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Dienstag, 21.07.2026 | Zur Online-Ansicht
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Frankfurter Allgemeine
MEINE FINANZEN
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Eigener Stil ist Geld wert
Die Fußball-WM der Männer ist vorbei. In Deutschland ist weiter Wundenlecken angesagt. Immer mehr zeichnet sich ab: Es fehlt ein eigener Stil. Die Argentinier traten, wie sie es schon 1934 als italienische Weltmeistermannschaft taten. Die Spanier spielten ihre kurzen Pässe und die Franzosen ihren Überfall-Fußball.
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Martin Hock
Redakteur in der Wirtschaft und Leiter F.A.Z. Premium Finanzen.
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Die deutschen Spieler können das alles auch. Aber der Tausendsassa hat ein Problem. Böse gesagt, kann er alles und nichts richtig. Ist das vielleicht das deutsche Problem? Eine Schule, die seit dem „PISA-Schock“ so oft reformiert wurde, dass kein Stein mehr steht und kein Gebäude? Gesetze (Heizung, Solar-, Bauförderung und andere mehr), deren Haltbarkeit sich demnächst in Stunden bemisst? Viel Aktion, aber kein Plan? Überlegenswert.
Eines ist gewiss: Wer so an die Geldanlage herangeht, viel und immer das tut, was der nächstbeste Wichtigtuer befürwortet, wird am Ende über ein Sammelsurium an Depotbausteinen verfügen, aber nicht über ein solides Vermögen. Wer versucht, den Stil anderer nachzuahmen – am besten noch abgewandelt (siehe Fußball) – wird nicht glücklich.
Der eigene Stil ist wichtig und dass man daran festhält. Dazu gehört auch zu wissen, dass man manches nicht kann und zurückfindet, wenn man sich verirrt hat. Wer nun mal nicht malen kann, wird nie ein Picasso werden. Aber anderswo erfolgreich sein. Picasso war auch kein guter Mittelstürmer.
Bleiben Sie sich treu!
Ihr Martin Hock.
Was meinen Sie? Wie sieht Ihr Plan für Ihr Vermögen aus? Welche Lektionen haben Sie (schmerzlich) gelernt? Schreiben Sie uns gern an Finanzen-Premium@faz.de.
 
 
 
Leser Echo / Neu
Über Geld – Leser-Echo
In der vergangenen Woche hatten wir Sie gefragt, woran Sie festmachen, welchen Beratern Sie Glauben schenken und welchen nicht. Die Antworten unserer Leser lassen sich auf einen Nenner bringen: Vertrauen beginnt dort, wo Interessen übereinstimmen. Ein anonymer Leser formuliert das Prinzip denkbar knapp: Er glaube nur denjenigen, die selbst daran partizipierten, wenn er erfolgreich sei, und die auch die Konsequenzen trügen, wenn dem nicht so sei. Kein Vertrauen ohne geteiltes Risiko, lautet seine schlichte, aber wirkungsvolle Maxime. Arwed E. schlägt einen nostalgischen, aber kritischen Ton an und erinnert an den langjährigen F.A.Z.-Kolumnisten Volker Looman. Dieser habe ihm beigebracht, Vermittlern und Bankberatern skeptisch zu begegnen – nicht aus Bösartigkeit, sondern aus Systemlogik: Diese verdienten ihr Geld mit und an ihren Kunden, weshalb der Interessenkonflikt strukturell programmiert sei. Mit Loomans Ratschlägen sei er „sehr gut gefahren“.
 
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Themen des Newsletters
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Geldanlage auf einen Blick
 
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Markt-Rückblick
 
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F.A.Z.-Musterstrategien
 
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Tages- oder Festgeld?
 
Artikel der Woche
 
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Wie aus einem Riester-Vertrag noch etwas werden kann
 
Märkte inside
 
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Warum Wandelanleihen ihren Höhenflug fortsetzen könnten
 
Vermögen
 
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Wovon hängt die Vermögensaufteilung ab?
 
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Warum SpaceX in passive ETF gehört – oder auch nicht
 
Vererben
 
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Wie Sie das Erbe gerecht auf Ihre Kinder verteilen
 
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So kommt das Haus billiger zu den Kindern
 
Aktien
 
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Französischer Rüstungsgewinner mit noch mehr Potenzial
 
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Die Chancen in einer untypischen Hausse
 
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Warum der Schweizer Aktienmarkt ein sicherer Hafen bleibt
 
Podcast
 
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Heiße Zeiten: Wie schützen wir unsere Häuser vor der Hitze?
 
