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Dienstag, 01.09.2026 | Zur Online-Ansicht
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Frankfurter Allgemeine
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Reicher als man glaubt
Die Vermögen der Deutschen wachsen, die Gehälter steigen, und doch fällt das Urteil über die eigene finanzielle Lage deutlich skeptischer aus, als es die Zahlen nahelegen. Dieses Auseinanderfallen von Bilanz und Bauchgefühl ist eines der großen Rätsel der deutschen Geldkultur. Es bestimmt, wie wir sparen, investieren und über Geld reden.
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Mandy Marie Jarry
Technische Redakteurin für F.A.Z.-Newsletter und Verticals.
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Wie groß dieser Abstand zwischen gefühltem und realem Wohlstand ist, zeigt eine repräsentative Umfrage der Soziallotterie Freiheit+. Fast jeder Zweite glaubt demnach, finanziell schlechter dazustehen als die eigene Elterngeneration. Wer sich so fühlt, schaut schnell neidisch auf die Eltern. Doch zeigt die Umfrage auch etwas anderes: Familien helfen sich gegenseitig, rund jeder Dritte unterstützt Angehörige oder bekommt selbst Hilfe, sechs von zehn verzichten dafür sogar auf eigene Wünsche.
Generationenneid ist also nur die halbe Wahrheit. Die andere Hälfte heißt Zusammenhalt. Vielleicht sollten wir weniger auf die Eltern schauen und mehr auf das, was wir selbst gestalten können: eigene Rücklagen, einen Plan fürs Geld und die Erkenntnis, dass finanzielle Unabhängigkeit ein Geschenk ist, das man sich selbst machen kann.
Das ist möglich, auch wenn sich der Alltag teurer anfühlt: Die Börsen laufen, und Sparer bekommen wieder Zinsen. Und es ist wichtig. Denn auch das ist ein Ergebnis der Umfrage: Mehr als die Hälfte der Befragten kann sich keine Beziehung mit jemandem vorstellen, der regelmäßig Geld von den Eltern bekommt.
Börsenrekorde und das Gefühl finanzieller Unsicherheit liegen näher beieinander, als man denkt. Rekorde stehen für Anleger für die Zukunft auf dem Papier, steigende Preise für Miete, Energie und Lebensmittel treffen schon heute jeden unmittelbar. Dieses Spannungsverhältnis prägt auch den Blick auf die Elterngeneration.
Bleiben Sie reich an guten Entscheidungen!
Ihre Mandy Jarry
Was meinen Sie? Geht es den Jüngeren finanziell schlechter als ihren Eltern?  Ist Vermögensaufbau heute schwieriger als vor dreißig Jahren? Unterstützen Sie Angehörige, oder bekommen Sie selbst finanziellen Rückhalt? Schreiben Sie uns sehr gern unter Premium-Finanzen@faz.de und schauen Sie auch gern auf unsere Website, hier klicken zum Weg dorthin.
 
 
 
Leser Echo / Neu
Über Geld – Leser-Echo
Wir hatten in der vergangenen Woche gefragt, wie Sie mit der Unsicherheit an den Märkten umgehen und ob Sie in Anleihen investieren. Nur bei fallenden Kursen nicht nervös werden und in Hektik verfallen, meint dazu Andres B.  Dass eine Aktie wie SK Hynix bei einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von weniger als fünf 20 Prozent im Kurs verliere, sei kein hinreichender Grund, zu verkaufen. Obwohl er vor Kurzem Rentner geworden sei und es oft heiße, man solle dann den Aktienanteil verringern, bleibt er bei 25 Prozent Anleihen. Eine defensivere Anlage sei ihm zu langweilig. Zum Hinweis „This time is different“ meint er: Das sei immer so gewesen und werde immer so sein.
 
