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Riester neu gedacht – aber auch richtig?
Es war wohl unumgänglich, dass die Riester-Rente eine Reform brauchte. Neben der Bürokratie war auch die hundertprozentige Garantie, in jedem Fall das angesparte Geld und die staatliche Förderung zurückzuerhalten, ein Renditehemmer. Nicht zuletzt in der Phase der Niedrig- oder gar Negativzinsen.
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Archibald Preuschat
Redakteur in der Wirtschaft
Plus Sign Folgen
Jeder, der am Kapitalmarkt investiert, kennt den Grundsatz: je höher das Risiko, desto höher die Rendite oder anders herum. Ebenso gilt: Man sollte nicht mehr anlegen, als man auch bereit ist zu verlieren. An dieser Stelle hat das gesetzlich vorgeschriebene Standarddepot einen klaren Konstruktionsfehler. Private Altersvorsorge ist für viele Menschen ein absolutes Muss. Das Risiko, dass Menschen über Jahrzehnte fürs Alter sparen, der Staat noch seinen Teil dazugibt und sie am Ende mit weniger dastehen, ist nicht gleich null. Aber das Standardprodukt bietet keinerlei Garantie.
Jedes Gesetz folgt einem Zeitgeist. Und bei der Reform der Riester-Rente ist es offenbar der unerschütterliche Glaube, dass die Börsen jedes Jahr zulegen. Ein Blick in die Geschichte zeigt aber: Kommt es zum Crash, kann es viele Jahre dauern, bis die Märkte das vorherige Niveau wieder erreichen. Beim Schwarzen Freitag 1929 waren es 25 Jahre, in denen zugegeben auch ein Weltkrieg lag. Nach dem Platzen der Dotcom-Blase im Jahr 2000 brauchte der Technologieindex Nasdaq 15 Jahre, der breitere Markt immerhin noch sieben Jahre.
Und dann ist da noch der Staat als neuer Spieler auf dem Altersvorsorgemarkt. Er muss seine Kapitalmarktexpertise erst einmal unter Beweis stellen. Versicherer, Banken und Sparkassen haben dies bereits getan. Wenn Sie in den nächsten Wochen und Monaten Ihre private Altersvorsorge überdenken, dann denken Sie langfristig – und lesen Sie regelmäßig diesen Newsletter, um informiert zu bleiben.
Herzlichst, Ihr Archibald Preuschat
Wie sorgen Sie bisher für Ihre Rente vor? Was halten Sie von der geplanten Reform der Riester-Rente? Schreiben Sie uns gern all Ihre Anliegen zu Altersvorsorge und Finanzen an Premium-Finanzen@faz.de.
Über Geld – Leser-Echo
Unsere Leser stört Irrationalität an den Finanzmärkten offenbar eher weniger. Was sie mehr stört, sind Finanzberater, die unter falscher Flagge segeln. Vor allem, wenn sie davon ausgehen, dass die Bank ein Partner ist und nur das Beste im Sinn hat. Tatsächlich aber werden Kunden von Wetten überzeugt, die sie gar nicht wollten und sie am Ende ein halbes oder ganzes Vermögen kosten und von denen am Ende auch noch das Finanzamt etwas abhaben will. Und am Ende sieht man sich vor Gericht. Obwohl der Kunde nur eine feste Zinsmarge wollte. Kein feiner Zug.
 
 
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Geldanlage auf einen Blick
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Markt-Rückblick
 
Martin Hock, Redakteur in der Wirtschaft und Leiter F.A.Z. Premium Finanzen.
„Das Bild bleibt das Gleiche, nur war in der Vorwoche der Optimismus noch etwas größer. Während Wall Street angesichts von Friedenshoffnungen und der Wahrnehmung eigener wirtschaftlicher Stärke haussierte, konnte Europa nur hinterherschlurfen. Am Montag drückte allerdings die Lage im Iran wieder auf die Stimmung.“
Martin Hock, Redakteur in der Wirtschaft und Leiter F.A.Z. Premium Finanzen.
 
 
F.A.Z.-Musterstrategien
 
Martin Hock, Redakteur in der Wirtschaft und Leiter F.A.Z. Premium Finanzen.
„Diese Woche wurde es wieder interessant, weil wieder Bewegung in die Depots kam. So zeigte sich Krypto endlich positiv, was viel über die Risikofreude der Märkte aussagt. Auch technisch bewegte sich einiges, sodass sich die Zusammensetzung dieser Depots veränderte.“
Martin Hock, Redakteur in der Wirtschaft und Leiter F.A.Z. Premium Finanzen.
 
