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Mittwoch, 12.08.2026 | Zur Online-Ansicht
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Breaking News: Digitales Sommerloch fällt aus
Es hat etwas Beruhigendes, regelmäßig über Digitalisierung und vor allem Künstliche Intelligenz schreiben zu dürfen. Während sich die Kolleginnen und Kollegen aus den anderen Ressorts in der Ferienzeit regelmäßig mit Berichten über Krokodile in Badeseen, Löwen in der Berliner Vorstadt oder die Affären von C-Promis über Wasser halten, können wir uns als Digitalspezialisten auch in solchen Dürrezeiten über wöchentliche Aufreger freuen.
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Johannes Winkelhage
Redakteur für Newsletter und Verticals.
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Das war in den vergangenen Tagen nicht anders. Und: Die Themen dieser Woche hätten noch vor nicht zu langer Zeit jedes für sich zum Aufmacher getaugt.
Ein Beispiel: NVIDIA-Chef Huang verkündete in den vergangenen Tagen gemeinsam mit den Chefs der sechs größten Vermögensverwalter und Investmentbanken der Welt, eine neue Anlageklasse schaffen zu wollen. Rechenzentren als Investitionsobjekt für Jedermann. Das Volumen soll zum Start mehr als 500 Milliarden (sic) Dollar betragen. Aber für Beträge mit weniger als zehn Stellen werden die Beteiligten im KI-Segment eigentlich gar nicht mehr wach.
Mark Zuckerberg hingegen unterzeichnet ein Manifest schlicht mit seinem Vornamen. Das suggeriert Nähe und stimmt auf die etwas schwurbelige Argumentation ein. Die läuft darauf hinaus, dass KI, wenn alle sie intensiv nutzen, von allein sicher wird. Es stehen ja dann alle im Wettbewerb mit allen. So regulieren sie sich in einem solchen Machtgleichgewicht selber und erzeugen Sicherheit. Eine Einmischung von außen ist also nach Ansicht von Mark eigentlich nicht erforderlich. Schon gar nicht von Seiten der EU und ihrer Regulierungswut. Das hat der Mark zwar so nicht geschrieben, aber gemeint.
Die Amodeis von Anthropic finden Regulierung eigentlich gut und notwendig. Spätestens, wenn ihnen (wie Open AI und Google auch) mal wieder eine KI ausbüxt und genau das tut, was sie soll – nämlich testweise andere Systeme hacken. Leider nur nicht in dem „Sandkasten“ in dem das mal ausprobiert werden sollte.
Anthropic hat sich den Regulierungswünschen der Europäer fristgerecht gebeugt und arbeitet jetzt Belege für die Nutzung seiner Modelle mit einem Wasserzeichen in deren Ergebnisse ein. Jetzt kann also jeder sehen, was „Claude-gemacht“ ist und was nicht. Allerdings räumt Anthropic selber ein, dass schon die einfache Rechtschreibprüfung eines Dokumentes dazu führt, dass es als „KI-infiziert“ zu erkennen ist. In der Praxis kann man sich also entscheiden: KI gar nicht nutzen oder das Wasserzeichen in Kauf nehmen. Wenn aber am Ende fast alle Dokumente dieses Kainsmal tragen, ist es sinnlos – erfüllt aber die jüngste EU-Vorgabe, KI-Ergebnisse als solche kenntlich machen zu müssen. Man könnte diese Strategie auch als Verteidigung durch Umarmung bezeichnen.
Ein weiteres Ergebnis dieser Woche: Es wird immer klarer, dass sich die KI produktivitätssteigernd auf die Wirtschaft auswirkt. Wie zu erwarten, vor allem dort, wo sie intensiv genutzt wird. Also eher nicht in Europa. Hier fehlt zu oft die Einsicht, dass dieser Einsatz eine Führungsaufgabe ist, die nicht delegiert werden kann. Die Zahlen und Details dazu finden sich in unserem Briefing dieser Woche – und noch viel mehr.
Eine fröhliche Lektüre (ganz ohne Krokodile und Löwen) wünscht
Johannes Winkelhage
Am 2. September findet um 12.30 Uhr unsere nächste KI-Akademie statt.
Das Thema ist „KI am Arbeitsplatz nutzen“. Anhand konkreter Beispiele – von gemeinsamen Design-Layouts bis zur digitalen Urlaubsvertretung – demonstrieren Sina Söhren (Deputy Head Team GenAI, F.A.Z.) und Nina Müller (F.A.Z.) am Tool Langdock, wie KI-Features im Team optimal genutzt werden können. Melden Sie sich hier an.
 
