dieser Newsletter kommt zwar noch aus Davos. Und es waren spannende Tage auf dem Weltwirtschaftsforum. Unsere umfangreiche Berichterstattung dazu finden Sie jederzeit auf FAZ.NET zum Nachlesen. Aber irgendwann am Wochenende ist es nun einmal gut mit Donald Trump. Und deshalb war es für mich auch aus den Bergen abermals sehr interessant zu sehen, welche Texte Sie in dieser Woche jenseits der großen politischen Aufregungen interessiert haben. Ich stelle sie hier gerne vor.
Dabei ging es zum Beispiel um die Tatsache, dass viele Menschen kündigen, ohne dass sie schon eine neue Stelle haben. Der Text befasst sich mit der Frage, wie man herausfindet, ob der Sprung ins Ungewisse eine gute Idee ist. Diesen Schritt gehen derzeit immer mehr Arbeitnehmer. Laut einer aktuellen Arbeitsmarktstudie des Beratungsunternehmens EY ist die Wechselbereitschaft hierzulande auf einem Rekordhoch. Jede vierte befragte Person schaue nach einer neuen Stelle. Gedanklich spielen mehr als zwei Drittel der Beschäftigten monatlich mit einem Wechsel, ergab eine Stepstone-Umfrage.
Im Januar nehmen sich viele vor, auf Alkohol zu verzichten – nur die wenigsten bleiben dran.Ben Kilb
Und dann gibt es noch dieses Stück eines unserer Kollegen, der sich vom Alkohol verabschiedet hat – zum zweiten Mal. Was ist anders geworden als beim ersten Mal, und wie reagieren die, die weiter trinken? Er hat eine nüchterne Bilanz gezogen. Am 18. Mai vergangenen Jahres, als er zum zweiten Mal beschloss, den Alkohol aus seinem Leben zu verbannen, musste er an den Brief eines Lesers denken, den er nie beantwortet hatte.
Denn schon zwei Jahre zuvor war es dem Autor gelungen, über mehrere Monate abstinent zu leben; darüber hatte er ebenfalls geschrieben: „Für mich war damals klar: Ich würde wieder trinken, nur diesmal bedachter, weniger, kontrollierter. Denn, so hieß es am Ende meines ersten Textes, ich hatte ja alles unter Kontrolle.“ „Für die Wahrnehmung des gewohnheitsmäßigen Alkoholkonsums ist Ihr Beitrag hilfreich“, schrieb der Leser seinerzeit, fügte aber hinzu: „Ich bin mir nicht sicher, ob Sie – wie am Schluss ‚richtig‘ angemerkt – diese ‚vernünftige‘ Handhabung längerfristig aufrechterhalten können. Für Menschen mit Alkoholproblem – wie mich – ist der Beitrag eher kontraproduktiv.“
Ob mein Kollege Jannis Holl das nun besser hinbekommen hat? Lesen Sie gerne selbst.
Späte Vaterschaft und was sie für das Kind bedeutet
Noch ein ganz anderes Thema: Viele Männer wollen spät Vater werden. Das kann Gefahren für die Gesundheit des Kindes bergen. Wie groß ist das Problem wirklich? Es ist schon lange nichts Ungewöhnliches mehr, auf Spielplätzen, vor Kitas oder bei Elternabenden viele Männer mit grauen Schöpfen zu sehen. Immer mehr werden spät Vater. Prominente demonstrieren, dass Männer problemlos noch im Rentenalter Kinder zeugen können. Al Pacino war bei der Geburt seines jüngsten Kindes 83 Jahre alt. Der selbst erklärte älteste Vater der Welt, der Inder Ramjit Raghav, wurde mit 94 Jahren angeblich zum ersten Mal Vater. Am Ende des Stücks steht die Erkenntnis: Wer gesund lebt, kann auch noch spät im Leben Kinder zeugen.
Und die Chance, auf der Abiturfeier des Sprösslings ausgelassen zu tanzen, ist auch für die Grauhaarigen auf dem Spielplatz gut.
So, ich hoffe, das Durchatmen nach Davos ist mit diesen Texten gut gelungen. Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende und danke herzlich für Ihr Interesse. Wenn Sie eine Frage haben, schreiben Sie mir gerne eine E-Mail an c.knop@faz.de.
Viele Grüße
Ihr Carsten Knop Herausgeber Frankfurter Allgemeine Zeitung
Unser Autor hat sich vom Alkohol verabschiedet – zum zweiten Mal. Was ist anders geworden als beim ersten Mal, und wie reagieren die, die weiter trinken? Eine nüchterne Bilanz.
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