 
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Attraktive Bauzinsen
Rechenbeispiel für eine Doppelhaushälfte mit vier Zimmern auf 110 Quadratmetern, Baujahr 1935, Garten und Grundstück mit 390 Quadratmetern am Rand von Saarbrücken (Saarland), Kaufpreis 245.000 Euro, Nettodarlehen 170.000 Euro:
 
Mandy Jarry, Technische Redakteurin für F.A.Z.-Newsletter und Verticals.
„Unter vier Prozent geht derzeit wenig – und wer 15 Jahre Sicherheit will, legt automatisch zusätzlich etwas drauf. Die Abstände zwischen den Anbietern sind klein, der große Hebel ist die Laufzeit, nicht der Name auf dem Angebot. Unterm Strich: Der Markt wirkt stabil, aber auf einem Niveau, das sich viele erst einmal zu ,leisten lernen' müssen.“
Mandy Jarry, Technische Redakteurin für F.A.Z.-Newsletter und Verticals.
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Artikel der Woche
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Warum Trading-Apps ihre Nutzer nicht klüger machen
Nur wenige Klicks: Neobroker erleichtern den Zugang zum Aktienmarkt. Picture Alliance
Warum Trading-Apps ihre Nutzer nicht klüger machen
Von Caroline Becker
Mehr Trades, mehr Risiko – Forscher haben Neobroker-Nutzer über 14 Monate beobachtet und mit klassischen Anlegern verglichen. Die Studie zeigt: Finanzwissen steigt kaum, dafür Risikobereitschaft.
Trading-Apps wie Trade Republic, sogenannte Neobroker, sind in den vergangenen Jahren immer beliebter geworden. Mit wenigen Klicks können Nutzer ETF, Einzelaktien oder Kryptowährungen handeln. Eine niedrigschwellige Möglichkeit, gerade für Erstanleger, mit kleinen Beträgen an den Finanzmärkten teilzunehmen. Aber es gibt auch Kritik: Zu einfach, zu spielerisch seien die Neobroker, zu unwissend die Nutzer. Bekräftigt wird diese Kritik durch eine Studie, die untersucht hat, wie sich die Nutzung von Trading-Apps auf das Anlageverhalten auswirkt.
Silja Grawert, Professorin an der Fakultät für Informatik und Mathematik an der Hochschule München, und Doktor Jonas Freibauer haben gemeinsam mit Marc Rieger, Professor an der Universität Trier, Neobroker-Nutzer mit anderen Investoren verglichen. Unabhängige längerfristige Studien dazu habe es bislang noch nicht gegeben, so Grawert.
Für die repräsentative Studie befragten die Forscher 500 Teilnehmer von 2022 an über einen Zeitraum von 14 Monaten. Das Ergebnis: Die Neobroker-Nutzer sind im Vergleich zu traditionellen Investorinnen und Investoren risikofreudiger und handeln häufiger. Das Problem: Letzteres wirkt sich vor allem bei Privatanlegern langfristig meist negativ auf die Rendite aus.
Unter jungen Neobroker-Nutzern ist der Anteil der Erstinvestoren relativ hoch. Ältere Neobroker-Nutzer hätten meist bereits anderweitig investiert oder würden parallel bei der Hausbank oder anderen Onlinebrokern investieren, erklärt Freibauer. Was Neobroker-Nutzer laut der Studie unabhängig vom Alter gemein haben: Ihr Finanzwissen ist relativ gering und blieb es auch nach anderthalb Jahren Neobroker-Nutzung. Was stieg, war ihre Risikobereitschaft.
