Geld ist nur ein Teil der Vorsorge, Entscheidungsfähigkeit der andere. Eine solide, breit diversifizierte Vermögensanlage kann man immer für einen Moment gedanklich beiseitelegen. Auch in Marktphasen, in denen wie derzeit der Ölpreis und der Irankrieg die Märkte zu bestimmen scheinen.
Viele Menschen sorgen akribisch für ihr Geld vor, aber erstaunlich wenige für den Moment, in dem sie nicht mehr selbst darüber entscheiden können. Doch das ist Vorsorge für Handlungsfähigkeit: Risikomanagement – nur eben nicht fürs Depot, sondern fürs Leben.
Wer das Thema Vorsorge ernst nimmt, braucht neben dem ETF-Sparplan und dem langfristig ausgerichteten Depot drei weitere Bausteine. Sie bringen keine Rendite, verhindern aber teure Fehler, finanziell und menschlich.
Erstens: die Vorsorgevollmacht. Wer handelt für Sie, wenn Sie selbst nicht mehr handeln können? Bei Behörden, im Pflegefall? Ohne Vorsorgevollmacht sind auch Ehepartner nicht automatisch vertretungsberechtigt. Entscheidend ist aber nicht nur das Dokument selbst, sondern auch, dass die richtigen Menschen wissen, dass es existiert und wo es liegt. Praktisch könnte sich zusätzlich zur Vorsorgevollmacht auch eine Bankvollmacht eignen. Denn viele Institute sind im Ernstfall mit eigenen Formularen schneller.
Zweitens: die Patientenverfügung. Sie entlastet im Ernstfall nicht nur die Angehörigen. Sie stellt auch sicher, dass in Ihrem Sinne gehandelt wird. Weniger Rätselraten, weniger Schuldgefühle, weniger Streit in ohnehin emotional schwierigen Situationen.
Und drittens: das Testament. Schreiben Sie nieder, wer nach Ihrem Tod was bekommen soll. Lassen Sie sich hinsichtlich steuerlicher Aspekte für Ihre Erben beraten. Darüber hinaus ist es ratsam, Ihr Testament regelmäßig zu überprüfen. Was vor Jahren Ihr Wunsch war, muss nicht heute noch Ihr letzter Wille sein. Je komplexer Familie und Vermögen sind, desto wichtiger ist ein aktuelles Testament. Lebenssituationen ändern sich – wie Marktphasen an der Börse auch. Über Kurse können Sie nicht verfügen. Über den eigenen Willen schon.
Bleiben Sie handlungsfähig!
Ihre Sarah Speicher-Utsch
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„Ist da was los in Iran? Man möchte meinen, dass nicht, wenn man auf die Marktentwicklung der vergangenen Tage schaut. Auch der Kursrückgang vom Montag hat nur die Extragewinne vom Freitag gekostet – der Trend bleibt. Das zeigt sich auch in der Seitwärtsbewegung von Gold und Dollar: Auf das Getöse von Trump hört keiner mehr.“
Martin Hock, Redakteur in der Wirtschaft und Leiter F.A.Z. Premium Finanzen.
F.A.Z.-Musterstrategien
„In den meisten Musterportfolios hat sich in der vergangenen Woche wenig getan. Es sei denn, die altbekannten Renner waren dabei: Nvidia, Tesla, KI. Es hat einen Hauch von FOMO meets „Nifty Fifty“ – die Angst, etwas zu verpassen, trifft auf das, was als Muss gilt. Die „Nifty Fifty“ waren in den bewegten Siebzigern das Muss. Viel übrig blieb von ihnen nicht. Aber: Wie damals an ihnen kommt man heute an den „Mag7“ und Verwandtschaft nicht vorbei. Egal, was man davon hält.“
Martin Hock, Redakteur in der Wirtschaft und Leiter F.A.Z. Premium Finanzen.
„Die Zinsgrafik erinnert uns daran, dass „Geld defensiv anlegen“ weiterhin Arbeit macht: Der beste Zins steht selten ohne Sternchen da. Tagesgeld wirkt am attraktivsten, aber die Details entscheiden, ob das Angebot wirklich passt. Und wer sich für Monate oder Jahre bindet, kauft sich vor allem Planbarkeit und nicht automatisch den Top‑Ertrag.“
Mandy Jarry, Technische Redakteurin für F.A.Z.-Newsletter und Verticals.
