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Frankfurter Allgemeine
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Die Anschlussfinanzierung ist keine Zinswette
Bei vielen, die vor zehn Jahren über eine Bank eine Immobilie finanziert haben, dürfte bald die Zinsbindung auslaufen. Viele Immobilienkredite werden mit einer zehnjährigen Zinsbindung abgeschlossen. Wer etwa damals 340.000 Euro aufgenommen hat, muss bei der Anschlussfinanzierung mit einer um rund 400 Euro höheren monatlichen Rate rechnen, hat das Vergleichsportal Verivox errechnet.
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Sarah Speicher-Utsch
Redakteurin in der Wirtschaft.
Plus Sign Folgen
Das ist eigentlich klar, denn vor zehn Jahren waren die Zinsen deutlich niedriger. Der Einlagensatz der EZB, den diese gerade zum zweiten Mal in diesem Jahr angehoben hat, liegt bei 2,5 Prozent. Vor zehn Jahren waren es minus 0,4 Prozent. Eine längere Zinsbindung hätte sich damals womöglich vereinbaren lassen, damit hätte sich die Bank aber über viele Jahre an einen niedrigen Zinssatz gebunden.
Wer langfristig kalkulieren will, kann ein Forward-Darlehen vor Ende der Zinsbindung abschließen. Damit lässt sich der Zinssatz für die spätere Anschlussfinanzierung schon heute festschreiben. Ein Abschluss bis zu fünf Jahre vor dem Ende der laufenden Zinsbindung ist möglich; einzelne Anbieter gewähren noch längere Vorlaufzeiten. Der Schutz kostet meist einen Zinsaufschlag.
Ein Forward-Darlehen ist aber keine Wette auf die Zinsentwicklung. Es ist eine Entscheidung für Planungssicherheit: Wer den Aufschlag zahlt, weiß heute, welche Rate später auf ihn zukommt. Ob das im Rückblick günstig ist, lässt sich nicht vorhersagen. Doch bei einer der größten finanziellen Verpflichtungen im Leben kann Verlässlichkeit wichtiger sein als der Versuch, den perfekten Zeitpunkt zu erwischen.
Ihre Sarah Speicher-Utsch
Welche Erfahrungen haben Sie bei der Immobilienfinanzierung gemacht? Was würden Sie heute empfehlen? Schreiben Sie uns gern an Finanzen-Premium@faz.de.
 
 
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Wie der KI-Boom kippen könnte
 
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Geldanlage auf einen Blick
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Markt-Rückblick
 
Martin Hock, Redakteur in der Wirtschaft und Leiter F.A.Z. Premium Finanzen.
„Auch wenn die Wochenbilanz für die Aktienmärkte unter dem Strich noch positiv ausfällt – die Kursgewinne des Augusts könnten bald aufgezehrt sein. Immer mehr wird der KI-Boom zum Rückgrat der Märkte. Das könnte sich noch als fatal erweisen. Steigende Zinsen und Renditen setzen zudem Gold zu.“
Martin Hock, Redakteur in der Wirtschaft und Leiter F.A.Z. Premium Finanzen.
 