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Geldanlage auf einen Blick
 
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Markt-Rückblick
 
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Schmerzliche Bauzinsen
 
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Hohe Schulden sind nur das halbe Problem
 
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Warum das F.A.Z.-Fundamentalportfolio neu gewichtet wird
 
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Wie KI Anleger klüger macht – aber nicht reicher
 
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Liquidität ist mehr als das Girokonto
 
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Hermès überzeugt trotz allem
 
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Die Lage ist ernst, aber nicht hoffnungslos
 
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Zinsanstieg hinterlässt Spuren am Aktienmarkt
 
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Geldanlage auf einen Blick
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Markt-Rückblick
 
Martin Hock, Redakteur in der Wirtschaft und Leiter F.A.Z. Premium Finanzen.
„Grün in Deutschland, rot in den USA? Ein seltenes Bild. Schuld war Kevin Warsh. Der Fed-Gouverneur hat in Jackson Hole die Inflationsrisiken für den Geschmack von Wall Street etwas zu sehr betont – und auch für Goldkäufer. Egal: Mit der Zuspitzung des Konflikts mit Iran und höheren Ölpreisen ist ohnehin alles wieder anders. Bis zur nächsten Wendung.
Martin Hock, Redakteur in der Wirtschaft und Leiter F.A.Z. Premium Finanzen.
 
 
F.A.Z.-Musterstrategien
 
Martin Hock, Redakteur in der Wirtschaft und Leiter F.A.Z. Premium Finanzen.
„Starke deutsche Aktien und einige ebenso starke Technologiewerte kamen einigen Portfolios in dieser Woche zugute. Die Vermutung liegt nahe, dass einige Trends fortgeschrieben wurden, da das technische und das KI-Depot mit am meisten profitierten. Für das F.A.Z.-Portfolio dagegen kam die Untergewichtung Deutschlands damit zur Unzeit.“
Martin Hock, Redakteur in der Wirtschaft und Leiter F.A.Z. Premium Finanzen.
 
 
Zu den Musterportfolios
Schmerzliche Bauzinsen
Fast alle sind traurig über die Entwicklung der Bundesanleihe. Der Staat ist traurig, weil die Rendite innerhalb von zwölf Monaten von 2,75 auf 3,20 Prozent gestiegen ist. Das kann den Staat künftig viele Millionen Euro mehr an Zinsen kosten. Auch Immobilienfinanzierer sind traurig, weil der Mittelwert für Festzinsdarlehen mit einer Laufzeit von zehn Jahren von 3,72 auf 4,15 Prozent gestiegen ist – fast um die gleiche Differenz. Bei Baugeld macht dies zwar keine Millionen aus, allerdings sind die Mehrkosten für das gleiche Objekt schon als nennenswert zu bezeichnen. Ein Anstieg der monatlichen Rate um rund 50 bis 100 Euro (siehe Tabelle) dürfte noch nicht zu einem Stopp der Nachfrage nach Immobilien führen. Aber die Mehrkosten tun schon weh. (Quelle: FMH-Finanzberatung,  https://www.fmh.de/baufinanzierung/angebote-vergleichen/hypothek)
 
