.
Eine spannende Lektüre unseres Briefings wünscht
Holger Schmidt
 
Diesen Newsletter mit Freunden teilen
Teilen Sie diesen Newsletter als Mail   Teilen Sie diesen Newsletter auf LinkedIn   Teilen Sie diesen Newsletter auf Facebook   Teilen Sie diesen Newsletter in WhatsApp   Teilen Sie diesen Newsletter auf X
 
 
Anzeige
timer trk_px
 
Die Themen in diesem Newsletter
Künstliche Intelligenz
chevron
Das Problem der KI-Gesinnung
chevron
Woran die Skalierung der KI-Agenten bisher scheitert
chevron
Investoren setzen ihr Geld jetzt auf KI zum Anfassen
chevron
Obsidian & Claude Code: Wenn die KI ins Dateisystem einzieht
chevron
Was sonst noch wichtig ist
Zukunft der Arbeit
chevron
Im KI-Zeitalter zählt, was Maschinen nicht können
chevron
KI vertieft die digitale Spaltung
chevron
Was sonst noch wichtig ist
Digitale Transformation
chevron
Industriepolitik: 5 Dinge, die Deutschland jetzt anders machen muss
chevron
Robotik im Datenrausch
chevron
Was sonst noch wichtig ist
Plattformökonomie
chevron
Digitales Marketing: Die Top-Ten-Trends für das Jahr 2026
chevron
Google UCP: Wenn der Algorithmus der beste Kunde wird
chevron
Was sonst noch wichtig ist
Digital Mobility
chevron
Chinas Aufsteiger, Teslas Absturz und die deutsche Mitte
chevron
Was sonst noch wichtig ist
Prompt der Woche
chevron
So lassen Sie ChatGPT Ihre Prompts schreiben
Gadget der Woche
chevron
Wie Künstliche Intelligenz beim Lernen hilft
Zitat der Woche
chevron
Bill Gates, Gründer Microsoft
Künstliche Intelligenz
 
Das Problem der KI-Gesinnung
 
Elon Musks Grok konfrontiert die Welt mit einer KI, die nur seiner Weltanschauung entspricht. Der Konflikt ist programmiert, aber die rechtliche Handhabe bisher noch unausgereift. Digitale Souveränität wahrt, wer selber macht.
Von Martin Wendiggensen, Zürich
„Grok, zieh sie aus“, so lautet der aktuelle Refrain auf Elon Musks Plattform X. Denn dort können Nutzer mit der KI Grok interagieren, die von Musks Firma xAI entwickelt wird - und diese folgt nicht den Regeln der anderen KI-Anbieter.
Grok oder Grinch - wer weiß. REUTERS
Weiterlesen
 
Woran die Skalierung der KI-Agenten bisher scheitert
 
KI-Agenten sollen Prozesse automatisieren und Produktivität heben. Doch nur wenige Unternehmen schaffen den Sprung aus Pilotprojekten in den breiten Einsatz. Die größten Bremsen liegen nicht in der Technik, sondern in Integration, Datenqualität und Führung.
Von Johannes Winkelhage
KI-Agenten – also Software-Assistenten mit eigener Handlungslogik auf Basis generativer KI – finden inzwischen in vielen Unternehmen Anwendung, allerdings sehr unterschiedlich intensiv. Laut einer globalen McKinsey-Umfrage nutzen 88 Prozent der Unternehmen Künstliche Intelligenz zumindest in einer Geschäftsfunktion, doch erst etwa ein Drittel skaliert KI wirklich breit über das gesamte Unternehmen.
 
Weiterlesen
 
Anzeige
timer trk_px
 
Investoren setzen ihr Geld jetzt auf KI zum Anfassen
 
Investoren wetten auf physische KI, die autonome Fahrzeuge oder intelligente Roboter zum Leben erwecken soll. Statt LLMs sind jetzt visuelle KI und World Models gefragt. Ein Blick auf KI-Investment-Trends.
Von Nina Müller
Künstliche Intelligenz verlässt den Bildschirm. Während Investoren in den vergangenen Jahren vor allem auf Sprachmodelle für Chatbots setzten, fließt das Geld zunehmend in Technologien, die Maschinen sehen, greifen und sich bewegen lassen. Physical AI – Künstliche Intelligenz für die physische Welt – entwickelt sich zur neuen Wachstumswette. Robotikunternehmen allein sammelten im Jahr 2025 eine Rekordfinanzierung von 40,7 Milliarden Dollar ein. Das entspricht neun Prozent aller weltweiten Risikokapitalinvestitionen.
Ein KI-fähiger Haushaltsroboter zeigt am LG-Stand auf der CES in Las Vegas, was er kann. Abbie Parr
Weiterlesen
 
