Wie langweilig ist doch Geldanlage, die immer nur Monat für Monat Geld in ETF auf den Dax und den MSCI World steckt. Seit Jahren steigen die Aktienindizes von Rekord zu Rekord. In ihrem Lauf hält sie nicht mal Trump oder Netanjahu auf.
Bevor Irritationen aufkommen: Diese langweilige Form der Geldanlage ist für die meisten Anleger goldrichtig. Sie haben weder Zeit noch Lust, sich tief in Märkte und Unternehmen einzuarbeiten. Und sie haben die Ratio auf ihrer Seite. Langfristig ist dies die günstigste und vernünftigste Form rentabler Geldanlage.
Die Märkte würden indes nicht funktionieren, wenn dies alle so täten. Die Preisbildungsfunktion der Märkte wäre außer Kraft gesetzt. Weder Nvidia, noch Amazon oder Apple sind zudem im MSCI World geboren. Auch sie waren mal klein und unbedeutend. Und das ist noch gar nicht so lange her.
Perlen ausfindig zu machen, wird reich belohnt. Im S-Dax hat sich so mancher Wert in den vergangenen Jahren verdoppelt und verdreifacht. Auf dem Schirm hatte sie kaum jemand: PVA Tepla etwa oder Elmos Semiconductor. Auch Werte aus Südkorea wie SK Hynix oder Sandisk aus Kalifornien haben jenseits des MSCI World für Furore gesorgt. Immer nur Nvidia kaufen, um KI abzubilden, schien manchem doch zu langweilig.
Das Risiko von Einzelwert-Investments ist allerdings deutlich höher als das des Investierens in einen breit gestreuten Index. Ein guter Fondsmanager findet solche Titel aber – und manch findiger Privatanleger auch. Gelingt dies, ist der Lohn größer, als wenn der ETF-Sparplan „nur“ weiter beständig seine Funktion erfüllt.
Wie sind Ihre Erfahrungen mit Einzelwerten? Lohnt sich der Aufwand oder ist das Risiko unter dem Strich doch zu groß? Schreiben Sie uns gern an Premium-Finanzen@faz.de.
Vergangene Woche haben wir Sie im Newsletter nach Ihrer Rentenvorsorge und der geplanten Riester-Reform gefragt – und viele E-Mails erhalten. Einige Leser fragten sich: Welche Folgen hat die Altersvorsorgereform der Bundesregierung für meine Rente? Soll ich noch „kurz vor dem Ziel“ in das neue Altersvorsorgedepot wechseln? Zugleich gibt es Skepsis gegenüber dem Depot sowie Versicherer, Banken und Sparkassen als geeignete Anbieter. Mancher Leser hat andere Erfahrungen. Und sind Garantien für eine langfristige Altersvorsorge überhaupt von Nutzen? Diesem Thema widmet sich auch Finanzprofessor Jan Viebig in dieser Ausgabe als Gastautor.
„Die Charts der vergangenen Woche sehen schlimmer aus als sie sind. Die Aktienkurse bewegten sich im Wesentlichen seitwärts. Dabei hatte der S&P am Feiertag noch kurz die 7500 Punkte geknackt. Doch Inflationssorgen und steigende Anleiherenditen ließen die Stimmung am Freitag drehen. Auch auf Gold lastet der hohe Ölpreis.“
Martin Hock, Redakteur in der Wirtschaft und Leiter F.A.Z. Premium Finanzen.
F.A.Z.-Musterstrategien
„Die größte Bewegung in dieser Woche war in den Liquiditätspolstern zu verzeichnen. Kein Wunder, es ist Mai und Höhepunkt der Dividendensaison, nicht zuletzt in Deutschland. Das F.A.Z.- Fundamentalportfolio wurde vom schwachen Jahresstart für Bilfinger belastet.“
Martin Hock, Redakteur in der Wirtschaft und Leiter F.A.Z. Premium Finanzen.
Haben Sie noch Geld auf dem Girokonto liegen? Dann sollten Sie es lieber anlegen – denn die Inflationsrate liegt mittlerweile abermals bei knapp drei Prozent. Auf Tagesgeldkonten gibt es aktuell Zinsen von bis zu 3,5 Prozent. Wer sein Geld für sechs Monate als Festgeld anlegt, kann bis zu 2,7 Prozent erhalten und bei einem Sparbrief mit zwei Jahren Laufzeit sogar bis zu drei Prozent.
