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Dienstag, 23.06.2026 | Zur Online-Ansicht
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Frankfurter Allgemeine
MEINE FINANZEN
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Die Qual der ETF-Wahl
Sein Geld selbst zu verwalten, kann eine gute Sache sein. Aber es ist aufwendig. Selbst wer nur wenige ETF für seinen Vermögensaufbau nutzt, muss einiges entscheiden. In welche Länder und Branchen investiere ich welchen Anteil meines Geldes? Mische ich Rohstoffe bei? Wie stark gewichte ich Aktien, wie stark Anleihen? Ist Japan ausreichend berücksichtigt? Sollte ein Themen-ETF mit rein? Schwellenländer, weil die gerade so gut gelaufen sind? Deutschland, weil man meint, die Unternehmen besser zu kennen?
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Sarah Speicher-Utsch
Redakteurin in der Wirtschaft.
Plus Sign Folgen
Wer all diese Aspekte berücksichtigt, ist schnell bei fünf und mehr ETF angelangt. Und dann folgt die Produktsuche. Was wird wo angeboten? Was kostet es jährlich? Schüttet der ETF aus, oder thesauriert er Ausschüttungen? Was kosten Kauf und Verkauf bei meiner Bank oder meinem Broker?
Den Überblick zu behalten, ist schwer. Das erfordert Zeit, Marktkenntnis und Disziplin. Denn allzu oft entscheiden Privatanleger nicht mit dem Kopf, sondern reagieren emotional. Sie kaufen, wenn es gut läuft, und verkaufen, wenn die Angst kommt.
Portfolio-ETF wollen Anlegern diese Arbeit abnehmen. Und sind schon für 0,25 Prozent Verwaltungsgebühr pro Jahr zu bekommen. Dass sie auf Renditen kommen, wie sie der MSCI World in den vergangenen Jahren brachte, sollten Sie sich aber aus dem Kopf schlagen. Aber wenn Sie nicht nur die Rendite, sondern auch das Risiko interessiert, schauen Sie sich die Auswahl doch mal an.
Die Entscheidung bleibt aber Ihre!
Ihre Sarah Speicher-Utsch
Was meinen Sie? Was taugen Portfolio-ETF? Mehr für Bequemlichkeit oder von echtem Nutzen? Schreiben Sie uns gern an Finanzen-Premium@faz.de.
 
 
 
Leser Echo / Neu
Über Geld – Leser-Echo
In der vergangenen Woche hatten wir Sie gefragt, ob wir als Anleger zu vorsichtig agieren und uns zu stark an Gegebenheiten anpassen, vor allem aber, ob wir Europa vernachlässigen. Für die meisten unserer Leser passte dies sehr gut zur Diskussion um die richtige Diversifikation an dieser Stelle, wie Markus W. aus Waldbronn konstatiert, für den Europa-ETF dazu dienen, sich von der Technologielastigkeit der Märkte abzukoppeln, auch wenn das Rendite kostet. Ansonsten ist das Thema Europa natürlich ein politisches.  Dauersubventionen und „Arbeitsplatzrettung“ verhinderten die nötige Innovation, meint etwa Marcus M. Und Walter G. schreibt nur knapp: „Bei dieser Regierung wäre ich auch nicht bereit zu investieren.“
 
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Themen des Newsletters
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Geldanlage auf einen Blick
 
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Markt-Rückblick
 
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F.A.Z.-Musterstrategien
 
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Tagesgeldzinsen in Bewegung
 
Artikel der Woche
 
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Dieser ETF ersetzt ein ganzes Depot
 
Märkte inside
 
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Dominiert Technologie bald auch den Anleihemarkt?
 
Vermögensaufbau
 
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Wer früher spart, wird eher reich
 
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Welche Kryptocoins jetzt attraktiv sind
 
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Immobilien entspannt finanzieren
 
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Diese Fonds sind besser als der MSCI World
 
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Fintok: Millionen Klicks, fatale Ratschläge
 
Aktien & Anleihen
 
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Warum die Airbus-Aktie auf ein starkes Jahr zusteuert
 
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Diese KI-Aktien aus China sind auf Höhenflug
 
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Jetzt Siemens Energy gegen Adidas tauschen
 
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Der Anleihemarkt spielt friedliche Welt
 
Podcast
 
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Wie gut ist die SpaceX-Aktie?
 
