Meine Finanzen
                                                           
Dienstag, 04.08.2026 | Zur Online-Ansicht
Logo–Meine Finanzen
Frankfurter Allgemeine
MEINE FINANZEN
Separator
 
Vorsicht, Wunderknabe!
Mit Hypes ist das so eine Sache. Egal, worauf sie sich beziehen. Manche Schriftsteller verkaufen Millionen Bücher – später landen sie zu Dutzenden auf dem Bücherbasar. Der deutsche Tech-Star Wirecard endete im Gerichtssaal. Und „Unternehmer des Jahres“ zu werden, sei der erste Schritt zur Insolvenz, behaupten böse Zungen.
Autorenbild
Martin Hock
Redakteur in der Wirtschaft und Leiter F.A.Z. Premium Finanzen.
Plus Sign Folgen
Und es gilt auch für viele Überflieger der Geldanlage, gleich welcher Couleur. Was ist aus Markus Frick („Ich mache Sie reich“) geworden, ganz zu schweigen von Bernie Madoff? Und was wird jetzt aus Leopold Aschenbrenner?
Der als „KI-Orakel“ bezeichnete Hedgefondsmanager musste in der Vorwoche große Teile seines Fonds zu niedrigen Preisen liquidieren. Weniger weil er schlecht angelegt hätte, sondern weil er zu riskant finanziert hatte und die Geldgeber nervös wurden. Unverändert gilt der Satz von John Maynard Keynes: „Märkte können länger irrational bleiben, als man zahlungsfähig bleiben kann.“ Ist die Finanzierung auf Kante genäht, müssen die Märkte nur mal gegen einen laufen, schon wird es eng, und aus dem „Orakel“ wird ein unerfahrener Manager, der sich mit zu viel Hebel übernommen hat.
Fazit ist: Wenn einer angeblich übers Wasser laufen kann, ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass er irgendwann gewaltig nass wird, als dass er die andere Seite trockenen Fußes erreicht. Denn Menschen bleiben Menschen. Sie machen Fehler, sie irren sich, sie werden übermütig. Das heißt nicht, dass nicht einer etwas besser weiß oder kann. Aber wenn jemand in überirdischen Sphären zu schweben scheint, ist es wahrscheinlich eine optische Täuschung.
Bleiben Sie auf dem Boden!
Ihr Martin Hock
Was denken Sie? Auf wen vertrauen Sie bei Ihrer Geldanlage? Schreiben Sie uns gern an Finanzen-Premium@faz.de.
 
 
 
Leser Echo / Neu
Über Geld – Leser-Echo
Man hat immer wieder das Gefühl, Deutschland bestehe nur noch aus mutlosen Pessimisten, die je nachdem entweder resigniert haben oder gleich auswandern wollen. Unsere Leser gehören allem Anschein nach aber nicht dazu. Das heißt nicht, dass sie alles positiv sehen. Und nicht, dass sie gern hätten, dass alles so bleibt, wie es ist. Denn vielmehr sind es gerade die zu zaghaften und verzögerten Reformen, die ihnen am meisten Sorgen machen und genau die jedes Mal vorgetragenen Bedenken. Wirtschaftlich ist es jedoch die Staatsverschuldung, deren Ansteigen die Steigerung nicht so weiter gehen könne und die Zukunft aller belaste. Aber der Tenor bleibt: „Sorgen tragen ist nicht so meine Sache“, formuliert es Reinhard R. aus Wiesbaden.
 
Anzeige
 
Themen des Newsletters
Separator
Geldanlage auf einen Blick
 
>
 
Markt-Rückblick
 
>
 
F.A.Z.-Musterstrategien
 
>
 
Depots: Was Beratung kostet
 
Artikel der Woche
 
>
 
Die Blockchain ist ohne Krypto besser dran
 
Märkte inside
 
>
 
Warum das klassische Anleger-Portfolio ausgedient hat
 
Vermögensaufbau
 
>
 
So viel Steuern spart eine Immobilien-GmbH wirklich
 
>
 
Warum auf den Erbschein nicht immer Verlass ist
 
>
 
Die Nebenwirkungen des ETF-Erfolgs
 
Aktien und Anleihen
 
>
 
Warum OpenAI den Börsengang verschieben muss
 
>
 
Was hinter dem Comeback von Starbucks steckt
 
>
 
Keiner begibt mehr Anleihen als die Hyperscaler
 
>
 
Versicherungsaktien – Gewinner steigender Zinsen
 
>
 
Warum geht uns das Öl nicht aus?
 
