der Irankrieg hält die Börsen in Atem. Für nervösere Gemüter kann es sich darum lohnen, über Absicherungsstrategien nachzudenken, in der Fachsprache „Hedge“ genannt. Die Umsetzung dieser Strategien ist in der Praxis nicht immer ganz einfach, und sie kostet Geld. Grundsätzlich funktionieren sie auf unterschiedlichen Wegen, in seinem Text stellt Dennis Kremer vier davon vor.
Die erste Herangehensweise dürfte den meisten Anlegern vertraut sein. Sie setzt allein auf Aktien, der Gedanke dahinter ist simpel: Unternehmen, die in einer Energiekrise profitieren, erhalten ein höheres Gewicht im Portfolio. Die zweite Herangehensweise greift den Gedanken, sich über Investitionen in Rohstoffe abzusichern, in größerem Stil auf. Viele Profianleger sind schon seit Langem davon überzeugt, dass in ein gut ausbalanciertes Portfolio nie nur Aktien und Anleihen gehören sollten, wie es der klassischen Auffassung entspricht. Die dritte Herangehensweise, das eigene Portfolio zu schützen, ist wieder deutlich einfacher. Sie folgt der Idee, dass in Krisenzeiten der amerikanische Dollar ein zentraler Fluchtpunkt für Anleger aus aller Welt ist. Die vierte Herangehensweise ist eher
kurzfristiger Natur und nur für Anleger geeignet, die Lust an der Spekulation haben. Denn es gibt Anlageinstrumente, mit denen sich genau dann Geld verdienen lässt, wenn die Kurse fallen. „Short gehen“ heißt der aus dem Englischen entlehnte Begriff dafür. Übrigens: So gut es auch ist, sich auf Krisen aller Art einzustellen – manchmal fährt man besser damit, die Ruhe zu bewahren.
Aktiengeschäfte waren für Uli Hoeneß einst sogar fast eine Sucht; Tag und Nacht habe er gehandelt und richtig gezockt, vor allem mit Devisen. Wegen Steuerhinterziehung in Höhe von 28,5 Millionen Euro wurde er im Jahr 2014 zu dreieinhalb Jahren Freiheitsstrafe verurteilt und Ende Februar 2016 vorzeitig auf Bewährung aus der Haft entlassen. Da war er schon gut ein Jahr lang als Freigänger wieder für den FC Bayern tätig. Mehr als zehn Jahre später spricht der Ehrenpräsident des Fußballvereins gerne über Finanzgeschäfte. Jonas Jansen hat ihn am Rande des KI-Festivals „Data:unplugged“ in Münster spontan für zehn Minuten abgepasst und über seine aktuellen Geldanlage-Strategien gesprochen:
„Im Grunde habe ich vier große Aktien: die Deutsche Bank, RWE, die Allianz und die Telekom.“
Willy Brandt genießt im Wahlkampf ein Bier in Gesellschaft von Frankfurter U-Bahn-Arbeitern.Lutz Kleinhans
Die SPD war einmal die Partei der Malocher, doch sie wandte sich immer mehr Studenten und Studienräten zu. Die Geschichte ihrer Entfremdung haben Reiner Burger und Oliver Georgi aufgeschrieben. Dabei stellt sich heraus: Eine ausgewiesene Arbeiterpartei ist die SPD sehr lange nicht mehr. Schon in den Fünfzigerjahren wurde führenden Genossen klar, dass sie ihre Partei dringend für Wähler jenseits des schrumpfenden Arbeitermilieus attraktiv machen und „Ballast abwerfen“ mussten, wie es Carlo Schmid formulierte.
Vielen Dank für Ihr Interesse an unserer Arbeit, heute vor allem aber: Ein schönes Osterfest und ein paar schöne freie Tage und einen erholsamen Urlaub, wenn Sie Urlaub haben sollten.
Herzliche Grüße
Ihr Carsten Knop Herausgeber Frankfurter Allgemeine Zeitung
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