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5 Termine für 7 Tage
 
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Wort der Woche: Fibonacci-Zahlen
 
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Selbst schlaumachen: Die Finanz-Services der F.A.Z.
 
 
Geldanlage auf einen Blick
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Markt-Rückblick
 
Martin Hock, Redakteur in der Wirtschaft und Leiter F.A.Z. Premium Finanzen.
„Rationaler Optimismus oder irrationale Euphorie? Diese Frage stellen aktuell auch Analysten. Meist ist die Antwort: Ersteres. Irgendwo ist es aktuell aber auch egal. Solange die KI-Story läuft, die Konjunktur nicht lahmt und der Ölpreis niedrig bleibt, so lange geht es weiter. Wobei das seit vier Wochen nur auf der Stelle treten heißt.“
Martin Hock, Redakteur in der Wirtschaft und Leiter F.A.Z. Premium Finanzen.
 
 
F.A.Z.-Musterstrategien
 
Martin Hock, Redakteur in der Wirtschaft und Leiter F.A.Z. Premium Finanzen.
„Per saldo eine undramatische, aber keine gute Woche für die Musterstrategien. Leichte Zugewinne gab es für die F.A.Z.-Portfolios, auch wenn man bei Krypto derzeit offenbar nur alles falsch machen kann. Die Märkte sind auf Autopilot. Index-ETF entwickeln sich gut, Abweichungen in Einzelwerten machen sich kaum bezahlt.“
Martin Hock, Redakteur in der Wirtschaft und Leiter F.A.Z. Premium Finanzen.
 
 
Zu den Musterportfolios
Tagesgeldzinsen in Bewegung
Es kommt wieder Bewegung in die Tagesgeldangebote. Lange Zeit reichten die Zinsen für Neukunden nur bis zum EZB-Einlagenzins. Aktuell liegt dieser bei 2,25 Prozent, aber Neukundenangebote bringen aktuell vier Prozent Zinsen und sogar etwas mehr. Den Neukunden, bisweilen gekoppelt an ein Girokonto, lässt sich die Bank schon etwas kosten. Die Chase will in Deutschland Fuß fassen und das möglichst mit wohlhabenden Kunden. Daher bezahlt sie Topzinsen bis zu einer Summe von einer Million Euro – bei deutscher Einlagensicherheit. Aber auch Bestandskunden finden Banken, die jedem Kunden sehr gute Tagesgeldzinsen zahlen. Diese koppeln ihren Tagesgeldzins an den EZB-Leitzins. Allerdings kann diese Zusage auch wieder revidiert werden. (Quelle: FMH)
 