Die fünf meistgelesenen Artikel
 
Service
 
>
 
5 Termine für 7 Tage
 
>
 
Wort der Woche: Leitzinsen
 
>
 
Selbst schlaumachen: Die Finanz-Services der F.A.Z.
 
 
Geldanlage auf einen Blick
Separator
 
Markt-Rückblick
 
Susanne Klöpfer, Redakteurin in der Wirtschaft und für F.A.Z. Premium Finanzen.
„Der Dax hat trotz zuletzt eher weniger erfreulichen Nachrichten aus der Wirtschaft zum Wochenstart einen neuen Höchststand erreicht. Grund war der gesunkene Ölpreis, nachdem der US-Präsident am Wochenende offenbar einen neuen ‌Angriff auf den Iran ausgesetzt hat und neue Hoffnungen auf Frieden im Irankrieg aufgekommen sind. Ein Schritt in die richtige Richtung. Aber Analysten sehen die Entwicklung skeptisch.“
Susanne Klöpfer, Redakteurin in der Wirtschaft und für F.A.Z. Premium Finanzen.
 
 
F.A.Z.-Musterstrategien
 
Martin Hock, Redakteur in der Wirtschaft und Leiter F.A.Z. Premium Finanzen.
„Der Kursanstieg der vergangenen Tage schlägt sich auch in den Depots nieder. Besonders konservativere Aktienstrategien profitierten. Nichts zu holen war dagegen eher mit Zukunftsaktien. Aber das ist auch nur ein Zwischenstand. Die Musterstrategien sind langfristig angelegt."
Martin Hock, Redakteur in der Wirtschaft und Leiter F.A.Z. Premium Finanzen.
 
 
Zu den Musterportfolios
Depots: Was Beratung kostet
Wie heißt es so schnell: Zinsanlagen sind langweilig. Sind sie auch, weil man weiß, was man am Ende der vereinbarten Zeit an Zinsertrag erhält. Und viele, die Zinsanlagen wählen, fühlen sich dabei wohl, und gleichzeitig fragen sich viele: Soll ich vielleicht doch in Aktien, Fonds oder ETFs anlegen? Wer derartige Überlegungen anstellt und mit einer Einmalanlage oder einem monatlichen Sparplan in Aktien und Co. investieren will, sollte aber auch auf die Depotkosten achten. Die FMH-Finanzberatung hat diese für zwei Gruppen zusammengestellt. Zum einen Geschäftsbanken, die eine Beratung anbieten. Diese sind indes vergleichsweise teuer. Zum anderen für Neobroker, die keine Beratung bieten, aber dafür mit extrem niedrigen Kosten für jeden Anlagevorgang (Orderkosten) punkten können. (Quelle: FMH)
 
Martin Hock, Redakteur in der Wirtschaft und Leiter F.A.Z. Premium Finanzen.
„Es ist schon eindeutig: Wer zu seinem Depot Beratung will, muss zahlen. Und das nicht zu knapp. Drei Fragen stellen sich: Was ist die Beratung wert? Wie viel Beratung brauche ich? Und bekomme ich für mein Geld, was ich brauche? Eine wichtige Frage bei der Brokerwahl - wenn auch nicht die einzige.“
Martin Hock, Redakteur in der Wirtschaft und Leiter F.A.Z. Premium Finanzen.
Zu den Finanzrechnern
 