PS: Zusätzlich zu diesem Briefing bieten wir unseren Lesern tagesaktuell die neuesten Informationen zur Digitalwirtschaft auf unserer Website. Schauen Sie gerne vorbei, wenn Sie auf dem Laufenden bleiben wollen. Den Weg zur Digitalwirtschaft im Netz finden Sie hier.
 
 
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Themen des Newsletters
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Themen der Woche
 
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Anthropic setzt auf KI durch Wasserkraft
 
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Alphabet lobt Hassabis aus dem Weg - nach oben
 
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Milliardenpflaster für Open-AI-Angestellte
 
Artikel der Woche
 
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Der unsichtbare Stempel im Text
 
KI-Akademie
 
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Die 15 wichtigsten Prompts für Führungskräfte
 
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Der Referent in der Seitenleiste
 
Deep Dives
 
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Amerikas KI-Vorsprung liegt in der Nutzung
 
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Chinas Stromer mit 10 Prozent Marktanteil in Deutschland
 
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Die schöne neue KI-Welt des Mark Zuckerberg
 
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Europas KI-Gewinner sitzen in der Chiplieferkette
 
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Nvidia wird zur Bank der KI
 
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Die Maschine kann, aber darf sie auch?
 
Kurz & knapp
 
Die fünf meistgelesenen Artikel
 
Zitat der Woche
 
 
Themen der Woche
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Anthropic setzt auf KI durch Wasserkraft
Anthropic hat laut einem Bericht von Bloomberg einen Sechsjahresvertrag über zehn Milliarden Dollar zur Miete von Rechenkapazitäten abgeschlossen. Vertragspartner ist das erst 2026 gegründete Cloud-Start-up Volta Infra Holdings. Die Rechenleistung stammt aus einem mit Wasserkraft betriebenen Rechenzentrum im norwegischen Tydal, das vom Infrastrukturunternehmen Bitdeer umgerüstet und mit Nvidias neuesten Vera-Rubin-Chips ausgestattet wird. Die Leistung wird mit 133 Megawatt angegeben. Anthropic baut damit seine Rechenkapazitäten für KI-Modelle wie Claude weiter aus. Volta wird unter anderem von Nvidia und Michael Dell unterstützt. Tydal hat 733 Einwohner und drei große Wasserkraftwerke.
Reindeer At Nordkapp
Anthropic sichert sich Rechenmacht in Norwegen. Picture Alliance
Johannes Winkelhage, Redakteur für Newsletter und Verticals.
„Anthropic geht in Sachen Energie für künftige Rechenleistung einen eigenen Weg. Während Wettbewerber auf fossile Gasturbinen oder gar Atomkraft setzen, steht für den selbst erklärten „Gutmenschen“ unter den KI-Laboren in diesem Fall Wasserkraft im Vordergrund. Vielleicht fragt die Kundschaft demnächst ja intensiver nach der Umweltbilanz ihrer KI-Nutzung. Das ist nicht so unwahrscheinlich, wie es heute vielleicht klingt. Anthropic wäre gerüstet.“
Johannes Winkelhage, Redakteur für Newsletter und Verticals.
 
