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Gelassenheit ist Trumpf
Eine Lektion lässt sich aus dem Jahr 2025 gewiss lernen. Gelassenheit war die härteste Währung und hat sich am Ende ausgezahlt.
Das Börsenjahr 2025 war ein Crashkurs in emotionaler Stabilität. Euphorie zu Jahresbeginn, Schock am „Liberation Day“ im April, dann die große Gegenbewegung – und am Ende ein Plus von mehr als 20 Prozent im Dax, auch wenn im zweiten Halbjahr zum Plus praktisch nichts mehr hinzukam. Wer durchhielt, steht nun besser da als jene, die im Panikmodus auf „Verkaufen“ gedrückt haben.
Gerade die Reaktionen auf Donald Trumps damalige Zolloffensive zeigten eines eindrücklich: Märkte überreagieren – und Anleger auch. Doch während politische Zyklen kurz sind, bleibt der Kapitalmarkt ein Langstreckenläufer. Ruhe zu bewahren, war 2025 keine Tugend, sondern eine Strategie.
Gleichzeitig hat das Jahr gezeigt, dass sich nicht jedes Risiko aussitzen lässt. Manche Entwicklungen fordern Anpassung – an eine Welt, die sich verändert, und an das eigene Leben. Wer das ernst nimmt, denkt nicht nur in Kursen, sondern in Kontexten.
Und am Ende bleibt, was eine Rückschau wirklich lehrt: Die Welt dreht sich weiter, selbst wenn sie ins Schlingern gerät. Rückschläge gehören ebenso zum Marktgeschehen wie Überraschungen und neue Chancen. Wer die Fähigkeit besitzt, Wandel auszuhalten, blickt gelassener nach vorn –auch das kommende Jahr wird seine eigene Geschichte schreiben.
Bleiben Sie investiert – in Gelassenheit und mit guten Entscheidungen.
Herzlich
Ihre Sarah Speicher-Utsch und das gesamte PRO-Finanzen-Team
Die vergangenen Tage waren ruhig. Zumindest in Deutschland, bei nur zwei Handelstagen konnte nicht viel passieren. Anders in den USA: bis Weihnachten noch hui, am Montag eher nicht so. Auslöser war der Silberpreis. Nach der Rally im Dezember (plus 43 Prozent!) gab es am Montag heftige Gewinnmitnahmen – zu schmerzlich klingt der Dezember 1979 an (plus 62 Prozent). Danach fast 46 Jahre bis zum Rekordhoch – braucht kein Mensch. Also mal ruhig Kasse machen, auch anderswo wie bei KI-Aktien oder auch Gold. Nicht der schlechteste Entschluss zum neuen Jahr.
Künstliche Intelligenz und Rüstung waren 2025 die großen Börsenthemen. Das zeigt die Rangliste der meistgehandelten Aktien. Während die meisten Werte die Anleger erfreuten, gab es auch eine negative Überraschung.
BGH: WEG darf Vorschüsse erhöhen. Eine Eigentümergemeinschaft darf höhere Vorschüsse für künftige Ausgaben beschließen, solange diese nicht offensichtlich überzogen sind. Eigentümern steht dabei ein weiter Ermessensspielraum zu; Rücklagen erfordern keinen konkreten Reparaturbedarf, Vertragsfragen sind unbeachtlich. Kostenbeschlüsse sind nur selten anfechtbar. (Bundesgerichtshof, Urteil vom 26. September 2025, Az. V ZR 108/24)
Verwalter haftet für riskante Anlage.
Eine Verwalterin legte über 226.000 Euro Rücklagen ohne Beschluss in lang laufende Anleihen an. Das gilt als Pflichtverletzung und Verstoß gegen ordnungsgemäße Verwaltung, da Rücklagen sicher und jederzeit verfügbar bleiben müssen. Spekulative Anlagen bedürfen eines ausdrücklichen Eigentümerbeschlusses. (Amtsgericht Böblingen, Urteil vom 8. April 2025, Az. 23 C 72/25)
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5 Termine für 7 Tage
Mittwoch, 31.12.2025 Feiertagsbedingt bleiben die Börsen in Deutschland geschlossen. Am US-Anleihemarkt wird kürzer gehandelt. Am Donnerstag bleiben die Börsen in Deutschland und den USA geschlossen.
Mittwoch, 31.12.2025: Warren Buffett übergibt den Chefsessel von Berkshire Hathaway an seinen Nachfolger Greg Abel.
Donnerstag, 01.01.2026: Bulgarien wird das 21. Mitglied des Euro-Währungsgebiets. Die bisherige Landeswährung Lew wird durch den Euro ersetzt.
Donnerstag, 01.01.2026:
Der schwedisch-dänische Staatskonzern Postnord stellt die Briefzustellung in Dänemark ein. Die roten Briefkästen werden abgehängt.
Montag, 05.01.2026: Der Sentix-Konjunkturindex für Januar wird veröffentlicht.
Börsenlexikon
F.A.Z.
Wort der Woche: Depotstimmrecht
Aktionären steht auf Hauptversammlungen ein Stimmrecht zu, i.d.R. in Höhe ihres Anteils am Aktienkapital. Verzichtet der Anleger auf die Wahrnehmung des Stimmrechts, kann er dieses im Einzelfall nach genau spezifizierten Weisungen, üblicherweise mittels Pauschalerklärung, an die depotführende Bank übertragen.
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Last, not least: Ausmaß von Teslas Cybertruck-Debakel wird offenbar
Steht dekorativ herum: Teslas „Cybertruck“dpa
Eine Mitteilung des südkoreanischen Batteriezulieferers L&F offenbart, dass Teslas „Cybertruck“ offenbar fast völlig gefloppt ist. Eine 2023 vereinbarte Bestellung von ursprünglich 3,83 Billionen Won (etwa 2,3 Milliarden Euro) wurde demnach auf nur noch 9,73 Millionen Won (5762 Euro) drastisch reduziert. Als Grund für diese Änderung des Bestellwerts um 99 Prozent nannte L&F eine entsprechende Änderung der Liefermenge. Der Vertrag bezog sich nach Angaben von Eingeweihten auf hoch nickelhaltige Kathodenmaterialien, vorgesehen für Cybertruck-Batterien im Zeitraum von Januar 2024 bis Dezember 2025.
Da die Entwicklung des Cybertrucks wiederholt verschoben wurde und Kunden andere Tesla‑Modelle bevorzugten, wurde nur ein Bruchteil der Materialien geliefert. Zudem habe der Wegfall der Fördermittel aus dem Inflation Reduction Act die Lieferung beeinträchtigt. L&F erklärte, die Vertragsänderung sei unvermeidlich gewesen, da Zeitpläne und Marktbedingungen im globalen Batteriemarkt angepasst worden seien. Die Lieferungen an andere Kunden entwickelten sich dagegen planmäßig. Tesla reagierte bislang nicht auf eine Anfrage der Nachrichtenagentur Bloomberg. (Bloomberg)