SpaceX und Open AI ab einem Euro – wie Apps den privaten Kapitalmarkt öffnen
Von Sean Röhricht
Eine Beteiligung an einem Flughafen in Edinburgh, ein Kredit an einen Mittelständler oder eine indirekte Beteiligung an Elon Musks SpaceX: Anlagen aus dem privaten Kapitalmarkt – also Investitionen in Unternehmen und Projekte, die nicht an der Börse notiert sind – rücken per App näher an Privatanleger heran.
Dass solche Angebote gerade jetzt auftauchen, hat auch mit der Idee des European Long Term Investment Fund (ELTIF) zu tun, der nach dem Willen der EU-Kommission mehr privates Kapital mobilisieren soll, etwa zur Finanzierung von Infrastrukturinvestments. Mit ELTIFs können Anleger mit kleinen Beträgen in solche weniger liquiden Produkte investieren, beschreibt es der Frankfurter Finanzprofessor Andreas Hackethal. Sie müssten aber akzeptieren, dass das Geld länger gebunden ist und die Produkte oft teurer sind als klassische Fonds.
Viele Privatanleger hätten nach Alternativen zu niedrigen Zinsen gesucht und nach Wegen, ihr Vermögen breiter zu streuen – auch weil sie Aktienmärkte zeitweise als hoch bewertet wahrnahmen, sagt Hackethal. Der private Kapitalmarkt erscheint dann als zusätzlicher Baustein mit Zugang zu Unternehmen und Projekten, die sonst im Depot kaum vorkommen.
Die Apps von Neobrokern sind vertraut. Nun sind dort auch Investments in den privaten Kapitalmarkt möglich. dpa
Ein Anbieter ist der Neobroker Nao. Gründer Robin Binder verwaltete früher das Vermögen einer Unternehmerfamilie und damit auch Privatmarktanlagen. Im mangelnden Marktzugang für Privatanleger erkannte er eine Marktlücke. Und so beginnt der Einstieg bei Nao je nach Produkt schon ab einem Euro.
Für Nutzer von Neobrokern wirkt das Angebot zunächst vertraut. Die Produkte erscheinen in einer App, der Kauf läuft digital. Wenn das Modell funktionieren solle, sagt Binder, müsse es die Service- und Produktwelt klassischer Privatmarktanbieter mit der Einfachheit, Transparenz und Geschwindigkeit eines ETF-Kaufs verbinden. Die Nao-Kunden sind vor allem Gutverdiener, die ihr Portfolio um weitere Anlageklassen ergänzen wollen.
Verlockende Angebote
Der Reiz speist sich aber auch aus dem Versprechen besonderer Anlagen. Bekannte Namen wie SpaceX, Open AI oder Anthropic erzeugen Aufmerksamkeit. Die Vermarktung habe Nao „extrem Rückenwind“ gegeben, sagt Binder. Auch Europas größter Neobroker Trade Republic bietet Zugang zu Privatmarktanlagen, bislang vor allem zu Private-Equity-Fonds.
Die Produkte unterschieden sich aber in wichtigen Punkten von Aktien und ETF, sagt Hackethal. Die vertraute App-Oberfläche könne leicht darüber hinwegtäuschen. Im Fall von SpaceX etwa erwerben Anleger in der Regel keine direkte Beteiligung, sondern Anteile an einem dort investierenden Fonds.
Das wirkt sich auf die Bewertung aus, aber auch auf die Bedingungen für einen Ausstieg. Weil es keine Marktpreise gibt und Bewertungen nur in größeren Abständen ermittelt werden, müsse das, was oft so ruhig aussieht, nicht weniger riskant sein, sagt Hackethal. Es kann auch bedeuten, dass Risiken erst später sichtbar werden.
Geringe Liquidität, wenig Transparenz und Impulshandlungen
Vor allem ist es nicht einfach, wieder an das Geld zu kommen. So haben Fonds oft zunächst eine „Lock-up“-Frist, während der Rückgaben ganz ausgeschlossen sind – zwei oder drei Jahre, auch länger, erklärt Binder. Auch danach ist ein Verkauf nicht einfach: Rückgaben müssen in der Regel angemeldet werden, und selbst dann ist nicht sicher, dass Anleger an ihr Geld kommen.
Als Marktstandard habe sich etabliert, dass Fonds je Quartal nur fünf Prozent ihres Volumens für Rückgaben zusagen. Anleger tragen nicht nur das Risiko von Wertverlusten, sondern auch das Risiko, nicht frei an ihr Geld zu kommen. Wenn sich das Umfeld eintrübt und zu viele Anleger verkaufen wollen, „müssen die Fonds vorübergehend schließen“, sagt Yann Stoffel von der Stiftung Warentest.