 
Alphabet lobt Hassabis aus dem Weg - nach oben
Der Techkonzern Alphabet hat seine KI-Führungsstruktur neu geordnet. Nobelpreisträger Demis Hassabis gibt die operative Leitung von Google Deep Mind ab, wechselt in die Rolle des Chairmans und wird zum Chief Scientist von Alphabet. In seiner neuen Funktion wird er sich auf die strategische KI-Entwicklung des Gesamtunternehmens konzentrieren. Die Führung von Deep Mind übernimmt Koray Kavukcuoglu als Senior Vice President, der künftig direkt an CEO Sundar Pichai berichtet und die Weiterentwicklung der Gemini-Modelle verantwortet. Zudem verlässt der langjährige Chief Scientist Jeff Dean das Unternehmen nach 27 Jahren, um gemeinsam mit weiteren Forschern das Start-up Discovery Loop zu gründen.
Demis Hassabis, Ex-CEO von Google Deep Mind AP
Johannes Winkelhage, Redakteur für Newsletter und Verticals.
„Es ist ein Kommen und Gehen in der KI-Welt. Daran haben wir uns gewöhnt. Die Alphabet-Rochade ist aber selbst für diese Welt außergewöhnlich. Demis Hassabis ist ein Rockstar. Wenn diesem jetzt – begleitet von viel Lob – die Leitung von Googles KI-Zentrale Deep Mind entzogen wird, offenbart sich eine Unzufriedenheit, die auch vor Rockstars nicht haltmacht. Und auch wenn Jeff Dean, der kurz vor Rockstar-Niveau rangiert, ein eigenes Unternehmen gründet, horcht die Branche auf und sieht schon das nächste Frontier-Labor der KI am Horizont. Und das ist keineswegs ausgeschlossen.“
Johannes Winkelhage, Redakteur für Newsletter und Verticals.
 
 
Milliardenpflaster für Open-AI-Angestellte
OpenAI hat eigene Anteile im Wert von rund sieben Milliarden Dollar von aktuellen und ehemaligen Beschäftigten zurückgekauft. Die Bewertung des ChatGPT-Entwicklers bleibt durch den Deal den Angaben zufolge unverändert bei mehr als 850 Milliarden Dollar. Schon im Oktober 2025 hatte das Unternehmen Anteile im Umfang von etwa 6,6 Milliarden Dollar zurückgekauft - bei einer Unternehmensbewertung von 500 Milliarden Dollar. Diese Käufe dienen vor allem als Instrument, um hochqualifizierte Fachkräfte im stark umkämpften KI-Sektor an das Unternehmen zu binden.
Dagobert Duck
Open AI macht vor dem Börsengang den Geldspeicher für die Mitarbeiter auf. Picture Alliance
Johannes Winkelhage, Redakteur für Newsletter und Verticals.
„Open AI muss seine Mitarbeiter bei der Stange halten. Die von Open-AI-CEO Sam Altman angestrebte Bewertung von einer Billion Dollar bei einem Börsengang lässt sich derzeit nicht so ohne Weiteres am Markt durchsetzen. Daher verschiebt sich der IPO-Termin. Die Beschäftigten werden jetzt erst mal mit einem „Trostpflaster“ aus der Unternehmenskasse ruhiggestellt. Das rechnet sich für Open AI. Neue Spezialisten sind rar, und es wäre sehr teuer, die derzeitige Expertise ersetzen zu müssen.“
Johannes Winkelhage, Redakteur für Newsletter und Verticals.
 
