Digitalwirtschaft
                                                           
Mittwoch, 31.12.2025 | Zur Online Ansicht
 
 Frankfurter Allgemeine Pro
DIGITALWIRTSCHAFT
Alles Wichtige zur Entwicklung der digitalen Transformation.
Ein entscheidendes Jahr für die KI
2026 könnte zum Jahr der Wahrheit für die Künstliche Intelligenz werden. Unternehmen haben in den vergangenen zwei Jahren massiv in KI investiert, doch schnelle Erfolgsmeldungen blieben vielerorts aus.
Trotzdem halten die meisten Unternehmen an ihren KI-Plänen fest und wollen 2026 weiter investieren. Denn KI gilt inzwischen als strategische Basistechnologie, der man spürbare Produktivitäts- und Geschäftsmodell-Effekte zutraut. Diese nächste KI-Welle soll tief in die Kernprozesse vordringen und diese neu verdrahten – ein komplexes Unterfangen, das auf Vorstandsebene verankert werden muss.
Parallel beschleunigt sich die Verschmelzung zwischen KI und Robotik. Bessere Sensorik und fortgeschrittene KI machen Roboter deutlich fähiger als noch vor wenigen Jahren. Entsprechend dringen sie in immer mehr Bereiche vor: In Logistikzentren und Fabrikhallen, in Krankenhäusern oder auf Baustellen automatisieren diese Roboter hoffentlich bald monotone oder gefährliche Tätigkeiten.
Für Europa liegt gerade in dieser „physischen KI“ eine große Chance, mit unserer Kompetenz im Maschinenbau mal wieder einen modernen Wachstumsmarkt zu besetzen. Denn machen wir uns nichts vor: Erfolge dieser Art könnten wir gut gebrauchen, wenn wir 2026 das vierte Jahr in Folge ohne Wirtschaftswachstum erleben. Noch immer ist Künstliche Intelligenz unsere große Chance, Wachstum und Produktivität zu erhöhen.  Bisher haben wir sie nicht genutzt. Als guten Vorsatz sollten wir das 2026 ändern!
Das ganze Team der Digitalwirtschaft wünscht einen guten Start ins neue Jahr, viel Glück und Erfolg!
Mandy Jarry, Nina Müller, Holger Schmidt und Johannes Winkelhage
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Die Themen in diesem Newsletter
Künstliche Intelligenz
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Die KI muss ihren „Heiligenschein gegen einen Bauhelm tauschen“
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Was sonst noch wichtig ist
Digitalaktien des Jahres
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20 KI-Aktien, die im Jahr 2025 sogar besser als Nvidia waren
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Plattformen erreichen spektakuläre Kursgewinne und Turnarounds
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Abgehängte Altstars, ein Imperium, das zurückschlägt – und ein unerwartetes Comeback
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Warum 2026 das Jahr der Tech-Börsengänge werden könnte
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Die Rolle des Staates bei Aufbau und Betrieb von Data Spaces
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Die Toptools der Künstlichen Intelligenz 2026
Prompt der Woche
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Wie Infografiken aus der KI entstehen
Zitat der Woche
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Jochen Hanebeck
Künstliche Intelligenz
 
