Besser leben
                                                           
FAZ+ 4 Wochen für 0,99 € lesen   Pfeil
Sonntag, 30.08.2026 | Zur Online-Ansicht
 
 Frankfurter Allgemeine
BESSER LEBEN
Liebe Leserin, lieber Leser,
es gibt Versprechen, die verlockend klingen, vielleicht gerade weil sie unrealistisch sind: Essen, so viel man will, und trotzdem schlank bleiben. Sich im Homeoffice um die Kinder kümmern, ohne dass die Arbeit leidet. Schuhe mit Absatz, in denen man den ganzen Tag bequem laufen kann.
Oder eben: In derselben Arbeitszeit bessere Ergebnisse liefern, ohne Überstunden zu machen. Das zumindest verspricht ein Text meines Kollegen Felix Schwarz, den ich diese Woche verschlungen habe.
Autorenbild
Julia Schaaf
Stellvertretende Leiterin des Ressorts „Leben“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung
Plus Sign Folgen
Im vergangenen halben Jahr habe ich viel gearbeitet. Oft sitze ich abends noch im Büro, wenn auf den Fluren der Redaktion schon Ruhe einkehrt. Manchmal mache ich das sogar gern: Es hat schließlich auch mit dem Start unseres ressortübergreifenden Themenschwerpunkts „Besser leben“ zu tun. Um es aber mit den Worten eines Arbeitspsychologen zu sagen, der in dem Artikel zitiert wird: „Langfristig ist das keine nachhaltige Strategie.“
Gierig las ich also, was Experten raten, um die eigene Effizienz zu steigern: To-do-Listen schreiben (mache ich schon). Mehrere kleine Pausen statt einer großen (gute Idee). Unterbrechungen vermeiden (muss ich unbedingt ausprobieren). Klare Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit setzen (darin war ich leider schon immer schlecht).
Dann bemerkte ich, wie ich in Stress geriet. Weil ich plötzlich dieses doofe Gefühl hatte, das der Trend zur Selbstoptimierung auf vielen Feldern erzeugt. Als läge meine gelegentliche Überlastung nur an mir. Nach dem Motto: Selbst dran schuld, wenn du so viel arbeitest. Wärst du besser organisiert, könntest du pünktlich Feierabend machen.
Ich mochte deshalb die Wende, die der Text noch nahm, indem er klarstellte: Der Fokus auf Effizienz kann auch eine Überforderung sein. Man muss sich auch um sein Wohlbefinden kümmern. Und: Abschweifende Gedanken sind erstens normal und zweitens mitunter nützlich für die Arbeit. Ich habe also beschlossen, durchaus mit dem Effizienzgedanken zu experimentieren. Aber ohne Druck. Ich liebe es nämlich auch, mich mit Kollegen zu verquatschen oder gewisse Dinge mit Muße zu tun.
Welche Tricks und Lifehacks haben sich in Ihrem Arbeitsalltag bewährt? Was hilft Ihnen dabei, effizient zu sein, ohne in Stress zu geraten? Ich freue mich auf Ihre Tipps unter besserleben@faz.de.
Vergangene Woche habe ich Sie gefragt, wann und wo Sie zuletzt gesungen haben. Lassen Sie sich von diesen schönen Zuschriften inspirieren:
„Das letzte Mal gesungen habe ich am Freitag, und zwar bei der Probe meines Chores ‚Cantamus Gießen‘.“ (Manuel H.)
„Am besten singt’s sich in der Kirche und immer die Ode an die Freude, Europahymne in mehreren Sprachen: ,Est Europa nunc unita et unita maneat‘.“ (Gerhard S.)
„Mit Vorliebe pfeife ich laut vor mich hin, wenn ich im Rollstuhl (elektrisch) sitzend durch Wien düse, die wunderbare Stadt der Musik.“ (Elisabeth K.)
„Mein ,letztes‘ Singen war das Weihnachtssingen bei uns im Stadion in Jena.“ (Petra S.)
Ebenfalls inspiriert hat mich diese Woche bei der Lektüre von Besser-leben-Texten,
  • wie viel ich für meine Gesundheit tun kann, indem ich auf mein Zahnfleisch achte.
  • dass Fett seinen Ruf als notorischer Dickmacher völlig zu Unrecht trägt.
  • wie unsere Dating-Kolumnistin sich sehr zufrieden in einer Situationship wiederfand, nachdem sie immer gedacht hatte, diese unverbindliche Beziehungsform sei „eine lahme Ausrede für Menschen mit Bindungsängsten“.
Und weil ich aus dem Text meines Kollegen Schwarz gelernt habe, dass man auch die kleinen Erfolge im Arbeitstag feiern soll, freue ich mich jetzt, dass dieser Newsletter geschrieben ist – und mache halbwegs pünktlich Feierabend.
Ich wünsche Ihnen einen schönen Sonntag
Ihre
Julia Schaaf
 
Diesen Newsletter mit Freunden teilen
Teilen Sie diesen Newsletter als Mail   Teilen Sie diesen Newsletter auf LinkedIn   Teilen Sie diesen Newsletter auf Facebook   Teilen Sie diesen Newsletter in WhatsApp   Teilen Sie diesen Newsletter auf X
 
