Geteilte Leitungspositionen sind in vielen Unternehmen die Ausnahme. Dabei kann das sogenannte Topsharing einen Mehrwert schaffen, wenn es gut vorbereitet wird, und die Chemie im Führungsduo stimmt.
1. Geteilte Führung verlangt Zugeständnisse. Die Tandempartner müssten bereit sein, Macht zu teilen und eng zu kooperieren, sagt Silke Ewald, Programmleiterin für Topsharing beim Medizintechnikkonzern Drägerwerk. Das Unternehmen müsse wiederum Stellen und Aufgaben bereithalten, die zu den jeweiligen Kapazitäten wie Kompetenzen passten.
2. Topsharing braucht Zeit. „Topsharing lebt von der Reflexion: Wenn beide nur gehetzt sind und keine Zeit für den Austausch haben, wird es nicht funktionieren“, sagt Claudia Buengeler, die an der Uni Kiel zu geteilter Führung forscht. Gegenseitige Wertschätzung gehöre unbedingt dazu – und sollte auch vor der Belegschaft demonstriert werden.
3. Führung im Tandem benötigt Strukturen. „Unternehmen tun gut daran, geteilte Führungsmodelle auf breiter Ebene einzuführen, geeignete Rahmenbedingungen zu setzen und die Duos gut vorzubereiten“, rät Wirtschaftsprofessorin Buengeler. Letzteres gelte auch für die beteiligten Teams im Unternehmen.
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