 
Artikel der Woche
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Der unsichtbare Stempel im Text
Ergebnisse von Anthropic-Produkten tragen in Zukunft ein nicht entfernbares Wasserzeichen. Illustration Picture Alliance
Der unsichtbare Stempel im Text
Von Holger Schmidt
Anthropic markiert ab sofort jeden Text, den seine KI-Modelle erzeugen. Das Wasserzeichen steckt in der Wortwahl selbst, es übersteht Kopieren, Einfügen und den Wechsel des Dateiformats. Abschalten lässt es sich nicht. Und es trifft auch den, der nur seinen eigenen Text korrigieren lässt.
Anthropic hat am Dienstag bestätigt, dass alle neuen Versionen seiner Claude-Modelle ein unsichtbares Wasserzeichen in jeden erzeugten Text einweben. Dateien, die Claude erstellt, erhalten zusätzlich eine kryptographisch signierte Herkunftsangabe. Anlass ist Artikel 50 der europäischen KI-Verordnung, dessen Transparenzpflichten seit dem 2. August gelten, und der dazugehörige Verhaltenskodex der EU-Kommission, den Anthropic unterzeichnet hat.
Bemerkenswert ist die Reichweite der Entscheidung. Die europäische Vorschrift verlangt die maschinenlesbare Markierung von Ausgaben, die in der Union genutzt werden. Anthropic markiert weltweit, in jedem Produkt und über die Schnittstellen von Amazon Web Services, Google Cloud und Microsoft Foundry hinweg. Die Kennzeichnung sitzt im Modell selbst und nicht in der Anwendung, also gibt es keine Region, keinen Tarif und keine Programmierschnittstelle, über die unmarkierter Text zu bekommen wäre. Für ältere Modelle läuft eine Übergangsfrist bis zum 2. Dezember 2026, einen Termin für die Nachrüstung nennt das Unternehmen nicht. Bis dahin sagt das Fehlen einer Markierung nichts aus.
Das Signal steckt in der Wortwahl
Anthropic beschreibt das Verfahren nur knapp. Eine technische Dokumentation soll folgen. Wie solche Wasserzeichen arbeiten, ist aus der Forschung bekannt. Ein Sprachmodell hat an den meisten Stellen eines Satzes mehrere gleichwertige Fortsetzungen zur Wahl. Ein geheimer Schlüssel teilt den Wortschatz an jeder Position in bevorzugte und nicht bevorzugte Kandidaten, und das Modell greift systematisch zur bevorzugten Variante. Google Deep Mind hat das bekannteste Verfahren dieser Art, SynthID-Text, 2024 in der Fachzeitschrift „Nature“ beschrieben. Die Qualität leidet darunter nicht, dafür braucht der Nachweis Länge. Erst nach Hunderten von Entscheidungen des geheimen Schlüssels wird die Häufung statistisch signifikant. Eine Überschrift oder ein Zweizeiler allein tragen kein belastbares Wasserzeichen. Sie sind zu kurz.
Bei Bildern und Videos hängt die Herkunftsangabe hingegen als Metadatum am Objekt und ist leicht zu entfernen, ein erneutes Speichern oder ein Bildschirmfoto genügen. Beim Text ist die Wortfolge selbst der Träger. Wer eine Antwort aus dem Chatfenster in ein Word-Dokument oder eine E-Mail kopiert, überträgt das Wasserzeichen mit, und auch der Umweg über die Zwischenablage ohne Formatierung ändert nichts.
Abschalten lässt es sich nicht
Entscheidend ist deshalb, wie viel von der ursprünglichen Wortfolge übrig ist. Anthropic bleibt hier auffällig vage, das Wasserzeichen könne manche Bearbeitung überstehen, eine Schwelle nennt das Unternehmen nicht. Einzelne ausgetauschte Wörter und Kürzungen überstehen solche Verfahren nach der Forschungslage in der Regel, systematisches Umschreiben aber nicht. Eine Gruppe der ETH Zürich um Martin Vechev hat SynthID-Text 2024 untersucht. Schon ein handelsüblicher Paraphrasierer entfernte das Wasserzeichen in mehr als neun von zehn Fällen aus Texten von rund 1000 Token Länge. Eine Übersetzung hebt die Markierung ohnehin auf, weil die Wortfolge vollständig ersetzt wird.
Einen Ein-Aus-Schalter für die Markierung per Wasserzeichen gibt es nicht. Die vertraute Logik aus Bild- und Videowerkzeugen, in der sich das sichtbare Wasserzeichen mit dem Abonnement abstellen lässt, greift hier nicht. Wer unmarkierte Ausgaben braucht, wechselt zu einem Anbieter, der noch nicht markiert, betreibt ein Modell mit offenen Gewichten auf eigener Infrastruktur oder schreibt den Text so weit um, dass das Signal verschwindet. Alle drei Wege führen aus der Kennzeichnungspflicht heraus.
Auch die Korrektur zählt
Für Journalisten, Juristen und Berater ist ein anderer Punkt der wichtigere. Die Markierung unterscheidet nicht zwischen Erzeugen und Bearbeiten. Wer einen selbst geschriebenen Absatz von Claude glätten, kürzen oder auf Rechtschreibung prüfen lässt, bekommt eine markierte Ausgabe zurück, obwohl Gedanken, Recherche und Formulierung von einem Menschen stammen. Anthropic benennt diese Grenze auf seiner Hilfeseite offen. Ein gefundenes Wasserzeichen bedeute, dass ein Inhalt möglicherweise von Claude verarbeitet worden sei, nicht, dass Claude ihn verfasst habe.
Ein Treffer beweist nichts, ein fehlender Treffer entlastet nicht. Die Erfahrung mit den statistischen KI-Detektoren an Schulen und Universitäten spricht dafür, dass das Verfahren dennoch als Beweismittel behandelt werden wird. Redaktionen, Personalabteilungen und Prüfungsämter sollten die Unterscheidung zwischen verarbeitet und verfasst daher in ihre internen Regeln schreiben, bevor der erste Streitfall entsteht.
 
