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Frankfurter Allgemeine
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Die Wiederkehr des Wohnungsamts
Über die Marktwirtschaft wird aktuell viel gestritten. Während die einen mehr von ihrer bisweilen brutalen Effizienz fordern, sehen andere in ihr den Quell allen Übels. Zum Beispiel hoher Mieten wie aktuell in Berlin.
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Martin Hock
Redakteur in der Wirtschaft und Leiter F.A.Z. Premium Finanzen.
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Es ist darüber viel gesagt worden, warum die geplante Enteignung von Wohnungen ein Fehler ist. Allem voran: Enteignung schafft keinen Wohnraum. Im Gegenteil, wer um sein Eigentum fürchten muss, will keines mehr. Laut einer Analyse von Scope soll die Abfindung 40 Prozent (!) betragen. Das ruiniert jeden Investor. Bezahlt werden soll mit 100-jährigen Anleihen mit einem Kupon von 3,5 Prozent einer neuen, vom Land Berlin garantierten Agentur. Was werden diese wohl wert sein?
Den zusätzlichen Schuldendienst schätzt Scope auf 615 Millionen Euro im Jahr. Wo also soll Geld für neue Wohnungen herkommen, wenn man gleichzeitig die Mieten niedrig halten, wenn nicht gar senken will? Wie sollen die Wohnungen instand gehalten und modernisiert werden, wenn jede Mieterhöhung, jede Nebenkostenabrechnung politisch und nicht wirtschaftlich entschieden wird? Das Herunterwirtschaften der übernommenen Wohnungen ist schon vorbestimmt.
Und den Markt werden die Protagonisten nicht los. Funktioniert dieser nicht über den Preis, funktioniert er über die Menge. Ohne einen Überfluss an Wohnungen regiert die Warteschlange. Und dann versucht jeder, sich vorzudrängeln: Wer einen kennt, kriegt eine Wohnung, wer nicht, bleibt vor der Tür. Vetternwirtschaft als Ersatz für den Preis: Man fragt sich, wer davon profitieren soll.
Was halten Sie von den Berliner Plänen? Wer profitiert Ihrer Meinung nach? Und wie wird man hoher Mieten (besser) Herr? Schreiben Sie uns gern an Finanzen-Premium@faz.de.
 
 
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Geldanlage auf einen Blick
 
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Markt-Rückblick
 
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Es tut sich was bei den Tagesgeldzinsen
 
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Geldanlage auf einen Blick
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Markt-Rückblick
 
Martin Hock, Redakteur in der Wirtschaft und Leiter F.A.Z. Premium Finanzen.
„Die Dynamik an den Börsen erlahmt zusehends. Hüben wie drüben des Atlantiks gehen die Märkte immer stärker seitwärts, klare Trends sind Mangelware. Dass sich die Akteure in dieser Lage reflexartig dem Dollar zuwenden, ist Teil der Situation. Vor den Zinsentscheidungen steht Gold zusehends unter Druck.“
Martin Hock, Redakteur in der Wirtschaft und Leiter F.A.Z. Premium Finanzen.
 
 
F.A.Z.-Musterstrategien
 
Martin Hock, Redakteur in der Wirtschaft und Leiter F.A.Z. Premium Finanzen.
„Es fällt schwer, in dieser Woche einen klaren Trend auszumachen. Eines fällt jedoch auf: ein deutlicher Rücksetzer in Scherbaums ausgewogenem Depot. Doch während Alphabet oder ASML unter Druck standen, zogen Tesla und Nvidia an. Der Markt ist in einer Trading-Phase, in der Investieren schwieriger wird.“
Martin Hock, Redakteur in der Wirtschaft und Leiter F.A.Z. Premium Finanzen.
Zu den Musterportfolios
 