 
Anzeige
 
Artikel der Woche
Separator
 
Die Blockchain ist ohne Krypto besser dran
Krypto-Währungen und Blockchain: In vielen Augen sind sie untrennbar. Doch sind die Coins am Ende ein Hindernis? dpa
Die Blockchain ist ohne Krypto besser dran
Von Martin Hock
Blockchains gibt es schon lange. Doch immer noch können sie sich nicht durchsetzen. Ein Forscher sieht das Grundproblem in den Kryptowährungen – und hat eine andere Option.
Seit mehr als 15 Jahren versprechen Befürworter der Blockchain-Technik die Revolution des globalen Finanzwesens: Handelbarkeit von kleinsten Anteilen an Vermögenswerten (Tokenisierung), rund um die Uhr, programmierbare Geldflüsse, fast perfekt transparente Märkte, Echtzeitabwicklung von Geld gegen Vermögenswerte – die Ambitionen sind ungebrochen groß.
Tatsächlich aber ist die Welt von einer wirklichen Adaption öffentlicher Blockchains durch Zentralbanken, Großbanken oder staatliche Institutionen nach wie vor weit entfernt. Für Silvio Micali, Informatiker und Gründer der Blockchain Algorand, liegt das nicht (nur) an der Trägheit von Institutionen und an dem Bestreben, Pfründe zu schützen, sondern vielmehr an der bisherigen Blockchain-Architektur.
Öffentlich oder privat: eine Grundsatzfrage
Eine Blockchain, eine Datenbank mit einer Architektur also, in der Daten in miteinander verkettete Blöcke geschrieben werden, gibt es grundsätzlich in zwei Typen: öffentlich (wie Bitcoin oder Ethereum) oder privat (etwa R3). Erstere stehen grundsätzlich jedermann für Transaktionen offen, und jeder kann am Konsensmechanismus teilnehmen – also dem Prozess, durch den neue Transaktionsblöcke validiert und der Kette hinzugefügt werden. Bei privaten Blockchains übernimmt diese Validierung eine kleine Gruppe ausgewählter Teilnehmer.
Für Micali muss die Lösung öffentlich sein. Wer an Validierungsentscheidungen nicht teilhabe, habe keinen Grund, einem Netzwerk zu vertrauen. Öffentliche Blockchains seien eine Infrastruktur, die Handel ermögliche und Vertrauen stifte. Eine private Blockchain erzeuge nur lokales Vertrauen. Baue man die öffentliche Blockchain richtig, könne sie Generationen überdauern.
Das Problem aber sei, dass öffentliche Blockchains von volatilen digitalen Vermögenswerten abhängig seien, die derjenige, der an der Validierung teilnehmen möchte, in erheblicher Menge hinterlegen muss – ein Risiko, das etwa Banken allein schon regulatorisch absichern müssten. Wenn sie es denn überhaupt dürfen.
Das Größen-Missverhältnis
Zudem bestehe ein eklatantes Missverhältnis zwischen dem Umfang der Vermögenswerte, die über eine Blockchain gehandelt werden sollen und der Menge an dafür zur Verfügung stehender Kryptowährung. Wenn sich etwa auf einer Chain Vermögenswerte von einer Billion Dollar befänden, die Marktkapitalisierung der Kryptowährung aber nur zehn Milliarden Dollar betrage, müssten potentielle Angreifer nur fünf Milliarden Dollar investieren, um die Validierungsentscheidungen bestimmen zu können und die Sicherheit des Netzwerks auszuhebeln. „Stellen Sie sich eine Brücke vor, die für hundert Kilogramm zertifiziert ist, auf die Sie aber hundert Tonnen Fracht stellen“, sagte Micali zuletzt auf der Crypto Assets Conference im April in Frankfurt.
Und wer garantiere denn, dass in zehn Jahren noch genügend ehrliche Validatoren bereitstehen, die auf lukrativere Alternativen verzichteten, um das Netzwerk am Laufen zu halten? Da spreche einfach die Logik des Marktes dagegen.
Sicherheit aus Ehrlichkeit
Micalis Lösung ist die „Fiatchain“ – der Name verweist auf „Fiatgeld“, also konventionelles, staatlich garantiertes Zentralbankgeld. Akzeptiere man zwei Axiome, so sei die Netzwerksicherheit gewährleistet. Erstens: Die Mehrheit des Geldes befindet sich in ehrlichen Händen. Das sei in jeder funktionierenden Volkswirtschaft gegeben. Zweitens: Ehrliche Menschen wollen auf ehrliche Weise Geld verdienen. Daraus lasse sich dann ableiten, dass die Mehrheit der Validatoren einer solchen Chain mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit ehrlich handele.
Funktioniere nun eine öffentliche Blockchain mit öffentlichem Geld, habe das für die institutionelle Nutzung drei entscheidende Vorteile. Die Marktkapitalisierungsgrenze entfalle, was das Netzwerk theoretisch unbegrenzt skalierbar und damit sicher für tokenisierte Vermögenswerte in jedem Umfang mache. Die Nutzung ausschließlich digitalen Fiatgelds bedeute einen nationalen Souveränitätsgewinn. Und regulatorische Hürden seien niedriger.
Die Validierung auf der Fiatchain erfolge durch ein per Zufallsprinzip immer wieder neu besetztes Gremium variabler Größe. Das beschleunige die Weiterentwicklung. Die Validatoren müssten eine Gebühr zahlen, verdienten aber an den Netzwerkgebühren. Die Fiatchain sei zudem angesichts der langfristigen Bedrohung durch Quantencomputer von Beginn an auf Quantenresistenz ausgelegt und soll mit zwanzigtausend Transaktionen je  Sekunde starten, mit Potential nach oben. Käufer und Verkäufer könnten Gebote in einem offenen Orderbuch nachsehen, Off-Chain-Transaktionen entfielen.
So bestechend Micalis Konzept aber ist, so wenig ist in der Praxis davon zu sehen. Ursprünglich hatte der Mathematiker eine Minimalversion bis Ende des zweiten Quartals 2026 in Aussicht gestellt. Micali nannte den Algorithmus zuletzt „state ready“ – theoretisch fertig. Insgesamt scheint die Fiatchain derzeit immer noch eher eine visionäre Forschungsidee zu sein.
 