Die fünf meistgelesenen Artikel
 
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Wort der Woche: Junkbonds
 
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Selbst schlaumachen: Die Finanz-Services der F.A.Z.
 
 
Geldanlage auf einen Blick
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Markt-Rückblick
 
Martin Hock, Redakteur in der Wirtschaft und Leiter F.A.Z. Premium Finanzen.
„Glücklich der, der im Urlaub weilt und nicht auf die Börsenkurse schaut. Es dürfte zumindest spannender sein als der seit Mitte Mai oder noch länger seitwärts laufende Aktienmarkt. Von Dollar und Gold auch nichts Neues: Der Dollar wertet auf, also gibt der Goldpreis nach. Nicht schön für alle, die aus der Hausse noch Edelmetall herumliegen haben.“
Martin Hock, Redakteur in der Wirtschaft und Leiter F.A.Z. Premium Finanzen.
 
 
F.A.Z.-Musterstrategien
 
Martin Hock, Redakteur in der Wirtschaft und Leiter F.A.Z. Premium Finanzen.
„Die Erfolgsgeschichte von Gold hat keine Kratzer, sondern große Löcher. Einst in den Musterportfolios der Turbo, ist es jetzt ein Kolbenfresser. Das zeigen nicht zuletzt die gemischten Portfolios deutlich. Aber die vergangenen 14 Tage waren mau: Von den Vergleichsmaßstäben verzeichnete nur das Tagesgeldkonto ein Plus.“
Martin Hock, Redakteur in der Wirtschaft und Leiter F.A.Z. Premium Finanzen.
 
 
Zu den Musterportfolios
Tages- oder Festgeld?
In dieser verrückten Welt ist es nicht leicht, eine längerfristige Zinsentscheidung im Anlagebereich zu treffen. Wer in Aktien investiert, wird vielleicht über solche Zinsüberlegungen eher lächeln. Doch sind die Renditen von Aktien vielleicht höher, doch eben auch wesentlich weniger sicher. 
Wirft man anhand des Zinsvergleichs auf den FAZ.NET-Seiten einen Blick auf das Verhältnis von Tages- und Festgeld, so zeigt sich im Bereich von sechs Monaten, dass das beste Festgeldangebot, das über diesen Zeitraum mit einem Zins von 2,80 Prozent von der Grenke Bank stammt, von Tagesgeld-Neukundenangeboten einiger Banken locker überboten wird. 
Anders sieht es im Zeitraum von zwölf Monaten aus. Das beste Angebot, das mit 3,10 Prozent von der Oyak Anker Bank stammt, ist mit keinem Tagesgeldangebot zu schlagen – außer der Zinssatz stiege nach dem Ende des Garantiezeitraums auf über 2,60 bis 2,95 Prozent an. (Quelle: FMH)
 