Susanne Klöpfer, Redakteurin in der Wirtschaft und für den F.A.Z. Premium Finanzen.
Wenn die Bank die Finanzierung nicht rechtzeitig zusagt, kann der Traum vom Eigenheim platzen. Neuerdings kann diese mit KI auch innerhalb von 30 Minuten rechtsverbindlich zugesagt werden. Doch es gibt noch Hürden.
Eine Baufinanzierung ist sicher kein „Day-Trading“. Doch Zeit sei schon ein entscheidender Faktor, sagt Ralph Müller, bei der ING Deutschland als Vorstand für das operative Geschäft verantwortlich. Zeit, genau mehrere Jahre, hat es auch gebraucht, bis die deutsche Tochtergesellschaft der niederländischen Großbank ihr neuestes Angebot an den Start bringen kann: „Instant-Baufi“.
Ziel ist es, Immobilienkäufern innerhalb einer halben Stunde eine rechtsverbindliche Baufinanzierungszusage geben zu können. Bislang kann das je nach Institut zehn Bankarbeitstage dauern, also 14 Tage. Die ING hat den Prozess nach eigenen Angaben schon jetzt auf drei Bankarbeitstage verkürzt.
Mitarbeiter checkt am Ende der Baufinanzierung
Möglich wird die kurze Bearbeitungszeit durch den Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI), die dem Kunden auch viel Papierkram abnimmt. Die Angabe einer Adresse reicht aus, anhand von Satellitenbildern, Google Street View und anderen öffentlichen Quellen erstellt die KI einen digitalen Zwilling des Objekts. Der Kunde muss nur noch den Energieausweis beibringen.
Auch die Bonitätsprüfung des Kunden erfolgt mit KI-Unterstützung, über die gesetzlich vorgeschriebenen Schnittstellen der einzelnen Bank oder Sparkasse, weitgehend papierlos. Nur ganz am Ende schaut sich noch einmal ein Mitarbeiter der ING den Kreditantrag an, das ist vorgeschrieben. Was der Mitarbeiter in den wenigen Minuten, die ihm zur Verfügung stehen, wirklich prüfen kann, konnte Müller anlässlich der Vorstellung von „Instant-Baufi“ nicht plausibel erklären und sprach nur von einer Plausibilitätsprüfung.
Noch lange nicht jeder, der mit der ING eine Immobilie finanzieren will, kommt in den Genuss einer schnellen Zusage. Voraussetzung ist zunächst auch eine Beratung durch den Vermittler von Baufinanzierungen Interhyp. Auch funktioniert „Instant-Baufi“ zunächst nur für Einfamilienhäuser, nicht aber für Mehrfamilienhäuser oder Eigentumswohnungen. Letztere sollen in einem guten halben Jahr auch „instant“ finanzierbar sein. Auch im Fall von Neubauten greift „Instant-Baufi“ nicht, denn der KI fehlen Bilder vom Objekt, das es ja noch nicht gibt.
Baufinanzierung: Interhyp will das Modell verbreiten
15 bis 20 Prozent der Baufinanzierungen könnten mit dem neuen System in einem ersten Schritt bearbeitet werden, sagt Jörg Utecht, Vorstandsvorsitzender von Interhyp. Perspektivisch soll es knapp die Hälfte aller Baufinanzierungen werden. Dass der Vermittler von Baufinanzierungen und die Direktbank zusammenarbeiten, ist kein Zufall. Die niederländische ING kaufte die Interhyp schon im Jahr 2008, doch will diese weiter unabhängig arbeiten.
Laut Utecht ist Interhyp mit drei weiteren Banken im Gespräch, die, wie die ING, KI-gestützte Baufinanzierungszusagen machen könnten. Namen nannte er nicht. Ausweislich der Interhyp-Homepage arbeitet der Vermittler auch mit der Commerzbank, der Unicredit, Wüstenrot, der DKB sowie den Sparkassen und Sparda-Banken zusammen.