 
Märkte inside
Separator
 
Schlaglicht / Neu
 
Warum das klassische Anleger-Portfolio ausgedient hat
Über Jahrzehnte war Optimierung der Erfolgsfaktor der globalen Wirtschaft. Die Ära ist vorbei, das Gebot der Stunde ist Resilienz. Anleger müssen umdenken und sich breiter aufstellen.
Von Benjamin Jones
Jahrzehntelang wurde die Weltwirtschaft auf Effizienz getrimmt: Ein wachsendes Arbeitskräfteangebot, tiefe Lieferketten, billige Energie, politische Stabilität und niedrige Verteidigungsausgaben hielten Inflation und Volatilität in Schach. Eine Reihe von Angebotsschocks hat dieses Modell erschüttert. Heute zahlen Unternehmen und Regierungen einen hohen Preis für mehr Resilienz. Anleger haben diesen bislang kaum auf der Rechnung.
So unsicher Prognosen zum Nahost-Konflikt auch sein mögen – die wichtigsten globalen Meerengen werden kaum dauerhaft frei passierbar bleiben. Die Risiken zeigen sich nicht nur an der Straße von Hormus, sondern auch an anderen Engpässen: Huthi-Angriffe bedrohen die Meerenge von Bab al-Mandab zwischen dem Jemen und Eritrea, Niedrigwasser stoppte 2024 den Verkehr durch den Panamakanal, und Indonesien diskutiert Gebühren für die Straße von Malakka. Die Ära des kostenfreien Seeverkehrs könnte sich ihrem Ende nähern. Dadurch steht der Welthandel nicht vor seinem Ende – aber vor einem tiefgreifenden Wandel.
Redundanz ist teurer als Optimierung
Die Antwort lautet mehr Redundanz: unterschiedliche Bezugsquellen, höhere Lagerhaltung, strategische Rohstoffreserven, bessere Stromnetze, Häfen und Pipelines sowie höhere Verteidigungsausgaben. Die Globalisierung wird nicht rückabgewickelt, sondern neu geordnet. Lieferketten werden breiter aufgestellt und Abhängigkeiten reduziert.
Dieser Wandel hat seinen Preis. Redundanz ist teurer als Optimierung. Mehr Resilienz bedeutet höhere Kosten für verschiedene Produktionsfaktoren und damit eine möglicherweise dauerhaft höhere Inflation.
Verantwortlich ist die Angebotsseite: durch Energie, Schifffahrt, kritische Rohstoffe, Verteidigung und den steigenden Strombedarf der KI-Infrastruktur. Vergleiche mit den 1970er Jahren greifen zu kurz: Die Zentralbanken genießen weiterhin Vertrauen, und die Wirtschaft benötigt heute viel weniger Energie je Produktionseinheit. Inflationsraten im zweistelligen Prozentbereich erscheinen unwahrscheinlich, eine Rückkehr unter die Marke von zwei Prozent in absehbarer Zeit jedoch ebenfalls.
Chancen durch Disruption
Eine angebotsgetriebene Inflation führt – wie im Jahr 2022 – oft zu zeitgleichen Kursverlusten für Aktien und Anleihen. Dadurch gerät das klassische 60-40-Portfolio unter Druck. Die Lösung: eine breitere Diversifikation über Anlageklassen wie Infrastruktur, Sachwerte und Rohstoffe.
Disruption schafft neue Chancen. Europa befindet sich an einem Wendepunkt. Deutschland hat sich von seiner traditionell zurückhaltenden Fiskalpolitik verabschiedet. Die Reform der Schuldenbremse und höhere Verteidigungsausgaben könnten Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit in Europa stärken. Entscheidend bleibt die Umsetzung. Die strategische Richtung ist jedoch klar: Europa fokussiert sich stärker auf die Wegbereiter des Wandels: Industrie, Investitionsgüter und Energieversorger.
Ausgaben für Resilienz sind Investitionen – und Investitionen schaffen Gewinner. Die Kluft zwischen Unternehmen, die gezielt Widerstandsfähigkeit aufbauen, und jenen, die in der nächsten Krise anfälliger sind, dürfte größer werden.
Die Ära der Hypereffizienz geht zu Ende. Anleger, die umzudenken bereit sind, könnten in diesem neuen Umfeld im Vorteil sein. Resilienz bedeutet, unerwartete Herausforderungen zu bewältigen und gestärkt daraus hervorzugehen. Das Ziel ist nicht zu überleben, sondern erfolgreich zu sein.
 