Zu den Finanzrechnern
 
 
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Artikel der Woche
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Wie aus einem Riester-Vertrag noch etwas werden kann
Jugendliche denken nicht von selbst an die Altersvorsorge, aber mit dem neuen Altersvorsorgedepot könnte sich das ändern. Maximilian von Lachner
Wie aus einem Riester-Vertrag noch etwas werden kann
Von Philipp Krohn
Seit Jahren sind viele Verbraucher unzufrieden mit ihrem Riester-Vertrag. Nun wird das System reformiert. Der passende Moment, um zu wechseln?
Die Zahl der Riester-Freunde hat in den vergangenen Jahren abgenommen. Das Modell hatte sich als zu kostspielig und zu renditeschwach erwiesen. Viele Produktgeber zogen sich aus dem Markt zurück. Die wenigen, die blieben, konnten kaum noch neue Kunden gewinnen.
Mit der Altersvorsorgereform soll es für Neueinsteiger einfacher werden, Geld gefördert anzulegen. Die Produkte dürften mehr Wahlfreiheit lassen, was auch risikoreichere Geldanlagen möglich macht. Die Reform ist aber auch für Kunden interessant, die vor Jahren einen Riester-Vertrag abgeschlossen haben.
Denn die Förderbeiträge gehen beim Wechsel nicht verloren. „Wer zu lange ein schlechtes Produkt hatte, sollte wechseln“, sagt Sandra Klug, Abteilungsleiterin Geld und Versicherungen der Verbraucherzentrale Hamburg.
Verbraucherschützerin kennt Muster schlechter Verträge
Über ein Vierteljahrhundert hatte sich ein Muster abgezeichnet, welche Vertragstypen durch hohe Kosten und aufwendige Absicherungskonzepte schlechte Ergebnisse brachten. Schon wenn sie das Wort „Höchststandsabsicherung“ höre, die zusätzlich zur Garantie vor Aktienkursverlusten bewahren sollte, könne sie Verbrauchern den Wechsel ans Herz legen, sagt Klug. „Das ist das allerschlimmste, bloß raus, gruselige Produkte. Trotzdem gilt: Man muss sich den Einzelfall ansehen.“
Auch Versicherungsmakler Frank Brodbeck rät, sich mit dem Vertragswechsel zu beschäftigen. „Das ist ein individuelles Thema, weshalb Beratung nötig ist. Man muss abwägen, was es für den Vertrag heißt“, sagt der Leiter Kompetenzcenter Personenversicherung des Maklerverbunds Germanbroker.net. Besonders Verbraucher, die zusätzlich noch Geld in Basisrenten (Rürup) oder der betrieblichen Altersversorgung hätten, müssten auf verschiedene Faktoren achten.
Auf den ersten Blick lasse sich nicht erfassen, wie attraktiv der bestehende Rentenfaktor sei, ergänzt Klug. „Für Verbraucher, die in den frühen Jahren von Riester einen guten Rentenfaktor abgeschlossen haben, ergibt ein Wechsel vielleicht keinen Sinn“, sagt sie. Wer aber noch 15 Jahre Ansparphase vor sich habe, müsse sich darauf einstellen, eineinhalb Jahrzehnte geringere Renditen einzufahren, weil durch die Garantien kaum in Aktien investiert werden konnte.
Eine begrenzte Zahl geförderter Verträge darf in einer Hand liegen
Das Altersvorsorgereformgesetz sieht vor, dass Sparer höchstens zwei geförderte Verträge haben können. Die neue Förderung ist beitragsproportional (50 Cent bis 360 Euro Jahresbeitrag, 25 Cent bis zur Obergrenze von 1800 Euro). Wer nichts ändert, bleibt in der alten Welt mit einer Grundzulage von 175 Euro und 300 Euro je Kind. Welches System mehr bringt, müssen Verbraucher ausrechnen.
Ein Sonderfall sind gemeinsame Verträge von Ehepartnern. „Dann kann es kompliziert werden, wie man Verträge wieder auf zwei zusammenführt“, sagt Constantin Papaspyratos, Abteilungsleiter strategische Planung des Bundes der Versicherten. „Nicht alle werden neu abschließen, viel wird Umschichtung sein aus der alten Welt. Nicht alle, die bislang keinen Fördervertrag hatten, werden jetzt plötzlich einen Vertrag haben wollen“, sagt er.
Makler behelfen sich mit einem Rechentool
Details, wie die Übertragung laufe, seien noch unbekannt, sagt Brodbeck. Mit Blick auf Riester-Anbieter aus der Versicherungsbranche blieben noch einige Fragezeichen. Wenn viele Kunden ihr Geld abzögen, fehle die Motivation, transparent über die Rechte der Verbraucher zu informieren. „Das ist ein Ansporn für Makler. Wir wollen ihnen ein Hilfsmittel in die Hand geben, damit sie Soll-Ist-Vergleiche ziehen können“, sagt er.
Brodbeck stellt in Aussicht, dass Makler seines Verbunds ein Rechentool nutzen können, damit Verbraucher schnell erkennen können, ob sie sich mit einem Wechsel besser stellen und wie dieser sich auf die Förderung auswirken würde. Neobroker wie Scalable oder Trade Republic bieten solche Rechner ebenfalls an. „Sparer sollten in der Altersvorsorge immer Kosten, Rendite und Förderung zusammendenken“, sagt Brodbeck. Die Förderung werde einfacher, die Informationsmöglichkeiten nähmen zu. „Es wird sicherlich eine Wechselwelle geben“, sagt er. Doch jüngste Umfragen zeigen, dass das Interesse an renditeschwächeren Garantieprodukten weiter hoch ist.
Mit der Reform werde manches für die jüngere Generation besser, sagt Klug. „Aber immer noch muss man an das richtige Produkt gelangen, das definitiv kein Versicherungsmantel sein sollte“, sagt sie. Zu lange hätten sich Sparer mit überschaubaren Renditeversprechen abspeisen und Chancen liegen lassen. Entscheidend für den Vertriebserfolg war die Marktmacht provisionsgetriebener Finanzvermittler und weniger der Anlageerfolg.
„Ich fürchte, dass die Bäckereifachverkäuferin und der Automechaniker wieder in den Versicherungsmantel gelangen“, sagt Klug. Obwohl es im Standarddepot einen Kostendeckel von einem Prozentpunkt Renditeminderung gebe, werde es im freier gestaltbaren Altersvorsorgedepot teurere Angebote geben. Doch Bankangestellte, Honorarberater, Provisionsvermittler seien zur neutralen Beratung über einen Wechsel nicht in der Lage. So bestehe die Gefahr, von einem schlechten in einen anderen schlechten Vertrag zu wechseln.
 