Zeit entscheidet über Zinssatz der Baufinanzierung
Als die Idee zu „Instant-Baufi“ entstanden sei, habe gerade Zeit insofern eine Rolle gespielt, als Objekte knapp gewesen seien, schildert Müller. Heute sei der Zeitfaktor entscheidend, um sich den besten Zinssatz für die Baufinanzierung zu sichern. Die ING passt ihre Baufinanzierungszinsen in der Regel zweimal in der Woche an, sagt Müller. Andere Institute täten dies jeden Morgen, sagt Utecht. Steigen Zinsen nur um 0,2 oder 0,5 Prozentpunkte, bedeute dies mitunter das Ende des Immobilientraums, weil er dann aufgrund der Mehrkosten für den potentiellen Käufer nicht mehr finanzierbar sei, argumentiert Müller.
Aber auch die Bank habe etwas von der KI-gestützten-Blitzentscheidung. Kunden zu gewinnen, sei im aktuellen Umfeld herausfordernd, argumentiert Utecht. Dauere die Prüfung der Unterlagen zu lange, bestehe die Gefahr, dass der Kunde abspringt und bei einem anderen Institut unterschreibt.
Zeit scheint ein zunehmend wichtigerer Faktor im Bankgeschäft zu werden. „Wir beobachten, dass die Bereitschaft der Kunden abnimmt, Unsicherheit zu ertragen“, sagt Möller. Mit der KI-gestützten Baufinanzierungsprüfung rechnet er sich mindestens ein Alleinstellungsmerkmal im deutschen Bankenmarkt aus. Ein solches System lässt sich nicht einfach aus dem Boden stampfen, muss gut trainiert werden und letztlich auch den Regulierer überzeugen. Aber steht es einmal, spart es 80 Prozent der Arbeitsschritte ein, die bislang manuell von Menschen erledigt werden mussten. Jobs seien bei der ING Deutschland dennoch nicht in Gefahr. „Wir planen signifikantes Wachstum“, begründet es Müller.
Das „Zukunft 20“-Depot hat mit knapp acht Prozent Plus Fahrt aufgenommen, das Depot „Wachstum 10“ kämpft mit Altlasten und „Ausgewogen 15“ führt souverän. Insgesamt ein Lehrstück, wie unterschiedlich sich Qualität und Wachstum entwickeln können.
Wachstum 10: Wenn defensive Qualität zur Geduldsprobe wird
29.568 Euro Depotwert, minus 1,4 Prozent Wertentwicklung. Das Depot mit dem Namen „Wachstum“ trägt diesen derzeit eher als Hoffnung – gewachsen ist hier seit August 2025 herzlich wenig.
Die größte Last heißt mit einem Minus von 39 Prozent SAP. Die Aktie des deutschen Softwarekonzerns hat seit dem größten Patentablauf seiner Geschichte und einem schwachen Wachstum im Cloud-Geschäft massiv an Wert verloren. 13 Stück für rund 3100 Euro gekauft, aktueller Marktwert nur noch 1885 Euro. Ausgerechnet der vermeintliche Tech-Vorzeigewert entpuppt sich bisher als Bremsklotz. Microsoft tut mit einem Minus von 19 Prozent ebenfalls weh. Selbst der KI-Profiteur kann das Depot nicht retten.
Doch es gibt Lichtblicke. Johnson & Johnson glänzt mit einem Plus von 29 Prozent und zeigt, was defensive Qualität bedeutet. Der iShares MSCI World Core ETF leistet mit plus 14 Prozent solide Arbeit und fängt einen Teil der Einzeltitel-Verluste ab. Auch Nestlé hält sich tapfer mit einem Zugewinn von neun Prozent.
Mein Fazit: Das Depot leidet nicht an mangelnder Diversifikation, sondern an einer aktuell katastrophalen Einzelentscheidung. Doch SAP bleibt für mich langfristig Europas Top-Software-Aktie, während die defensiven Positionen – Johnson & Johnson, Nestlé, Linde – ihren Dienst tun. Sie können das Loch aber nicht stopfen. Die Strategie ist richtig, die Titelauswahl war zuletzt unglücklich. In nächster Zeit dürfte hier etwas passieren.