 
Vermögensaufbau
Separator
 
So viel Steuern spart eine Immobilien-GmbH wirklich
Von Daniel Walther
Eine vermögensverwaltende GmbH oder Holding senkt die Steuerlast auf Mieteinnahmen nicht dauerhaft, sondern verschiebt die Steuerzahlung nur in die Zukunft. Bei 60.000 Euro Mieteinnahmen und Spitzensteuersatz ergibt sich zunächst ein rechnerischer Vorteil von jährlich rund 17.100 Euro, der aber nach Abzug laufender Kosten und im Ruhestand deutlich schrumpft. Ausschüttungen an den Eigentümer lösen abermals Steuern aus und können den Vorteil vollständig aufheben. Eine Holding erweitert zwar die Einsatzmöglichkeiten der Liquidität, verursacht aber zusätzliche Kosten. Die Konstruktion lohnt sich vor allem für Anleger, die auf private Ausschüttungen verzichten können und die einbehaltenen Mittel gewinnbringend reinvestieren.
Zum Beitrag
 
 
 
Warum auf den Erbschein nicht immer Verlass ist
Von Stefanie Guerra
Der Bundesfinanzhof hat entschieden, dass in einem Erbschein ausgewiesene Erbquoten für die Erbschaftsteuer nicht zwingend maßgeblich sind. Im verhandelten Fall hatte ein Erblasser dem einen Erben Geldvermögen und dem anderen Grundbesitz zugewiesen. Als das Finanzamt den Immobilienwert als deutlich höher feststellte als ursprünglich geschätzt, verschoben sich die Erbquoten. Die Richter verpflichteten die Finanzbehörden, bei gewichtigen Zweifeln die Quoten eigenständig zu prüfen. Für die Nachfolgeplanung empfehlen sich professionelle Wertgutachten und rechtlich präzise Testamentsformulierungen, um spätere Konflikte zu vermeiden.
Warum auf den Erbschein nicht immer Verlass ist
Wer ein Testament verfasst, sollte sich das gut überlegen. Auch um später Streit zu vermeiden. Picture Alliance
Zum Beitrag
 
 
 
Podcast: Die Nebenwirkungen des ETF-Erfolgs
Von Dennis Kremer, Martin Hock
Sagenhafte 23 Billionen Dollar sind in ETF investiert. Wie verändert das die Finanzwelt? Machen ETF eine rationale Marktpreisbildung unmöglich? Oder spielt passives Investieren dafür keine Rolle? Fragen, die Dennis Kremer und Martin Hock in dieser Folge ausführlich diskutieren.