Kritik an Werbung
Das ist mehr als ein technisches Detail, wie neben US-Anlegern in Private-Credit-Fonds auch die des 2024 in einen ELTIF umgewandelten Immobilienfonds Greenman Open erfahren mussten. Nachdem das Volumen der Rückgabewünsche für den Fonds im dritten Quartal 2025 zehn Prozent des Fondsvolumens überschritt, wurde im Dezember die Anteilsrücknahme ausgesetzt. Das Problem ist die Dynamik: Sobald Anleger fürchten, nicht mehr herauszukommen, wächst der Anreiz zu verkaufen
Kritisch sieht Stoffel auch die Werbung mit Renditeangaben. In der Nao-App werden Zielrenditen ausgewiesen, die deutlich über langfristigen Aktienrenditen liegen. Stoffel hält dies für problematisch. Die Renditeangaben in den Informationsblättern spiegelten vor allem die Vergangenheit wider, also auch ein anderes Zins- und Marktumfeld. Hinzu komme, dass der Markt wenig transparent sei und die genannten Renditen nur eingeschränkt überprüft werden könnten.
Besonders groß sei das Risiko dort, wo solche Produkte in einer App direkt neben ETFs und Aktien auftauchten. Werner Bareis von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg warnt vor unüberlegten Impulshandlungen. Die Oberfläche suggeriere trotz grundlegender Unterschiede Vergleichbarkeit. „Risiken und eingeschränkte Liquidität“ könnten „verkürzt dargestellt werden“, und es könne Entscheidungsdruck entstehen.
Die aktuelle Lage an den internationalen Finanzmärkten ist deutlich von der militärischen Auseinandersetzung im Nahen und Mittleren Osten und deren Auswirkungen auf die Rohölmärkte beeinflusst. Je nach Informationslage zu einer möglichen diplomatischen Lösung reagieren die Finanzmärkte.
Festzuhalten bleibt, dass die Lage besser ist als die Stimmung. Einerseits zeigen neue Allzeithochs vieler US-Aktienindizes wie dem S&P 500, dem Nasdaq 100, dem Dow Jones Transportation und dem Dow Jones Utilities sowie das Allzeithoch des japanischen Nikkei 225, dass die führenden Weltaktienmärkte sich weiter in ihren technischen Haussebewegungen befinden, die seit Oktober 2022 bestehen.
Somit kommt von hier weiterhin technischer Rückenwind für andere Märkte. Andererseits hat es in Europa vor dem Hintergrund der veränderten Inflationsdaten und der gestiegenen Anleiherenditen technische Eintrübungen gegeben.
Der Dax begann seine Haussebewegung im Oktober 2022 bei 11.863 Punkten, die den Index in einem Wechselspiel aus Kaufsignalen, Aufwärtsschüben und Korrekturen bis zu einem Allzeithoch bei 25.508 Punkten führte. Seit dem jüngsten monetären Impuls der EZB im Mai 2025 befindet sich der Dax aber in einer Seitwärtspendelbewegung. Zwar wurde mit der moderaten relativen Stärke im ersten Quartal noch ein Allzeithoch erreicht, jedoch ist der Index zuletzt aus dem zentralen Haussetrend bei 22.800 Punkten in eine technische Korrektur gedrückt worden.
Als erste Konsequenz sollte das mittelfristige Etappenziel bei 25.500 Punkten liegen, dem Test des Allzeithochs. Die Seitwärtspendelbewegung, die sich zeitlich ausweiten sollte, wird von der Widerstandszone zwischen 24.770 und 25.508 Punkten und der Unterstützungszone zwischen 21.864 und 22.800 Zählern begrenzt. Der neue strategische Sicherungsstopp für den Index liegt jetzt bei 21.700 Stellen.
Ideen für das Portfolio
Auch wenn in den USA und Japan zuletzt neue Allzeithochs erreicht wurden, stecken einige europäische Aktienindizes in Seitwärtspendelbewegungen fest. Damit sollte es nicht überraschen, wenn aus technischer Sicht eher Trading-Signale entstehen und weniger neue Investment-Kaufsignale, die eher mittelfristige Aufwärtstrends aufmachen. Als Konsequenz werden Neupositionen eher als Trading-Positionen angesehen, die bei ansprechender Kursentwicklung auch zeitnah geschlossen werden.
Bei Aktien im Musterportfolio, die ihre Aufwärtstrends mit Gewinnmitnahme-Signalen beendet haben, wurden die Postionen im ersten Quartal geschlossen. Dies galt im Bereich der Standardwerte für die Fresenius SE und im Bereich der Mid-Caps für die Aktie des britischen Asset-Managers M&G.