Zu den Finanzrechnern
 
 
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Artikel der Woche
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Warum hohe Schulden nur das halbe Problem sind
Kredit ist älter und wichtiger als Geld: Die sumerische Keilschrift erwuchs vor 5000 Jahren nicht zuletzt aus der Notwendigkeit, Warendarlehensverträge festzuhalten. AFP
Warum hohe Schulden nur das halbe Problem sind
Von Martin Hock
Hohe Schulden machen den Anleihenmärkten Sorge. Doch nicht deren Höhe entscheidet, sondern das Ausmaß des Vertrauens. Nicht nur in den Schuldner.
Schulden haben einen schlechten Ruf. Am besten soll niemand mehr ausgeben, als er einnimmt. Tatsächlich aber ist Kredit älter als Geld: Schon sumerische Tontafeln aus der Zeit um 3000 vor Christus verzeichnen Darlehen über Gerste oder Silber.
Die wahre Ressource, die mit Kredit überlassen wird, ist nicht Geld. Sondern Vertrauen. Ohne das Vertrauen, dass ein Kreditnehmer die überlassene Ressource zurückerstattet und mit Zinsen vergütet, kein „credit“ – „Man glaubt“.
Solange Vertrauen verliehen werden kann, kann Geld folgen. Hohe Schulden führen nicht automatisch in die Insolvenz. Der Ersatz alter Darlehen, Anleihen und anderer Finanzierungen ist gang und gäbe und Grundlage größeren Wohlstands, weil Mittel, die sonst gehortet würden, (hoffentlich) sinnvoller verwandt werden. Wird das Vertrauen entzogen, ändert sich die Rechnung: Das Leihen von Vertrauen wird selten jäh, meist aber mit der Zeit zunehmend teurer.
Der Preis des Vertrauens bestimmt sich nicht allein aus dem Umfang des Vertrauens, den ein Schuldner genießt. Das Marktumfeld entscheidet, wie viel Vertrauen generell für Kredit zur Verfügung steht, also wie viel Sicherheit die Kreditgeber haben. Haben sie mehr Vertrauen (in die Zukunft), können sie mehr davon verleihen.
Lehman und FTX: Vertrauensverlust trotz ausreichend Vermögen
Eine stabile Wirtschaftsentwicklung, berechenbare Handelsbeziehungen, geopolitische Sicherheit schaffen Vertrauen, das verliehen werden kann. Auch eine berechenbare Geldpolitik, mit der eine Zentralbank die monetäre Basis für Kredit liefert, gehört zu den Quellen. Die Zentralbank muss ausreichend Geld zur Verfügung zu stellen, damit die Kreditgeber nicht fürchten müssen, am Ende auf dem Trockenen zu sitzen, aber auch nicht zu viel, um die Unsicherheit zu erhalten, die Kredit einen Wert verleiht.
Die Gründe, warum Vertrauen verloren geht, sind komplex. Als Ende 2009 die finanzielle Lage Griechenlandes immer unglaubwürdiger erschien, verlor das Land seinen immateriellen Kredit. Die Anleiherenditen stiegen, der Zugang zum Kapitalmarkt versiegte. Immateriellen Kredit verlor aber auch der Euroraum: In den Jahren davor hatten sich die Staatsanleiherenditen trotz großer Unterschiede praktisch angeglichen. Die Kreditgeber hatten aus dem Euroraum Vertrauen gezogen und auf Griechenland übertragen. In der Finanzkrise verschwand über Nacht das Vertrauen zwischen den Banken und mit ihm der Kredit untereinander. Zu viel Vertrauen war verliehen worden, für Griechenland blieb nichts mehr übrig.
Der Mangel an Vertrauen war auch der Grund für die Insolvenz von Lehman Brothers. Am Ende erhielten die Gläubiger ihre Forderungen zum Teil mit Zinsen zurück. Doch 2008 war der Vertrauensverlust so groß, dass niemand eine Überbrückungsfinanzierung bereitstellen wollte, obwohl Lehman ausreichend Vermögenswerte besaß.
Fast schon grotesk mutet der Fall der Handelsplattform FTX an. Auch dort haben die Gläubiger schon Zinsen auf ihre Forderungen erhalten. Als die chaotisch geführte Kryptobörse im Jahr 2022 in die Abwicklung ging, war der Grund, dass neben den Kreditgebern auch das Unternehmen sein Selbst-Vertrauen verloren hatte und sich für insolvent hielt.
Vertrauensverlust ist übertragbar
Der Unterschied zwischen Staaten und Unternehmen ist, dass Erstere mehr Kontrolle über ihre Einnahmen haben. Dass diese jäh wegbrechen oder Ausgaben innerhalb kürzester Zeit aus dem Ruder laufen, geschieht meist nur im Kriegsfall. Staaten können zudem mit einer lockeren Geldpolitik den Vertrauensverlust auf das Geld übertragen.
Allerdings ist dies ein gefährliches Spiel, bei dem der Politik leicht die (vermeintliche) Kontrolle entgleitet, bis es zu spät ist. Im Fall der ungarischen Weltrekordinflation von 1946 blieb der Leitzins bei drei bis vier Prozent, obwohl die Inflation schon im Jahr 1941 20 Prozent erreicht hatte. Auch die deutsche Reichsbank hatte den Diskontsatz 1922/23 nur zögerlich angehoben. In beiden Fällen wurde das Vertrauen in Geld dem Vertrauen in den Staat und Wachstumsmöglichkeiten geopfert.
Das System muss wieder stabiler werden
In ähnlicher Weise könnten auch heute Staatsschulden weginflationiert werden. Die historischen Beispiele zeigen allerdings, dass für extreme Entwicklungen extreme Umstände vorliegen müssen. Dazu gehört auch ein weitgehender Vertrauensverlust in Institutionen oder eine chronische Schwäche enormen Ausmaßes wie etwa in Zimbabwe.
Davon sind die Länder des entwickelten Westens noch weit entfernt. Indes haben die institutionellen Systeme vielerorts Vertrauen verloren. Diese Schwäche schlägt sich schon jetzt in der Verteuerung von Geld und Kredit nieder. Die Inflationszeit der Siebzigerjahre ging gleichfalls mit einer institutionellen Schwäche einher: von Studentenunruhen bis zum Aufstieg des internationalen Terrorismus. Zwischenzeitlich hat sich die Situation beruhigt, Krisen- und Endzeitphantasien verschwanden aber nicht mehr.
Insofern gilt für die kommenden Jahre, dass diese wieder aufgeflammten Ängste den Mangel an Vertrauen und mit ihm Inflation und Zinsen weiter auf höherem Niveau halten werden, bis zu dem Zeitpunkt, an dem sich das System wieder stabilisiert hat, das Vertrauen wieder wächst und mit ihm auch die Bereitschaft, Kredite zu vergeben.
 