Obsidian und Claude Code: Wenn die KI ins Dateisystem einzieht
 
Anthropic öffnet sein Entwicklerwerkzeug Claude Code für alle Wissensarbeiter. In Kombination mit der kostenlosen Notizsoftware Obsidian entsteht ein Recherche-Assistent, der mehr kann als jeder Chatbot – aber seinen Preis hat.
Von Marcus Schuler, San Francisco
Diese Woche öffnet Anthropic ein Werkzeug für ein Publikum, das bisher kaum gemeint war: Menschen, die nicht im Terminal leben. Cowork heißt es, läuft vorerst nur auf Apple-Rechnern und kostet mindestens 100 Dollar im Monat. Was nach Nische klingt, markiert einen Wendepunkt: Die KI verlässt das Chatfenster und zieht in den eigenen Rechner ein.
Claude Code auf dem Vormarsch dpa
Weiterlesen
 
Was sonst noch wichtig ist
  • Das KI-Startup Aleph Alpha soll etwa 50 Mitarbeiter aus verschiedenen Bereichen entlassen. Das entspricht rund 17 Prozent der Belegschaft. Hintergrund sei die strategische Neuausrichtung mit Fokus auf Kunden, wodurch manche Jobprofile nicht mehr passten, berichtete die „Wirtschaftswoche“ unter Berufung auf einen anonymen Investor.
  • Die Allianz und Anthropic haben eine Partnerschaft geschlossen, um die Claude-Modelle in die Arbeitsabläufe des Versicherungskonzerns zu integrieren. Dabei soll Claude Teil der internen KI-Plattform für alle Mitarbeiter werden. Außerdem will die Allianz Prozesse in der Schaden- und Dokumentenbearbeitung automatisieren und Systeme entwickeln, die jede KI-Entscheidung vollständig nachvollziehbar machen.
  • Ein chinesischer Arbeitsmarktbericht zeigt einen starken Boom bei KI-Jobs: Die Zahl der ausgeschriebenen Stellen stieg 2025 um 543 Prozent. Besonders gefragt sind Algorithmusingenieure und KI-Produktmanager. KI-Fachkräfte erzielen die höchsten Gehälter der Tech-Branche. Chinas Tech-Konzerne investieren massiv in Talentgewinnung, trotz unsicherer Renditen von KI-Investitionen.
 
Ihnen wurde der Newsletter weitergeleitet?
 Jetzt abonnieren 
 
Zukunft der Arbeit
 
Im KI-Zeitalter zählt, was Maschinen nicht können
 
Viele Berufseinsteiger merken, dass ihr „Buchwissen“ von der Universität nicht mehr reicht, um trotz guter Noten auch gute Jobs zu bekommen. KI-Kenntnisse werden auf dem neuen Arbeitsmarkt zum Standard.
Von Holger Schmidt
Künstliche Intelligenz zieht in fast jede Wissensarbeit ein und verschiebt damit die Logik des Arbeitsmarkts: Routine wird von der KI automatisiert, und Wert entsteht dort, wo Menschen Ziele setzen, Risiken abwägen und Verantwortung übernehmen. In vielen Büros laufen Recherche, Entwürfe, Auswertungen, Übersetzungen und Dokumentation schon mehr oder weniger automatisch über Chatbots, KI-Agenten oder Analysewerkzeuge.
Um für den Arbeitsmarkt gerüstet zu sein, brauchen Studierende jetzt mehr als „nur“ gute Noten. dpa
Weiterlesen
 
KI vertieft die digitale Spaltung
 
Wie in früheren Technologiewellen erhöht auch die KI die Ungleichheit, denn in wohlhabenden Ländern steigt die Nutzung fast doppelt so schnell wie im Globalen Süden.
Von Holger Schmidt
Im zweiten Halbjahr 2025 ist die Nutzung generativer KI weltweit weiter gestiegen. Das Microsoft AI Economy Institute beziffert den Anteil der Menschen im erwerbsfähigen Alter, die im jeweiligen Zeitraum generative KI eingesetzt haben, auf 16,3 Prozent. Allerdings auf unterschiedlichem Niveau und unterschiedlichem Tempo: Der Anteil der KI-Nutzer auf der Nordhalbkugel steigt von 22,9 Prozent auf 24,7 Prozent, ein Plus von 1,8 Prozentpunkten. Im Süden wächst der Anteil von 13,1 Prozent auf 14,1 Prozent. Die Differenz vergrößert sich damit weiter.
Wo wird KI am häufigsten genutzt? epd
Weiterlesen
 