Die KI muss ihren „Heiligenschein gegen einen Bauhelm tauschen“
 
Künstliche Intelligenz bleibt auch im Jahr 2026 das beherrschende Tech-Thema. Allerdings mit einem viel stärkeren Fokus auf praktischen Nutzen, Sicherheit und ökonomische Effekte. Auf dem Arbeitsmarkt wird es viel Bewegung geben.
Von Holger Schmidt
Nach Jahren des KI-Hypes mit milliardenschweren Investitionen dürfte 2026 zu einem Realitätscheck für Künstliche Intelligenz werden. Statt vollmundiger Versprechen rückt die nüchterne Frage in den Vordergrund, wie gut KI-Lösungen tatsächlich funktionieren.
In Japans Fabriken wird aus Zukunftsvision Alltag – Mensch und Maschine teilen sich die Werkbank. REUTERS
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Was sonst noch wichtig ist
  • Meta übernimmt das in Singapur ansässige Agenten-Start-up Manus mit chinesischen Wurzeln, um seine KI-Strategie zu beschleunigen. Manus wirbt mit autonomen Agentenfunktionen. Finanzdetails wurden nicht offiziell genannt. Der Deal unterstreicht den Wettlauf der Plattformkonzerne um Agententechnologie und Talente.
  • Softbank will den Infrastruktur-Investor Digital Bridge für rund 4 Milliarden Dollar übernehmen und so schneller Rechenzentren für KI-Projekte aufbauen. Digital Bridge verwaltet nach Angaben der „Financial Times“ über 100 Milliarden Dollar in Datenzentren, Funkmasten und Glasfaser. Der Deal zeigt, wie stark Finanzinvestoren und Techkonzerne um knappe Rechen- und Stromkapazitäten konkurrieren.
  • Chinas Cyberspace-Regulator hat Entwürfe für Regeln vorgelegt, die KI mit menschenähnlicher, emotionaler Interaktion stärker kontrollieren sollen. Anbieter müssten Risiken wie Abhängigkeit und psychische Belastungen adressieren, Inhalte strenger prüfen und Datenschutzvorgaben erfüllen. Ziel ist mehr staatliche Kontrolle über schnell wachsende Consumer-KI.
  • OpenAI schreibt eine Führungsrolle für „Preparedness“ aus, die Risiken von Sicherheitslücken bis zu mentaler Gesundheit systematischer bewerten soll. Der Schritt zeigt den wachsenden Governance-Druck auf KI-Labore. Für Unternehmen, die Modelle einsetzen, ist das ein Signal: Compliance, Red Teaming und Risikomanagement werden stärker Teil des Produktversprechens.
 
Digitalaktien des Jahres
 
20 KI-Aktien, die im Jahr 2025 sogar besser als Nvidia waren
 
KI-Aktien haben das dritte Jahr mit spektakulären Zuwächsen erlebt. Aber nicht trotz, sondern wegen des Übergangs von blinder Begeisterung zu nüchternem Realismus. Wir haben die KI-Gewinner des Jahres identifiziert.
Von Holger Schmidt
Im Jahr 2025 erlebten KI-Aktien einen weiteren Höhenflug. Die rasante Verbreitung generativer KI und enorme Investitionen in Infrastruktur trieben die Kurse vieler Unternehmen auf neue Rekorde.
 
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Plattformen erreichen spektakuläre Kursgewinne und Turnarounds
 
Plattformen als Unternehmen, die Interaktionen zwischen externen Anbietern und Nachfragern managen, sind das erfolgreichste digitale Geschäftsmodell. Nach einer Konsolidierungsphase melden sich einige Unternehmen nun spektakulär zurück.
Von Holger Schmidt
Plattformen haben sich als dominantes digitales Geschäftsmodell etabliert. In vielen Märkten haben Plattformen, die als Interaktionsmanager zwischen Anbietern, Nachfragern und den Ökosystem-Teilnehmern agieren, klassische lineare Produktgeschäftsmodelle verdrängt oder ersetzt.
 
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Abgehängte Altstars, ein Imperium, das zurückschlägt – und ein unerwartetes Comeback
 
Die Performance der großen Techwerte im Jahr 2025 zeigt neben den KI-Gewinnern auch viele prominente Namen, die das Tempo an der Börse aktuell nicht mitgehen können.
Von Johannes Winkelhage
2025 war für Techaktien ein Jahr der Extreme. Einige Technologiegiganten wie Alphabet, Palantir und sogar Samsung erlebten dank KI-Revolution und günstigem Rückenwind eine Kursrally, während viele prominente Namen wie Apple, Amazon, Netflix und SAP kaum vom Fleck kamen. Eine Analyse der Top-15-Techkonzerne zeigt, wie Künstliche Intelligenz, Notenbankpolitik und globale Spannungen Gewinner und Verlierer schufen.
 
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Digitale Transformation
 
Warum 2026 das Jahr der Tech-Börsengänge werden könnte
 
Einige Tech-Riesen könnten 2026 den Schritt an die Börse wagen. Im Gespräch sind Namen wie SpaceX, OpenAI oder Databricks. Auch in Europa regt sich etwas.
Von Nina Müller
Nach Jahren der Zurückhaltung bahnen sich 2026 Tech-Börsengänge an, die zusammen Bewertungen von mehr als zwei Billionen Dollar erreichen dürften. Getrieben vom enormen Kapitalbedarf für KI-Infrastruktur könnten SpaceX und OpenAI die größten IPOs der Tech-Geschichte werden.
 