Wie sich Neobroker auf das Anlageverhalten auswirken
„Mit der Zeit sind Neobroker für manche ein Casinoersatz“, sagt Grawert. Eine hohe Risikotoleranz müsse nicht zwingend ein Anzeichen für Zockerei sein, sagt Freibauer. Aber man könne es so interpretieren. Es gäbe Studien dazu, dass während der Corona-Pandemie, als klassische Casinos geschlossen hatten, einige Spielsüchtige mit dem Aktienmarkt einen passenden Ersatz fanden. In ihrer Studie fanden sie heraus, dass wer Investieren als Casinoersatz versteht und eine hohe Risikotoleranz aufweist, eher Kryptowährungen handelt – begünstigt auch durch eine vergleichsweise niedrige Risikowahrnehmung für Krypto.
Während die normalen Investoren in der Studie ein- bis zweimal pro Monat handelten, handelten die Neobroker-Nutzer etwa viermal. Dass Trading-App-Nutzer häufiger handeln, könnte an mehreren Faktoren liegen: Das Handeln in einer Trading-App geht schnell und überall: im Café, abends im Bett oder bei der Bahnfahrt, wenn die Internetverbindung stabil ist. Die Apps sind für die Nutzung am Handy konzipiert. Und von der erhöhten Handelsfrequenz profitieren bislang die Betreiber.
Neobroker verdienen an jeder einzelnen Order durch den sogenannten Payment for Order Flow. Dieses Modell hat die EU verboten, eine Übergangsfrist endet im Juni 2026. Wie sich die Neobroker dadurch verändern, ist noch unklar.
Nur sieben Prozent der Neobroker-Nutzer gaben in der Studie von Freibauer an, zu wissen, wie das Geschäftsmodell von Trading-Apps funktioniert. „Weil es einfach nicht gewollt ist“, sagt Grawert. Die Order mag für die Nutzer zwar kostenlos sein, doch da sie den Handelsplatz nicht auswählen können, könne es sein, dass sie nicht immer den zu Börsenöffnungszeiten besten verfügbaren Handelskurs bekämen. „Das ist einfach nicht bekannt“, sagt Grawert.
Mehr Finanzwissen nötig
Allgemein nahm laut der Studie der Wissens- und Erfahrungsstand der Neobroker-Nutzenden zwar im Laufe der Zeit zu, blieb aber dennoch auf einem niedrigen Niveau. Der niedrige Finanzwissensstand und die steigende Risikotoleranz von Neobroker-Nutzern könnten laut dem Forschungsteam zu potentiell risikoreicheren Anlageentscheidungen und zu einer höheren Verlustwahrscheinlichkeit führen.
Laut Grawert seien daher Maßnahmen nötig, um Trading-Apps trotz der von ihnen festgestellten negativen Auswirkungen als Mittel zur Steigerung der Aktienmarktbeteiligung positiv einsetzen zu können: „Die breite Verfügbarkeit von Testversionen von Trading-Apps kann es Nutzenden ermöglichen, das Investieren in einer risikofreien Umgebung auszuprobieren“, sagt sie. Gezielt eingesetzte Lerntools, mit denen Anleger in den Bereichen Finanzen und Aktienmarkt Grundkenntnisse erwerben und sich weiterbilden können, wären für den langfristigen Erfolg essenziell. Man könnte auch über in Trading-Apps integrierte Bildungsplattformen nachdenken, findet Freibauer. Wer beispielsweise mit Derivaten handeln wolle, müsse sich dann erst informieren – „wie ein Führerschein“. Und es brauche noch mehr unabhängige Forschung.
 