 
F.A.Z.-Musterstrategien
 
Martin Hock, Redakteur in der Wirtschaft und Leiter F.A.Z. Premium Finanzen.
„Die Markttendenz zu mehr Technologie zeigt sich deutlich. Scherbaums „Zukunft 20“-Depot legte in der vergangenen Woche überdurchschnittlich zu, nur von Bitcoin geschlagen. Dieser macht sich wieder im Fundamentalportfolio bemerkbar. Dagegen standen die Strategien von Daniel Walther wegen des fallenden Goldpreises und das technische Depot wegen der KI-Sorgen um Scout 24 stärker unter Druck.“
Martin Hock, Redakteur in der Wirtschaft und Leiter F.A.Z. Premium Finanzen.
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Erfolgreiche KI-Fonds
KI ist das große Thema an den Aktienmärkten. Erstaunlich ist, dass die Zahl der für Privatanleger verfügbaren KI-Fonds dann mit 22 doch recht überschaubar ist. Nimmt man dazu, dass knapp zwei Drittel des investierten Volumens auf den ETF von Xtrackers und den Artificial Intelligence Fonds von Allianz Global Investors  entfallen, dünnt sich das Feld weiter aus. Dass Letzterer in der Tabelle nicht auftaucht, liegt daran, dass er es über ein Jahr aktuell nur auf Platz 13 schafft. Ein Plus weisen sie alle auf, auch das Schlusslicht, der ETF von Global X. Auf Platz zwei steht mit dem Abaris-Fonds  ein absolutes Leichtgewicht mit 1,5 Millionen Euro Volumen. Besser die Nummer eins von Polar Capital, der deutlich anders aufgestellt ist als Xtrackers. Nur bei Nvidia sind sich die Fonds mit einem Gewicht von knapp fünf Prozent einig. (mho.)
 
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Artikel der Woche
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Wie der KI-Boom kippen könnte
Agile Robots in München: Der KI-Boom muss seine hohen Investitionen erst noch mit Produktivitätsgewinnen rechtfertigen. Emil Eichinger
Wie der KI-Boom kippen könnte
Von Martin Hock
Künstliche Intelligenz für den größten Technologieboom seit fast 200 Jahren. Doch es scheint wenig wahrscheinlich, dass sich die Investitionen wie erhofft auszahlen. Je länger der Produktivitätsschub ausbleibt, desto brüchiger wird das Narrativ.
Investitionen in Künstliche Intelligenz boomen. Im zweiten Quartal entfielen darauf nach Schätzungen von Oxford Economics rund 27 Prozent der privaten Investitionen in den USA. Nur der britische Eisenbahnboom der Mitte des 19. Jahrhunderts habe unter den historischen Technologiebooms eine noch größere Dynamik entfaltet.
Dass in kurzer Zeit sehr viel Kapital in eine neue Technik fließt, ist ein Charakteristikum technologischer Umbrüche, genauso wie heftige Aktienkursbewegungen. Jeder will dabei sein, nach dem Motto: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst.
In der Regel erreicht ein solcher Boom nach drei bis fünf Jahren seinen Höhepunkt und endet oft genug abrupt, mit Folgen für Investitionen und Wachstum. Nach dem Ende des Eisenbahnbooms zwischen den Jahren 1840 und 1850 sei das britische Bruttoinlandsprodukt um sechs Prozent unter Trend gewachsen, schreibt Ben May, Leiter des Makro-Research von Oxford Economics.
 
