Meine Finanzen
                                                           
Dienstag, 14.04.2026 | Zur Online-Ansicht
Logo–Meine Finanzen
Frankfurter Allgemeine
MEINE FINANZEN
Separator
 
Langfristig kann lange dauern
Wie können Zeiten, die weltpolitisch so umwälzend sind, an der Börse eigentlich so langweilig sein? Da scheitern die Friedensverhandlungen zwischen Iran und USA nach gefühlten fünf Minuten, der Regent im Weißen Haus verkündet eine Blockade der Straße von Hormus, und was machen die Börsen? Nichts.
Die abermalige Wendung zum Schlechteren kommt angesichts der Kontrahenten nicht unerwartet. Und so tun die Märkte eines: Sie gewöhnen sich an das Hin und Her, und so bleibt es bei mäßigen Kursbewegungen.
Autorenbild
Martin Hock
Redakteur in der Wirtschaft und Leiter F.A.Z. Premium Finanzen.
Plus Sign Folgen
Ist das jetzt eine gute Nachricht? Einerseits schon. Denn wer, außer ein paar Leerverkäufern, kann einem Börsencrash etwas abgewinnen? Oder einem Ölpreis, der auf 200 Dollar steigt?
Andererseits ist wenig Bewegung genau das, was es ist. Wenig Bewegung. Das heißt: keine günstigen Einstiegskurse in der Breite, aber auch keine Kursgewinne. Das kann durchaus zum Dauerzustand werden.
In den Siebzigerjahren war die Weltpolitik ähnlich bewegt und konfliktreich, und die Nachkriegsgesellschaften waren im Umbruch. Am 17. November 1969 – in dem Jahr, das einer Protestgeneration ihren Namen gab – schloss der F.A.Z.-Index mit einem Allzeithoch von 268,67 Punkten. Und raten Sie mal, wann er den Stand wieder übertraf? Am 25. Februar 1983, mehr als 13 Jahre später.
Geld mit Aktien konnte man trotzdem verdienen. Etwa zwischen Oktober 1974 und 1978 mit im Durchschnitt 13,5 Prozent im Jahr. Nur mit irgendwann kaufen und liegen lassen war es nichts. Ein sogenannter Trading-Markt eben.
Ist demnach an der Behauptung „Aktienkurse steigen langfristig immer“ nichts dran? Stimmt so auch wieder nicht. Aber Durststrecken brauchen weder einen Crash noch müssen sie nach ein, zwei oder drei Jahren zwangsläufig überstanden sein. Gerade wenn es keinen Crash gibt, können sie auch schon mal 13 Jahre dauern. Fast möchte man sich also auf einen solchen freuen. Übrigens: Nach dem 25. Februar 1983 verdoppelte sich der F.A.Z.-Index innerhalb von 20 Monaten.
Merke:
1. An der Börse kann es immer anders kommen, als man denkt.
2. Ein kräftiger Schnitt erspart langen Schmerz.
3. Langfristig kann lange dauern, funktioniert aber.
4. Nichts tun ist bisweilen auch eine Lösung.
Bleiben Sie geduldig!
Ihr Martin Hock
Was sollten wir beibehalten, was ausbauen, was anders machen? Schreiben Sie uns gern an Premium-Finanzen@faz.de.
 
 
Anzeige
 
Themen des Newsletters
Separator
Geldanlage auf einen Blick
 
>
 
Markt-Rückblick
 
>
 
F.A.Z.-Musterstrategien
 
>
 
Attraktive Bauzinsen
 
Artikel der Woche
 
>
 
Wer kontrolliert das neue digitale Geld?
 
Märkte inside
 
>
 
Warum Anleger gerade jetzt die besten Aktien übersehen
 
Aktien
 
>
 
Diese drei Aktien zahlen zweimal Dividende
 
>
 
So verdient Samsung am KI-Boom
 
>
 
Wie sich Amsterdams Börse wandelt
 
Vermögensaufbau
 
>
 
Warum ein Sicherheitspuffer über Ihre Rendite entscheidet
 
Anlagebetrug
 
>
 
Wenn in Whatsapp-Gruppen Gefahr fürs Ersparte lauert
 
Anleihen
 
>
 
Grüne Bundesanleihen aufgestockt
 
>
 
Wie riskant sind Schwellenländeranleihen wirklich?
 