 
Märkte inside
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Schlaglicht / Neu
 
Droht Private Credit eine Krise wie 2007?
Gastbeitrag Von Tilmann Galler
Die Parallele zur Finanzkrise 2006/07 drängt sich auf. Damals wurde das Subprime-Problem zunächst als beherrschbar eingestuft. Was übersehen wurde, war das gewaltige Derivate-Geflecht, das das Ansteckungsrisiko extrem vervielfachte. Wiederholt sich nun die Geschichte?
Die jüngste negative Stimmung wurde durch ein Zusammentreffen einzelner Ereignisse und nicht durch systemisches Versagen ausgelöst. So wurden die Insolvenzen von First Brands und Tricolor fälschlicherweise mit direkter Kreditvergabe in Verbindung gebracht. Zudem sorgten eine gescheiterte Fusion zweier privater Kreditfonds und mehrere Kreditabschreibungen wegen Zollrisiken für Zweifel an der Qualität der Kreditkonditionen und verstärkten die Marktunsicherheit.
Gleichzeitig schrumpften die Renditen privater Kreditdarlehen, während mehrere „Business Development Companies“ (BDCs) ihre Dividenden senkten, was eines der wichtigsten Verkaufsargumente der Anlageklasse untergrub.
Privat Credit: Tech-Konzentration als zentrales Risiko
Die substanziellere Sorge bezieht sich jedoch auf die Software-Exposition. Viele Direktkreditfonds bauten in den Jahren 2018 bis 2023 bedeutende Kreditbücher in Software- und Technologieunternehmen auf, die von den wiederkehrenden Umsätzen und der wahrgenommenen Belastbarkeit der Branche angezogen wurden. Der schnelle Fortschritt der KI hat Bedenken über die zukünftige Bonität von Softwarekrediten geweckt.
Die Kombination dieser Faktoren – Abschreibungen, Dividendenkürzungen und Softwareunsicherheit – löste eine Welle von Rücknahmen bei halbliquiden Investmentvehikeln aus, insbesondere bei nicht gehandelten BDCs. Als die Anleger aussteigen wollten, erreichten Fonds ihre vierteljährliche Rücknahmeobergrenze von fünf Prozent des Nettoinventarwerts, wobei viele Fonds Rücknahmen begrenzten und einen Liquiditätsengpass im Privatanleger-Segment des Marktes schafften.
Deutlich geschärftes Risikobewusstsein
Die Ausgangslage unterscheidet sich gleichwohl in wichtigen Punkten von denen der Jahre 2006/07. Investoren, Regulatoren und Marktteilnehmer gehen heute mit deutlich geschärftem Risikobewusstsein in einen potenziellen Abschwung. Der Großteil des Kapitals steckt in geschlossenen institutionellen Fonds ohne Rückgabemechanismen.
Die Liquiditätsprobleme konzentrieren sich auf den Privatkundenbereich und damit auf Vehikel, die nur rund 11 Prozent des Gesamtmarktes ausmachen. Auch ist die direkte Verflechtung der Banken mit Private Credit heute deutlich geringer als ihr damaliges Engagement im Immobilienmarkt. Die enge Verzahnung mit Private Equity bleibt jedoch ein Hebelpunkt: Ein Großteil der fremdfinanzierten Unternehmensübernahmen werden heute durch Private Credit finanziert, ein Abschwung dort würde den Markt direkt treffen.
Risikoaufschläge haben sich eingeengt, während die tatsächlichen Ausfallrisiken gestiegen sind – Investoren werden für das eingegangene Risiko also weniger stark entschädigt als noch vor zwei Jahren. Dabei zeigen die operativen Fundamentaldaten der Kreditnehmer noch ein konstruktives Bild: Bei einem Großteil steigen Umsatz und Gewinne.
Über einen vollen Zyklus von zehn bis fünfzehn Jahren bleibt Private Credit eine relevante Ertragsquelle, besonders für Investoren mit Fokus auf stabile Einkommensströme. Entscheidend wird die Auswahl sein: über Manager, Auflagejahre und Sektoren hinweg. Ob sich Geschichte wiederholt, bleibt offen – aber sie mahnt zur Vorsicht.
 
 
Aktien
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50 Unternehmen, die am KI-Boom definitiv verdienen
Während OpenAI und Google die Schlagzeilen im KI-Wettbewerb beherrschen, erzielen andere Unternehmen die spektakulärsten Kursgewinne. Sie heißen SanDisk, SK Hynix, Bloom Energy oder Vertiv. Denn Microsoft, Alphabet, Amazon, Meta und OpenAI investieren 2026 mehr 700 Milliarden Dollar in Künstliche Intelligenz, eine Verdopplung gegenüber dem Vorjahr. Das Geld fließt in die KI-Wertschöpfungskette und damit in die Unternehmen, die von Speicherchips über Lithografie-Maschinen und Glasfaser bis zur Stromversorgung von den Aufträgen der Schlagzeilenmacher profitieren. Diese wahren Gewinner sind die Spezialisten an den strategischen Engpässen einer extrem angespannten Wertschöpfungskette.
50 Unternehmen, die am KI-Boom definitiv verdienen
Nur ein Teil: Der Boden einer Halbleiterfertigungsmaschine von ASML im Forschungslabor von IMEC. Reuters
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Warum Adidas plötzlich stärker dasteht als Nike
Von Christoph Scherbaum
Adidas verliert mit der WM 2026 nach über 70 Jahren den DFB-Ausrüstervertrag an Nike und gibt auch den Champions-League-Spielball ab. Operativ zeigt sich das Unternehmen dennoch stark: Im ersten Quartal stieg der Umsatz währungsbereinigt um 14 Prozent auf 6,6 Milliarden Euro, das Betriebsergebnis um 16 Prozent auf 705 Millionen Euro. Besonders dynamisch wuchs das Onlinegeschäft mit einem Plus von 22 Prozent das Direktkundengeschäft. Analysten wie Bernstein-Analystin Aneesha Sherman sehen weiteres Potenzial. Langfristig enttäuscht die Aktie jedoch mit nur 0,2 Prozent durchschnittlichem Kursgewinn pro Jahr auf Zehnjahressicht.
 