Zu den Finanzrechnern
 
 
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Artikel der Woche
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Dieser ETF ersetzt ein ganzes Depot
Portfolio-ETF können ein Baustein in der Diversifikation der eigenen Anlagestrategie sein. Picture Alliance
Dieser ETF ersetzt ein ganzes Depot
Von Sarah Speicher-Utsch
Der MSCI World bringt Anlegern hohe Renditen, ist als alleinige Geldanlage aber riskant. Portfolio-ETFs minimieren das Risiko. Was Sie darüber wissen sollten.
Nein, es ist nicht der MSCI World, den Anleger kaufen sollten, wenn sie ihre Geldanlage breit streuen wollen. Das dürfte mittlerweile bekannt sein. Schuld ist die US- und Technologielastigkeit des Index – und das Fehlen von Schwellenländern darin. Erfolgreich ist er allemal, wenn man ausschließlich die Wertentwicklung als Kriterium dafür heranzieht. Aber wer ein ausgewogenes Rendite-Risiko-Profil will, für den reicht der beliebte Index nicht. Dieser brachte über die vergangenen Jahre zwar eine hohe Rendite – hat aber auch ein hohes Risiko.
Diversifikation, also die breite Streuung der Geldanlage über verschiedene Anlageklassen, Regionen und Sektoren hinweg, ist hingegen das grundlegende Prinzip langfristiger und erfolgreicher Geldanlage. Allerdings investieren die meisten Anleger am liebsten in ihren Heimatmarkt. Laut einer von der britischen Großbank HSBC durchgeführten globalen Anlegerumfrage aus dem Jahr 2024 halten rund 70 Prozent der Befragten den Großteil ihrer Aktienanlagen im heimischen Markt – ein klassisches Beispiel für die sogenannte Heimmarktneigung (Home Bias).
iShares-Studie: Globale Streuung bringt mehr Rendite
Im Zehnjahresvergleich bis August 2025 habe der MSCI World jährlich eine Rendite von 11,6 Prozent gebracht. Der maximale Wertverlust habe aber auch bei fast 20 Prozent gelegen, geht aus einer Studie von iShares, der ETF-Marke des US-Vermögensverwalters Blackrock, und der Anlegerplattform extraETF hervor. Ein 60/40-Weltportfolio von extraETF mit 60 Prozent Aktien und 40 Prozent Anleihen indes habe in der gleichen Zeit im Jahr nur knapp sieben Prozent Rendite geschafft. Der maximale Wertverlust sei mit knapp 14 Prozent allerdings auch deutlich geringer ausgefallen. Langfristig könne internationale Diversifikation nicht nur das Risiko senken, sondern auch bis zu einen Prozentpunkt mehr Rendite pro Jahr bringen.
Wer die Diversifikation selbst in die Hand nehmen will, muss Produkte suchen, vergleichen und sein Depot regelmäßig an neue Gegebenheiten anpassen. Das sei zeitaufwendig, berge ein hohes Fehlerrisiko und könne zusätzliche Transaktionskosten verursachen, so die Studienautoren.
Wer sein Depot nicht selbst steuern will, sich aber auch keine Vermögensverwaltung leisten kann oder will, kann sogenannte Portfolio-ETFs kaufen. Wie der Name schon sagt: Diese Exchange Traded Funds versuchen, ein ganzes Portfolio abzubilden. Es gibt sie in verschiedenen Risikoausprägungen. Die klassische Variante basiert meistens auf dem bekannten 60/40-Portfolio. Es gibt aber auch Produkte, die eine andere Aufteilung haben und etwa in Rohstoffen anlegen.
Der Vorteil liege vor allem in der Komplettlösung, erklärt Christian Bimüller, der bei Blackrock in Kontinentaleuropa den digitalen Vertrieb verantwortet. Somit könnten typische Verhaltensmuster von Privatanlegern vermieden werden. „Privatanleger neigen dazu, auf die jüngsten Gewinner zu setzen und die Inflation zu vernachlässigen“, skizziert der Fachmann im F.A.Z.-Gespräch zwei häufige Fehler. Gut passen könnten diese Produkte auch in das neue Altersvorsorgedepot, findet Bimüller. Ab Januar 2027 fördert der Staat mit einer Grundzulage von bis zu 540 Euro pro Jahr ETF- und Fondssparpläne für die Rente.
extraETF: Anleger sind mit Portfolio-ETF zufrieden
Gut 40 Prozent der mehr als 1600 Befragten der Studie haben einen Portfolio-ETF in ihrem Depot. Je nach Anbieter können diese Produkte auch Multi-Asset-ETF heißen. Allerdings wurden nur Menschen befragt, die die Seite extraETF nutzen und sich damit generell für ETF-Anlagen interessieren. Ihre beiden Hauptkaufargumente: Diversifikation und Zeitersparnis. Die Zufriedenheit ist hoch: Mehr als vier Fünftel würden Portfolio-ETFs weiterempfehlen. Knapp 30 Prozent der Portfolio-ETF-Sparer investierten monatlich 500 Euro oder mehr per Sparplan in diese Produktart.
Großer Fan von Multi-Asset-ETFs ist auch Martijn Rozemuller, Europachef des ETF-Anbieters VanEck: „Multi-Asset-ETF vereinfachen Investieren in verschiedene Anlageklassen und machen es für den durchschnittlichen Anleger zugänglich“, so Rozemuller. Für viele Anleger, insbesondere Einsteiger, sei ein solcher ETF wahrscheinlich ausreichend, findet der Fachmann.
VanEck: „Die Kosten sind ein entscheidender Faktor“
Aber nicht alle Produkte sind gleich. Anleger, die einen Portfolio-ETF kaufen, sollten genau prüfen, in welchen Regionen und in welche Sektoren die Produkte investieren. Nur so könnten sie potentielle Konzentrationsrisiken bewerten. Jeder ETF hat ein Datenblatt, das als sogenanntes Factsheet online verfügbar ist. Darin ist zu sehen, wie der ETF aufgebaut ist und wo er wie viel investiert.
„Die Auswahl des richtigen Produkts erfordert einen Blick über die reinen Renditezahlen hinaus“, findet Rozemuller. „Die Kosten sind ein entscheidender Faktor.“ Anlegern unterschätzten oft deren Auswirkungen. Die Kosten für die zehn größten Portfolio- oder Multi-Asset-ETFs liegen zwischen 0,24 und 0,7 Prozent je Jahr.
Laut dem ETF-Fachmann ist es wichtig, die verschiedenen Kostenebenen zu verstehen. Seien die Renditezahlen zwar am auffälligsten und würden am häufigsten zitiert, seien sie doch nicht die zuverlässigste Grundlage einer Auswahl. Vergangene Renditen spiegelten eine bestimmte Abfolge von Marktbedingungen wider, die sich möglicherweise nicht wiederhole. „Und ein ETF, der sich in den letzten Jahren gut entwickelt hat, könnte einfach von einer günstigen Allokation in eine bestimmte Anlageklasse profitiert haben, anstatt von einer überlegenen Portfoliozusammensetzung oder einem disziplinierten Risikomanagement.“
 