Steuern
 
>
 
Warum ein Verzicht aufs Erbe teuer werden kann
 
Die fünf meistgelesenen Artikel
 
Service
 
>
 
5 Termine für 7 Tage
 
>
 
Wort der Woche: Verbriefung
 
>
 
Selbst schlaumachen: Die Finanz-Services der F.A.Z.
 
 
Geldanlage auf einen Blick
Separator
 
Markt-Rückblick
Auch wenn im Nahen Osten doch kein Friede eingekehrt ist: Die Kursentwicklung der Nachosterwoche ist ganz davon geprägt. Die Vereinbarung der zweiwöchigen Feuerpause hatte den Aktienmarkt und den Goldpreis beflügelt und den Dollar wieder abwerten lassen. Mittlerweile ist Ernüchterung eingekehrt, und die Märkte dümpeln eher vor sich hin – was man auch als gewisse Ratlosigkeit interpretieren kann (mho.)
 
F.A.Z.-Musterstrategien
In den vergangenen Wochen hat sich einiges in der Entwicklung der Musterstrategien verändert. Stürmten Christoph Scherbaums „Ausgewogen 15“ und Daniel Walthers „Portfolio-Strategie“ lange gemeinsam vorweg, ist Letztere nun etwas ins Hintertreffen geraten. Grund sind zum einen der Knick in der Entwicklung des Goldpreises, aber auch deutliche Kursverluste einiger Aktien, während „Ausgewogen“ in der vergangenen Woche gut aufholen konnte – dank Kursgewinnen bei einigen Technologie-Aktien.
 
Zu den Musterportfolios
Attraktive Bauzinsen
Finanzierungsbeispiel in 22081 Barmbek-Süd Hamburg: Kaufpreis 200.000 Euro, Darlehen 130.000 Euro, Anfangstilgung 3 Prozent, modernisierte Einzimmerwohnung mit 40 Quadratmetern und Balkon als Kapitalanlage, Baujahr 1963
 