 
Musterstrategien
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Schlaglicht / Neu
 
Warum das F.A.Z.-Fundamentalportfolio neu gewichtet wird
Gold und Bankaktien lieferten, Krypto kostete Rendite, Deutschland verliert an Gewicht: Nach einem ereignisreichen ersten Jahr ziehen wir im F.A.Z.-Fundamentalportfolio Konsequenzen und justieren die Strategie nach.
Von Martin Hock
Etwas mehr als ein Jahr ist das weitgehend regelgebundene F.A.Z.-Fundamentalportfolio nun alt. Zwölf Monate sind überstanden, für die die Bezeichnung „ereignisreich“ fast schon untertrieben scheint.
Das Positivste vornweg: Mit einem Plus von mehr als sechs Prozent entspricht die Wertentwicklung unseren Erwartungen und liegt rund drei Prozentpunkte über der Inflationsrate. Wir waren uns von Anfang an bewusst, dass diese Strategie eher konservativ gestaltet ist: Fundamentaldaten geben den Ausschlag, wir wählen Aktien von Unternehmen aus, deren Umsatz, Gewinn und Margen konstant wachsen, und die verlässliche Dividendenzahler sind.
Wachstumsaktien fallen damit in der Regel durchs Raster und mit ihnen auch so manche Kursrakete. Zudem haben wir einen Anleihenanteil von 25 Prozent. Diese bringen zwar gute Renditen, doch die aktuell steigenden Renditen schlagen sich als leichte Kursverluste im Portfoliowert nieder.
Trotz einer absolut ordentlichen Wertentwicklung gibt es klare Schwächen, die sich nicht beschönigen lassen. Eine Ein-Jahres-Sharpe-Ratio von 0,39 und sechs Prozent Plus sind auch für einen defensiven Mischfonds allenfalls Mittelmaß.
Dazu hat Krypto gar nicht funktioniert. Ertragsorientiert anzulegen, indem wir auf hohe Staking-Einnahmen gesetzt haben, schlug nicht an. Wir haben mit Near, Solana und Polkadot Geld verloren, Cosmos und Bitcoin liegen deutlich im Minus.
Gold und Banken überzeugen
Aber es gab auch Erfolge: Unsere internationalen Substanzwerte entwickelten sich mehrheitlich stark, auch der Euroraum lief nicht schlecht. Mit dem System der Stop-loss-/Stop-win-Marken sind wir zufrieden, konnten wir so doch Verluste begrenzen und Gewinne sichern. Gut verdient haben wir mit Gold und dem Bergbaukonzern Zijin, aber auch mit Bankaktien: Lloyds Banking und vor allem der spanischen Caixabank. Wir werden das aber weiter beobachten.
Einige Lehren haben uns bewogen, mit dem jährlichen „Rebalancing“ des Portfolios auch einige Änderungen vorzunehmen. Die wichtigste ist, dass wir den F.A.Z.-Index und Deutschland weniger stark gewichten. Statt die Hälfte der Aktienquote entfällt künftig nur rund ein Drittel auf Deutschland (35 Prozent), der Euro-Index bleibt wenig verändert (35 statt 30 Prozent), und der Rest der Welt ist künftig mit 30 statt 20 Prozent dabei.
Änderung in der Gewichtung
Aktuell liegt die Aktienquote mit 65 Prozent etwas über der Zielgewichtung, was vor allem auf die starke Entwicklung des australischen Bergbauunternehmens Northern Star und der japanischen Yokohama Financial zurückgeht und weil wir in Rohstoffen und Krypto aktuell wenig Kaufgelegenheiten sehen. Wir haben uns hier mit einer technischen Analyse verstärkt, die aber derzeit kein grünes Licht zeigt.
Unsere jährliche Fundamentalanalyse für Aktien hat einiges an Verkäufen bewirkt, ebenso zu einigen Neukäufe geführt, die uns zum Teil etwas überrascht haben, wie SK Hynix. Perspektivisch wollen wir die F.A.Z.-Index-Quote um den Amundi-ETF aufstocken, sobald hier etwas frei wird. Dienen soll das im deutschen Markt, den wir als international eher schwächer ansehen, als Anker der Wertentwicklung.
Die steigenden Anleiherenditen haben uns bewogen, Grenke und Hamburg Commercial gegen Metro und Porsche auszutauschen. Bezogen auf Endfälligkeit bringt das per saldo mehr Ertrag.
 