 
Es tut sich was bei den Tagesgeldzinsen
Die EZB hat Ende September ihren Einlagesatz um 0,25 Prozentpunkte angehoben. Mit 39 von 234 Instituten haben vergleichsweise viele Banken darauf auch reagiert. Selbst einige Sparkassen und Volksbanken haben ihren Bestandskunden die Zinserhöhung weitergegeben. Der Mittelwert des Tagesgeldzinssatzes der 234 Banken in der FMH-Datenbank hat sich von 1,34 Prozent auf 1,40 Prozent erhöht. Das klingt nach wenig, ist aber sehr viel.
Die Finanzberatung FMH vermutet auch, dass sich viele Neo- und Direktbanken mit hohen Tagesgeldzinsen für den Tag in eine gute Position bringen wollen, an dem es endlich mit dem staatlich geförderten Altersvorsorgedepot losgeht. Denn dann möchte man möglichst viele potentielle Kunden oder deren Daten im Bestand haben. (Quelle: FMH, Tagesgeldvergleich)
 
Zu den Finanzrechnern
 
 
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Artikel der Woche
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„Auch mit 40 oder 50 ist es nicht zu spät, sich um seine Finanzen zu kümmern“
Bekommen Sie Panik beim Gedanken an ihre Finanzen? Das muss nicht so sein. Picture Alliance
„Auch mit 40 oder 50 ist es nicht zu spät, sich um seine Finanzen zu kümmern“
Von Susanne Klöpfer
Wenn man älter wird, wirft der Blick auf das Depot und den Rentenbescheid oft Fragen auf. Entscheidend ist nicht das angesparte Vermögen, sondern ob man auf dem richtigen Weg ist.
Wer mit 40 Jahren auf Konto, Depot und Rentenbescheid schaut, fragt sich schnell: Kann ich davon im Alter ein gutes Leben führen? Setzte ich auf die richtige Anlagestrategie? Oder sollte ich überhaupt mich mal mehr mit meinen Finanzen beschäftigen? „Die Frage sollte nicht sein, wie viel Vermögen man bis 40 angespart hat, sondern ob man finanziell auf dem richtigen Weg ist“, sagt Honorar-Anlageberater Davor Horvat, der mit seinem Unternehmen Honorarfinanz ausschließlich von Kunden bezahlt wird und keine Provisionen für vermittelte Finanzprodukte erhält. „In bis zu 27 Jahren Arbeitsleben kann man noch einiges erreichen, finanzielle Lücken schließen und die richtigen Entscheidungen für das eigene Vermögen treffen“.
Grob sagt man, dass man bis zu seinem 40. Lebensjahr etwa zwei bis drei Jahresbruttogehälter zur Seite gelegt haben sollte. Das mittlere Nettovermögen der Haushalte im Alter von 35 bis 44 Jahren beträgt laut einer Auswertung des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln aktuell 75.500 Euro. Gleichzeitig ist die Verschuldung dieser Altersgruppe im Durchschnitt am höchsten. Die Schulden machen knapp ein Viertel des Bruttovermögens aus, vor allem wegen Wohnungskrediten, die in dieser Lebensphase eine große Rolle spielen.
So bekommen Sie Ihre Finanzen in den Griff
Eine feste Zahl, wie viel man bis zu welchem Lebensalter angespart haben sollte, hält Niels Nauhauser, der bei der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg den Bereich Kredite und Altersvorsorge leitet, indes für wenig sinnvoll. „Jeder Mensch hat unterschiedliche Ziele im Leben und was er sich mit seinem Geld finanzieren möchte: ob genügend Vermögen für die Rente, ein Eigenheim oder ein Zweitwohnsitz auf Mallorca.“
Ein wichtiger erster Schritt ist, sich einen Überblick über das eigene Vermögen zu verschaffen. Welche Einnahmen und Ausgaben fallen monatlich an? Konsumschulden wie Leasingraten für ein Handy oder Möbel sollten abgebaut werden. Nauhauser rät dazu, zuerst Kredite mit hohen Zinsen abzuzahlen. Das sei unter dem Strich meist rentabler als das Geld anzulegen. Auf dem Tagesgeldkonto sollte ein Notgroschen von drei bis sechs Monatsgehältern liegen, um unvorhergesehene Ausgaben bezahlen zu können.