Zu den Finanzrechnern
 
 
Anzeige
 
Artikel der Woche
Separator
 
Wer kontrolliert das neue digitale Geld?
Die EZB ist die Hüterin des Geldes. Aber trifft das auch auf den digitalen Euro zu? Lando Hass
Wer kontrolliert das neue digitale Geld?
Von Carola Westermeier, David Hengsbach
Geld ist heute in vielen Bereichen privatisiert. Mit dem digitalen Euro soll es wieder stärker öffentlich werden. Doch die aktuellen Pläne sind ein Kompromiss, der die Interessen der Banken schützt.
Was ist eigentlich digitales Geld? Im Alltag wirkt diese Frage abstrus. Wir zahlen längst mit Karten, Smartphones oder Onlinediensten. Diese Selbstverständlichkeit verdeckt eine zentrale Verschiebung: Digitale Zahlungsinfrastrukturen und nichtbares Geld werden fast vollständig von privaten Akteuren angeboten.
Wer bezahlt, nutzt die Systeme globaler Konzerne und hinterlässt Daten, die kommerziell verwertet werden. Der Wert des Geldes wird von privaten Akteuren gewährleistet, nicht von der Zentralbank. Was aus individueller Perspektive eine Entscheidung zwischen verschiedenen Zahlungsdienstleistern ist, hat breitere Implikationen. Digitales Bezahlen ist kein neutraler technischer Vorgang, sondern Teil einer marktförmig organisierten Infrastruktur.
Lange Zeit war dies auch von den Zentralbanken gewollt. Bei der EZB  führten mehrere Entwicklungen zum Umdenken. Der markanteste Katalysator war vor einigen Jahren Facebooks Ankündigung eines eigenen Stablecoins. Dies nährte die Sorge, dass ein privater „Global Player“ eine vollständig private Währung verbreitet. Das Projekt wurde damals insbesondere in den USA gestoppt.
Grenzen zwischen Politik und Ökonomie verschwimmen
Die heutige US-Administration aber fördert Stablecoins, um die Hegemonie des Dollars zu stärken. Sie nutzt die technologische Dominanz von US-Firmen und des Dollars für politische Ziele und will diese Dominanz ausweiten. Global agierende Firmen wie Visa, Mastercard und Paypal sind für Washington keine neutralen Marktakteure, sondern Zugriffspunkte auf ausländische Daten-, Geld- und Warenströme. Die Grenzen zwischen politischer und ökonomischer Sphäre verschwimmen, und weder US-Tech- noch Finanzunternehmen leisten Gegenwehr. Das musste zuletzt der Internationale Strafgerichtshof erfahren, als die Firmen Sanktionsbeschlüsse aus dem Weißen Haus umsetzten, die Richterinnen und Richter aus Zahlungsnetzwerken und ihren E-Mail-Konten ausschlossen.
Wenn die Europäische Zentralbank den digitalen Euro als „öffentliches Gut“ bezeichnet, knüpft sie bewusst an das Bargeld an – das wichtigste Produkt der Zentralbanken: ein Zahlungsmittel, das allen offensteht, staatlich garantiert ist und dessen Verbreitung nicht auf Gewinnerzielung beruht. Doch digitales Geld existiert nicht ohne technische Systeme, Regeln und Schnittstellen. Bisher wurden diese fast ausschließlich von privaten Akteuren gestaltet. Wenn das Bargeld aus dem Alltag verschwindet, verschwindet auch der Anspruch, dass Geld als Geldsystem, nicht als Konsumgut, als öffentliches Gut und Infrastruktur zur Verfügung steht.
Hybrides Modell, politisch brisant
Die EZB hat sich aber für ein „hybrides Modell“ entschieden. Banken und Zahlungsdienstleister führen den Kundenkontakt fort, die Zentralbank stellt den Kern der Infrastruktur bereit. Die Konstruktion ist politisch brisant. Kann digitales Geld überhaupt als öffentliches Gut funktionieren, wenn zentrale Teile seiner Infrastruktur marktförmig organisiert sind?
Banken und Zahlungsdienstleister gestalten Design, Nutzerführung und technische Standards mit. Es werden Kompromisse zugunsten der Banken gemacht, etwa in Form eines Haltelimits. Dieses begrenzt, wie viel digitales Zentralbankgeld Nutzer halten dürfen, und folgt der Logik des bestehenden Bankensystems. Geschäftsbanken halten für ihre Kreditvergabe Kundeneinlagen als Sicherheit vor; würden größere Geldbeträge umgeschichtet, fehlte diese Finanzierungsbasis. Das Haltelimit soll dies verhindern und den digitalen Euro auf seine Funktion als Zahlungsmittel beschränken, nicht als Wertaufbewahrungsinstrument.
Auch sollen keine Guthabenzinsen gezahlt werden. Damit wird öffentliches digitales Geld so gestaltet, dass es die Geschäftsmodelle privater Banken schützt. Gerade in Krisenzeiten wären aber viele Bürgerinnen und Bürger dankbar, wenn sie unbegrenzt sicheres Zentralbankgeld halten könnten. Im digitalen Euro sind finanzwirtschaftliche Stabilitätslogiken in die Architektur eines vermeintlich öffentlichen Gutes eingeschrieben.
Es geht um die Zukunft des Geldes
Diese Frage ist Teil des politischen Prozesses, der die Entwicklung des digitalen Euros begleitet. Derzeit werden in Brüssel anhand des digitalen Euros nicht nur Fragen europäischer Souveränität diskutiert, es wird vor allem aus dem Bankensektor stark lobbyiert. Insbesondere deutsche und französische Banken verlangen dessen Fokussierung auf private Innovationspotentiale. Hier zeigt sich, wie gesellschaftliche und marktorientierte Interessen und Prinzipien in der Ausgestaltung konkurrieren. Soll der digitale Euro ein möglichst inklusives, kostengünstiges und umfassendes Geldsystem der EZB sein, oder sollen potentielle Innovationen des Bankensektors priorisiert werden?
Ob der digitale Euro tatsächlich zum öffentlichen Gut wird, entscheidet sich nicht allein an technischen Details. Es entscheidet sich daran, ob Europa bereit ist, auch digitales Geld als gesellschaftliche Infrastruktur zu begreifen und zu gestalten. Es geht um nichts weniger als die Frage, was Geld in Zukunft sein wird und wer es kontrolliert.
 