Zum Beitrag
 
Aktien und Anleihen
Separator
 
Warum OpenAI den Börsengang absagen musste
Von Martin Hock
OpenAI hat nach der vertraulichen Einreichung einer Registrierung für den Börsengang diesen verschoben. Chef Sam Altman wollte unbedingt eine Bewertung von einer Billion Dollar erreichen. Doch die Berater waren der Ansicht, dass dies der Markt derzeit nicht hergebe. Laut Pitchbook-Analyst Harrison Rolfes ist OpenAI viel teurer als Konkurrent Anthropic, der zudem eine höhere Kapitaleffizienz und auf bereinigter Basis einen operativen Gewinn vorweisen kann. Für 2027 müsste OpenAI seinen Umsatz nahezu verdoppeln, um die angestrebte Bewertung zu rechtfertigen.
Warum OpenAI den Börsengang absagen musste
Open-AI-Chef Sam Altman: Eine-Billion-Dollar-Bewertung beim Börsengang oder gar nicht Bloomberg
Zum Beitrag
 
 
 
Was hinter dem Comeback von Starbucks steckt
Von Christoph Scherbaum
Die Starbucks-Aktie hat seit Jahresbeginn rund 25 Prozent zugelegt, getrieben von der Wende zum Besseren unter Konzernchef Brian Niccol. Im dritten Quartal übertrafen die globalen vergleichbaren Filialumsätze die Erwartungen deutlich. Niccol setzt auf modernisierte Cafés, ein verbessertes Angebot und gezieltes Marketing. Das China-Geschäft wurde durch ein Gemeinschaftsunternehmen mit Boyu Capital umgebaut. Die Jahresprognose für den bereinigten Gewinn je Aktie wurde deutlich angehoben. Analysten sind zurückhaltend bis optimistisch.
 
Zum Beitrag
 
 
 
Keiner begibt mehr Anleihen als die Hyperscaler
Von Jakob Krembzow
Die fünf großen „Hyperscaler“ Amazon, Alphabet, Meta, Microsoft und Oracle haben in diesem Jahr schon Anleihen über 194 Milliarden Dollar begeben, mehr als doppelt so viel wie im gesamten Vorjahr. Laut Goldman Sachs könnten die Emissionen 2027 auf 400 Milliarden Dollar steigen. Getrieben wird die Kreditaufnahme vom Wettrennen um KI-Infrastruktur, deren Aufbau den Zufluss freier Mittel der Konzerne übersteigt. Die Bereitschaft der Investoren, Anleihen zu kaufen, sinkt jedoch spürbar. Der Risikoaufschlag hat sich seit Mitte 2025 von 0,6 auf 1,1 Prozentpunkte ausgeweitet. Kreditmarktexperten warnen, eine Neubewertung der KI-Renditeerwartungen könnte auf den gesamten Anleihemarkt ausstrahlen.
Keiner begibt mehr Anleihen als die Hyperscaler
Das Tech-Unternehmen Amazon, hier die „Spheres“ am Hauptsitz in Seattle zu sehen, verbuchte zuletzt ungewohnt geringes Interesse an seinen Anleihen. picture alliance
Zum Beitrag
 
 
 
Versicherungsaktien – Gewinner steigender Zinsen
Von Achim Matzke
Steigende Anleiherenditen begünstigen europäische Versicherungsaktien, die ihre technische Neubewertung mit neuen Allzeithochs fortsetzen. Der Stoxx 600 Europe Insurance hat nach der Corona-Baisse einen sechseinhalbjährigen Hausse-Trend etabliert und zuletzt ein neues Investment-Kaufsignal geliefert. Titel wie Allianz, Axa und Generali befinden sich in technischen Neubewertungen. Als Einzelinvestment bietet sich die Aktie der Zurich Insurance an, deren Kurs Richtung 670 Franken tendiert und die eine geschätzte Bruttodividendenrendite von 5,1 Prozent aufweist.
Zum Beitrag
 
 
 