Rücklagen aufbauen und weltweit investieren
Zudem sollte klar sein, welche finanziellen Verbindlichkeiten bestehen und wann sie abbezahlt sind. Auch sollte man herausbekommen, welche Kosten in den kommenden Jahren anfallen können, etwa als Immobilienbesitzer für den Austausch der Heizung. „Die Rücklagen für kurz- bis mittelfristige Ausgaben sollte man sicherheitsorientiert anlegen, auf einem Tages- oder Festgeldkonto oder in einem Anleihe-ETF“, sagt Nauhauser. Bundesanleihen etwa bieten derzeit wieder eine Rendite von bis zu 3,5 Prozent.
Danach sollte man seine Versorgungslücke im Alter mithilfe des Rentenbescheids ermitteln und überlegen, wie man diese schließen kann. Für die Altersvorsorge und auch langfristige Sparziele sollte man Nauhauser zufolge seine Sparrate breit in Aktien- und Anleihe-ETF streuen. Wie viel davon in Aktien fließt, hänge von der persönlichen Risikobereitschaft ab. Bei Aktien rät der Verbraucherschützer dazu, möglichst weltweit zu investieren.
Statt auf einzelne vielversprechende Titel oder Branchen solle man mit einem ETF auf einen globalen Index setzen, etwa auf den MSCI World, der etwa 1300 Unternehmen aus etwa 23 Industrieländern umfasst, oder einen All-Country-World-Index, der zusätzlich Schwellenländer wie China, Indien oder Brasilien einbezieht und damit mehrere Tausend Aktien abdeckt. Bei Anleihen gelte das gleiche Prinzip: Ein Korb aus vielen Schuldnern sorge für mehr Sicherheit.
Von finanziellen Altlasten trennen
„Wichtig ist es auch, sich seine Verträge anzuschauen, die man mit Anfang 20 möglicherweise über Finanzbetriebe abgeschlossen hat, diese zu optimieren und sich möglicherweise auch von Altlasten zu trennen“, rät Horvat. Das Altersvorsorgedepot, das 2027 die Riester-Rente ablöst, hält er für einen sinnvollen, aber begrenzten Baustein. Der Staat zahlt Zulagen direkt in das Depot ein und gewährt Steuervorteile.
Allerdings kann man erst von Rentenbeginn an über das Geld verfügen, und zwar in Form eines Auszahlplans. Während der Ansparphase ist man deshalb wenig flexibel. Wer kein Garantiemodell bei einem Versicherer wählt, trägt das Schwankungsrisiko der Märkte, und die Kosten mindern das Ergebnis. Neben dem eigenen ETF-Sparplan könne das Depot eine Beimischung sein. Sparer sollten aber nicht alles darauf setzen.
Nicht aus Panik risikoreich investieren
Allgemein gilt beim Sparen die Regel: „Je früher man anfängt zu sparen und zu investieren, desto stärker kann der Zinseszinseffekt wirken“, so Horvat. Werden Zinsen, Dividenden oder Kursgewinne wieder angelegt, erwirtschaften auch die bereits erzielten Gewinne Erträge. Das Vermögen wächst dadurch im Laufe der Zeit zunehmend schneller.
Wer etwa mit 30 Jahren monatlich 200 Euro zu sechs Prozent im Jahr anlegt, kommt bei 88.800 Euro an Einzahlungen bis zum 67. Lebensjahr auf rund 315.000 Euro. Wer erst mit 40 beginnt, zahlt insgesamt 24.000 Euro weniger ein und besitzt mit 67 Jahren nur rund 158.000 Euro. In dieser vereinfachten Rechnung bringen zehn Jahre Vorsprung also fast das doppelte Vermögen.
Honorar-Anlageberater Horvat beruhigt: „Mit 40, aber auch 50 Jahren ist es nicht zu spät, sich um seine Finanzen zu kümmern.“ Aufpassen müsse man nur, dass finanzielle Entscheidungen dann auch größere Auswirkungen haben. Wer in Panik verfalle und risikoreich investiere, gefährde sein Vermögen.
 