Zukunft 20: Wenn Wachstum endlich wieder liefert
31.291 Euro Depotwert – und eine Wertentwicklung von plus 4,3 Prozent. Das dynamischste der drei Depots hat sich nach schwierigen Monaten zurückgemeldet und zeigt, dass Wachstumswerte bei aller Volatilität liefern können.
Die größten mit jeweils einem Zugewinn von 26 und 25 Prozent sind Tesla und Nvidia. Elon Musks Elektroautobauer macht aktuell vieles richtig, der KI-Chip-Gigant Nvidia hat sich nach zwischenzeitlichen Schwächephasen gefangen. Noch besser entwickelt hat sich Crowdstrike. Der Cybersecurity-Spezialist profitiert vom anhaltenden Sicherheitsbedarf und verzeichnet ein Kursplus von 39 Prozent. Und der Invesco MSCI World ETF zeigt mit plus 22 Prozent, dass auch passive Investments liefern.
Doch nicht alles läuft rund. Orsted stehen 24 Prozent im Minus. Der dänische Windkraftpionier kämpft mit steigenden Finanzierungskosten und politischen Unwägbarkeiten. Auch die E-Commerce-Plattform Shopify enttäuscht. Das Unternehmen leidet unter einem schwächelnden Onlinehandel, die Aktie hat 29 Prozent im Kurs verloren. Selbst der iShares Digital ETF verliert rund zehn Prozent – Tech-ETF haben derzeit Gegenwind.
Mein Fazit: Das „Zukunft 20“-Depot zeigt, wofür Wachstumsstrategien stehen – hohe Volatilität, aber auch echtes Aufwärtspotential. Tesla und Nvidia machen den Unterschied, Orsted und Shopify bremsen. Wer hier investiert, muss Schwankungen aushalten können. Aber die postive Wertentwicklung zeigt: Die Strategie funktioniert. Man braucht nur starke Nerven und die richtigen Titel.
Ausgewogen 15: Das Depot, das alles richtig macht
40.878 Euro, plus 36 Prozent – das ist kein Zufall, das ist Strategie. Das „Ausgewogen 15“-Depot führt die interne Rangliste mit großem Abstand an und liefert den Beweis, dass ein guter Mix aus Wachstum, Qualität und Liquidität mehr als die Summe seiner Teile sein kann.
Die Überzeugungstäter heißen ASML und Alphabet. Der niederländische Halbleiter-Ausrüster hat sich mit einem Plus von 104 Prozent zur mit Abstand besten Einzelposition entwickelt. Eine ungebrochene Chipnachfrage, getrieben von KI und Rechenzentren, spielt ASML direkt in die Hände. Alphabet folgt mit 94 Prozent – Googles KI-Dominanz und die starke Cloud-Sparte rechtfertigen jeden Cent.
Novartis überrascht positiv: Ein Plus von 21 Prozent macht die Aktie des Schweizer Pharmariesen zum stillen Star. Pharma als defensiver Wachstumssektor – die Kombination mit Technologie-Aktien bewährt sich. Schneider Electric legen 21 Prozent zu und profitieren vom Investitionsboom in Energieeffizienz.
Der Xtrackers MSCI Emerging Markets ETF überrascht mit einem Wertzuwachs von einem Drittel positiv. Asien und Lateinamerika schlagen zurück. Der iShares Global Clean Energy ETF liefert spektakuläre 55 Prozent: Der Energiewendetrend ist kurzfristig volatil, mittelfristig aber unaufhaltsam. Coca-Cola hat mit einem Aktienkursanstieg von 17 Prozent aufgeholt und zeigt defensive Stärke.
Doch nicht alles läuft perfekt: LVMH verlieren vier, Deutsche Telekom sogar zehn Prozent. Im Gesamtbild fallen diese Verluste aber kaum ins Gewicht. Die hohe Liquiditätsreserve über den Lyxor Euro Cash bietet taktischen Spielraum.
Mein Fazit: Dieses Depot ist das, was ich mir für jeden Anleger wünsche, der nicht zwischen Sicherheit und Rendite wählen will. Es zeigt, dass man beides haben kann – wenn die Titel stimmen, die Gewichtung passt und man Geduld mitbringt.