 
Märkte inside
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Schlaglicht / Neu
 
Dominiert Technologie bald auch den Anleihemarkt?
Von Matthias Schell
Die großen Technologie-Konzerne aus den USA greifen zur Finanzierung ihrer hohen KI-Investitionen verstärkt auf den Anleihemarkt zu. Das größte Volumen nehmen sie am Heimatmarkt in Dollar auf. Aber auch in anderen Währungsräumen beschaffen sich die sogenannten Hyperscaler zunehmend hohe Summen, insbesondere in Euro. Bei Neuemissionen von Unternehmensanleihen in Euro liegen mit Alphabet und Amazon aktuell zwei US-Konzerne mit hohem KI-Finanzierungsbedarf an der Spitze: In den vergangenen zwölf Monaten haben diese die mit Abstand größten Transaktionen durchgeführt und sich damit insgesamt 30 Milliarden Euro beschafft.
Amazon ging im März 2026 erstmals an den Euro-Anleihemarkt. Bei seinem Debüt nutzte der Internet-Gigant die hohe Nachfrage der Investoren und übertraf sogar historische Höchstmarken: Amazon platzierte auf einen Schlag eine Rekordanzahl von acht Anleihen mit Laufzeiten von zwei bis 38 Jahren mit einem Rekordvolumen von 14,5 Milliarden Euro. Den vorherigen Höchstwert von 13,25 Milliarden Euro hatte fast auf den Tag genau zehn Jahre lang der Bier-Konzern Anheuser-Busch gehalten.
Anfang Mai 2026 folgte Alphabet, die Muttergesellschaft von Google, mit der historisch viertgrößten Euro-Transaktion über neun Milliarden Euro. Im Vorjahr 2025 hatte Alphabet bereits zwei Großtransaktionen über 6,75 Milliarden Euro im April und 6,5 Milliarden Euro im November platziert.
Technologiebranche springt an die Spitze
Das hohe Neuemissionsvolumen der beiden Tech-Giganten hievte die Branche (hier zusammengefasst aus den Teil-Branchen Internet, Software, Computer) in neue Dimensionen: Im Jahr 2025 verdreifachte sich das Volumen neuer Euro-Anleihen zu einem damaligen Höchstwert von rund 35 Milliarden Euro. Dieser Rekord wurde im laufenden Jahr schon übertroffen, seit Jahresanfang erhöhten sich die Tech-Neuemissionen nochmals um rund 30 Prozent auf rund 45 Milliarden Euro (unter anderem platzierten SAP und IBM jeweils 3,5 Milliarden Euro).
Dadurch hat die Branche beim Neuemissionsvolumen in Euro für das Jahr 2026 aktuell sogar die Spitzenposition übernommen, knapp vor dem im Anleihemarkt schwergewichtigen Versorger-Sektor, der auf gut 43 Milliarden Euro kommt. Der Anteil der Tech-Branche sprang dadurch für 2026 auf 16 Prozent – nach sechs Prozent im Jahr 2025 und den in den Vorjahren üblichen drei bis vier Prozent.
Bedeutung von KI-Anleihen wird zunehmen
Im Vergleich zum US-Aktienmarkt, in dem die Technologiebranche einen sehr hohen Marktanteil einnimmt und viele Indizes dominiert, sind die Anteile am Euro-Anleihemarkt aber weiterhin überschaubar. Trotz des jüngst sehr hohen Volumens neuer Anleihen kommt die Branche mit Blick auf das  Volumen ausstehender Fälligkeiten von Euro-Unternehmensanleihen nur auf einen Anteil von fünf Prozent. Die kapitalintensive Versorgerbranche behauptet hier mit einem deutlich höheren Anteil von 15 Prozent ganz klar die Spitzenposition.
Allerdings dürfte der weiterhin sehr hohe Finanzierungsbedarf für die gewaltigen KI-Investitionen dafür sorgen, dass sich der Trend zu mehr Neuemissionen aus der Technologiebranche fortsetzt. Der Anteil am Gesamtmarkt und die Bedeutung dürften dadurch weiter steigen.
 