Der M-Dax, der ein Performance-Index ist, in dem die fünfzig nach Marktkapitalisierung im Streubesitz größten deutschen Aktien unterhalb des Dax 40 enthalten sind, wies in den Jahren 2022 bis Mitte 2025 eine sehr ausgeprägte relative Schwäche gegenüber dem Dax auf. Nach dem Regierungswechsel und deren Versuch, die Binnenkonjunktur zu stärken, gewinnt der Index – im Vergleich zum Dax ganz langsam – wieder an relativer Stärke. Zuletzt ist er in die seit Juli 2025 bestehende Widerstandszone zwischen 31.750 und 32.400 Punkten gelaufen. Hier deutet die technische Gesamtlage an, dass der M-Dax im Laufe des Jahres 2026 diese Widerstandszone noch oben überwinden sollte. Als Konsequenz wird die ETF-Position im Portfolio weiter gehalten.
Wer den ELTIF in Europa direkt mit den in den USA unter Druck stehenden Private-Credit-Fonds vergleicht, greift zu kurz. Die eigentliche Frage lautet auch nicht, ob ELTIFs gut oder schlecht sind, sondern für wen sie geeignet sind. Vor dem Hintergrund der Altersvorsorge-Reform können sie dank ihres langen Anlagehorizonts ein sinnvoller Baustein sein. Entscheidend für den Erfolg ist dabei nicht die regulatorische Hülle, sondern die Qualität des Managements. Eine konstruktive Diskussion über Eignung, Kosten, Liquidität und Managerqualität ist nötig, damit der ELTIF sein Potential für die Altersvorsorge und die europäische Wirtschaft entfalten kann.
Dividendenaktien gelten vielen als verlässliche Einkommensquelle, doch die Finanzwissenschaft spricht von einer Dividendenillusion. Ausschüttungen sind keine zusätzliche Wertschöpfung, sondern erfolgen zulasten des Unternehmenswerts, weshalb der Kurs nach Zahlung typischerweise um den Dividendenbetrag sinkt. Anders als vertraglich gesicherte Anleihezinsen können Dividenden jederzeit gestrichen werden, wie 279 von 2692 Unternehmen im MSCI ACWI zu Pandemiebeginn 2020 zeigten. Hohe Dividendenrenditen sind zudem oft Folge gefallener Kurse, und reine Dividendenportfolios konzentrieren sich stark auf Finanzwerte, Versorger und Immobilien. Dennoch können Dividendentitel stabilisierend wirken und Anleger vor Panikverkäufen bewahren.
Auch hier geht’s ums Geld: Drei Erwachsene spielen „Monopoly“. Picture Alliance
LVMH verzeichnete im ersten Quartal 2026 einen merklichen Umsatzrückgang, konnte organisch jedoch leicht wachsen. Der Irankrieg belastete das Geschäft im Nahen Osten. Tiffany sowie die Sparten Uhren & Schmuck sowie Weine & Spirituosen entwickelten sich positiv, während der wichtigste Bereich Mode & Lederwaren enttäuschte. Analysten senkten teils ihre Kursziele deutlich, halten aber überwiegend an Kaufempfehlungen fest. Hoffnungsträger sind etwa das Dior-Comeback und steigende Konsumausgaben in China. Die Aktie notiert 13,25 Prozent unter ihrer 200-Tage-Linie, was langfristig orientierten Anlegern nach charttechnischer Stabilisierung eine Einstiegschance bieten könnte.
Der italienische Leitindex FTSE MIB hat den Kurseinbruch nach dem Irankrieg vollständig aufgeholt und notiert auf einem Allzeithoch. Damit steht Mailand deutlich besser da als andere europäische Börsen. Haupttreiber sind Energiewerte wie Eni und Energie-Zulieferer wie Saipem mit noch stärkeren Zuwächsen. Bankenaktien um Börsenmarktführer Unicredit schwächeln dagegen wegen Rezessionsängsten. Die Banca d'Italia prognostiziert für 2026 nur 0,5 Prozent Wachstum, was den Börsenoptimismus im Widerspruch zur schwachen Binnenwirtschaft erscheinen lässt.