 
Musterstrategien
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Schlaglicht / Neu
 
Zinsanstieg verhindert klare Aufwärtstrends
Nach den Rekorden in Europa trüben sich viele technische Signale ein. Das hat dazu geführt, dass Allianz, Brenntag und Continental verkauft wurden und der M-Dax-ETF unter Beobachtung steht.
Von Achim Matzke
Die Kombination aus unsicherer geopolitischer Lage im Mittleren Osten mit weiterhin hohen Energiepreisen, steigenden Inflationserwartungen, einer undisziplinierten Haushaltslage in Großbritannien, Frankreich, Japan und den USA sowie Markterwartungen an weiter steigende Leitzinsen sorgten in den vergangenen Monaten für einen deutlichen Anstieg der Anleiherenditen.
Die unsichere innenpolitische Lage in Frankreich sorgt zusätzlich für Stress in der Eurozone. Einerseits erhöht dies besonders mit Blick auf 2027 die Attraktivität von Staatsanleihen, andererseits zeigen sich schon jetzt negative Auswirkungen auf andere Anlageklassen. So haben einige Edelmetalle wie Gold, Silber, Platin und Palladium sowie viele Bergbau-Aktien mit technischen Eintrübungen zu kämpfen. Auch in anderen zinssensiblen Branchen wie Bau, Immobilien, Telekommunikation und Versorger liegen technische Eintrübungen vor. Hinzu kommt, dass bei den Aktien vieler direkter KI-Titel und vieler (KI-)Zulieferer ausgeprägte Korrekturen eingesetzt haben.
Mit Blick auf das vierte Quartal 2026 sollten neben den Midterm-Wahlen in den USA aber auch die für 2027 auf beiden Seiten des Atlantiks erwarteten Anstiege der Unternehmensgewinne diskutiert werden. Da diese aktuell schneller steigen als die Kurse im S&P 500, dem Euro Stoxx 50 und im Dax fallen die erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnisse (KGV) für 2027 etwas. Im Regelfall weisen in solchen Börsenphasen mit tendenziellen Seitwärtsbewegungen im S&P 500 und im DAX Wachstumsbranchen mit einer moderaten Bewertung (etwa ausgewählte Pharma- und Medizintechnikaktien) eine relative Stärke gegenüber den Indizes auf.
Ideen beim Positionsumbau im Portfolio
Nach den Rekorden der Vorquartale in Europa sorgten jetzt die beschriebenen Belastungsfaktoren zunächst für technische Eintrübungen am Gesamtmarkt und bei vielen Einzelwerten. Da kurzfristig eine holprige Wegstrecke ansteht, ergibt es Sinn, die Barmittelposition im Portfolio etwas zu erhöhen. Darüber hinaus werden die Positionen im Portfolio – außerhalb der passiven Investments – aufgrund des Fehlens von (neuen) mittelfristigen Aufwärtstrends weiterhin eher als Trading-Positionen angesehen.
Deshalb wurden bei Allianz, Brenntag und Continental Gewinnmitnahmen vorgenommen. Bei Brenntag und Continental ist zu berücksichtigen, dass während der Zeit im Portfolio noch Dividendenzahlungen angefallen waren. Demgegenüber wurden mit den Aktien von Scout24 und Sartorius Vorzügen Positionen in Titeln mit intakten Aufwärtsbewegungen und einer relativen Stärke zum Dax und Euro Stoxx 50 aufgebaut. Die anderen Positionen im Portfolio (ETF auf Euro Stoxx 50, M-Dax und Tec-Dax sowie die „Dividendenposition“ Freenet) haben unter den Belastungsfaktoren gelitten.
M-Dax unter Beobachtung
Zwar befindet sich der M-Dax noch in einem moderaten Hausse-Trend (Trendlinie bei 29.000 Punkten; Start bei 23.135 Zählern im April 2025), jedoch ist der Index seit dem Start des Musterportfolios am 18. August 2025 und in den zurückliegenden Monaten in eine mittelfristige Seitwärtspendelbewegung mit der Kerntrading-Zone zwischen 30.000 und 32.000 Punkten hineingelaufen.
Damit besteht der Ertrag dieses passiven Investments in den vergangenen 14 Monaten „nur“ aus der (Brutto-)Dividendenzahlung von gut zwei Prozent des Index. Da ein wichtiger Aspekt für ein passives Investment – intakte mittelfristige Aufwärtsbewegung im Index – kaum gegeben ist, wird die Position für einen möglichen Tausch unter Beobachtung gestellt.
 