 
Märkte inside
Separator
 
Schlaglicht / Neu
 
Warum Anleger gerade jetzt die besten Aktien übersehen
Gastbeitrag Von Björn Heissenberger
Fast alles kreist derzeit um Künstliche Intelligenz, geopolitische Risiken und Warnungen vor überbewerteten Märkten. Dabei wird übersehen, was für langfristig orientierte Anleger oft weitaus wichtiger ist: Viele Qualitätsaktien befinden sich seit Ende 2021 in einem eigenen Bärenmarkt und sind heute so attraktiv bewertet wie seit Jahren nicht mehr.
In der Nullzinsära wurde Qualität so hoch bezahlt, dass selbst Free-Cashflow-Renditen von nur zwei Prozent vielen Anlegern akzeptabel erschienen. Langfristig tragfähig war das nie.
Mit einem risikolosen US-Zins von über vier Prozent hat sich der Bewertungsmaßstab grundlegend verändert. Viele Qualitätsunternehmen bieten heute wieder Free-Cashflow-Renditen, die über dem Niveau zehnjähriger US-Staatsanleihen liegen – jedoch bei einem deutlich höheren risikolosen Zins.
Damit dieses Verhältnis wieder stimmt, mussten die Kurse deutlich fallen, obwohl die Geschäfte weiter wuchsen. Genau darin liegt die attraktivere Ausgangslage: Nicht die Qualität ist verschwunden, sondern die Überbewertung. Damit ist die Basis für künftige Renditen heute oft deutlich besser als in den vergangenen Jahren.
Die Psychologie des Unbehagens
Anleger wünschen sich tiefere Einstiegskurse. Kommen diese dann tatsächlich, fühlt sich die Gelegenheit plötzlich an wie ein Warnsignal. Sie wollen den günstigeren Einstieg, aber ohne schlechte Stimmung, Unsicherheit und fallende Kurse. An der Börse wird aber die Unsicherheit bezahlt. Genau das ist die Phase, in der rationales Investieren eigentlich verlangt, zuzugreifen – und in der viele Anleger zögern. Dabei sind oft langfristig attraktive Einstiegsniveaus erreicht. Weiteres Zögern wird dann immer stärker zum Versuch, den exakten Wendepunkt zu treffen.
Aktuell urteilt der Markt pauschaler, als es die Realität erlaubt. Softwareaktien werden zum Problem erklärt, ohne zwischen austauschbaren Anwendungen und tief im Kundenprozess verankerten, geschäftskritischen Lösungen zu unterscheiden. Aus Luxus wird ein pauschales China-Risiko. Und was gestern noch als begehrenswerte Qualität galt, stößt bei tieferen Kursen auf erstaunlich wenig Interesse.
Sichtbar ist diese pauschale Abwertung auch im Healthcare-Sektor. Im Verhältnis zum Gesamtmarkt notiert dieser inzwischen auf einem Bewertungsniveau, das in den vergangenen 30 Jahren nur selten erreicht wurde.
Zwei Fälle, die das Muster zeigen
Accenture und Zoetis sind zwei von vielen Beispielen für eine solche Neubewertung. Accenture steigerte seit 2021 den Umsatz um 38 Prozent auf 69,7 Milliarden Dollar, das bereinigte Ergebnis je Aktie um 47 Prozent auf 12,93 Dollar und den freien Cashflow um 30 Prozent auf 10,9 Milliarden Dollar. Zoetis erhöhte den Umsatz um 22 Prozent auf 9,5 Milliarden Dollar und das bereinigte Ergebnis je Aktie um 36 Prozent auf 6,41 Dollar. Die Aktienkurse liegen heute trotzdem jeweils gut 50 Prozent unter den Hochs von Ende 2021. Gleichzeitig fiel die Bewertung von Accenture auf Basis des bereinigten Ergebnisses je Aktie von rund 47 auf gut 15 und von Zoetis von rund 53 auf gut 18. Der Markt hat diese Unternehmen nicht neu verstanden. Er hat sie neu bepreist.
Attraktive Bewertungen entstehen selten in der Euphorie. Die entscheidende Frage ist nicht, ob ein Kurs gefallen ist, sondern welche Bewertung und Renditeerwartung vom heutigen Preis aus plausibel sind. Ein beschädigtes Geschäft und eine normalisierte Bewertung sehen im Chart identisch aus. Für die künftige Rendite ist das ein fundamentaler Unterschied.
Wer heute pauschal sagt, der Markt sei teuer, sagt bestenfalls die halbe Wahrheit. Einige große Indizes wirken teuer, weil wenige sehr große Wachstumsunternehmen dominieren. Unter der Oberfläche zeigt sich vielerorts ein anderes Bild: hochwertige Unternehmen, deren Bewertungen sich normalisiert haben, obwohl ihre fundamentale Qualität weitgehend intakt geblieben ist.
Die besten Renditen entstehen dort, wo der Markt abgelenkt ist und nur wenige sauber unterscheiden. Wer erst kauft, wenn die Geschichte wieder stimmt, bezahlt meist schon wieder für diese Geschichte.
 