 
Vermögensaufbau
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Das Risiko des Vermögensaufbaus ist für jeden anders
Von Daniel Walther
Frühes und ausreichendes Sparen ist der entscheidende Faktor für den Vermögensaufbau. Die durchschnittliche Marktrendite passiver ETF-Anlagen reicht nicht aus, um reich zu werden. Anleger müssen gezielt Investments mit überdurchschnittlicher Rendite suchen, etwa einzelne Aktien oder kreditgehebelte Immobilien. Entscheidend ist die individuelle Risikokapazität, also welches Risiko ein Anleger tragen kann, ohne sein gesamtes Kapital zu gefährden. Je früher gespart wird, desto höher ist diese Kapazität und desto größer der Spielraum für renditestarke Anlagen. Die dabei gesammelte Erfahrung macht langfristig den entscheidenden Unterschied.
Das Risiko des Vermögensaufbaus ist für jeden anders
Mut zum Risiko? Auch ein Sprung vom Turm im Schwimmbad in das Becken will gut überlegt sein. Frank Röth
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Welche Kryptocoins jetzt attraktiv sind
Gastbeitrag von Johanna Belitz
Während Bitcoin zunehmend zum institutionellen Vermögenswert reift, rücken drei Kryptoprojekte mit höheren Wachstumschancen in den Fokus. Hyperliquid betreibt eine dezentrale Börse für Termingeschäfte mit bereits hohen Gebühreneinnahmen. Ethena stabilisiert seinen Stablecoin nicht über Bankreserven, sondern über kryptobasierte Absicherungsstrategien. Bittensor will einen offenen Markt für KI-Leistung schaffen und sich als Gegenentwurf zu zentralisierten Anbietern positionieren. Alle drei zeigen reale Nutzung, bergen aber Risiken durch regulatorische Unsicherheit, Modellkomplexität und frühe Marktreife. Jenseits von Bitcoin ist für Anleger eine gründliche Analyse entscheidend.
Welche Kryptocoins jetzt attraktiv sind
Digitale Vermögenswerte: Wer mehr als Bitcoin will, muss genau hinschauen. Picture Alliance
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Immobilien entspannt finanzieren
Von Barbara Brandstetter
Trotz höherer Kreditzinsen können viele Eigenheimbesitzer ihrer Anschlussfinanzierung entspannt entgegensehen. Höhere Immobilienpreise und hohe Tilgungsraten in den  vergangenen Jahren haben Restschulden und Beleihungsausläufe sinken lassen, was bessere Konditionen ermöglicht. Experten raten, spätestens ein halbes Jahr vor Auslauf des Kredits Angebote mehrerer Institute einzuholen, da Prolongationsangebote der Hausbank oft nicht den besten Zins bieten. Sondertilgungsoptionen, die Einbeziehung von Sanierungskosten und bestehende Riester-Guthaben sollten zudem geprüft werden. Wer steigende Zinsen fürchtet, kann sich das aktuelle Niveau mit einem Forward-Darlehen sichern.
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Diese Fonds sind besser als der MSCI World
Von Daniel Mohr
Einige wenige aktiv gemanagte Fonds schlagen den MSCI World dauerhaft und deutlich. Der Greiff Human Intelligence von Fondsmanager Volker Schilling bündelt die besten Ideen der erfolgreichsten Fondsmanager und erzielte seit Auflage im Durchschnitt sechs Prozent mehr Rendite je Jahr als der Weltaktienindex. Ein ähnliches Konzept verfolgt der Vates Aktien USA, der Überzeugungspositionen großer institutioneller Investoren aus deren Pflichtmeldungen an die US-Börsenaufsicht herausfiltert. Beide Fonds profitieren davon, dass sie auch abseits der großen Indizes investieren. Die Mehrrendite beruht auf wenigen, aber gezielt ausgewählten Aktien, die klassische Indexfonds nicht abbilden.
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Millionen Klicks, fatale Ratschläge
Von Martin Hock
Die Qualität der meistaufgerufenen Finanztipps auf der Tiktok-Rubrik Fintok ist laut einer Untersuchung des britischen Portals Daytrading.com schlecht und wird noch schlechter. Der Tiktok-Algorithmus belohne nicht Qualität, sondern Aufmerksamkeit, was zu einer Negativauslese führe. Risikohinweise fehlten in der Mehrheit der Videos, während garantierter Reichtum und Dringlichkeit als Verkaufsnarrative dominierten. Tiktok sei allenfalls als Inspiration geeignet, informieren sollte man sich dann dort, wo es umfangreichere Informationen gibt. Auch die europäische Wertpapieraufsicht ESMA mahnt Finfluencer inzwischen zur Risikoaufklärung.
Millionen Klicks, fatale Ratschläge
Suchergebnisse für den Hashtag Fintok auf Tiktok Tiktok
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Aktien & Anleihen
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Warum die Airbus-Aktie auf ein starkes Jahr zusteuert
Von Christoph Scherbaum
Airbus treibt nach dem Scheitern des Kampfflugzeugprojekts FCAS mit dem neuen Konsortium „Team Gen 6" die Entwicklung eines europäischen Kampfflugzeugs voran. Im zivilen Geschäft peilt der Konzern mit rund 870 Auslieferungen einen neuen Rekord an und bestätigte trotz eines schwachen ersten Quartals seine Jahresziele. Der Auftragsbestand von mehr als 9000 Maschinen sichert die Auslastung auf Jahre. Analysten bewerten die zuletzt deutlich gestiegenen Auslieferungszahlen positiv und sehen weiteres Aufwärtspotenzial. Die robuste Reisenachfrage und wachsende Rüstungsbudgets stützen beide Geschäftsfelder.
 
