Stau, verspätete Züge und volle Busse: Pendeln kann nicht nur die Stimmung, sondern auch die Gesundheit beeinträchtigen. Ein Verkehrsforscher erklärt, was die Wege erträglicher macht, und ein Jurist ordnet die arbeitsrechtliche Lage ein.
1. Pendelstress erkennen. „Stress entsteht vor allem dann, wenn wir das Gefühl haben, einer Situation nicht angemessen begegnen zu können“, sagt Heiko Rüger, Verkehrsforscher am Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung. Er komme auf, wenn Menschen sich ausgeliefert fühlen und nichts daran ändern können.
2. Zeit auf Arbeitswegen sinnvoll nutzen. Der erste Schritt, um Stress zu mindern, heißt Anspannungsregulierung. Wer im Auto ein Hörspiel, einen Podcast oder Musik hört, lenkt sich von der Umwelt ab und ist weniger anfällig für Stress. Wer im Zug liest oder schon die ersten Mails für die Arbeit beantwortet, empfindet die Zeit eher als genutzt.
3. Die Rechtslage kennen. Wer vom Pendelstress auf dem normalen Arbeitsweg dauerhaft krank wird, hat wenig juristische Möglichkeiten, allein schon, weil sich so schwer nachweisen lässt, dass etwa Bluthochdruck vom Dauerpendeln kommt. „Bei solchen Fällen hat man eben nicht nur das eine Unfallereignis, wie zum Beispiel einen Betriebsunfall, sondern eine Entwicklung über Jahre“, sagt Arbeitsrechtler Stephan Weidner, Partner in der Kanzlei SFW Fachanwälte für Arbeitsrecht in Landau.
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