Drei Strategien, eine Erkenntnis
Nach neun Monaten Laufzeit zeigt sich ein klares Bild: Ausgewogenheit schlägt bisher Extreme. Drei Lektionen nehme ich persönlich mit:
Erstens: Defensive Titel schützen nur, wenn sie wirklich defensiv sind. Die Deutsche Telekom etwa enttäuscht.
Zweitens: Wachstumswerte wie ASML, Alphabet, Tesla oder Nvidia liefern, wenn man Überzeugung und Durchhaltevermögen mitbringt.
Drittens: Die Mischung macht’s: „Ausgewogen 15“ kombiniert Tech-Wachstum mit defensiver Pharma, ETF und Liquidität. Genau das funktioniert.
Die nächsten Monate werden zeigen, ob sich „Wachstum 10“ aus dem Loch kämpft oder ob die Altlasten zu schwer wiegen. „Zukunft 20“ hat Momentum, und „Ausgewogen 15“ macht einfach weiter. Mal sehen, wer am Ende die Nase vorn hat.
Die US-Börsen erleben einen fundamentalen Aufschwung. Rund 80 Prozent der Unternehmen übertrafen die Gewinnerwartungen, das durchschnittliche Gewinnwachstum im S&P 500 betrug gut 20 Prozent. Vom KI-Boom profitieren längst nicht nur Technologieaktien, sondern auch Maschinenbauer wie Caterpillar oder der Klimaanlagenspezialist Vertiv. In Nordostasien wiederum kaufen Hedgefonds so viele Aktien aus Südkorea, Taiwan und Japan wie seit einem Jahrzehnt nicht mehr. Europa hingegen tritt auf der Stelle, belastet durch hohe Energiepreise und schwächeres Gewinnwachstum. Die Bank of America sieht bei europäischen Aktien ein Abwärtspotential von bis zu 15 Prozent.
Wer amerikanische Aktien bereits abgeschrieben hatte, wird derzeit eines Besseren belehrt. Reuters
Die Deutsche Telekom will künftig mit Rheinmetall bei der Drohnenabwehr zum Schutz kritischer Infrastruktur zusammenarbeiten. Zugleich beflügeln Spekulationen über eine mögliche Verschmelzung mit der US-Tochter T-Mobile US die Phantasie der Anleger. Es könnte der größte Telekommunikationskonzern der Welt entstehen. Die jüngsten Quartalszahlen fielen stark aus, der Konzern hob seine Jahresprognose an. Mehrere Analysten bewerten die Aktie positiv, Goldman-Sachs-Analyst Andrew Lee hält sie für eine der überzeugendsten Anlageideen seines Hauses.
Die Deutsche Telekom kann nicht nur an Weihnachten glänzen. Frank Röth
Nach einer monatelangen Seitwärtsbewegung zwischen 170 und 210 Dollar sind nach technischer Analyse für die Aktie von Nvidia Kurse um 250 Dollar möglich. Für Intel dürfte nach einem spektakulären Kursanstieg bald eine ziemlich volatile Korrektur beginnen. Nichtsdestoweniger dürfte die Hauptrichtung aufwärts sein, ein weiterer signifikanter Anstieg ist wahrscheinlicher als eine nachhaltige obere Trendwende. Auch wenn die Frage nach der Blasenbildung berechtigt ist, sehen die Charts technisch weiterhin solide aus.
Die belgische Börse hat sich seit Jahresbeginn mit einem Plus von rund sieben Prozent deutlich besser entwickelt als der Euro Stoxx 50 und der Dax. Haupttreiber war mit einem Kursanstieg um knapp 14 Prozent die Aktie des Indexschwergewichts AB Inbev, nachdem der Konzern erstmals seit 2023 wieder mehr Getränke abgesetzt und der Betriebsgewinn um 5,3 Prozent zugelegt hatte. Die Vergütung von Vorstandschef Michel Doukeris in Höhe von rund 85,8 Millionen Euro löste in Belgien eine öffentliche Debatte aus. Laut Xavier Baeten von der Vlerick Business School sei das Verhältnis von 1800 zu eins zum niedrigsten Gehalt für Belgien „wirklich beispiellos“. Analysten sehen bei vielen Bel-20-Werten weiteres Aufwärtspotential.