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Diese KI-Aktien aus China sind auf Höhenflug
Von Gustav Theile
Zhipu AI zählt mit einem Kursplus von mehr als 1700 Prozent seit Börsengang im Januar in Hongkong zu den erfolgreichsten KI-Aktien des Jahres. Nach der Veröffentlichung eines neuen Modells und einem Seitenhieb gegen Anthropic, das den Zugang zu seinem neuesten Modell für Ausländer eingeschränkt hatte, legte die Aktie zuletzt weiter zu. Das Unternehmen ist für seine Nähe zum chinesischen Staatsapparat bekannt. Im Vergleich schneidet der Konkurrent Minimax an der Börse deutlich schwächer ab. Analysten sehen Zhipu AI aber skeptischer als Minimax. Beide Unternehmen sind hochdefizitär.
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Jetzt Siemens Energy gegen Adidas tauschen
Von Achim Matzke
Wenn sich Märkte seitwärts bewegen, spalten sich die Kursentwicklungen einzelner Aktien oft deutlich auf. Das bietet Anlegern Chancen für Tauschoperationen. Bei Siemens Energy schwächt sich das Aufwärtsmomentum ab, weshalb Gewinnmitnahmen und eine Reduzierung der Übergewichtung empfohlen werden. Adidas hat hingegen nach einem Kursverlust von mehr als 50 Prozent mit einem Investment-Kaufsignal den Baissetrend verlassen. Als erstes mittelfristiges Etappenziel deutet sich ein Test der Widerstandszone um 200 Euro an.
 