 
Märkte inside
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Schlaglicht / Neu
 
Warum Wandelanleihen ihren Höhenflug fortsetzen könnten
Gastbeitrag Von Oliver Gasser
Wandelanleihen sind im Jahr 2025 mit großem Abstand das beste Anleihensegment gewesen und haben sogar globale Aktien überflügelt. Gemessen am in Dollar abgesicherten Index FTSE Global Convertible Bond erzielten sie eine Wertentwicklung von 23,6 Prozent, vor allem getragen von der Aktienmarktrally. Im laufenden Jahr wiederholt sich das Bild mit einer beachtlichen Wertentwicklung von knapp zehn Prozent per Mitte Juli. Diese sehr starke Entwicklung der auch „Convertible Bonds“ genannten Anleihen lässt manche Anleger indes an einer Fortsetzung des Kursaufschwungs zweifeln. Allerdings gibt es dafür gute Gründe.
Die anziehende Konjunktur – vor allem in den USA und im Euroraum – sollte die Aktienmärkte auf neue Rekordstände treiben. Und die Entwicklung von Wandelanleihen wird primär von den Aktienkursen der emittierenden Unternehmen getrieben. Zwar sind viele Aktienmärkte bereits relativ hoch bewertet, aber die vergangenen Jahrzehnte haben gezeigt, dass Aktienmarktbewertungen in der Regel weiter steigen, wenn die Wirtschaft stabil wächst.
Neuemissionsmarkt bleibt stark
Auch die Entwicklung des Neuemissionsvolumens spricht für eine Fortsetzung des Aufwärtstrends. Nachdem 2025 in Bezug auf das Primärmarktvolumen das beste Jahr der vergangenen 18 Jahre war, rechnen wir für 2026 erneut mit einem hohen Volumen. Ein starker Primärmarkt bringt deutlich verbesserte Chancen mit sich, weil neue Wandelanleihen mit besseren Risiko-Ertrags-Profilen auf den Markt kommen.
In den Jahren mit den größten Primärmarktvolumina waren die Wandelanleiherenditen am höchsten. Und die Voraussetzungen für ein weiteres starkes Neuemissionsjahr sind gut: Wir befinden uns in der Anfangsphase eines neuen, großen Investitionszyklus, weil die Energieerzeugungskapazitäten und die gesamte Infrastruktur für die Entwicklung eines Ökosystems für Künstliche Intelligenz (KI) nach und nach geschaffen werden. Ein Teil dieses Kapitalbedarfs sollte sich in den nächsten Quartalen auf den Wandelanleihenmarkt verlagern.
Hinzu kommt, dass neue Themen den Markt für Wandelanleihen bereichern: Performancestarke Themen wie digitale Vermögenswerte, KI, Seltene Erden und Weltraumforschung sind bei Wandelanleihen viel stärker vertreten als in allen führenden Aktienindizes. Darüber hinaus erreichten auch die Sekundärmarktaktivitäten im vergangenen Jahr Rekordwerte. So überstieg das Handelsvolumen in den USA 800 Milliarden Dollar nach 665 Milliarden Dollar im Jahr 2024.
Parallelen zum jüngsten „Goldenen Zeitalter“
Insgesamt erinnert die aktuelle Situation am Wandelanleihenmarkt stark an die Jahre 2003 bis 2007. Das war das jüngste „Goldene Zeitalter“ für Wandelanleihen, in dem es einfach war, große Transaktionen durchzuführen. Anleger fanden eine Fülle von Anlagemöglichkeiten, und Hedgefonds hielten die Bewertungen in einem angemessenen Bereich. Unabhängig vom jüngsten Höhenflug gehen wir langfristig von einer durchschnittlichen Rendite von jährlich 7 Prozent aus, was auf dem Niveau globaler Aktien liegt – aber bei deutlich niedrigerer Volatilität. Wegen der Komplexität von Wandelanleihen sollten Privatanleger aber über aktiv gemanagte Publikumsfonds in diese hybriden Wertpapiere investieren. ETF gibt es kaum, weil aktive Manager Sondersituationen besser nutzen können und der Kostenvorteil minimal ist.
 