KI muss darum schnell genug wirtschaftliche Erträge hervorbringen, um den Einbruch zu vermeiden. Bislang bleibt sie das schuldig. Im Dotcom-Boom stiegen die Investitionen zwischen den Jahren 1992 und 1999 ähnlich rasch wie heute. Im Jahr 1996 begann sich ein Produktivitätsschub zu zeigen. Seit dem Jahr 2021 aber ist die bereinigte amerikanische Faktorproduktivität von einem bis 1,5 Prozent auf etwa 0,6 Prozent gesunken, schreibt May.
Alles für die Hyperscaler, für andere nichts?
Dabei sind die Erwartungen gewaltig. So gewaltig, dass May sie für nicht plausibel hält. So soll sich der aktuelle Mittelabfluss der Hyperscaler, also der Cloud-Großanbieter, bis zum Jahr 2030 nicht nur ins Gegenteil verkehren, sondern in ein Plus von sagenhaften 500 Milliarden Dollar verwandeln.
Um die zugrunde liegende Ertragserwartung von 15 bis 20 Prozent Marge zu erreichen, müssten die Gewinne der Hyperscaler um 570 bis 800 Milliarden Dollar jährlich steigen. Das passe nicht zu den Wachstumsprognosen für KI, so May. Denn dann müssten die Hyperscaler mindestens zwei Drittel, wenn nicht das gesamte zusätzliche Bruttoinlandsprodukt auf sich vereinen. Dazu müssten sie ihre hohen Margen halten, während andere Teile der Wertschöpfungskette fast leer ausgingen, so etwa auch die Verbraucher durch niedrigere Preise. Zudem wäre der Anteil der KI-Unternehmen an den Unternehmensgewinnen immens hoch. Allein Nvidia käme im Jahr 2036 auf einen Anteil von acht Prozent.
Das sei nicht plausibel, meint May. Entweder müssten die Ertragserwartungen deutlich sinken – oder die Produktivitätsgewinne deutlich höher ausfallen. Dabei meldet May auch Zweifel an der Höhe der ausgewiesenen Gewinne an. Einige Faktoren kämen nicht zum Tragen. So könnten die Abschreibungen in den nächsten drei Jahren mehr als 500 Milliarden Dollar erreichen.
Auch die Finanzierung wird ein Problem. Bis zum Jahr 2030 könnten 80 Prozent der geplanten Investitionen eine externe Finanzierung benötigen. Kritisch sieht er auch die zirkulären Finanzierungen, bei denen sich Konzerne an einem anderen Unternehmen beteiligen oder diesem Kredit gewähren, das anschließend Produkte des Konzerns kauft. Solche Konstruktionen seien in anderen Technologiebooms auch nicht gut ausgegangen, sagt May und verweist auf den Telekommunikationsaufschwung der Neunziger des vergangenen Jahrhunderts oder den Elektrifizierungsboom der Zwanzigerjahre.
Nicht die Technik versagt, sondern der Mensch
Auslöser für einen Abschwung gibt es einige. Schon jetzt gibt es Risse im Narrativ der Produktivitätsgewinne: Die Berichte über Kehrtwenden bei KI-Transformationen häuften sich, schreibt Nadine Riederer, Geschäftsführerin des IT-Dienstleisters Avision. Beschäftigung werde auf Verdacht abgebaut. Wer sich aber am tiefsten in die KI-Automatisierung gestürzt habe, kriege jetzt die höchste Rechnung und könne mangels Personal nicht mehr zurück. Es entstünden Abhängigkeiten von Anbietern, wie man sie bisher noch nicht gekannt habe.
Die Unternehmensberatung Gartner rechnet damit, dass rund die Hälfte aller Unternehmen im Kundendienst bis zum Jahr 2027 wieder Personal aufbaut – ohne das Wissen, das zwischenzeitlich verloren ging. Das Problem der KI-Ökonomie sei der Mangel an Realismus über Potentiale und Risiken, meint Riederer. Für die Hyperscaler gilt auch, dass Fortschritte Technik obsolet machen und den Preiswettbewerb erhöhen können. Auch regulatorische Eingriffe können zum Problem werden.
Was May beschreibt, ist ein möglicher Verlauf eines Hype-Zyklus, bei dem nicht die Technik versagt, sondern der Realitätssinn der Investoren. Jeder will dabei sein, man stachelt einander förmlich an, weil jeder die „größte Story des Jahrhunderts“ glauben und sicher sein will, auf das richtige Pferd gesetzt zu haben.
Das Risiko steigt. Wenn die Hyperscaler nicht bald – May schreibt vom Jahr 2028 – positive Cashflows aufweisen können, könne ihr Finanzierungsbedarf just dann steigen, wenn Anleger ihre Erwartungen zu reduzieren beginnen.
Bedenken kommen auch aus der Praxis. Jase Auby, Chefanleger des Teacher Retirement System of Texas, verglich den KI-Aufschwung mit früheren Infrastrukturbooms in den USA: Damals sei oft überinvestiert worden, und viele Anbieter seien später in Konkurs gegangen. Jagdeep Singh Bachher, Chefanleger für die University of California, warnte schon vor Monaten vor dem Risiko des schnellen Entwicklungstempos. Am Ende könne man auf veralteten Investments sitzen bleiben.
 