 
Aktien
Separator
 
Diese drei Aktien zahlen zweimal Dividende
Von Achim Matzke
Angesichts steigender Anleiherenditen bieten defensive Aktien in der aktuellen schwankungsintensiven Seitwärtsphase Chancen. Das gilt besonders für einen Anlagehorizont von mindestens 15 Monaten, da dann zwei Dividendenzahlungen anfallen. Interessant sind hier vor allem Allianz, BASF und Sanofi mit Renditen zwischen vier und fünf Prozent. Zudem weisen alle drei Aktien eine günstige technische Lage auf. Der zum Jahresstart vorgestellte, konservative Dividendenkorb aus Euro-Stoxx-50-Titeln unterstreicht die Strategie – hat er doch die relevanten passiven Aktien- und Anleiheindizes seitdem deutlich hinter sich gelassen.
Zum Beitrag
 
 
 
So verdient Samsung am KI-Boom
Von Christoph Scherbaum
Samsung hat durch den Boom um Künstliche Intelligenz gegenüber dem Vorjahresquartal einen Umsatzanstieg von mehr als 60 Prozent auf 133,1 Billionen Won und eine Verachtfachung des operativen Gewinns in Aussicht gestellt. Analyst Young-gun Kim sieht vor allem den DRAM-Bereich mit einer Betriebsgewinnmarge von 78,1 Prozent als Ergebnistreiber. Der hohe Bedarf der „Hyperscaler“ für ihre KI-Rechenzentren trifft auf eine kleine Anbietergruppe mit großer Preisdisziplin. Für das zweite Quartal erwartet Kim eine Fortsetzung des Preisanstiegs und hält an seiner Kaufempfehlung mit einem Kurspotential von fast 50 Prozent fest.
 
Zum Beitrag
 
 
 
Wie sich Amsterdams Börse wandelt
Von Klaus Max Smolka, Amsterdam
Auf dem Amsterdamer Börsenplatz stand unlängst eine Skulptur, die zum Nachdenken über Krankheit und Nähe anregen sollte. Nun ist sie weitergezogen. Weiter ziehen auch Traditionsunternehmen aus dem Leitindex AEX – Aegon und Akzonobel werden unter neuen Namen in den USA notiert werden. Auch der AEX wandelt sich, besteht er doch nun aus 30 Unternehmen. Noch recht frisch ist auch der Sprung über die 1000-Punkte-Marke, die ihm erstmals im Januar gelungen war, getragen von Kursgewinnen der Chip-Aktien ASM International, Besi und vor allem ASML.
Wie sich Amsterdams Börse wandelt
Kunstwerk „Blijf nabij“ von Saskia Stolz auf dem Amsterdamer Börsenplatz Klaus Max Smolka
Zum Beitrag
 
Vermögensaufbau
Separator
 
Warum ein Sicherheitspuffer über Ihre Rendite entscheidet
Von Daniel Walther
Wer nach den Grundsätzen von Warren Buffett investiert, hat beim Anlegen immer einen Sicherheitspuffer: die Differenz zwischen dem Wert und dem Kaufpreis eines Investments. Die Wertbestimmung bleibt aber subjektiv und basiert auf Annahmen über künftige Gewinne und Wachstum. Konservative Anleger sollten diese Annahmen bewusst niedriger ansetzen, um schlechte Nachrichten einzupreisen. Das Konzept lässt sich auch auf Immobilien übertragen, bei denen Nebenkosten und Sanierungsrisiken einen Puffer schnell aufzehren können. Je größer der Puffer, desto vorteilhafter das Chancen-Risiko-Verhältnis, doch solche Gelegenheiten sind selten und erfordern intensive Suche sowie schnelle Entscheidungen.
Zum Beitrag
 
