Digitalwirtschaft
                                                           
Mittwoch, 18.02.2026 | Zur Online-Ansicht
 
 Frankfurter Allgemeine Pro
DIGITALWIRTSCHAFT
Alles Wichtige zur Entwicklung der digitalen Transformation.
Der Süden jagt der KI hinterher
Vier Tage lang trifft sich die Welt der Künstlichen Intelligenz in Neu-Delhi. Der globale Süden will bei der Künstlichen Intelligenz aufholen. Das ist dringend nötig, denn die KI-Kluft wächst.
Selbst die Chefs von OpenAI, Anthropic und Google Deepmind reisen zum India AI Impact Summit nach Neu-Delhi an. Indiens Premierminister Narendra Modi empfängt dort Frankreichs Präsidenten Emmanuel Macron und 250.000 Besucher. Das Interesse ist riesig, denn der globale Süden soll endlich Anschluss finden im KI-Wettrennen. Die Realität sieht jedoch anders aus – und das zeigt sich bereits am ersten Tag.
Stundenlange Warteschlangen, geschlossene Ausstellungshallen, gestohlene Produkte aus den Ständen von Start-ups. IT-Minister Ashwini Vaishnaw entschuldigte sich am zweiten Tag für den chaotischen Auftakt, der sinnbildlich für ein größeres Problem steht: Indien redet seit Jahren davon, mit KI durchstarten zu wollen. Doch die Infrastruktur fehlt und die Unicorns bleiben aus. Dabei wäre mehr Tempo dringend nötig.
Autorenbild
Nina Müller
Redakteurin für Newsletter und Verticals.
Plus Sign Folgen
Laut einer Studie von Microsoft wächst die KI-Kluft zwischen entwickelten Ländern und dem globalen Süden weiter. In der zweiten Jahreshälfte 2025 stieg die Verbreitung im globalen Norden fast doppelt so schnell wie im Süden. Heute nutzen fast 25 Prozent der arbeitsfähigen Bevölkerung im Norden KI-Werkzeuge, während es im Süden nur 14 Prozent sind. Ausnahmen bilden die Vereinigten Arabischen Emirate mit 64 Prozent und Singapur. Länder, die früh in digitale Infrastruktur und KI-Kompetenz investiert haben, ziehen davon.
 
Billige Arbeitskräfte in Indien und Afrika haben jahrelang Daten annotiert, Bilder beschriftet und Texte kategorisiert – das mühsame Training, ohne das kein Sprachmodell funktionieren würde. Nun, da die Modelle laufen, profitiert der Süden am wenigsten von dem, was er mit aufgebaut hat. Denn die fortschrittlichsten KI-Systeme sind teuer und die meisten Rechenzentren stehen in Industrieländern. Dass ausgerechnet das chinesische Modell Deepseek in Afrika boomt, ist kein Zufall – es ist frei zugänglich und im Betrieb deutlich günstiger als die Spitzenmodelle aus den USA.
Gleichzeitig könnte KI ein Hoffnungsschimmer für den globalen Süden sein. Dank Tools wie Claude Code lassen sich auch mit kleinen Teams Produkte entwickeln, für die früher Dutzende Programmierer nötig waren. Nvidia hat diese Chance bereits erkannt und arbeitet mit indischen Risikokapitalgebern zusammen, um KI-Start-ups in Indien zu fördern. Doch die technikaffine, junge Bevölkerung kann ihr Potential nur entfalten, wenn aus Großveranstaltungen endlich verlässliche Infrastruktur wird.
Viel Freude bei der Lektüre unseres Briefings wünscht
Nina Müller
 
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Künstliche Intelligenz
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„KI wird klassische Buchhaltung weitgehend automatisieren“
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Deutschlands KI-Aufsicht: Aus der Theorie in die Praxis
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Künstliche Intelligenz
 
Die KI-Verlierer an der Börse
 
Während die Börse noch rätselt, wer Gewinner der KI-Welle wird, scheinen die ersten Verlierer schon festzustehen: Softwarehersteller, Datenlieferanten, Rechtsdienstleister und die Bildungsanbieter. Worauf Anleger nun achten müssen.
Von Holger Schmidt
Mehr als eine Billion Dollar: So hoch ist der kumulierte Börsenwert, den 25 Unternehmen aus den Bereichen Software, Finanzdaten, Rechtsdienstleistungen und Bildung seit ihren jeweiligen Allzeithochs verloren haben. Die Aktienkurse dieser Gruppe sind im Durchschnitt um 55 Prozent gefallen.
 