 
Musterstrategien - Podcast
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Schlaglicht / Neu
 
Ein Portfolio gegen den Mainstream
Die Aktienmärkte steigen, doch immer weniger Titel tragen den Aufschwung. Investor Daniel Walther sieht darin ein Warnsignal – und erzählt, warum er auf Gold und Silber setzt, Berkshire schätzt und bei Bitcoin skeptisch bleibt.
Von Martin Hock, Inken Schönauer
Ein Portfolio, das nicht dem üblichen Börsenrezept folgt: Daniel Walther setzt mit seiner Musterstrategie auf Edelmetalle, ausgewählte Aktien und Unternehmen mit großen Reserven. Sein Maßstab für Risiko ist dabei nicht die tägliche Kursschwankung, sondern die Frage, was ein Vermögenswert tatsächlich wert ist – und wie viel man dafür bezahlt.
Im Podcast geht es um Gold als möglichen Schutz vor geopolitischen Risiken und schwindendem Vertrauen in Währungen, um Silber und seine industrielle Nachfrage sowie um Berkshire Hathaway und den schwierigen Übergang nach Warren Buffett. Auch Bitcoin kommt auf den Prüfstand.
Zum Schluss richtet sich der Blick auf einen Markt, in dem wenige große Aktien den Index stützen. Ist das eine gefährliche Konzentration – oder nur eine Momentaufnahme? Ein Gespräch über unterschiedliche Risikobegriffe, starke Überzeugungen und die Frage, womit Anleger nachts ruhig schlafen.
Moderation: Martin Hock, Inken Schönauer
Technik: Kevin Gremmel
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Vermögen & Vorsorge
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Finanzielle Verantwortung lässt sich nicht delegieren
Von Daniel Walther
Vermögen entsteht nicht durch Delegation an den richtigen Berater, sondern nur dann, wenn man auch selbst Verantwortung für die eigener Finanzen übernimmt. Da rund 50 Prozent der Bevölkerung kaum Vermögen besitzen und unter den Vermögenden Erbschaften dominieren, ist die Zahl erfolgreicher Selbstaufbauer aber gering. Berater können vorhandenes Kapital durchschnittlich vermehren, jedoch abzüglich ihrer Kosten kein Vermögen aus dem Nichts schaffen. Zudem fehlt Anlegern oft das Wissen, um die Qualität einer Beratung zu beurteilen. Finanzbildung in Eigenregie und der Mut zum ersten Schritt sind daher unverzichtbar.
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„Private Credit ist der stabilste Anker im Portfolio“
Von Martin Hock
Private Credit bleibt trotz gedämpfter Stimmung ein gefragter Baustein institutioneller Portfolios. Variable Kupons sorgen laut Andreas Mittler von Invesco dafür, dass steigende Zinsen anders als bei Anleihen stabilisierend wirken, anstatt die Bewertungen zu drücken. Das stockende Private-Equity-Geschäft bremst zwar die Kreditvergabe für Unternehmenskäufe, doch große Fonds erschließen zunehmend den Markt syndizierter Kredite. Laut Franklin Templeton wollen 51 Prozent der institutionellen Investoren ihre Quoten erhöhen. Bei Privatanlegern hat der Wirbel um US-Fonds mit Liquiditätsproblemen die Stimmung belastet. Der Zweitmarkt hat sich 2025 auf mehr als 20 Milliarden Dollar verdoppelt und bietet zunehmend neue Chancen.
