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Samstag, 20.12.2025 | Zur Online Ansicht
 
 Frankfurter Allgemeine
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Liebe Leserin, lieber Leser,
kaum etwas steht sinnbildlich so für die Klimakatastrophe wie die Bilder vom Golfstromkollaps und die daraus folgende europäische „Eiszeit“. Gleichzeitig wird in den Rechenmodellen der Klimaforschung auch nur wenig so konsequent verfolgt – und beargwöhnt. Der Weltklimarat IPCC war in seinem vor vier Jahren veröffentlichten sechsten Sachstandsbericht noch „mittelmäßig zuversichtlich“, dass es in diesem Jahrhundert nicht zum Kollaps kommt.
Davon, so fordern jetzt deutsche Klimaforscher in einer Fachveröffentlichung, könne im nächsten IPCC-Bericht keine Rede mehr sein: Die neuen Zahlen passten nicht mehr dazu, der „Weltklimabericht muss hier revidiert werden“. Die neuen Zahlen, das sind die Ergebnisse aus 768 Risikoberechnungen mit 38 unterschiedlichen Klimamodellen der neuen Generation. Demnach käme es ohne Klimaschutzmaßnahmen in mehr als zwei Drittel der Kalkulationen im Laufe der nächsten Jahrzehnte zu einem nahezu völligen Zusammenbruch der Umwälzpumpe im Atlantik, der Atlantischen Meridionalen Umwälzzirkulation (AMOC). Selbst bei einem Niedrigemissionsszenario, sprich: mit einem restriktiven klimapolitischen Kurs weltweit, belaufe sich das von den Modellen berechnete Risiko auf knapp 25 Prozent.
Es geht, das muss betont werden, um einen nahezu vollständigen Zusammenbruch des Stromsystems nach 2100. Doch das wäre, so die Wissenschaftlergruppe um Stefan Rahmstorf vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung und René van Westen vom Königlichen Wetterdienst der Niederlande, quasi der Endpunkt einer langen Entwicklung. Joachim Müller-Jung weiß mehr.
Bootsausflug in der Nähe der Eisberge des Kangia Fjords und des Sermeq...
Gletscher vor Grönland Picture Alliance
Aktien-ETF mit niedriger Gesamtkostenquote und nur Produkte mit bekannten Namen – so investieren unabhängige Vermögensverwalter am liebsten, wenn sie die börsengehandelten Fonds für ihre Kunden kaufen. Das tun sie immer öfter. 19 Prozent der Kundengelder waren zum Stichtag 30. September in ETF (Exchange Traded Funds) und ETC (Exchange Traded Commodities) investiert. Ende 2023 waren es nur 17 Prozent.
Aktien-ETF sind dabei nach wie vor am beliebtesten: Mehr als elf Prozent haben die Vermögensverwalter in diese Produkte investiert. In Geldmarkt- und Renten-ETF wurden nur vier Prozent der Kundengelder angelegt, in ETC knapp drei Prozent. Auch wenn passive ETF, die einen Index abbilden, zunehmend Zuspruch finden, dominieren in den Portfolios aktive Produkte. Allen voran sind es Aktien, in die Verwalter mehr als 40 Prozent investieren, gefolgt von aktiv gemanagten Fonds mit 30 Prozent.
Aber auch Anlagen in Gold sind für Menschen, die ihr Geld professionell verwalten lassen, ein äußerst wichtiger Portfoliobestandteil. Analysiert man die zehn ETF, in die Vermögensverwalter am häufigsten investiert haben, steht wie schon Ende 2023 ein Gold-Produkt mit Abstand an erster Stelle. In mehr als 14.000 Portfolios ist der Xetra-Gold-ETC der Deutschen Börse enthalten – und damit absoluter Spitzenreiter. Wir stellen weitere beliebte ETFs in diesem Stück vor.
Es gibt in der Technologiegeschichte Momente, in denen sich die Spreu vom Weizen trennt. Dampfmaschinen, Elektrizität, das Internet: Stets profitierte zunächst nicht derjenige, der die Technologie kaufte, sondern derjenige, der seine Prozesse radikal an sie anpasste. Wir befinden uns im Jahr 2025 an genau einem solchen Punkt. Der aktuelle „State of Enterprise AI“-Report von OpenAI liefert dafür die empirische Beweislast.
Die Daten zeichnen das Bild einer digitalen Zweiklassengesellschaft. Auf der einen Seite stehen Unternehmen, die KI als Betriebssystem verstehen. Auf der anderen Seite Organisationen, die KI punktuell einsetzen, ohne ihre Strukturen zu verändern. Der Unterschied ist fundamental. Die Diskrepanz lässt sich quantifizieren. Open AI unterscheidet in der Analyse zwischen dem Median-Nutzer und den sogenannten Frontier Workers, also jenen Arbeitnehmern im obersten 95. Perzentil der Nutzungsintensität. Diese Elite sendet nicht nur sechsmal mehr Anfragen an die KI als der Durchschnittsnutzer. Sie nutzt die Technologie gänzlich anders. Holger Schmidt erläutert, was damit gemeint ist.
Ihnen ein schönes viertes Adventswochenende! Vielen Dank für Ihr Interesse an unserer Arbeit. Wenn Sie ein FAZ+ Abo und eine konkrete Frage dazu haben, schreiben Sie mir gerne eine E-Mail an c.knop@faz.de,
Ihr
Carsten Knop
Herausgeber
Frankfurter Allgemeine Zeitung
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Carsten Knop
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