Was sonst noch wichtig ist
  • Laut einer neuen Prognose von Forrester Research werden KI und Automatisierung bis 2030 etwa 6,1 Prozent der US-Arbeitsplätze vernichten, was 10,4 Millionen Jobs entspricht. Die Zahl ist vergleichbar mit den 8,7 Millionen Jobs, die während der Großen Rezession verloren gingen.
  • Ein neuer Bericht von Nasscom und Indeed zeigt , dass mehr als 40 Prozent der Softwareentwicklungsarbeit in indischen Technologieunternehmen mittlerweile von Künstlicher Intelligenz erledigt wird. Junior-Level-Rollen sehen die Befragten (35 Prozent) als am stärksten gefährdet an, da sie repetitive und standardisierte Aufgaben umfassen.
  • Laut Oxford Economics sind nicht KI, sondern traditionelle wirtschaftliche Kräfte wie verlangsamtes Wachstum, Kostendruck und Umstrukturierungen die Haupttreiber der Tech-Entlassungen 2025. In den ersten elf Monaten 2025 wurden in den USA nur 4,5 Prozent aller Jobkürzungen (etwa 55.000) mit KI begründet, während mehr als 245.000 Entlassungen auf breitere wirtschaftliche Bedingungen zurückzuführen waren.
 
Digitale Transformation
 
Industriepolitik: 5 Dinge, die Deutschland jetzt anders machen muss
 
Keine Geopolitik mehr ohne Industriepolitik. China macht es vor. Fünf konkrete Handlungsfelder zeigen, wie Deutschland strategischer, europäischer und schneller handeln kann und muss.
Von Marcel Weiß
Von China lernen, heißt erfolgreiche proaktive Industriepolitik lernen. Seit 2010 fördert China strategische Sektoren sehr konsequent. Mit Programmen wie ‚Made in China 2025‘ strebte Peking an, zum international führenden Hightech-Produzenten aufzusteigen, ausländische Abhängigkeiten zu reduzieren und technologische Eigenständigkeit zu erlangen.
Europas Supercomputer „Jupiter“ in Jülich. dpa
Weiterlesen
 
Robotik im Datenrausch
 
 Zum Jahresende 2025 trafen sich die amerikanischen „Rockstars“ der KI-basierten Robotik auf dem Humanoids Summit in Mountain View. Im Fokus: Robotic-Foundation-Modelle.
Von Werner Kraus
Humanoide wohin man schaut: Im Herbst sorgte die Ankündigung der amerikanischen Firma 1X mit Roboter Neo für zu Hause zum Preis von 20.000 Dollar für Furore. Direkt zum Jahresauftakt 2026 wurden auf der Consumer Electronics Show CES in Las Vegas 16 neue humanoide Robotermodelle der Weltöffentlichkeit vorgestellt.
Ein Gesicht für den Roboter ist nicht notwendig - aber offenbar doch wichtig für die Mensch-Maschine-Kommunikation. AP
Weiterlesen
 
Was sonst noch wichtig ist
  • Meta plant drastische Einschnitte in seiner Reality-Labs-Abteilung. Dabei könnten rund zehn Prozent der etwa 15.000 Mitarbeiter, die an Produkten für das Metaverse arbeiten, ihre Jobs verlieren. Der Stellenabbau trifft vor allem Teams, die an Virtual-Reality-Headsets und sozialen Netzwerken in der virtuellen Realität arbeiten.
  • US-Präsident Donald Trump forderte Tech-Unternehmen auf , für ihre Rechenzentren selbst zu zahlen, damit Amerikaner nicht über höhere Stromrechnungen die Kosten tragen müssen. Microsoft soll dazu nun als erstes Unternehmen mit dem Weißen Haus zusammenarbeiten.
  • Mark Zuckerberg kündigte am Montag die Einführung von Meta Compute an, einer neuen Initiative, um die KI-Infrastruktur des Unternehmens zu stärken. Meta plane, in diesem Jahrzehnt Dutzende Gigawatt und langfristig Hunderte Gigawatt oder mehr an Energiekapazität aufzubauen.
 
