Alles Wichtige zur Entwicklung der digitalen Transformation.
Ein entscheidendes Jahr für die KI
2026 könnte zum Jahr der Wahrheit für die Künstliche Intelligenz werden. Unternehmen haben in den vergangenen zwei Jahren massiv in KI investiert, doch schnelle Erfolgsmeldungen blieben vielerorts aus.
Trotzdem halten die meisten Unternehmen an ihren KI-Plänen fest und wollen 2026 weiter investieren. Denn KI gilt inzwischen als strategische Basistechnologie, der man spürbare Produktivitäts- und Geschäftsmodell-Effekte zutraut. Diese nächste KI-Welle soll tief in die Kernprozesse vordringen und diese neu verdrahten – ein komplexes Unterfangen, das auf Vorstandsebene verankert werden muss. Parallel beschleunigt sich die Verschmelzung zwischen KI und Robotik. Bessere Sensorik und fortgeschrittene KI machen Roboter deutlich fähiger als noch vor wenigen Jahren. Entsprechend dringen sie in immer mehr Bereiche vor: In Logistikzentren und Fabrikhallen, in Krankenhäusern oder auf Baustellen automatisieren diese Roboter hoffentlich bald monotone oder gefährliche Tätigkeiten.
Für Europa liegt gerade in dieser „physischen KI“ eine große Chance, mit unserer Kompetenz im Maschinenbau mal wieder einen modernen Wachstumsmarkt zu besetzen. Denn machen wir uns nichts vor: Erfolge dieser Art könnten wir gut gebrauchen, wenn wir 2026 das vierte Jahr in Folge ohne Wirtschaftswachstum erleben. Noch immer ist Künstliche Intelligenz unsere große Chance, Wachstum und Produktivität zu erhöhen. Bisher haben wir sie nicht genutzt. Als guten Vorsatz sollten wir das 2026 ändern! Das ganze Team der Digitalwirtschaft wünscht einen guten Start ins neue Jahr, viel Glück und Erfolg!
Mandy Jarry, Nina Müller, Holger Schmidt und Johannes Winkelhage
Meta übernimmt das in Singapur ansässige Agenten-Start-up Manus mit chinesischen Wurzeln, um seine KI-Strategie zu beschleunigen. Manus wirbt mit autonomen Agentenfunktionen. Finanzdetails wurden nicht offiziell genannt. Der Deal unterstreicht den Wettlauf der Plattformkonzerne um Agententechnologie und Talente.
Softbank will den Infrastruktur-Investor Digital Bridge für rund 4 Milliarden Dollar übernehmen
und so schneller Rechenzentren für KI-Projekte aufbauen. Digital Bridge verwaltet nach Angaben der „Financial Times“ über 100 Milliarden Dollar in Datenzentren, Funkmasten und Glasfaser. Der Deal zeigt, wie stark Finanzinvestoren und Techkonzerne um knappe Rechen- und Stromkapazitäten konkurrieren.
Chinas Cyberspace-Regulator hat Entwürfe für Regeln vorgelegt, die KI mit menschenähnlicher, emotionaler Interaktion stärker kontrollieren sollen. Anbieter müssten Risiken wie Abhängigkeit und psychische Belastungen adressieren, Inhalte strenger prüfen und Datenschutzvorgaben erfüllen. Ziel ist mehr staatliche Kontrolle über schnell wachsende Consumer-KI.
OpenAI schreibt eine Führungsrolle für „Preparedness“ aus, die Risiken von Sicherheitslücken bis zu mentaler Gesundheit systematischer bewerten soll. Der Schritt zeigt den wachsenden Governance-Druck auf KI-Labore. Für Unternehmen, die Modelle einsetzen, ist das ein Signal: Compliance, Red Teaming und Risikomanagement werden stärker Teil des Produktversprechens.
Eine Umfrage zeigt, dass die Digitalisierung im deutschen Gesundheitswesen weiter stockt. Zwar kennen fast 87 Prozent der Befragten das elektronische Rezept, genutzt wird es aber nur von rund 59 Prozent. Die elektronische Patientenakte kommt auf gut 20 Prozent Nutzung, digitale Gesundheitsanwendungen spielen kaum eine Rolle. Industrievertreter sehen weiterhin großen Nachholbedarf.
Chinas Zentralbank kündigt einen Management-Aktionsplan für den digitalen Yuan an, der ab 1. Januar 2026 greifen soll. Er soll Mess- und Steuerungsmechanismen für die Nutzung der digitalen Zentralbankwährung präzisieren. Das ist ein weiterer Schritt, die Infrastruktur und Governance der staatlichen Digitalwährung zu standardisieren und breiter auszurollen.
Auch Google Gemini erstellte aus dem Text über Telefonassistenten eine Infografik und brachte mehr Details unter als NotebookLM. (Screenshot: Marcus Schwarze/Gemini, KI-generiert) Screenshot: Marcus Schwarze/ChatGPT, KI-generiert