 
Vermögen & Vorsorge
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Wie KI Anleger klüger macht – aber nicht reicher
Gastbeitrag von Sebastian Müller
KI-Sprachmodelle wie ChatGPT können Geschäftsberichte erklären, Portfolios prüfen und Finanzwissen zugänglicher machen. Doch die anfänglichen Vorteile bei der Nachrichtenauswertung schmelzen schnell dahin. Zudem neigen Sprachmodelle zu Halluzinationen und auch dazu, ihre Nutzer in ihren Überzeugungen zu bestätigen, was Selbstüberschätzung fördern kann. Für Privatanleger eignet sich KI besser als Sparringspartner denn als Renditeorakel. Passives, kostengünstiges Investieren bleibe auch in Zeiten von KI die beste Grundlage für langfristigen Vermögensaufbau.
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Liquidität ist mehr als das Girokonto
Von Daniel Walther
Liquidität ist die am meisten unterschätzte Anlageklasse, weil Geld auf dem Girokonto zwar sofort verfügbar ist, aber keine Erträge erzielt und durch Inflation an Wert verliert. Geldmarktfonds bieten gegenüber Tages- und Festgeld Vorteile: höhere Zinsen, jederzeitige Verfügbarkeit und Schutz als Sondervermögen. Als Grundregel sollten mindestens sechs Monatsausgaben als Notreserve bereitstehen. Der optimale Liquiditätsanteil hängt von Vermögenshöhe, Einkommensart und Familiensituation ab. Zu viel Liquidität kostet Rendite, zu wenig kann im Ernstfall teuer werden.
Liquidität ist mehr als das Girokonto
Gratwanderung in luftiger Höhe: Auch Anleger befinden sich bisweilen auf einem schmalen Weg. dpa
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So setzen Erben die Bestattungskosten ab
Von Stefanie Guerra
Erben können für Bestattungs- und Erbfallkosten eine Pauschale von 15.000 Euro vom erbschaftsteuerpflichtigen Erwerb abziehen, ohne Einzelnachweise vorlegen zu müssen. Diese Pauschale steht nicht nur Erben, sondern auch Pflichtteilsberechtigten und Vermächtnisnehmern zu, muss aber für jeden Erbfall aufgeteilt werden. Der Bundesfinanzhof hat nun entschieden, dass ein in Deutschland allein Steuerpflichtiger die volle Pauschale beanspruchen darf, selbst wenn weitere Erben im Ausland leben. Im Streitfall erhielt eine Vermächtnisnehmerin den gesamten Betrag zuerkannt, obwohl ihr tatsächlich nur geringe Kosten entstanden waren. Kürzt das Finanzamt die Pauschale, kann unter Berufung auf das Urteil Einspruch eingelegt werden.
So setzen Erben die Bestattungskosten ab
Eine Bestattung kostet teils mehrere Tausend Euro. Picture Alliance
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Investieren
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Hermès überzeugt – trotzdem
Von Christoph Scherbaum
Die Hermès-Aktie hat seit ihrem Allzeithoch im Februar 2025 fast die Hälfte ihres Wertes verloren. Die Geschäfte laufen insgesamt solide: Im zweiten Quartal stieg der Umsatz währungsbereinigt um 6,7 Prozent, getrieben vor allem von Amerika und Japan. Das Ledersegment und China blieben allerdings hinter den Erwartungen zurück. Die meisten Analysten halten aber an positiven Einstufungen fest. Der Kursrücksetzer könnte sich für geduldige Anleger als Einstiegsgelegenheit erweisen.
 