 
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KI-Akademie
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Die 15 wichtigsten Prompts für Führungskräfte
Von Johannes Winkelhage
Führungskräfte, die KI konsequent nutzen, erreichen laut einer Prodoscore-Analyse von 25.000 Beschäftigten bis zu 44 Prozent höhere Produktivität. Ihre Stärke beim Delegieren überträgt sich direkt auf die Formulierung wirksamer Prompts. Neue Arbeitsumgebungen wie ChatGPT Work und Claude Cowork lösen dabei das Problem des flüchtigen Chatfensters. ChatGPT Work greift auf Firmendokumente zu und führt Aufträge zeitgesteuert aus. Claude Cowork arbeitet ordnerbasiert und hält Zwischenergebnisse über mehrere Sitzungen hinweg fest. Der Artikel stellt 15 Anwendungsfälle vor, darunter SWOT-Analysen, Wettbewerbsbeobachtung, Monatsberichte und Verhandlungsvorbereitung.
Die 15 wichtigsten Prompts für Führungskräfte
Mehr geschafft kriegen: Führungskräfte profitieren von KI-Nutzung. Picture Alliance
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Der Referent in der Seitenleiste
Von Johannes Winkelhage
Seit Mai 2026 ist Anthropics Claude als Beta-Add-in für Outlook verfügbar und liest Mails sowie Kalender über die Microsoft-Schnittstelle, ohne eigenständig Nachrichten zu versenden. Der Artikel stellt 20 Anwendungen vor, vom morgendlichen Sortieren des Posteingangs über Terminplanung und Verhandlungschronologien bis zur Sendekontrolle. Technisch greift das Add-in über Microsoft Graph auf Postfachdaten zu, speichert jedoch keine Kopien. Anthropic warnt offen vor Risiken durch indirekte Prompt-Injektion, bei der manipulierte Mails das Modell zu ungewollten Aktionen verleiten können. Für den Einsatz in Deutschland sind Mitbestimmungspflicht, fehlender europäischer Speicherort und Datenschutz-Folgenabschätzung vorab zu klären.
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Deep Dives
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Amerikas KI-Vorsprung liegt in der Nutzung
Von Holger Schmidt
KI-intensive Branchen wie Finanzen, IT und professionelle Dienstleistungen steigern ihre Produktivität in den USA seit 2024 um 3,7 Prozent jährlich, während der Rest der Wirtschaft nur auf 1,7 Prozent kommt. In Europa lässt sich ein solcher Schub kaum nachweisen. Eine Studie beziffert den Anteil KI-gestützter Arbeitsstunden in den USA auf 5,2 Prozent, in Deutschland auf 1,7 Prozent. Die Nutzungslücke erklärt sich zu 80 Prozent daraus, ob Arbeitgeber den KI-Einsatz aktiv fördern, Werkzeuge bereitstellen und schulen. Die große Mehrheit deutscher Unternehmen erlaubt KI, steuert sie aber kaum. Der Engpass liegt nicht im Zugang zur Technologie, sondern in der betrieblichen Organisation.
 
