Millionen Menschen in Deutschland müssen am Wochenende arbeiten. Was für sie rechtlich gilt, und was Wochenendarbeit für das Wohlbefinden bedeutet.
1. Sonntage sind besonders geschützt. Grundsätzlich sei Sonntagsarbeit verboten, sagt Benjamin Biere, Fachanwalt für Arbeitsrecht und Partner der Kanzlei Krebühl und Biere Rechtsanwälte in Frankfurt. „Allerdings gibt es viele Bereichsausnahmen, insbesondere für Pflege oder Krankenversorgung oder für die Gastronomie.“
2. Der Arbeitgeber bestimmt. Wann und an welchen Tagen Angestellte arbeiten müssen, legt der Arbeitgeber fest. Dieses Direktionsrecht erstreckt sich auch auf Sonntagsarbeit. Aber: „Arbeitnehmer und Arbeitgeber können vertraglich konkret festhalten, an welchen Tagen wie viel gearbeitet wird“, sagt Rechtsanwalt Biere. „Das kommt in der Praxis allerdings selten vor.“
3. Wochenendarbeit berührt die Lebensqualität. „Wenn Arbeitnehmerinnen oder Arbeitnehmer samstags oder sonntags häufig arbeiten müssen, beschneidet das ihre sozialwirksame Zeit“, sagt Maren Evers von der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften in Wolfenbüttel. Doch nicht alle litten gleichermaßen unter diesen Einschnitten.
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