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Liebe Leserin, lieber Leser,
erstmals gibt es direkte Hinweise darauf, wie ein aktiviertes Belohnungssystem in unserem Gehirn die Produktion von Antikörpern beeinflusst. Dahinter verbirgt sich ein ungewöhnliches Experiment, über das Liv Schröder berichtet: Glaube kann Berge versetzen, heißt es. Das zeigt sich auch in der Medizin. So weiß etwa die Placeboforschung, dass allein die Erwartung einer Wirkung Schmerzen lindern und Behandlungen effektiver machen kann – auch, wenn gar kein Wirkstoff verabreicht wurde.
Autorenbild
Carsten Knop
Herausgeber.
Plus Sign Folgen
Wie dieses Zusammenspiel von Psyche und Körper genau funktioniert, gibt Forschern noch Rätsel auf. Dieses zu lösen, wäre ein entscheidender Schritt, um die positive Wirkung der Gedanken gezielt einzusetzen, beispielsweise in der Krebstherapie. Genau das versucht eine neue Studie, die in „Nature Medicine“ veröffentlicht wurde und gar nicht aus der klassischen Placeboforschung stammt. Die Forscher konnten erstmals zeigen, dass allein positive Erwartungen die Reaktion des Körpers auf eine Impfung verstärken – und zwar deutlich messbar.
Wer ETF im Depot hat, hat einiges richtig gemacht. Er hat Fonds gekauft, die einen Index wie zum Beispiel den Dax einfach und günstig nachbilden. Wer auch noch die Steuer im Hinterkopf behält, kann die Rendite zusätzlich steigern. Gerade bei sehr langen Anlagezeiträumen machen mehr oder weniger Abzüge des Finanzamtes einen großen Unterschied, schreibt Dyrk Scherff. Das gehe schon mit der Auswahl der ETF los. Es gibt solche mit einer jährlichen Ausschüttung und solche, die darauf verzichten und das Geld im Fonds belassen (thesaurieren). Eine Ausschüttung muss mit der Abgeltungsteuer plus Soli von zusammen 26,4 Prozent versteuert werden. Bei thesaurierenden Fonds entfällt das. Dafür müssen Fonds immer im Januar Steuer auf eine Vorabpauschale bezahlen, was viele von Ihnen jüngst auf den Kontoauszügen bemerkt haben dürften, eine Art Vorschuss auf spätere Gewinne aus einem Verkauf. Aber es gibt noch viel mehr Details zu beachten.
Sportwagen in der Garage, Schubkarren vor der Hauswand
Wer hat den schöneren Sportwagen in der Garage? Plainpicture
Die Psychologie des Reichtums erklärt, was großer Wohlstand aus Menschen macht – und warum ein prall gefülltes Konto zum Verhängnis werden kann. Leben Normalverdiener womöglich zufriedener als die Superreichen? Melanie Mühl hat sich mit der Frage befasst. Vor zwei Jahren erschien Julia Friedrichs’ Buch „Crazy Rich – Die geheime Welt der Superreichen“. Auch diese Gruppe ist natürlich heterogen und zudem gar nicht so klein: In Deutschland leben knapp 230 Milliardäre. Friedrichs, die sich den „Superreichen“ mit der Neugierde einer Vertreterin der Mittelschicht nähert, hat unter anderem mit Hans-Peter Wild gesprochen. Dessen geschätztes Vermögen beträgt drei Milliarden Euro. Damit belegt er Platz 77 der reichsten Deutschen.
Wild („Mr. Capri-Sun“, wie seine Autobiographie heißt) hat eine Getränkefirma von seinem Vater übernommen und daraus einen Weltkonzern gemacht. „Hard work – and fun“ lautet das Motto des über Achtzigjährigen. Zum Spaß gehören eine Yacht, ein Privatflugzeug und der Rugby-Verein Stade Français. Friedrichs schreibt: „Auf die Frage, ob es gerecht sei, dass eine Person mehrere Milliarden besäße und andere so wenig, verdreht Hans-Peter Wild ein wenig unwirsch den Kopf. ‚Tss‘, macht er. Und sagt schließlich: ‚Das ist eine akademische Frage, die stellt sich mir nicht.‘ Das sei ungefähr so wenig sinnvoll, wie der Tatsache nachzugehen, warum er nur drei Milliarden habe, Jeff Bezos aber ­viele Milliarden mehr.“ Dass Wild ausgerechnet den Amazon-Gründer nennt, ist kein Zufall, selbst wenn er vorgibt, nicht auf dessen Vermögen zu schielen. In Wahrheit tut er es wohl doch. Der Aufwärtsvergleich ist das Schmieröl der hedonistischen Tretmühle.
Vielen Dank dafür, dass Sie Ihr Geld zu einem Teil in unsere Angebote investieren, höher ist die Rendite nirgendwo, versprochen. Falls Sie ein FAZ+ Abo und eine konkrete Frage dazu haben, schreiben Sie mir gerne eine E-Mail an c.knop@faz.de.
Viele Grüße
Ihr Carsten Knop
Herausgeber
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Placeboeffekt
Positive Erwartungen verbessern Immunabwehr
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