Warum geht uns das Öl nicht aus?
Von Marcus Theurer
Die Hormus-Krise hat trotz der iranischen Blockade der strategisch wichtigen Meerenge bislang keine akute Versorgungskrise in Europa ausgelöst. Mehrere Faktoren federten die Folgen ab: eine zeitweise Lockerung des Schiffsverkehrs nach einem Rahmenabkommen, alternative Exportrouten über Pipelines ans Rote Meer, eine höhere Förderung in den USA und anderen Ländern sowie die bislang größte Freigabe staatlicher Ölreserven von 400 Millionen Barrel. Die Puffer schwinden jedoch zunehmend. Analysten warnen, dass bei abermaliger Eskalation die verbleibenden Reserven und Ausweichkapazitäten kaum noch ausreichen könnten, um Versorgungsengpässe zu verhindern.
Zum Beitrag
 
Die fünf meistgelesenen Artikel
Separator
 
Top 5 / Neu
 Illustration: Katharina Hofbauer
Steuern sparen: So senken Sie die Schenkungsteuer von Immobilien
Musterstrategien: Sollten Anleger nun mehr auf Edelmetalle im Depot setzen?
Technische Analyse: Die Renditen werden weiter steigen
Liquidität und Rendite: Welche Kosten kommen im Alter auf Sie zu?
Steuertipp: Erbschaftsteuer trotz kleinen Nachlasses
 
 
Service
Separator
 
5 Termine für 7 Tage
Dienstag, 4. August
• SpaceX veröffentlicht die Zahlen für das zweite Quartal.
Mittwoch, 5. August
• Siemens Energy legt die Zahlen für das dritte Quartal vor.
• Infineon präsentiert die Zahlen für das dritte Quartal.
Donnerstag, 6. August
• Die Commerzbank berichtet über die Ergebnisse für das zweite Quartal.
Freitag, 7. August
• Das Statistische Bundesamt gibt Daten zu den deutschen Exporten im Juni und im ersten Halbjahr 2026 bekannt.
 
 
 
 
 
Wort der Woche / Neu
Wort der Woche: Leitzinsen
Von einer Zentralbank festgesetzter Zinssatz, zu dem die Geschäftsbanken Zentralbankgeld leihen können. Über die Veränderung der Leitzinsen versuchen die Zentralbanken, das Zinsniveau, die Kreditvergabe und letztlich die Preisentwicklung (Euroraum) oder die gesamtwirtschaftliche Entwicklung (Vereinigte Staaten, Japan) zu steuern. Als Leitzins fungiert im Euroraum der Hauptrefinanzierungssatz der Europäischen Zentralbank.
Zum F.A.Z.-Börsenlexikon
 
 
 
 
Finanzservices / Neu
Selbst schlaumachen: Die Finanz-Services der F.A.Z.
Auf FAZ.NET informieren wir Sie nicht nur über die aktuelle Nachrichtenlage, klären über Hintergründe auf und geben Tipps zu aktuellen Themen. Wir bieten Ihnen auch eine Vielzahl von Finanz-Tools, die bei wichtigen Entscheidungen hilfreich sein können.
Zu den Finanz-Services
 
Wie gefällt Ihnen dieser Newsletter?
Ihre Bewertung ist anonym
1 2 3 4 5
Gefällt mir nicht Gefällt mir sehr gut
 
Feedback per E-Mail senden.
 
 
Folgen Sie der F.A.Z.
Folgen Sie uns bei WhatsApp Folgen Sie uns bei Instagram Folgen Sie uns bei LinkedIn Folgen Sie uns bei Threads Folgen Sie uns bei YouTube Folgen Sie uns bei X Folgen Sie uns bei Facebook
Zur F.A.Z. App
 Apple App Store   Google Play Store 
F.A.Z. Newsletter
verwalten     entdecken
Newsletter „Meine Finanzen“
abbestellen
Verantwortlicher Redakteur für F.A.Z. Premium Meine Finanzen:
Dr. Martin Hock
Kontakt: finanzen-premium@faz.de

 
Copyright: Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH,
Pariser Straße 1, 60486 Frankfurt am Main, Hessen, Germany
Tel.: (0)69 7591-0, E-Mail: info@faz.net

HRB 7344, Amtsgericht Frankfurt am Main,
USt.-IDNr.: DE 114 232 732

Geschäftsführung: Dr. Volker Breid
Herausgegeben von Gerald Braunberger, Jürgen Kaube,
Carsten Knop, Berthold Kohler
 
© Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH 2001 – 2026
Alle Rechte vorbehalten.