Anlagebetrug
Separator
 
Wenn in Whatsapp-Gruppen Gefahr fürs Ersparte lauert
Von Mark Fehr
Über Whatsapp und andere soziale Medien missbrauchen Betrüger zunehmend die Identitäten echter Banken und Finanzdienstleister, um Anleger zur Überweisung von Geld zu verleiten. Die Maschen reichen von gefälschten Festgeldangeboten über fingierte Krypto-Apps bis zu vorgetäuschten Aktienzeichnungen. Vor allem Hypes wie die jüngste Goldpreishausse oder der Bitcoin-Boom werden gern ausgenutzt. Die Bafin rät, ihre Warnliste zu prüfen, stets Website-Zertifikate zu kontrollieren und vor allem skeptisch zu bleiben, wenn Zeitdruck aufgebaut wird. Seit Oktober 2025 hilft zudem die Empfängerüberprüfung bei Überweisungen, Betrug leichter aufzudecken.
Wenn in Whatsapp-Gruppen Gefahr fürs Ersparte lauert
Manchmal gar nicht sozial, diese Medien: Angebote über Whatsapp und andere gilt es genau zu prüfen. Picture Alliance
Zum Beitrag
 
Anleihen
Separator
 
Bund stockt grüne Anleihen auf
Von Franz Nestler
Die Deutsche Finanzagentur hat zwei grüne Bundesanleihen aufgestockt und dabei mehr als eine Milliarde Euro eingenommen. Während die 2035er-Anleihe solide Nachfrage verzeichnete, musste bei der 2050er-Anleihe ein ungewöhnlich hoher Anteil als Marktpflegequote einbehalten werden, die Rendite der Anleihe stieg von 2,41 auf 3,44 Prozent. Schon Mitte März war eine reguläre Bundesanleihe unterzeichnet geblieben. Die sinkende Nachfrage bei langen Laufzeiten deutet auf wachsende Skepsis der Investoren hin.
Zum Beitrag
 
 
 
Wie riskant sind Schwellenländeranleihen wirklich?
Von Sarah Speicher-Utsch
Schwellenländeranleihen haben 2025 hohe Zuflüsse verzeichnet, wobei Anleihen in lokaler Währung mit 6,6 Prozent Rendite besonders stark abschnitten. Seit dem Ausbruch des Irankrieges belasten jedoch ein erstarkter Dollar und steigende Ölpreise die Anlageklasse. Ölimporteure wie Südkorea und Indien leiden stärker, während Lateinamerika dank Rohstoffvorkommen robuster dasteht. Dario Scheurer von der Privatbank Vontobel sieht das Renditepotential mit einer Risikoprämie von rund 290 Basispunkten weiterhin auf Aktienniveau, empfiehlt aber breite Streuung und die Anleihen nur als Beimischung im Portfolio.
Zum Beitrag
 
Steuern
Separator
 
Warum ein Verzicht aufs Erbe teuer werden kann
Von Stefanie Guerra
Wer auf sein Pflichtteil verzichtet und eine Abfindung in Raten erhält, muss darauf keine Einkommensteuer zahlen. Das entschied der Bundesfinanzhof am 20. Januar 2026. Eine Tochter hatte auf ihre Ansprüche verzichtet, nachdem die Eltern Geschäftsanteile und Grundbesitz auf ihren Bruder übertragen hatten. Das Finanzamt wollte die zweite Rate in einen Tilgungs- und Zinsanteil aufspalten und als Kapitalertrag besteuern. Der BFH widersprach, da ein Pflichtteilsverzicht unentgeltlich sei und aus der Ratenzahlung allein kein Darlehensverhältnis entstehe. Wird allerdings ausdrücklich ein Darlehen mit Zinsvereinbarung geschlossen, kann dennoch ein steuerpflichtiger Kapitalertrag anfallen.
Warum ein Verzicht aufs Erbe teuer werden kann
Wer zum Beispiel eine Immobilie erbt, kann zuvor bereits auf den Pflichtteil verzichten. Wenn die Abfindung in Raten gezahlt wird, wird das Finanzamt aufmerksam. Plainpicture
Zum Beitrag
 