 
Anzeige
timer trk_px
Zitat der Woche
Separator
„Früher war der Ruhestand die wohlverdiente Pause nach harter Arbeit, heute hat er Lifestyle-Image.“
Simon Schaugg, angehender Psychologe (Symbolbild)
Simon Schaugg, angehender Psychologe (Symbolbild)
Ob die Rente als Befreiung oder Krise empfunden wird, liegt am Verhältnis zum Job.
Foto: Picture Alliance
 
Unsere Empfehlungen der Woche
 
„Effizientes Arbeiten bedeutet nicht, acht Stunden am Tag hochfokussiert zu sein“
 
FAZ+ Höhere Effizienz
„Effizientes Arbeiten bedeutet nicht, acht Stunden am Tag hochfokussiert zu sein“
In derselben Arbeitszeit bessere Ergebnisse zu liefern und sich ohne Überstunden in den Feierabend zu verabschieden: Das wünschen sich wohl die allermeisten. Mit diesen Tipps gelingt es.
Felix Schwarz
 
FAZ+ Kolumne „Richtig essen“
Entzündetes Zahnfleisch belastet den ganzen Körper
Eine Parodontitis kann eine Reihe von Erkrankungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall, Demenz und Krebs begünstigen. Wie man das Mikrobiom im Mund schützt und welche Rolle die Ernährung dabei spielt.
Andreas Michalsen
 
FAZ+ Warum KETO-diät wirkt
„Man zwingt den Körper, auf die Fettreserven zuzugreifen“
Bei der Keto-Diät isst man vor allem Fett. Kann das gut sein? Eine neue Studie zeigt: Man nimmt nicht nur ab, sogar der Stoffwechsel verbessert sich. Was man jedoch bedenken muss.
Johanna Kuroczik
 
FAZ+ Dating-Kolumne
Warum habe ich plötzlich Angst vor einer festen Beziehung?
Eigentlich wünscht sich unsere Autorin eine feste Beziehung. Stattdessen findet sie sich in einer Situationship wieder – und ist ziemlich zufrieden. Woher kommt plötzlich der Wunsch nach Unverbindlichkeit?
Anna Schmidt
 
FAZ+ Wenn Führungskräfte Gehen
„Die Gefahr ist, dass mit dem Übergang in den Ruhestand ein Identitätsbruch stattfindet“
Wer jahrzehntelang in seinem Beruf aufgegangen ist, kann Probleme bekommen, wenn die Karriere endet. Das muss nicht sein, sagt der angehende Psychologe Simon Schaugg, der sich wissenschaftlich mit dem Thema befasst.
Anaïs Muschter
 
Ihnen wurde der Newsletter weitergeleitet?
 Jetzt kostenlos abonnieren 
 
Zufriedenheitsumfrage – „Besser leben“
Wie wahrscheinlich ist es, dass Sie das Ressort „Besser leben“ einer Freundin oder einem Freund weiterempfehlen würden?
0
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
 
Sehr unwahrscheinlich Sehr wahrscheinlich
 
Empfehlungen des Verlages
F.A.Z. Selection
Maatje Lounge Chair
Visuelle Leichtigkeit trifft auf konstruktive Klarheit. Entdecken Sie stilvolles Möbeldesign, handgefertigt in Deutschland.
FAZ+ und Klassik Radio+ gratis
Lesen, hören, genießen – 2 Monate gratis
Lesen, was die Welt bewegt. Hören, was die Sinne berührt: Mit FAZ+ und Klassik Radio+ genießt du 2 Monate Journalismus und Musik gratis – monatlich kündbar.
F.A.Z. Patenschaften
Mehr als ein Abo: Austausch ermöglichen
Was mit einem Flyer in der Ersti-Tüte begann, wurde zu einer besonderen Verbindung: tägliche Lektüre und Gespräche über Politik, Geschichte und Musik. Werden Sie Teil der Initiative!
Sprachkurse
Lernen Sie eine neue Sprache
Sprachenlernen war noch nie so einfach: In wenigen Minuten am Tag Ihr Englisch, Französisch, Spanisch oder Italienisch verbessern - online und mit Spaß!
F.A.Z.-Partnersuche
Finden Sie Ihre Liebe
Jetzt Partnersuche starten: Finden Sie jemanden, der zu Ihnen passt, und genießen Sie, wie schön das Leben zu zweit sein kann.
 
 
Folgen Sie der F.A.Z.
Folgen Sie uns auf WhatsApp Folgen Sie uns auf Instagram Folgen Sie uns auf LinkedIn Folgen Sie uns auf Threads Folgen Sie uns auf YouTube Folgen Sie uns auf X Folgen Sie uns auf Facebook
Zur F.A.Z. App
 Apple App Store   Google Play Store 
F.A.Z. Newsletter
verwalten     entdecken
Newsletter „Besser leben“
abbestellen
Copyright: Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH,
Pariser Straße 1, 60486 Frankfurt am Main, Hessen, Germany
Tel.: (0)69 7591-0, E-Mail: info@faz.net

HRB 7344, Amtsgericht Frankfurt am Main,
USt.-IDNr.: DE 114 232 732

Geschäftsführung: Dr. Volker Breid
Herausgegeben von Gerald Braunberger, Jürgen Kaube,
Carsten Knop, Berthold Kohler
 
© Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH 2001 – 2026
Alle Rechte vorbehalten.