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KI-Nutzung bei Anwälten und Steuerberatern schnellt hoch
 
Rund 60 Prozent der Fachkräfte in Recht und Steuern nutzen generative KI oder planen den Einsatz. Bei der Erfolgsmessung und der Kommunikation mit Mandanten herrscht aber noch großer Nachholbedarf: Und die nächste Welle steht schon bevor.
Von Holger Schmidt
Der Einsatz von generativer KI in Anwaltskanzleien, Rechtsabteilungen und Steuerberatungen hat sich binnen eines Jahres nahezu verdoppelt. 56 Prozent der Juristen, 57 Prozent der Steuerberater und sogar 64 Prozent der Unternehmensjuristen nutzen inzwischen KI oder haben deren Einsatz konkret geplant, zeigt eine aktuelle Umfrage.
 
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„KI wird klassische Buchhaltung weitgehend automatisieren“
 
Pennylane will Steuerberatern mithilfe der KI die lästigen Routinearbeiten abnehmen. Für diesen Angriff auf den Platzhirsch Datev setzt Deutschlandchef Tobias Janiesch auf ein Plattformmodell und Kampfpreise.
Von Holger Schmidt
Tobias Janiesch: Wir beobachten eine tiefgreifende Veränderung im Markt: Kleine und mittlere Unternehmen lagern zunehmend nicht mehr nur die klassische Steuerberatung aus. Sie übertragen ihren Kanzleien immer mehr operative Prozesse, um sich auf ihr Kerngeschäft zu konzentrieren. Dabei geht es um weit mehr als nur den Jahresabschluss. Es geht um das tägliche Finanzmanagement wie das Rechnungswesen und die Vorbereitung von Zahlungen. In diesem neuen Modell verschwimmen die Grenzen. Die Kanzlei wird zum verlängerten Arm des Kunden. Pennylane ist für diesen Ansatz gebaut.
Tobias Janiesch, Geschäftsführer von Pennylane in Deutschland Privat
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Deutschlands KI-Aufsicht: Aus der Theorie in die Praxis
 
 KI-Verstöße können teuer werden – und das Management haftet mit. Die Bundesregierung hat vergangene Woche den Gesetzentwurf zur Durchführung der KI-Verordnung beschlossen.
Von Lina Böcker
Mit dem „Gesetz zur Marktüberwachung und Innovationsförderung von künstlicher Intelligenz“ (KI-MIG) wird festgelegt, wer in Deutschland KI überwacht, wie Verstöße verfolgt werden – und welche Risiken für Unternehmen und ihre Führungsebene entstehen. Damit „wird es nun ernst“, die KI-Verordnung wird anwendbar, umsetzbar und durchsetzbar. Das hat Konsequenzen für unternehmerisches Handeln.
Karsten Wildberger spricht über Zuständigkeiten, in den Vorständen landet die Botschaft als persönliche Haftungsfrage. Picture Alliance
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Der KI-Produktivitätsschub ist da – und kommt schneller als erwartet
 
Stanford-Ökonom Erik Brynjolfsson sieht den Produktivitätssprung durch Künstliche Intelligenz erstmals in den Daten. Die amerikanische Arbeitsproduktivität ist 2025 fast doppelt so stark gewachsen wie im Durchschnitt des vergangenen Jahrzehnts.
Von Holger Schmidt
Jahrelang galt in der Technologiedebatte ein Paradox: Unternehmen investierten Hunderte Milliarden Dollar in Künstliche Intelligenz, doch in den Produktivitätsstatistiken war davon so gut wie nichts zu sehen.
Der Roboter schraubt schon heute, doch die sogenannte J-Kurve bedeutet: Zuerst umbauen und lernen, und erst danach wird KI als Produktivitätsschub messbar. Picture Alliance
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KI wird zur Werbeplattform
 