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Die Lage ist ernst, aber nicht hoffnungslos
Von Daniel Mohr
Die Zinsen für Staatsanleihen steigen weiter, nachdem der seit 1981 anhaltende Trend fallender Renditen 2022 gebrochen wurde. Die Renditen in den USA haben die Marke von fünf Prozent überschritten, für Bundesanleihen liegen sie bei gut drei Prozent. Trotzdem halten große Schuldnerstaaten wie die USA, Japan, Deutschland und Frankreich an einer hohen Neuverschuldung fest. Die Finanzmärkte reagieren mit wachsender Skepsis, da ein Umsteuern nach dem Vorbild der Achtzigerjahre bisher ausbleibt. Anleger setzen neben Gold zunehmend auf Unternehmensanleihen, deren Risikoaufschläge nahe ihren Zwölfmonatstiefs liegen. Die Lage bleibt angespannt, auch wenn eine Panik wie 2022 bisher ausgeblieben ist.
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Zinsanstieg hinterlässt Spuren am Aktienmarkt
Von Achim Matzke
Die Kombination aus steigenden Anleiherenditen in den USA, Japan, Großbritannien und der Eurozone setzt zinssensitive Branchen zunehmend unter Druck. Besonders Immobilien-, Bau- und Konsumtitel zeigen technische Eintrübungen. Der Aktienkurs von Ahold Delhaize rutschte unter die 200-Tage-Linie und die Unterstützungszone um 32 Euro, sodass sogar der elfjährige Hausse-Trend gefährdet ist. Heidelberg Materials befindet sich nach neuen Allzeithochs um 241,80 Euro in einer Gegenbewegung mit relativer Schwäche zum Dax. Bei Vonovia hat sich die Abwärtsbewegung gegen die Gesamtmarkttendenz zu einer Baisse ausgeweitet, bestehende Positionen sollten jedoch eher mit Sicherungsstopp gehalten werden.
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Chinas Börsen fallen wieder zurück
Von Gustav Theile, Schanghai
Chinas Börsen erleben eine Welle großer Technologiebörsengänge, darunter der des Roboterherstellers Unitree, des Speicherchipproduzenten CXMT und des Moderiesen Shein. Die Erlöse von Neuemissionen stiegen in Hongkong im ersten Halbjahr um 85 Prozent auf 26,2 Milliarden Dollar. Dennoch notieren die wichtigsten Indizes in Shanghai und Hongkong seit Jahresbeginn im Minus, während die Kurse an westlichen Börsen deutlich zulegten. Die Kurse der gefeierten Börsenneulinge zeigen zudem eine hohe Volatilität. Ökonomen kritisieren, die boomenden Techbranchen seien zu klein, um Chinas schwächelnde Gesamtwirtschaft zu tragen.
 