Die fünf meistgelesenen Artikel
Separator
 
Top 5 / Neu
 Illustration: Katharina Hofbauer
Neue ETF-Strategie: Soll ich meinen MSCI World verkaufen?
Steuerfreibeträge ausschöpfen: So verschenken  Sie Millionen steuerfrei an Ihre Kinder
Selbständige im Ruhestand: „ Ich habe 120.000 Euro gespart, aber reicht das für die Rente?“
ETF-Papst über Welt-Fonds: „Der renditestärkste Aktienmarkt ist nicht Amerika“
Die Vermögensfrage:  Für wen sich freiwillige Beiträge zur gesetzlichen Rente lohnen
 
 
Service
Separator
 
5 Termine für 7 Tage
Montag, 13. April bis Sonntag, 19. April:
• Frühjahrstagung des Internationalen Währungsfonds und der Weltbank mit Treffen der G-20-Finanzminister und Notenbankgouverneure in Washington.
Dienstag, 14. April 
• Der chinesische Zoll legt die Außenhandelszahlen für März vor.
• Das Statistisches Bundesamt äußert sich zu Importen von seltenen Erden nach Deutschland und in die EU.
Donnerstag, 16. April
• Hauptversammlung der Mercedes-Benz Group.
• Bosch hält seine Jahrespressekonferenz ab.
 
 
 
 
 
Wort der Woche / Neu
Wort der Woche: Verbriefung
Verbriefung macht Verbindlichkeiten handelbar, z.B. als Pfandbrief, dessen Zins und Tilgung aus Zahlungen zugrunde liegender Hypothekenkredite oder Kredite an öffentliche Schuldner (Deckungsmasse) stammen. Verbrieft werden auch Unternehmenskredite, Kreditkartenschulden, Autokredite u.a.; Ziel ist die Weiterreichung an Dritte, damit Kreditgeber neue Kredite vergeben können. Im 21. Jahrhundert wurde dies stark ausgeweitet, auch durch Verbriefung von Verbriefungen; die übermäßige, komplexe Ausdehnung (v. a. bei Immobilienkrediten) gilt als wesentliche Ursache der Finanzkrise der späten Nullerjahre.
Zum F.A.Z.-Börsenlexikon
 
 
 
 
Finanzservices / Neu
Selbst schlaumachen: Die Finanz-Services der F.A.Z.
Auf FAZ.NET informieren wir Sie nicht nur über die aktuelle Nachrichtenlage, klären über Hintergründe auf und geben Tipps zu aktuellen Themen. Wir bieten Ihnen auch eine Vielzahl von Finanz-Tools, die bei wichtigen Entscheidungen hilfreich sein können.
Zu den Finanz-Services
 
 
Folgen Sie der F.A.Z.
Folgen Sie uns bei WhatsApp Folgen Sie uns bei Instagram Folgen Sie uns bei LinkedIn Folgen Sie uns bei Threads Folgen Sie uns bei YouTube Folgen Sie uns bei X Folgen Sie uns bei Facebook
Zur F.A.Z. App
 Apple App Store   Google Play Store 
F.A.Z. Newsletter
verwalten     entdecken
Newsletter „Meine Finanzen“
abbestellen
Verantwortlicher Redakteur für F.A.Z. Premium Meine Finanzen:
Dr. Martin Hock
Kontakt: PRO-Finanzen@faz.de

 
Copyright: Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH,
Pariser Straße 1, 60486 Frankfurt am Main, Hessen, Germany
Tel.: (0)69 7591-0, E-Mail: info@faz.net

HRB 7344, Amtsgericht Frankfurt am Main,
USt.-IDNr.: DE 114 232 732

Geschäftsführer: Thomas Lindner (Vorsitzender), Dr. Volker Breid
Herausgegeben von Gerald Braunberger, Jürgen Kaube,
Carsten Knop, Berthold Kohler
 
© Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH 2001 – 2026
Alle Rechte vorbehalten.