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Diese zwei Dax-Aktien stehen vor der Trendwende
Von Achim Matzke
Während der Dax seit Mai 2025 in einer Seitwärtspendelbewegung zwischen 21.800 und 25.500 Punkten feststeckt, zeichnen sich bei einzelnen Standardwerten mittelfristige Verbesserungen ab. Besonders Brenntag und Symrise bieten laut technischer Analyse attraktive Chancen für Neuengagements. Brenntag hat Anfang 2026 mit dem Sprung über den Baissetrend und die 200-Tage-Linie ein neues Investmentkaufsignal geliefert. Als Etappenziel wird die Widerstandszone von 68,50 bis 70 Euro genannt, bei einem Sicherungsstopp von 49 Euro. Bei Symrise deutet sich eine Kopf-Schulter-Bodenformation an, wobei ein Investmentkaufsignal bei Kursen über 78,50 Euro vorläge. Das mittelfristige Etappenziel liegt dort bei 87 bis 90 Euro, der Sicherungsstopp bei 64 Euro.
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Vermögensaufbau
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Langfristiger Erfolg verlangt kurzfristige Entbehrungen
Wer zehn bis 15 Jahre in Aktien investiert, ist nicht automatisch vor Verlusten geschützt. Ein Kurssturz von 50 Prozent kann bei sieben Prozent Jahresrendite den gesamten Wertzuwachs eines Jahrzehnts auslöschen. Bei 15 Jahren Anlagedauer sinkt die Rendite im Crashfall auf etwa zwei Prozent, das Kapital bleibt aber nominal erhalten. Anleger müssen entscheiden, ob sie die Durchschnittsrendite akzeptieren oder durch wertorientiertes Investieren Überrenditen anstreben. Letzteres erfordert Durchhaltewillen und kurzfristigen Renditeverzicht, schützt aber besser vor Kurseinbrüchen.
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Podcast: Wie Hedgefonds das Depot sichern helfen
Von Martin Hock, Birgit Ochs
Wenn in unruhigen Märkten klassische Absicherungen wie Gold und Anleihen versagen, sind alternative Strategien plötzlich gefragt. Hedgefonds, Liquid Alternatives (Alts) und Managed Futures verfolgen unterschiedliche Ansätze, teilen aber das Ziel marktunabhängiger Renditen. Im Vordergrund steht das Risikomanagement und Stabilität ins Portfolio. Privatanleger sollten realistische Erwartungen mitbringen, da Market-Timing auch bei alternativen Strategien meist scheitert. Entscheidend sind die passende Strategieidee, ein Blick auf die Kosten und eine ausreichende Gewichtung im Portfolio.
Podcast: Wie Hedgefonds das Depot sichern helfen