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Podcast
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Kommt jetzt der Crash?
Von Martin Hock, Inken Schönauer
Der F.A.Z.-Podcast Finanzen & Immobilien widmet sich der Frage, ob an den Märkten ein Crash droht. Auslöser der Debatte sind die zuletzt stark gestiegenen Anleiherenditen, die viele Anleger verunsichert haben. Geopolitische Krisen und Kriege sorgen zusätzlich für Turbulenzen an den Finanzmärkten. Die Podcast-Folge ordnet ein, was die Entwicklung der Anleiherenditen für Anleger bedeutet.
Kommt jetzt der Crash?

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Die fünf meistgelesenen Artikel
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Top 5 / Neu
 Illustration: Katharina Hofbauer
Statt MSCI World: Dieser ETF ersetzt ein ganzes Depot
Vermögensaufbau: Warum Superreiche so simpel investieren
Family Offices: Die Vermögensverwalter der Reichen ändern ihre Strategie
Klug investieren: Diese drei Denkfehler kosten Anleger Geld
MSCI World fällt zurück:  In diese zehn ETF investieren Vermögensverwalter am liebsten
 
 
Service
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5 Termine für 7 Tage
Dienstag, 1. September
• Die Shein Group vollzieht voraussichtlich den Börsengang in Hongkong.
Mittwoch, 2. September
• Die Federal Reserve veröffentlicht ihren Konjunkturbericht (Beige Book).
Donnerstag, 3. September
• Tesla will in Austin sein „Robotaxi“ offiziell enthüllen.
Freitag, 4. September
• Die Volkswagen AG hält eine Aufsichtsratssitzung zum Sparprogramm.
Montag, 7. September
• Wegen des Labor Day bleiben in den USA und Kanada die Börsen geschlossen.
 
 
 
 
 
Wort der Woche / Neu
Wort der Woche: Put-Option
Verkaufsoption oder der zugrunde liegende Vertrag, durch den der Käufer der Option das Recht erwirbt, einen bestimmten Bezugswert innerhalb eines festgelegten Zeitraums zum vereinbarten Preis (Basispreis) zu verkaufen. Der Kontrahent dieses Vertrags wird Stillhalter (in Geld) genannt, weil er bis zum Ablauf des Zeitraums für die Ausübung der Option (Verfallstermin) die vereinbarte Kaufsumme jederzeit zur Verfügung haben muss. Dafür erhält er vom Erwerber des Put eine Prämie, die zumeist über dem Ertrag vergleichbarer Anlagen am Kapitalmarkt liegt. Der Käufer eines Put rechnet mit fallenden Kursen und profitiert durch die Option überproportional. Ist er schon im Besitz des Bezugswerts, kann er sich auf diese Weise gegen Verluste absichern. Bei tatsächlich gefallenen Kursen hat er dann im Wesentlichen zwei Möglichkeiten: Er kann die Option mit Gewinn verkaufen und damit den eingetretenen Kursverlust auf den Bezugswert wahrscheinlich ungefähr ausgleichen; er kann aber auch den Bezugswert verkaufen und mit dem Put auf einen weiteren Kursverfall spekulieren. Der Verkäufer eines Put erwartet dagegen steigende oder zumindest stagnierende Kurse; in diesem Fall wird sein Kontrahent die Option kaum ausüben, sodass er die vereinnahmte Optionsprämie als Gewinn verbuchen kann. Da dieser Stillhalter (in Geld) aber die Papiere auch abnehmen muss, wenn sie wider Erwarten massive Kursverluste verzeichnen, ist sein Risiko erheblich.
Zum F.A.Z.-Börsenlexikon
 
 
 
 
Finanzservices / Neu
Selbst schlaumachen: Die Finanz-Services der F.A.Z.
Auf FAZ.NET informieren wir Sie nicht nur über die aktuelle Nachrichtenlage, klären über Hintergründe auf und geben Tipps zu aktuellen Themen. Wir bieten Ihnen auch eine Vielzahl von Finanz-Tools, die bei wichtigen Entscheidungen hilfreich sein können.
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