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Chinas Stromer mit 10 Prozent Marktanteil in Deutschland
Von Holger Schmidt
Im Juli erreichte der Elektroanteil an den deutschen Neuzulassungen 29,3 Prozent, ein Zuwachs von 61,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat, während der Gesamtmarkt nur um 1,2 Prozent wuchs. Getragen wird der Hochlauf von der neuen Kaufprämie und von Kraftstoffpreisen von mehr als zwei Euro je Liter. Volkswagen bleibt mit 10.078 Elektroautos vorn, wächst aber langsamer als der Markt, während Skoda, BMW und Mercedes deutlich zulegen. Der BMW iX3 rückt binnen fünf Monaten auf Rang 13 der Modellrangliste vor. Chinesische Marken kommen auf 10,0 Prozent des Elektromarktes, Tesla fällt im Monatswert auf 367 Fahrzeuge zurück.
 
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Die schöne neue KI-Welt des Mark Zuckerberg
Von Holger Schmidt
Mark Zuckerberg fasst in einem Grundsatzpapier Wörtern den Sicherheitsbegriff der KI-Branche neu. Schutz soll aus der breiten Verbreitung der Technik erwachsen, während die Kontrolle über einzelne Systeme zurücktreten soll. Was Superintelligenz ist, lässt Zuckerberg offen, und die Beschäftigungsprognose stützt sich auf ungenannte Statistiken, während eine Stanford-Untersuchung für Berufseinsteiger einen Rückgang von 16 Prozent zeigt. Präzise wird der Text bei der Preisbildung, denn wer mehr Rechenleistung braucht, zahlt über eine Auktion. Meta investierte im zweiten Quartal 31,1 Milliarden Dollar, der freie Mittelzufluss sank auf 784 Millionen Dollar.
Die schöne neue KI-Welt des Mark Zuckerberg
Mark Zuckerberg hat Interessen. Die versucht er jetzt mit einer etwas einfachen Herleitung zu wahren. AP
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Europas KI-Gewinner sitzen in der Chiplieferkette
Von Holger Schmidt
Die größten Kursgewinner unter europäischen KI-Aktien der vergangenen zwölf Monate stammen fast ausschließlich aus der Halbleiterlieferkette. Ihr Vorteil liegt in der Spezialisierung: Großaufträge aus dem Rechenzentrumsausbau schlagen bei kleinen Zulieferern unmittelbar auf Umsatz und Ergebnis durch. An der Spitze stehen Unternehmen wie Sivers Semiconductors oder AT&S, die noch keinen Gewinn erwirtschaften und für eine Zukunft bewertet werden. Belastbarer ist Technoprobe, wo Umsatz und Gewinn bereits kräftig wachsen. Der Rückschlag im Juli traf die Mehrheit der Titel, denn alle hängen an den Investitionsbudgets weniger amerikanischer Technologiekonzerne.
 