OpenAI startet Anzeigen in ChatGPT, und Google kontert mit Shopping-Formaten in Gemini. Damit legen die beiden Unternehmen den Grundstein für einen milliardenschweren Werbemarkt.
Von Johannes Winkelhage
Sam Altman hat lange gezögert. Noch 2024 bezeichnete der OpenAI-Chef Werbung in KI-Assistenten als „letztes Mittel“ und warnte, Anzeigen könnten das Vertrauen der Nutzer zerstören. Jetzt vollzieht sein Unternehmen eine Kehrtwende: Seit Februar 2026 testet OpenAI erstmals Werbeanzeigen in ChatGPT für Nutzer der kostenlosen Version und des Spar-Abonnements ChatGPT Go in den Vereinigten Staaten.
Wenn die Antwort als unabhängig gilt, aber darunter „Sponsored“ wartet, wird aus der Suche nach Rat ein neues Spielfeld für Budgets und Vertrauen. OpenAI
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Was sonst noch wichtig ist
  • Meta Platforms baut seine Partnerschaft mit Nvidia aus und sichert sich Millionen KI-Chips für neue Rechenzentren, darunter Blackwell- und Rubin-GPUs sowie eigenständige Grace- und künftige Vera-CPUs. Der mehrjährige Deal umfasst auch Netzwerktechnik. Meta plant Investitionen in dreistelliger Milliardenhöhe, nutzt aber weiter eigene Chips und Alternativen wie AMD.
  • Der Wiener Entwickler Peter Steinberger, Erfinder des KI-Agenten OpenClaw, wechselt zu OpenAI. Sam Altman schrieb, Steinberger werde „die nächste Generation persönlicher Agenten“ vorantreiben. Das Open-Source-Projekt OpenClaw wird in eine von OpenAI finanziell unterstützte Stiftung überführt und bleibt offen und unabhängig.
  • Amazon könnte Insidern zufolge einen Marktplatz aufbauen, über den Verlage ihre Inhalte direkt an KI-Unternehmen zum Training von Modellen lizenzieren können. Ein Amazon-Sprecher äußerte, man könne zum Thema KI-Marktplatz „nichts Konkretes“ sagen. Microsoft ist bereits vorgeprescht und hat einen „Publisher Content Marketplace“ gestartet, der Verlagen eine neue Einnahmequelle verschaffen soll.
  • Google verbindet Nutzer mit Websites, während ChatGPT sie in Konversationen hält: ChatGPT verarbeitet laut einer Analyse von Ahrefs täglich 2,5 Milliarden Prompts und erreicht damit 12 Prozent des Suchvolumens von Google, das 13,7 Milliarden tägliche Suchanfragen verzeichnet. Jedoch sendet Google 190-mal mehr Traffic zu Websites als ChatGPT.
 
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Zukunft der Arbeit
 
Wenn die Maschine den Menschen auspresst
 
Künstliche Intelligenz macht Programmierer produktiver und zugleich erschöpfter. Eine Studie zeigt, warum beides zusammenhängt und was das für die Arbeitswelt bedeutet.
Von Marcus Schuler, San Francisco
Steve Yegge schläft neuerdings mitten am Tag ein. Ohne Vorwarnung, nach Stunden intensiver Arbeit mit Claude Code, einem KI-gestützten Programmierwerkzeug von Anthropic. Yegge ist 53 Jahre alt, hat bei Amazon, Google und Grab gearbeitet, programmiert seit vier Jahrzehnten. Anfang Februar beschrieb er das Phänomen in einem Essay, der in der Branche für Aufsehen sorgte. Der Titel: „The AI Vampire“.
Was wie ein harmloser Rummel in der Kreuzberger Hasenheide aussieht, ist im Büro die neue Normalität, denn die KI liefert den Nervenkitzel, und der Mensch bezahlt ihn mit Energie. Picture Alliance
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Die besten KI-Kurse 2026: Vom Einsteiger bis zum Strategen
 