 
Vermögen & Vorsorge
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So schützen Sie Ihr Depot im Ruhestand
Gastbeitrag von Robert Förg
Das Rendite-Reihenfolge-Risiko gefährdet das Vermögen von Ruheständlern, weil schlechte Börsenjahre zu Beginn der Entnahmephase das Depot dauerhaft schwächen können. Wer Anteile zu niedrigen Preisen verkaufen muss, ist für Erholungsphasen schlechter aufgestellt. Auch die Flucht in Bargeld oder Anleihen bietet keinen Ausweg, da Inflation, Zinsänderungs- und Ausfallrisiken drohen. Empfohlen wird eine Mehr-Töpfe-Strategie mit einem Liquiditätspuffer für vier bis acht Jahre. In guten Börsenjahren wird er aus Kursgewinnen aufgefüllt, in schwachen Jahren zahlt er den Lebensunterhalt.
So schützen Sie Ihr Depot im Ruhestand
Ein Liquiditätspuffer kann im Ruhestand verhindern, dass Anleger in einer Börsenkrise Wertpapiere mit Verlust verkaufen müssen. Lucas Bäuml
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Warum ein Depot absichern?
Von Daniel Walther
Eine reine Depotabsicherung ist nichts anderes als Timing und damit der Versuch, eine höhere Rendite als der Markt zu erzielen. Sinnvoller ist es, verschiedene Szenarien zu durchdenken und die gesamte Vermögensaufteilung anzupassen. Mehr Liquidität hilft nur bei einem Börsencrash, bei hoher Inflation wird sie zur Gefahr für das Vermögen. Diversifikation bedeutet, dass sich die Entwicklung der Anlagen in jedem denkbaren Szenario kompensiert und der reale Verlust tragbar bleibt. Weil Notenbanken Rezession und Inflation nicht gleichzeitig bekämpfen können, hilft am Ende nur eine geeignete Vermögensaufteilung.
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Welche Vorteile für Beschäftigte bald steuerfrei werden
Von Christoph Ackermann
Die geplanten Lohnsteuer-Richtlinien 2027 sollen mehrere Fragen zur Steuerfreiheit von Leistungen des Arbeitgebers klären. Betriebliche Feiern wie Verabschiedungen oder Jubiläen sollen ohne die bisherigen Euro-Grenzen für Teilnehmer und Geschenke steuerfrei bleiben, sofern es ein Fest des Arbeitgebers ist. Damit greift der Entwurf ein Urteil des Bundesfinanzhofs auf. Berufskraftfahrer können bei Übernachtung im Fahrzeug den Pauschbetrag von neun Euro ausdrücklich steuerfrei erhalten. Vom Arbeitgeber bereitgestellte Firmenparkplätze bleiben grundsätzlich steuerfrei, die Erstattung privat angemieteter Stellplätze dagegen nicht. Zuvor muss noch der Bundesrat zustimmen.
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Investieren
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Die 100 billigsten Aktien
Von Martin Hock
Die F.A.Z. stellt einen neuen Korb der 100 billigsten deutschen Aktien vor, gemessen am prognostizierten Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV). Der Vorgängerkorb legte von Ende 2024 bis Mitte Oktober 2026 um mehr als 35 Prozent zu. Viele Titel wie die Rückversicherer stehen aus strukturellen Gründen immer auf der Liste, während der hohe Autoanteil die Misere der deutschen Wirtschaft spiegelt. Metzler-Experten warnen vor Bewertungsfallen durch fundamentale Disruption, etwa bei Software, Tourismus und Elektromobilität. Ein breit gestreuter Korb hilft, doch hohe Ordergebühren können mögliche Renditen weitgehend aufzehren.
 