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Nvidia wird zur Bank der KI
Von Holger Schmidt
Nvidia will mit Apollo, BlackRock, Blackstone, Brookfield, Goldman Sachs und KKR mehr als 500 Milliarden Dollar an Drittkapital für KI-Rechenzentren mobilisieren und Rechenleistung als kreditfähiges Sicherungsgut etablieren. Die Finanzierung verlagert sich damit aus den Bilanzen der Hyperscaler, deren fremdfinanzierter Investitionsanteil laut Goldman Sachs von rund 27 Prozent im Jahr 2025 auf etwa 33 Prozent im Jahr 2026 gestiegen ist, in Kapitalpools von Pensionskassen und Versicherern. Die zentrale Schwachstelle liegt im Sicherungsgut, denn Nvidias schneller Produktzyklus erschwert belastbare Restwertannahmen.
Nvidia wird zur Bank der KI
Früher nur den Gamern bekannt. Heute in aller Munde. Das Logo von Nvidia. AFP
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Die Maschine kann, aber darf sie auch?
Gastbeitrag von Stefan Wenzel
Laut Bitkom Research setzen 41 Prozent der deutschen Unternehmen KI aktiv ein, doch nur 14 Prozent der Anwender nutzen sie in der Personalabteilung, wo über Rollen und Verantwortung entschieden wird. Die Fähigkeit von KI-Agenten verdoppelt sich alle sieben Monate, während Freigabeprozesse an Sitzungsterminen hängen. Nicht der KI-Einsatz selbst, sondern die Geschwindigkeit, mit der Unternehmen Maschinen Verantwortung übertragen, entscheide über Wettbewerbsfähigkeit. Wer Wirkung nicht messen könne, regle stattdessen Präsenz und verweigere Maschinen die Vollmacht. Prüffähigkeit und Ergebnissteuerung statt Verhaltenskontrolle seien der entscheidende Hebel für schnellere Delegation.
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Kurz & knapp
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• Der Roboterhersteller Unitree hat bei seinem Börsengang am Shanghaier Star Market eine Rekordnachfrage ausgelöst. Die Börse meldete eine rund 8300-fache Überzeichnung der Privatanlegertranche. Der Hersteller aus Hangzhou hat den Ausgabepreis auf 150,80 Yuan festgesetzt und nimmt damit gut sechs Milliarden Yuan ein, etwa 790 Millionen Euro.
• CoreWeave hat im zweiten Quartal dank hoher Nachfrage nach KI-Cloud-Kapazitäten die Markterwartungen übertroffen: Der Umsatz stieg auf 2,58 Mrd. Dollar, der bereinigte Verlust je Aktie fiel mit 1,03 Dollar geringer aus als erwartet. Die Aktie gewann nachbörslich fast zehn Prozent. Kunden sind unter anderem Meta und Anthropic.
•  Intel legt eine Kapitalerhöhung über 15 Milliarden Dollar auf, ergänzt um eine Mehrzuteilungsoption von 2,25 Milliarden Dollar. Das Geld soll in Investitionen fließen, unter anderem in die Auftragsfertigung, in fortgeschrittenes Packaging und in Spezialchips für KI-Anwendungen. Die Aktie verlor vorbörslich mehr als drei Prozent wegen der Verwässerung.
• Eine amerikanische Behörde untersucht laut Bloomberg, wie chinesische KI-Unternehmen im Ausland Zugang zu Nvidia-Prozessoren erhalten. Im Mittelpunkt steht das Anmieten von Rechenkapazität in Drittstaaten, das die Exportkontrollen auf legalem Weg umgeht. Auslöser sind Fortschritte chinesischer Modelle, die nahelegen, dass die Beschränkungen die Entwicklung weniger bremsen als in Washington erwartet.
• Die Ratingagentur Moody’s warnt , dass Banken mit dem Einsatz Künstlicher Intelligenz neue Abhängigkeiten schaffen. Kreditentscheidungen, Betrugserkennung und Kundenservice liefen zunehmend über wenige Cloud- und Modellanbieter. Ein Ausfall oder Sicherheitsvorfall träfe deshalb viele Institute gleichzeitig. Moody’s verweist zudem auf Datenschutzrisiken und schnellere Mittelabflüsse.
• Der Widerstand gegen große KI-Rechenzentren wächst in den Vereinigten Staaten parteiübergreifend. In Texas, Florida, Pennsylvania, Nebraska und Ohio verlangen Anwohner strengere Auflagen, unabhängige Prüfungen und Schutz vor steigenden Stromrechnungen. Vor den Kongresswahlen im November gerät das Thema in die Politik. Den Betreibern drohen längere Verfahren und höhere Finanzierungskosten.
 
 
Die fünf meistgelesenen Artikel
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Analyst in der Seitenleiste: Die hilfreichsten Prompts für Claude in Excel
KI-Aktien: Die KI-Rally hat die Seite gewechselt
Yang Zhilin: Der Mann, der Open AI und Anthropic das Fürchten lehrt
Claude in Microsoft Word: Diese 20 Prompts sollten Profischreiber kennen
Arbeitswelt: KI ersetzt die Nachfrage bei den Kollegen
 
 
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„Wir können ein kritisches Fähigkeitsniveau derzeit nicht ausschließen.“
Sam Altman zum Stopp des neuen KI-Modells Astra
AFP
 
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