Von der ersten Berührung mit generativer KI über den Bau autonomer Agenten bis zur strategischen Transformation ganzer Unternehmen: Hier kommt ein Überblick über die besten Schulungsprogramme.
Von Holger Schmidt
Die Stellenausschreibungen, in denen KI-Kompetenz gefordert wird, steigen in allen Berufen sprunghaft an. Gleichzeitig zeigen Untersuchungen, dass Bewerber ihre Chancen, zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden, mit KI-Kompetenz im Lebenslauf deutlich steigern können. Künstliche Intelligenz ist nicht mehr das Thema von morgen, sondern die zentrale Anforderung des heutigen Arbeitsmarktes. Die F.A.Z. Digitalwirtschaft liefert daher regelmäßig einen Überblick über die besten KI-Kurse vom Einsteiger bis zum Entscheider.
KI-Weiterbildungen machen aus erster Tool-Nutzung belastbare Kompetenz, die Bewerbungschancen erhöht und Strategiearbeit im Unternehmen ermöglicht. Picture Alliance
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Was sonst noch wichtig ist
  • IBM plant, in den USA in diesem Jahr dreimal mehr Berufseinsteiger einzustellen. Personalchefin Nickle LaMoreaux erklärte, die Stellenbeschreibungen seien überarbeitet worden, um den Fokus weniger auf durch KI automatisierbare Bereiche wie Programmierung, sondern stattdessen auf kundenzentrierte Tätigkeiten zu legen.
  • Unter Anbietern von KI-Weiterbildungen lauern auch schwarze Schafe: Nach F.A.Z.-Recherchen nutzen zahlreiche Anbieter staatlich geförderte KI-Weiterbildungen zum Abkassieren von Fördermitteln. Ein Experte des AI Strategy Institutes kritisiert, dass viele Programme weder qualitätsgesichert noch rechtlich sauber oder inhaltlich seriös seien und strukturelle Lücken im Qualifizierungschancengesetz ausnutzten.
  • Künstliche Intelligenz trifft Berufseinsteiger besonders hart . Eine Analyse des Internationalen Währungsfonds zeigt, dass in Regionen mit hoher Nachfrage nach KI-Fähigkeiten die Beschäftigung in KI-gefährdeten Berufen um 3,6 Prozent niedriger liegt. Jede zehnte Stellenanzeige in den Industrieländern verlangt bereits neue Kompetenzen – vor allem in IT, Management und Finanzwesen.
 
Transformation
 
So zahlt es sich mit einem Chip auf dem Fingernagel
 
64 Prozent der Deutschen zahlen mit Smartphone oder Smartwatch. Doch es geht noch weiter: Drei Wochen lang habe ich mit einem NFC-Chip auf dem Fingernagel bezahlt. Funktioniert das, oder ist es nur ein teurer Gag?
Von Nina Müller
Der Daumen schwebt über dem Kartenlesegerät. Ein kurzes Piepen. Die Kassiererin in einem Frankfurter Rossmann starrt auf meine Hand, dann auf den Bildschirm, dann wieder auf meine Hand. Ihre Augenbraue wandert skeptisch nach oben. „Haben Sie jetzt gerade mit Ihrem Finger bezahlt?“, fragt sie. „Fast, mit einem Chip auf dem Fingernagel“, lautet die Erklärung, die ich bald öfter wiederholen muss. Drei Wochen lang habe ich so bezahlt: im Supermarkt, beim Bäcker, in der Bar.
Tech-Gadget oder die Zukunft des Bezahlens? Unsere Redakteurin macht den Selbstversuch. Janek Stempel
Weiterlesen
 
Bornschein trifft Mastercard-CEO Michael Miebach: „Die digitale Wirtschaft ist nunmal connected“
Von Christoph Bornschein
Bornschein trifft Mastercard-CEO Michael Miebach: „Die digitale Wirtschaft ist nunmal connected“

 
„So plötzlich ist das ja nicht“, sagt Michael Miebach zur Fragmentierung der Welt und navigiert Mastercard kompetitiv paranoid durch Tech-Stack-Spaltung und Souveränitätsdebatten.
Weiterlesen
 