Deutsche Aktien sind derzeit günstiger bewertet als zu anderen Zeitpunkten in den vergangenen zwölf Monaten. Doch die Zahl der Schnäppchen bleibt überschaubar. Die einfachste Strategie ist der Kauf von Trendaktien wie Siemens Energy, RWE oder Nordex, die vom Energiethema profitieren. Anleger unterschätzen oft die Dauer solcher Trends. Verliereraktien wie SAP oder Scout24 wirken zwar günstig, doch auch Abwärtstrends halten oft länger als erwartet. Die nach Kurs-Gewinn-Verhältnis billigsten Dax-Titel sind Porsche, VW, BMW und Deutsche Bank, wobei niedrige Bewertungen oft berechtigte Zweifel an den Gewinnerwartungen widerspiegeln. Dividendenstrategien mit stabilen Zahlern wie Allianz, Daimler Truck oder Deutsche Post DHL gelten als vielversprechend, während dividendenlose Werte wie
Zalando oder Delivery Hero zu den Verlierern zählen. Wer Einzeltitelrisiken meiden will, kann über einen Index-ETF investieren, der im Dax langfristig gut acht Prozent Jahresrendite erbracht hat.
Der Goldpreis gilt als Krisenbarometer. Sein aktueller Aufwärtstrend deutet auf eine Fortsetzung der globalen Unsicherheiten hin. Wieland Staud, Geschäftsführer der Staud Research GmbH, sieht im Chart ein nahezu idealtypisches Muster einer dreiteiligen Konsolidierung nach der Elliott-Wellen-Theorie. Die Schwankungen der vergangenen drei Monate zwischen rund 4100 und 5600 Dollar markieren demnach eine Pause im übergeordneten Aufwärtstrend. Preise von mehr als 6000 Dollar seien in den nächsten Monaten deutlich wahrscheinlicher als ein Rückfall unter 4000 Dollar.
Ist Goldschmuck krisensicher? Das kommt nicht nur auf den Preis des Edelmetalls, sondern auch auf den Zeitgeschmack an. Reuters
Es erscheint wie eine Kleinigkeit: Ende 2025 hat der Gesetzgeber die bisherige Wertgrenze, ab der ein häusliches Arbeitszimmer nicht zum Betriebsvermögen zu zählen ist, durch eine Flächenbegrenzung ergänzt. Damit wurde eine steuerliche Stolperfalle entschärft. Denn wer bisher ein Zimmer an die eigene GmbH vermietete, dem drohte nach Ende der Nutzung, etwa durch einen Umzug, eine Besteuerung angeblicher stiller Reserven nach dem aktuellen Verkehrswert, was zu hohen Steuerbelastungen führen konnte. Für Gründer und Selbständige bedeutet dies deutlich mehr Rechtssicherheit.
Das häusliche Arbeitszimmer – ein steter Gegenstand des Konflikts mit dem Finanzamt. Plainpicture
Großbritannien hat eine zehnjährige Staatsanleihe mit der höchsten Emissionsrendite seit der Finanzkrise 2008 begeben. Hintergrund sind steigende Inflationssorgen, vor allem durch den Irankrieg und den damit verbundenen Anstieg der Energiepreise. Trotz der hohen Rendite war die Nachfrage so groß wie nie zuvor. Auch in der Eurozone und Deutschland stiegen die Anleiherenditen deutlich, die Rendite dreißigjähriger Bundesanleihen erreichte zwischenzeitlich 3,61 Prozent. Laut Daten des Vermögensverwalters Blackrock waren im März inflationsindexierte Anleihen-ETF in Europa so gefragt wie seit fünf Jahren nicht mehr.
Wer nach dem regulären Renteneintritt mit 67 Jahren weiterarbeitet, kann dank der seit Januar 2026 geltenden Aktivrente sein Nettoeinkommen bis zum Lebensende um bis zu 40 Prozent steigern. Berechnungen des Centers für Intergenerative Finanzwissenschaft an der WHU zeigen, dass zwei Jahre Vollzeit-Weiterarbeit neben der Rente rund 109.000 Euro zusätzlich bringen können. Als attraktivste Variante erweist sich meist der Rentenbezug ab 67 mit paralleler Weiterarbeit statt eines späteren Rentenbeginns. Laut CIF-Forscher Stefan Seuffert lohnt sich das umso mehr, je höher das Einkommen ausfällt.
Auf den Ausgabeaufschlag wird entweder ein vollständiger oder reduzierter Rabatt von den Investmentgesellschaften gewährt. Innerhalb einer bestimmten Frist können Anleger den Ausschüttungsbetrag in demselben Fonds wieder anlegen. Mit der Ausschüttungsbekanntmachung wird die Höhe des Wiederanlagerabatts veröffentlicht.
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