„Private Credit ist der stabilste Anker im Portfolio“
An der Börse findet Private Credit nicht statt. Das kann ein Vorteil sein. Jannis Schubert
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Hier müssen Sie dem Finanzamt auf die Finger schauen
Von Daniela Adler
Jährlich werden mehr als 15 Millionen Einkommensteuererklärungen abgegeben, und viele Steuerpflichtige erhalten derzeit ihre Bescheide für 2025. Experten raten, diese besonders gründlich zu prüfen, da erstmals mehrere Gesetzesänderungen gelten. So müssen etwa Abfindungen nun in der Steuererklärung angegeben werden, und bei Kinderbetreuungskosten werden 80 Prozent statt bisher zwei Drittel berücksichtigt. Bei Abweichungen vom Bescheid kann innerhalb eines Monats Einspruch eingelegt werden. Seit 2025 gilt zudem die neue Viertagesfiktion für per Post versandte Bescheide. Wer elektronische Bescheide nutzt, sollte sein Elster-Postfach regelmäßig kontrollieren, da Fristen bereits mit der Bereitstellung zu laufen beginnen.
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Investieren
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Aktienmärkte treten in neue Phase ein
Von Achim Matzke
Die internationalen Aktienmärkte sind in eine neue Phase eingetreten, in der steigende Gewinnerwartungen für 2027 auf monetären Gegenwind durch höhere Anleiherenditen und erwartete Leitzinsanhebungen treffen. Das Aufwärtsmomentum in S&P 500, Euro Stoxx 50 und Dax hat sich zuletzt abgeschwächt. Für den S&P 500 bleibt das technische Kursziel bei 7800 Punkten, während der Nikkei 225 in eine schwankungsintensive Seitwärtskonsolidierung unterhalb seiner Allzeithochs eingetreten ist. Der Euro Stoxx 50 bleibt mit einem geschätzten KGV von 14,3 moderat bewertet. Im Dax besteht technisch Spielraum für eine Jahresendrally in Richtung 27.000 bis 27.500 Punkte.
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Warum die Costco-Aktie ein Krisengewinner ist
Von Christoph Scherbaum
Costco erweist sich inmitten steigender Energiepreise und geopolitischer Unsicherheiten als strukturell robuster Einzelhändler. Im vierten Quartal 2025/26 lag der Gewinn je Aktie bei 6,75 Dollar und übertraf damit die Markterwartungen. Die erstmals gesondert ausgewiesenen Mitgliedsgebühren erreichten 1,85 Milliarden Dollar, die Erneuerungsquote stieg leicht auf 89,8 Prozent weltweit. Zusätzlich stärkt das wachsende Geschäft mit Kundendaten die Erlösbasis. Analysten wie Zhihan Ma von Bernstein bestätigen ihre positive Einschätzung und verweisen auf die Kompensationskraft des Datengeschäfts. In den vergangenen zehn Jahren legte der Aktienkurs im Jahresdurchschnitt um 18,5 Prozent zu.
 