Plattformökonomie
 
Digitales Marketing: Die Top-Ten-Trends für das Jahr 2026
 
 Zehn Trends zeigen, wie sich Kanäle auflösen, deterministische Messbarkeit zur Fiktion wird und neue Gatekeeper wie KI-Browser entstehen. Was Marketer jetzt wissen müssen.
Von Markus Caspari
Die Konvergenz der Marketingkanäle als langfristiger Metatrend setzt sich ungebremst fort – und beschleunigt sich wegen Künstlicher Intelligenz weiter. Angefangen bei Influencer-Marketing, das von Social Media in alle anderen Disziplinen ausstrahlt, über AI Commerce, bei dem Amazon immer noch ChatGPT aussperrt, bis hin zu Generative Engine Optimization (GEO), dem KI-Browser-Krieg und dem Revival des „Marketingzombies“ Affiliate-Marketing. Überall verschwimmen die Marketingdisziplinen mit immensen Auswirkungen auf Prozesse, Berufsbilder und Marketingorganigramme.
Influencer-Marketing bleibt auch im KI-Zeitalter wichtig. AFP
Weiterlesen
 
Google UCP: Wenn der Algorithmus der beste Kunde wird
 
Das Einkaufen per KI hat sich vom Experimentierstadium zur milliardenschweren Strategiefrage für die Branche gewandelt. Mit dem Universal Commerce Protocol will Google wieder erste Anlaufstelle für den Onlinehandel werden.
Von Holger Schmidt
Google treibt mit dem Universal Commerce Protocol (UCP) die Verschmelzung von KI und Onlinehandel voran. Der offene Branchenstandard soll es KI-Assistenten ermöglichen, Käufe nahtlos von der Produktsuche bis zur Bezahlung abzuwickeln, ohne Medienbrüche zwischen Apps, Shops und Kassensystemen. Unterstützt wird UCP von großen Handelsketten, Marktplätzen und Zahlungsdiensten. Händler behalten dabei die Kontrolle über Checkout und Kundenbeziehung, während Verbraucher von weniger Reibung und stärker personalisierten Angeboten profitieren sollen. Kurzfristig integriert Google UCP vor allem in eigene Dienste wie Suche und Gemini. Langfristig könnte sich der Standard zu einer zentralen Infrastruktur des KI-gestützten Einkaufens entwickeln.
Wer dominiert die KI-Ära? Google geht einen weiteren Schritt. dpa
Weiterlesen
 
Was sonst noch wichtig ist
  • Salesforce hat Slackbot als KI-Agenten für die Arbeit ausgerollt. Der Bot nutzt den Kontext von Gesprächen, Dateien und Kanälen, um Fragen zum Workflow zu beantworten und im Auftrag des Nutzers Aktionen durchzuführen, wie etwa Meetings zu planen oder Dokumente zu erstellen.
  • Flix, die Muttergesellschaft von Flixbus , hat sich eine Mehrheitsbeteiligung an Flibco gesichert, einer europäischen Plattform für Flughafen-Shuttles, die in sieben Ländern mit lokalen Betreibern zusammenarbeitet. Die Transaktion ergänzt die Fernbus-Dienste um ein Segment mit stabiler Nachfrage.
 
Digital Mobility
 
Chinas Aufsteiger, Teslas Absturz und die deutsche Mitte
 
Neue Spieler – allen voran chinesische Marken – drängen mit Macht auf den Markt. Ein genauer Blick auf die Zahlen zeigt überraschende Gewinner und gleich mehrere Premiumhersteller unter Zugzwang.
Von Holger Schmidt
Die Elektromobilität in Deutschland hat 2025 ein neues Rekordniveau erreicht. Rund 545.000 reine Elektroautos wurden im Jahresverlauf neu zugelassen, gut 40 Prozent mehr als im Vorjahr. Damit war jeder fünfte Neuwagen auf deutschen Straßen vollelektrisch. Der Anstieg wurde vor allem von günstigen E-Autos angefeuert, während der Markt am oberen Ende kaum vorangekommen ist.
 