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1000 Prozent Rendite in 25 Jahren
Von Dyrk Scherff
Langfristiges Investieren in Aktien hat sich laut einer Auswertung der F.A.S. über 25 Jahre als beste Anlageklasse erwiesen, trotz Dotcom-Blase, Finanzkrise und Corona. Die Spanne reicht von Verlusten bei Werten wie Deutsche Telekom bis zu fast 15.000 Prozent Zuwachs bei Rheinmetall. Aktienindizes wie der Nasdaq-100, der seinen Wert verelffachte, gelten als solidere Alternative zu riskanten Einzelaktien. Gold hielt mit den wichtigsten Indizes mit, Anleihen dienen vor allem der Schwankungsreduktion. Commerzbank-Chefanlagestratege Thorsten Weinelt betont, Anleger sollten langfristig investiert bleiben und bei fallenden Kursen nicht verkaufen.
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Anleihen
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Die Sorgen am britischen Anleihemarkt wachsen
Von Philip Plickert, London
Investoren am britischen Anleihemarkt fürchten nach der schweren Labour-Niederlage bei den Kommunalwahlen einen Linksruck. Die Rendite zehnjähriger Staatsanleihen liegt aktuell bei rund fünf Prozent und ist seit Jahresbeginn um fast 50 Basispunkte gestiegen. Mögliche Starmer-Nachfolger wie Andy Burnham oder Angela Rayner stehen für eine lockerere Fiskalpolitik mit höherer Schuldenaufnahme. Analysten warnen, eine Führungskrise könne die Risikoprämien weiter erhöhen. Die Bank of England dürfte laut ING-Ökonomen dagegen erst nach einem neuen Budget im Herbst reagieren.
Die Sorgen am britischen Anleihemarkt wachsen
Angeschlagen: Premierminister Starmer kämpft um sein politisches Überleben – und die Märkte fürchten einen möglichen Linksruck. Reuters
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Schalke zahlt für den Aufstieg 1,5 Prozent Extra-Zins
Von Franz Nestler
Schalke 04 ist in die Erste Bundesliga aufgestiegen, wodurch sich die Fernsehgelder von 14 auf etwa 31 Millionen Euro mehr als verdoppeln. Anleger der mit 6,5 Prozent verzinsten Anleihe erhalten eine Bonuszahlung von 1,5 Prozent, was den Verein rund 1,3 Millionen Euro kostet. Weiter lasten aber Verbindlichkeiten von 148 Millionen Euro und negatives Eigenkapital auf Schalke. Hertha BSC kämpft ebenfalls mit Anleihe-Altlasten und strebt Schuldenfreiheit in fünf Jahren an. Der Hamburger SV hat dagegen 75 Millionen Euro Nettofinanzverbindlichkeiten in acht Jahren abgebaut und ist schuldenfrei. Werder Bremens neue Fananleihe über 25 Millionen Euro dient teilweise der Refinanzierung, was Experten als strukturelles Risiko einordnen.
 
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Die fünf meistgelesenen Artikel
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Top 5 / Neu
 Illustration: Katharina Hofbauer
Klug investieren: Diese drei Denkfehler kosten Anleger Geld
Steuern sparen: Wer die Entlastungsprämie wirklich bekommt
Welt im Ausnahmezustand: Warum der Goldpreis weiter steigt
Gründung:  Warum Stiftungen selbst für Superreiche keine gute Idee sind
Vermögen schützen: So wird die Pflege nicht zum Risiko für Angehörige
 
 
Service
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5 Termine für 7 Tage
Dienstag, 12. Mai 2026
• Das ZEW legt die Konjunkturerwartungen für Mai vor.
Mittwoch, 13. Mai 2026
• Das Landgericht Bremen entscheidet im Verfahren zur „Milka“-Schokoladentafel. Kläger ist die Verbraucherzentrale Hamburg wegen unlauteren Wettbewerbs durch Reduzierung der Tafelgröße auf 90 Gramm statt bisher 100 Gramm.
• Die Internationale Energieagentur (IEA) veröffentlicht ihren Monatsbericht zum Ölmarkt.
Donnerstag, 14. Mai 2026
• Produktionsvorstand Milan Nedeljkovic löst Oliver Zipse als Vorsitzender des Vorstands von BMW ab. Das Vorstandsressort Produktion übernimmt Raymond Wittmann.
Freitag, 15. Mai 2026
• Die Amtszeit des Vorsitzenden der US-Nationalbank Federal Reserve (Fed), Jerome Powell, endet regulär.
 
 
 
 
 
Wort der Woche / Neu
Wort der Woche: Zwangsregulierung
Auch als Zwangseindeckung bezeichnet, die zwangsweise vorgenommene Ausführung einer Börsentransaktion gegen einen Händler, wenn dieser nicht oder nicht fristgerecht liefert.
Zum F.A.Z.-Börsenlexikon
 
 
 
 
Finanzservices / Neu
Selbst schlaumachen: Die Finanz-Services der F.A.Z.
Auf FAZ.NET informieren wir Sie nicht nur über die aktuelle Nachrichtenlage, klären über Hintergründe auf und geben Tipps zu aktuellen Themen. Wir bieten Ihnen auch eine Vielzahl von Finanz-Tools, die bei wichtigen Entscheidungen hilfreich sein können.
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Geschäftsführer: Thomas Lindner (Vorsitzender), Dr. Volker Breid
Herausgegeben von Gerald Braunberger, Jürgen Kaube,
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