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Fusionsgerüchte stützen den Aktienkurs der UBS
Von Johannes Ritter, Zürich
Der Aktienkurs der UBS geriet unter Druck, nachdem das Schweizer Parlament eine Verschärfung der Eigenkapitalvorgaben beschlossen hatte, wonach die Bank ihre Auslandsbeteiligungen künftig zu 90 Prozent mit Eigenkapital unterlegen soll. Die endgültige Entscheidung fällt im Dezember in der großen Kammer. Spekulationen über einen möglichen Zusammenschluss mit einer ausländischen Großbank wie Morgan Stanley sorgten zuletzt für Kursauftrieb. Finanzministerin Karin Keller-Sutter wies die Fusionsgerüchte gelassen zurück und nannte die Vorgaben für die UBS problemlos verkraftbar. Bei Kühne + Nagel trieb eine milliardenschwere Logistikpartnerschaft mit Amazon den Kurs deutlich nach oben. Novartis hingegen verlor nach Rückschlägen bei zwei Medikamentenstudien binnen zwei Tagen 14 Prozent an Börsenwert.
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Was das Drama der Schlesischen Anleihe für heute lehrt
Von Christian Siedenbiedel
Die sogenannte Schlesische Anleihe aus der Zeit Friedrichs des Großen gewinnt angesichts neuer Kriege an Aktualität. Sie zeigt, was nach Gebietseroberungen mit regionalen Staatsschulden geschieht. Ulrich Bindseil, Professor an der Frankfurt School of Finance & Management, hat die Geschichte aufgearbeitet. Nach der Eroberung Schlesiens 1742 stellte sich die Frage, ob Preußen die mit schlesischen Einnahmen besicherten Anleihen bedient. Die britischen Gläubiger erhielten dank diplomatischen Drucks den Großteil zurück, während die niederländischen verzichten mussten. Bindseil sieht drei Kriterien für die Rückzahlung: militärische Macht, die Bereitschaft von Regierungen zur Durchsetzung von Gläubigerrechten und die Fähigkeit, grenzüberschreitende Gegenforderungen geltend zu machen.
Was das Drama der Schlesischen Anleihe für heute lehrt
Zahlt der Sieger? Friedrichs des II. von Preußen Überfall auf Schlesien hat vor dem Hintergrund des Ukrainekriegs wieder Aktualität. dpa
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Minderheitsregierung und Haushalt lassen die Börse kalt
Von Klaus Max Smolka, Den Haag
Der niederländische Haushalt zum Prinsjesdag hat die Amsterdamer Börse kaum bewegt, da alle Maßnahmen vorab durchgesickert waren und das Minderheitskabinett viele Pläne bereits abgeschwächt hatte. Der AEX verlor am Prinsjesdag lediglich 0,2 Prozent und bewegte sich im Gleichschritt mit anderen europäischen Börsen. Arbeitgeber sollen über höhere Abgaben in der Arbeitsunfähigkeitsversicherung einen „Freiheitsbeitrag“ für steigende Verteidigungsausgaben leisten. Laut ING-Chefökonomin Marieke Blom erzielen die börsennotierten Konzerne den größten Teil ihres Umsatzes im Ausland, weshalb heimische Faktoren weniger ins Gewicht fallen. Entscheidender sind internationale Trends wie Künstliche Intelligenz, die ASML als weltgrößtem Chipmaschinenhersteller Auftrieb gibt, während Wolters Kluwer unter Druck steht.
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Die fünf meistgelesenen Artikel
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Top 5 / Neu
 Illustration: Katharina Hofbauer
Superreiche investieren simpel: Komplexität im Depot reduzieren
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Statt Tagesgeld:  Auf diese unscheinbaren ETF setzen die Profis
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5 Termine für 7 Tage
Dienstag, 29. September
• Allianz Global Investors stellt den Wohlstandsbericht „Global Wealth Report“ vor.
Mittwoch, 30. September
• Das Statistische Bundesamt veröffentlicht vorläufige Daten zur Verbraucherpreisentwicklung im September.
• Der Herausgeber der Wirtschafts- und Sportredaktion der F.A.Z., Gerald Braunberger, geht in den Ruhestand. Ihm folgt Carsten Knop.
Donnerstag, 1. Oktober
• In China beginnt die „Goldene Woche“. Die Börsen bleiben geschlossen.
Sonntag, 4. Oktober
• Die OPEC+-Länder (Saudi-Arabien, Russland, Irak, Kuwait, Kasachstan, Algerien und Oman) der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) entscheiden über die Ölförderquoten.
 
 
 
 
 
Wort der Woche / Neu
Wort der Woche: Trendkanal
Kurszone zwischen Unterstützungslinie (niedrigere Kursgrenze) sowie Widerstandslinie (obere Kursgrenze).
Zum F.A.Z.-Börsenlexikon
 
 
 
 
Finanzservices / Neu
Selbst schlaumachen: Die Finanz-Services der F.A.Z.
Auf FAZ.NET informieren wir Sie nicht nur über die aktuelle Nachrichtenlage, klären über Hintergründe auf und geben Tipps zu aktuellen Themen. Wir bieten Ihnen auch eine Vielzahl von Finanz-Tools, die bei wichtigen Entscheidungen hilfreich sein können.
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Herausgegeben von Gerald Braunberger, Jürgen Kaube,
Carsten Knop, Berthold Kohler
 
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