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Die KI-Karawane zieht weiter
Von Achim Matzke
Anleger sollten im vierten Quartal 2026 von KI-Titeln zu konservativen werthaltigen Aktien, defensiven Wachstumstiteln und ausgewählten Technologietiteln umschichten, rät die technische Analyse. Neu auf der Kaufliste stehen aus dem Dax Beiersdorf und Scout24 sowie aus dem M-Dax Nemetschek und die Sartorius Vorzüge. Der Dax driftet mit abnehmender Aufwärtsdynamik zusehends seitwärts. Bei Beiersdorf empfiehlt sich eine Anfangsposition, die bei Kursen über 84 Euro ausgebaut werden soll. Auch bei Nemetschek bietet sich nach dem Investment-Kaufsignal ein Positionsaufbau mit Sicherungsstopp an.
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Inditex-Aktie bietet Qualität zum Höchstpreis
Von Christoph Scherbaum
Der Modekonzern Inditex wächst trotz schwacher Konsumlaune weiter, doch die Aktie gab nach den Halbjahreszahlen nach. Belastend wirken höhere Frachtkosten infolge des Konflikts im Nahen Osten sowie die schwächere Marge der Unternehmen rund um die Kernmarke Zara. Analysten raten mehrheitlich zum Kauf, einige Häuser senkten jedoch leicht ihre Kursziele. Wegen der ambitionierten Bewertung bleibt wenig Spielraum für Enttäuschungen, doch langfristige Anleger könnten bei Schwäche aufstocken.
 
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Nervosität macht sich breit
Von Kerstin Papon
Die Renditen von Anleihen sind weltweit gestiegen, getrieben von hartnäckiger Inflation, hohen Energiepreisen und Zweifeln an den Staatsfinanzen. Nach den Unruhen in Frankreich greift die Anspannung auf Italien und Portugal über. Die Renditedifferenz französischer Papiere zu Bundesanleihen hat sich zusehends ausgeweitet. Sören Wiedau, Analyst der Weberbank, erwartet im Dezember Zinserhöhungen von Fed und EZB um 25 Basispunkte. Kurze bis mittlere Restlaufzeiten bieten laut ihm attraktive Erträge.
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Podcast
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Wohnraum gesucht
Von Inken Schönauer, Jan Hauser
Florian Rentsch, Vorstandsvorsitzender des Verbandes der Sparda-Banken, sagt im Podcast Finanzen & Immobilien, die Hoffnung auf einen „Silver Tsunami“, also das massenhafte Freiwerden von Wohnungen, die heute „Babyboomern“ gehören, sei keine wohnungspolitische Strategie. Er fordert, dass schneller und weniger kompliziert gebaut wird. Untermauert werden seine Forderungen durch eine Studie, die der Verband gemeinsam mit dem Institut der Deutschen Wirtschaft herausgegeben hat. Deren Botschaft lautet: Es gibt kein Erkenntnis-, sondern ein Umsetzungsproblem. Anlass ist der Mangel an Wohnraum, der in Berlin sogar zur angestrebten Vergesellschaftung von Unternehmen geführt hat.
Wohnraum gesucht

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Die fünf meistgelesenen Artikel
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Top 5 / Neu
 Illustration: Katharina Hofbauer
Statt Tagesgeld: Auf diese unscheinbaren ETF setzen die Profis
Anleihemarkt USA: Edgar Walk warnt vor Kontrollverlust
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Erbschaftsteuer: Es braucht einen Systemwechsel
Günstigerprüfung: Wie Sie Steuern auf Kapitalerträge sparen können
 
 
Service
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5 Termine für 7 Tage
Dienstag, 27. Oktober
• In Frankfurt am Main beginnt die 13. Fair Finance Week.
Mittwoch, 28. Oktober
• Die Federal Reserve, Notenbank der USA, entscheidet über die Leitzinsen.
Donnerstag, 29. Oktober
• Die EZB entscheidet über die Leitzinsen im Euroraum.
Freitag, 30. Oktober
• Die Bundesagentur für Arbeit veröffentlicht die Arbeitsmarktdaten für Oktober.
Sonntag, 1. November
• Die Länder der OPEC+ entscheiden über die Ölförderquoten.
 
 
 
 
 
Wort der Woche / Neu
Wort der Woche: XTF
Marktsegment der Frankfurter Börse. Hier werden börsennotierte Indexfonds (ETF) sowie aktiv geführte Fonds über das Computerhandelssystem XETRA gehandelt.
Zum F.A.Z.-Börsenlexikon
 
 
 
 
Finanzservices / Neu
Selbst schlaumachen: Die Finanz-Services der F.A.Z.
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