Wenn es unter Arbeitskollegen nicht läuft, gelten gemeinsame Ausflüge in Klettergärten & Co. als Heilsbringer. Doch besser als schillernde Events sind gut vorbereitete Workshops. Was Fachleute für Teamentwicklung raten.
1. Die Kollegen nicht unterschätzen. Aufregend gestaltete Teamevents trügen wenig dazu bei, dass eine Gruppe besser harmoniere, sagt die Kölner Arbeitswissenschaftlerin Ursula Vranken: „Wenn die Führungskraft sich sonst selten blicken lässt, dann fühlt sich das für viele eher wie Ringelpiez mit Anfassen unter Zwang an.“
2. Die Mitarbeiter einbinden. Der Bonner Teamcoach Jörg Michael hält Partizipation für essenziell, und zwar schon im Vorfeld eines Teamworkshops. „Ich empfehle dringend, alle Teammitglieder zu fragen, was ihre Wünsche und Ziele sind.“ Das sei der erste wichtige Schritt, um alle mit ins sprichwörtliche Boot zu holen.
3. Die Ergebnisse nutzen. Nach einem Workshop mit dem Team gehe es darum, die gewonnenen Erkenntnisse auch anzuwenden, sagt Michael. „Ein Teamworkshop kann offen, zielführend, sogar beflügelnd gewesen sein. Aber wenn das nicht in den Arbeitsalltag überführt wird, ist wenig gewonnen.“
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