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Die Rolle des Staates bei Aufbau und Betrieb von Data Spaces
 
 Data Spaces sind kein Selbstläufer. Die einen rufen daher nach dem Staat. Andere plädieren vehement dafür, dass dieser sich hier komplett zurücknimmt. Beide Forderungen springen zu kurz. Erforderlich ist eine differenzierte Antwort zur Rolle des Staates bei Datenräumen. Die Lösungen für die Aufbau- und die Betriebsphase fallen aber unterschiedlich aus.
Von Florian Englmaier, Thomas Hess, Boris Otto
Data Spaces organisieren den Austausch von Daten zwischen Unternehmen, haben aber keine Hoheit über die Daten selbst. Diese dezentrale Form des Datenaustauschs entstand als politisch gewollte Alternative zu den dominierenden US-Plattformen, die im Gegensatz zu Data Spaces Hoheit über die Daten gewinnen.
Hinter glänzenden Server-Racks formt sich die Frage, wem die digitale Infrastruktur eigentlich gehört – dem Markt oder dem Staat. Ilkay Karakurt
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Was sonst noch wichtig ist
  • Eine Umfrage zeigt, dass die Digitalisierung im deutschen Gesundheitswesen weiter stockt. Zwar kennen fast 87 Prozent der Befragten das elektronische Rezept, genutzt wird es aber nur von rund 59 Prozent. Die elektronische Patientenakte kommt auf gut 20 Prozent Nutzung, digitale Gesundheitsanwendungen spielen kaum eine Rolle. Industrievertreter sehen weiterhin großen Nachholbedarf.
  • Vor der CES in Las Vegas testen Nvidia, Samsung, Lenovo und weitere Anbieter, ob sich KI-Funktionen als Kaufargument im Massenmarkt durchsetzen. Erwartet werden neue KI-Rechner, Assistenten und teils humanoide Robotik-Demonstratoren. Der Fokus verschiebt sich von Modellankündigungen zu Produkten, die sich in Stückzahlen verkaufen und in Unternehmen ausrollen lassen.
  • Chinas Zentralbank kündigt einen Management-Aktionsplan für den digitalen Yuan an, der ab 1. Januar 2026 greifen soll. Er soll Mess- und Steuerungsmechanismen für die Nutzung der digitalen Zentralbankwährung präzisieren. Das ist ein weiterer Schritt, die Infrastruktur und Governance der staatlichen Digitalwährung zu standardisieren und breiter auszurollen.
 
Gadget
 
Die Toptools der Künstlichen Intelligenz 2026
 
GPT-5.2 und immer wieder Google: Die rasante Weiterentwicklung der Künstlichen Intelligenz reißt nicht ab. Unser Überblick erklärt den Stand der Dinge zum Jahresstart 2026: die Toptools.
Von Marcus Schwarze
Drei Jahre nach dem Start von ChatGPT verändern sich die Marktanteile. In der Gunst der Anwender ist das Werkzeug von OpenAI zwar weiterhin vorn, doch holen andere auf. Im Vergleichsportal von LM Arena, bei dem KI-Enthusiasten anonymisierte KI-Antworten bewerten, hat Google mit seinem Gemini 3 Pro die KI ChatGPT an der Spitze abgelöst.
Diverse Apps können in ChatGPT mit der KI verknüpft werden, neben Photoshop etwa auch Apple Music oder Lovable. Screenshot: Marcus Schwarze/ChatGPT
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Prompt der Woche
 
Wie gute Infografiken aus der KI entstehen
 
Grafiken sind die hohe Schule der Informationsvermittlung. Auf einen Blick zeigen sie, was Sache ist. Neue KI-Dienste helfen dabei.
Von Marcus Schwarze
Statt mit einem ausführlichen Text möchte man gelegentlich mit einer plakativen Darstellung einen Sachverhalt veranschaulichen. Die Illustration soll eine bestimmte Stimmung erzeugen und der Leser auf einen Blick ins Thema eintauchen.
Auch Google Gemini erstellte aus dem Text über Telefonassistenten eine Infografik und brachte mehr Details unter als NotebookLM. (Screenshot: Marcus Schwarze/Gemini, KI-generiert) Screenshot: Marcus Schwarze/ChatGPT, KI-generiert
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Zitat der Woche
 
Wer an eine KI-Blase glaubt, verschläft einen Trend.
Jochen Hanebeck
Jochen Hanebeck, CEO von Infineon Technologies  AFP
 
 
 
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