Was sonst noch wichtig ist
  • Die deutschen Unternehmen halten bei der Digitalisierung Kurs – doch die Verwaltung bremst sie aus. Die DIHK-Umfrage unter 5000 Betrieben zeigt einen stabilen Digitalisierungsgrad von 2,8. KI ist als Produktivitätsfaktor angekommen. Gleichzeitig vergeben die Unternehmen der öffentlichen Verwaltung die Schulnote 4 minus. Langwierige Genehmigungsverfahren beim Netzausbau hemmen die Transformation.
  • Thüringen schließt sich als drittes Bundesland der Digitalisierungsoffensive von Bund und Ländern an. Nach Bayern und Hessen dient der Freistaat ab sofort als Erprobungsraum für vollständig digitale Verwaltungsabläufe – von der Fahrzeug-Ummeldung bis zum Bauantrag. Im Fokus steht das Once-Only-Prinzip: Bürger und Unternehmen sollen ihre Daten nur noch einmal übermitteln müssen.
  • Die EU-Instant-Zahlungsverordnung zwingt alle Banken und Zahlungsdienstleister zu Echtzeitüberweisungen: Euro-Transfers müssen rund um die Uhr in zehn Sekunden verbucht sein – zu regulären Gebühren. Parallel stimmte das EU-Parlament mit breiter Mehrheit für den digitalen Euro. Vizekanzler Klingbeil hat das Projekt zur europäischen Priorität erklärt. Die entscheidende Abstimmung folgt im Mai.
 
Prompt der Woche
 
Der Prompt, der KI ein kreatives Buch schreiben lässt
 
„Schreibe ein Buch“, reicht als Prompt nicht aus, um mit Künstlicher Intelligenz ein lesenswertes Werk zu erzeugen. Es braucht einen Fahrplan, der Mensch und Maschine Schritt für Schritt durch den Prozess führt.
Von Marcus Schwarze
Ein solcher Fahrplan umfasst mehrere Etappen: Man benötigt eine Grundidee mitsamt dem Genre und einer Geschichte in ein bis zwei starken Sätzen, eine Entwicklung der Charaktere, einen Handlungsbogen (Plot) und eine Kapitelplanung. Erst im fünften Schritt geht es ans eigentliche Schreiben.
Am Thalia-Stand auf der Frankfurter Buchmesse sieht man das fertige Buch – doch im KI-Zeitalter liegt der entscheidende Wert immer öfter im Prozess, der aus einer vagen Idee eine tragfähige Dramaturgie formt. Carlotta Steinkamp
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Gadget
 
So agieren Agenten mit mehreren Persönlichkeiten
 
KI-Agenten helfen dabei, bestimmte Aufgaben zu erledigen. Einen Schritt weiter gehen Agenten mit multiplen Persönlichkeiten.
Von Marcus Schwarze
„Persona stacking“ bezeichnet eine fortgeschrittene Prompttechnik. Ein KI-Modell bekommt nicht nur eine Rolle, sondern mehrere Rollen und Perspektiven gleichzeitig zugewiesen, etwa „Fachberaterin, Redakteur und Kritiker“. Ziel ist, dass die Antwort aus mehreren Blickwinkeln entsteht und Zielkonflikte (Genauigkeit vs. Verständlichkeit, Chancen vs. Risiken) sichtbarer werden. Gestapelt werden dabei
Ein sauberer Prompt erläutert den Begriff Inflation wie bei einer Sendung-mit-der-Maus-Erklärung: Sobald mehr Euro als Äpfel im Spiel sind, steigt der Preis und die Kaufkraft schrumpft. Picture Alliance
Weiterlesen
 
Top 5: Unsere meistgelesenen Artikel
 
KI-Top 5
 Illustration: Katharina Hofbauer
Model Context Protocol: Das KI-Protokoll, das SAP und Salesforce umkrempelt
Peter Steinberger: OpenClaw-Erfinder geht zu OpenAI
Sicherheit als Waffe: Warum OpenAI sich vor Anthropic fürchtet
3 Faktoren der KI-Nutzung: KI macht europäische Unternehmen um 4 Prozent produktiver
Prompt der Woche: So erkennen Sie Bias und Fehler in KI-Antworten
 
Zitat der Woche
 
„Wenn Frauen an den entscheidenden Tischen fehlen – bei der Gestaltung, in den Testlaboren und bei den Finanzierungsentscheidungen –, dann entsteht Bias nicht zufällig.
Es wird zur Norm.“
Christine Arab
Christine Arab, UN Women-Regionaldirektorin für Asien und den Pazifik  UN Women
 
 
 
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