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Der Anleihemarkt spielt friedliche Welt
Von Christian Siedenbiedel
Die Verständigung auf ein Rahmenabkommen für eine Beendigung des Irankriegs hat die Anleihemärkte weltweit bewegt. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen fiel unter drei Prozent, die Bauzinsen gingen auf durchschnittlich vier Prozent zurück. Sinkende Energiepreise dämpfen die Inflationssorgen und damit die Zinserhöhungserwartungen. Laut Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer rechnen Anleger nun nur noch mit einer weiteren EZB-Zinsanhebung. Michael Heise von HQ Trust warnt jedoch, die Sorge vor höherer Inflation sei nicht verschwunden, da die eingetretenen Preissteigerungen noch nachwirkten. Tatsächlich ist der Rückgang der Renditen auch rasch ins Stocken geraten.
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Podcast
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Wie gut ist die SpaceX-Aktie?
Von Dennis Kremer, Martin Hock
An der SpaceX-Aktie scheiden sich die Geister. Nur eine große Elon-Musk-Show oder ist für Anleger wirklich etwas drin? Geht der Hype bald zu Ende oder ist es der Anfang einer soliden Entwicklung. Unsere Podcast-Gastgeber Dennis Kremer und Martin Hock streiten über das Für und Wider.
Wie gut ist die SpaceX-Aktie?

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Die fünf meistgelesenen Artikel
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Top 5 / Neu
 Illustration: Katharina Hofbauer
540 Euro Zulage: So nutzen Sie das Altersvorsorgedepot richtig
Weniger Komplexität: Warum Superreiche so simpel investieren
Family Offices: Die Vermögensverwalter der Reichen ändern ihre Strategie
Klug investieren: Diese drei Denkfehler kosten Anleger Geld
Sandisk, Corning & Co.: Die 50 Unternehmen, die am KI-Boom definitiv verdienen
 
 
Service
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5 Termine für 7 Tage
Dienstag, 23. Juni
• Der Ausschuss für Wirtschaft und Währung des Europäischen Parlaments stimmt über den Vorschlag für digitales Zentralbankgeld der EU ab.
• Die Rentenkommission legt der Regierung offiziell ihre Reformvorschläge vor.
Mittwoch, 24. Juni
• Das Ifo-Institut veröffentlicht den Geschäftsklimaindex für Deutschland.
Donnerstag, 25. Juni
• Die GfK-Konsumklimastudie Juli wird veröffentlicht.
Freitag, 26. Juni
• Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit stellt sein „Arbeitsmarktbarometer Juni“ zur voraussichtlichen Entwicklung des Arbeitsmarkts in den kommenden drei Monaten vor.
 
 
 
 
 
Wort der Woche / Neu
Wort der Woche: Fibonacci-Zahlen
Eine unendliche Zahlenreihe, die mit 0 und 1 beginnt. Jede weitere Zahl entspricht dabei der Summe der beiden vorangegangenen Zahlen. Damit lautet der Anfang der Zahlenreihe 0, 1, 1, 2, 3, 5, 8, 13, 21, 34, 55, 89 und so weiter. Der Quotient von zwei aufeinanderfolgenden Zahlen (zum Beispiel 55 und 89) läuft immer mehr gegen 0,618, je höher die Zahlen werden. Der Quotient aus einer Zahl und der jeweils übernächsten (zum Beispiel 21 und 55) nähert sich dabei immer mehr 0,382 an. Diese beiden Quotienten 0,618 und 0,382 werden häufig benutzt, um das Korrekturpotential nach vorausgegangenen Kursbewegungen zu bestimmen. Die Theorie stützt sich darauf, dass bei Gegenbewegungen häufig Widerstands- oder Unterstützungslinien zu beobachten sind, an denen die Kursbewegung vergleichsweise häufiger zum Stehen kommt. Diese Linien (Retracements) können durch Fibonacci-Verhältnisse häufig mit hoher Genauigkeit bestimmt werden.
Zum F.A.Z.-Börsenlexikon
 
 
 
 
Finanzservices / Neu
Selbst schlaumachen: Die Finanz-Services der F.A.Z.
Auf FAZ.NET informieren wir Sie nicht nur über die aktuelle Nachrichtenlage, klären über Hintergründe auf und geben Tipps zu aktuellen Themen. Wir bieten Ihnen auch eine Vielzahl von Finanz-Tools, die bei wichtigen Entscheidungen hilfreich sein können.
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HRB 7344, Amtsgericht Frankfurt am Main,
USt.-IDNr.: DE 114 232 732

Geschäftsführer: Thomas Lindner (Vorsitzender), Dr. Volker Breid
Herausgegeben von Gerald Braunberger, Jürgen Kaube,
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