Die vom Bundestag beschlossene Reform der privaten Altersvorsorge öffnet die Förderung zwar für ein garantiefreies Altersvorsorgedepot, hält aber zugleich an Garantieprodukten mit bis zu 100 Prozent Beitragserhalt fest. Der Renditeunterschied ist erheblich: Bei 200 Euro monatlich über 30 Jahre ergeben sich bei einer Riester-Rendite von 1,7 Prozent rund 93.800 Euro, bei neun Prozent Aktienrendite dagegen etwa 366.100 Euro. Forschungen belegen, dass der Verzicht auf Garantien den Alterskonsum für die Mehrheit der Rentner erhöhen könnte. Für junge Sparer sollte daher das kostengünstige, garantiefreie Depot mit hohem Aktienanteil der Regelfall sein.
Der Traum vom eigenen Urlaubsdomizil in Deutschland ist ungebrochen. Ferienimmobilien sind nicht nur als privater Rückzugsort, sondern auch als Kapitalanlage gefragt. Wie entwickelt sich der Markt in Zeiten vielfältiger Krisen, worauf sollte man vor dem Kauf unbedingt achten und was hat es mit dem Schlagwort Coolcation auf sich?
Abfindungen gelten steuerlich als Einkommen im Auszahlungsjahr und können die Steuerlast erheblich erhöhen. Eine zentrale Entlastungsmöglichkeit bietet die sogenannte Fünftelregelung, bei der die Abfindung rechnerisch auf fünf Jahre verteilt wird. Das muss jedoch in der Steuererklärung beantragt werden. Nutzen lässt sich der Auszahlungszeitpunkt: Fällt das Einkommen im Folgejahr geringer aus, kann eine Verschiebung der Zahlung den Steuersatz senken. Auch das gezielte Vorziehen steuerlich anerkannter Ausgaben wie Renovierungen oder Beiträge zur Altersvorsorge in das Abfindungsjahr kann die Steuerlast senken.
Laut einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft liegt das Median-Nettovermögen der unter Fünfunddreißigjährigen bei 17.300 Euro. Finanzexpertinnen raten, frühzeitig mit dem Sparen zu beginnen und in breit gestreute ETF zu investieren. Als Orientierung dient die 50-30-20-Regel, bei der 20 Prozent des Nettoeinkommens gespart werden. Vor dem Investieren sollten Schulden getilgt und ein Notgroschen von drei bis sechs Monatsgehältern aufgebaut werden. 200 Euro, ab einem Alter von 21 Jahren monatlich bis zur Rente gespart, ergeben dank Zinseszins rund 560.000 Euro. Wer erst mit 30 Jahren beginnt, kommt nur auf etwa 315.000 Euro.
Sich einen Überblick über seine Finanzen zu verschaffen, soll helfen, zu sparen. picture alliance / Westend61
• Das Statistische Bundesamt legt gegliederte Zahlen zur vierteljährlichen Arbeitsmarktstatistik vor.
Mittwoch, 20. Mai:
• Die Commerzbank hält ihre Hauptversammlung ab. Das beherrschende Thema dürfte die Abwehrstrategie gegen das Übernahmeangebot der italienischen Großbank Unicredit sein.
• Spekulationen zufolge könnte bei Meta Platforms die erste große Entlassungswelle des Jahres beginnen.
Freitag, 22.Mai:
• Veröffentlichung des Ifo-Geschäftsklimaindex
• EU und Mexiko unterzeichnen die Modernisierung ihres Freihandelsabkommens.
Die Kennziffer Alpha veranschaulicht die abweichende Wertentwicklung eines Fonds gegenüber der Entwicklung der verwendeten Maßgröße (Benchmark). Sie beziffert das Ausmaß, in dem sich der Fonds besser oder schlechter entwickelt hat als die Benchmark. Das Alpha misst jenen Teil der Rendite, der nicht mit der allgemeinen Marktentwicklung zu erklären ist, sondern auf der Auswahl von Aktien innerhalb dieses Marktes beruht. Ein positives Alpha deutet daher auf ein besonders erfolgreiches Fondsmanagement hin.
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