Weiterlesen
 
Was sonst noch wichtig ist
  • China ist laut Mike Nefkens, CEO von HERE Technologies, am besten positioniert, um als erstes Land selbstfahrende Autos im Massenmarkt einzusetzen. Die Gründe: Das Land verfügt über ein eng integriertes Ökosystem, das politische Entscheidungsträger, Kartierungs-Anbieter und heimische Autohersteller verbindet.
  • Motional, das Joint Venture zwischen Hyundai Motor Group und Aptiv, hat seine Robotaxi-Pläne mit einem KI-first-Ansatz neu gestartet. Bis Ende 2026 will das Unternehmen kommerzielle fahrerlose Service in Las Vegas anbieten.
  • BYD hat eine neue Submarke namens Linghui speziell für Chinas Ride-Hailing-Markt für autonome Robotaxis geschaffen. Am 8. Januar wurden vier Modelle (e5, e7, e9 und M9) beim Ministerium für Industrie- und Informationstechnologie eingereicht. BYD entwickelt eigene autonome Fahrlösungen und hat in den LiDAR-Anbieter Robosense investiert.
 
Prompt der Woche
 
So lassen Sie ChatGPT Ihre Prompts schreiben
 
Künstliche Intelligenz kann sich selbst verbessern – wenn man ihr die Aufgabe richtig stellt. Plus die zwölf wichtigsten Regeln für gute Prompts.
Von Marcus Schwarze
Nicht jedem ist in die Wiege gelegt, Anweisungen an die KI so zu formulieren, dass sie zuverlässig und exakt Antworten liefert. Präzises Prompten erfordert zunächst ein tiefes menschliches Verständnis für die zu lösende Aufgabe. Im zweiten Schritt braucht es die Vermittlungsfähigkeiten, als würde man einen neuen Kollegen einarbeiten.
ChatGPT unterstützt dabei, den perfekten Prompt zu prompten. dpa
Weiterlesen
 
Gadget der Woche
 
Wie Künstliche Intelligenz beim Lernen hilft
 
Ein besonderer Lernmodus verwandelt die Künstliche Intelligenz in einen interaktiven Lernpartner. Damit gibt die KI nicht einfach Lösungen aus, sondern hilft, den Weg dahin zu verstehen.
Von Marcus Schwarze
Als Antwortmaschinen überflügeln KI-Dienste wie ChatGPT und Gemini mittlerweile Suchmaschinen wie Google. Die Dienste taugen auch zum Lernen: Sie zerlegen den Lösungsweg in Schritte, stellen Rückfragen und passen sich dem Niveau des Menschen an. In ChatGPT wechselt man dazu über das Plus-Symbol im Eingabefenster und „Mehr“ in die Rubrik „Studieren und Lernen“. Bei Google Gemini heißt der Modus „Lernhilfe“.
KI wird zum neuen Lernbegleiter. Picture Alliance
Weiterlesen
 
Zitat der Woche
 
„Wir beginnen bereits, die Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz auf den Arbeitsmarkt zu sehen, und ich denke, dass diese Effekte in den nächsten fünf Jahren zunehmen werden.“
Bill Gates, Gründer Microsoft
Bill Gates  Reuters
 
 
 
Folgen Sie der F.A.Z.
Folgen Sie uns auf WhatsApp Folgen Sie uns auf Instagram Folgen Sie uns auf LinkedIn Folgen Sie uns auf Threads Folgen Sie uns auf YouTube Folgen Sie uns auf X Folgen Sie uns auf Facebook
Zur F.A.Z. App
 Apple App Store   Google Play Store 
F.A.Z. Newsletter
verwalten     entdecken
Newsletter „Digitalwirtschaft“
abbestellen
Verantwortlicher Redakteur für F.A.Z. PRO Digitalwirtschaft:
Dr. Holger Schmidt
Kontakt: digitalwirtschaft@faz.de

 
Copyright: Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH,
Pariser Straße 1, 60486 Frankfurt am Main, Hessen, Germany
Tel.: (0)69 7591-0, E-Mail: info@faz.net

HRB 7344, Amtsgericht Frankfurt am Main,
USt.-IDNr.: DE 114 232 732

Geschäftsführer: Thomas Lindner (Vorsitzender), Dr. Volker Breid
Herausgegeben von Gerald Braunberger, Jürgen Kaube,
Carsten Knop, Berthold Kohler
 
© Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH 2001 – 2026
Alle Rechte vorbehalten.

 

This email was sent by: Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH 
Pariser Str. 1 
Frankfurt am Main, Hessen, 60486, Germany

 javascript:void(0);

 unsub javascript:void(0);