 
Vermögen
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Wovon hängt die Vermögensaufteilung ab?
Von Daniel Walther
Ein Anleger Mitte 50 überprüft vor dem geplanten Ruhestand seine Vermögensaufteilung, die überwiegend aus Immobilien besteht. Da seine erwarteten Rentenzahlungen den bisherigen Lebensstandard nicht decken, plant er den Verkauf einer Eigentumswohnung, um Liquidität zu schaffen. Diese sollte auf verschiedene Anlageklassen wie Anleihen, Aktien und Edelmetalle verteilt werden, wobei Liquidität und Anleihen übergewichtet werden sollten, weil die monatlichen Abflüsse die Barreserven stetig verringern. Eine allgemeingültige Lösung gibt es nicht, die passende Aufteilung muss individuell an Ziele, Risikoneigung und Rahmenbedingungen angepasst werden.
Wovon hängt die Vermögensaufteilung ab?
Gut genug aufgestellt im Alter? Vor dem Lebensabend müssen sich Sparer bewusst werden, wie sie ihn finanziell bestreiten wollen. dpa
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Warum SpaceX in passive ETF gehört – oder auch nicht
Von Sarah Speicher-Utsch
Die Aktie von SpaceX ist seit dem Börsengang am 12. Juni im Nasdaq-100 gelistet, obwohl ihr Streubesitz nur bei rund vier Prozent liegt. Die Nasdaq hat eigens dafür die Aufnahmeregeln geändert und den Streubesitz künstlich mit dem Faktor drei multipliziert. Amundi-Produktexperte Arne Scheehl verteidigt die Aufnahme und findet das Thema überbewertet. M.M.-Warburg-Chefstratege Christian Jasperneite findet, solche Sonderregeln untergrüben das Vertrauen in passives Investieren. Der Nasdaq-100 sei für passive Anleger nicht mehr investierbar.
Warum SpaceX in passive ETF gehört – oder auch nicht
Fehlentscheidung? SpaceX ist sehr schnell in den Nasdaq-100 gekommen und damit in die Depots vieler Menschen. dpa
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Vererben
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Wie Sie das Erbe gerecht auf Ihre Kinder verteilen
Von Barbara Brandstetter
Eltern unterstützen ihre Kinder häufig zu unterschiedlichen Zeitpunkten beim Immobilienkauf. Im Erbfall kann dies zu Konflikten führen. Rechtlich wird zwischen Schenkung und Ausstattung unterschieden: Letztere ist ausgleichspflichtig, die Schenkung nur bei ausdrücklicher Anordnung des Schenkers. Der Wert früherer Zuwendungen wird per Indexierung auf den Erbfall hochgerechnet. Doch bei stark gestiegenen Immobilienpreisen wird dies oft als ungerecht empfunden. Zudem reicht nicht jeder Nachlass für eine Gleichstellung aus. Auch das Pflichtteil sorgt immer wieder für Konflikte. Fachanwälte empfehlen, Vermögen möglichst gleichzeitig zu übertragen und frühzeitig klare Vereinbarungen per Erbvertrag mit allen Kindern zu treffen.
Wie Sie das Erbe gerecht auf Ihre Kinder verteilen
Sportwagen oder Immobilie? Wer einem seiner Kinder ein Haus schenkt, sollte darauf achten, was den anderen Kindern im Erbfall zusteht. Plainpicture
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So kommt das Haus billiger zu den Kindern
Von Laura Reutter
Der Bundesfinanzhof hat seine Rechtsprechung zu zinslosen Ratenkäufen von Immobilien im Familienkreis grundlegend geändert. Bislang unterstellten Finanzämter beim Verkäufer fiktive Kapitalerträge und beim Käufer eine schenkungsteuerpflichtige Zuwendung. Der BFH hat nun entschieden, dass eine ausdrücklich vereinbarte zinslose Ratenzahlung auch steuerlich anzuerkennen sei und dadurch keine fiktiven Kapitalerträge entstehen. Auch eine Schenkungsteuer auf den Zinsvorteil verneinte das Gericht, da keine Vermögensverschiebung vorliege. Betroffene sollten prüfen, ob sie offene Fälle unter Berufung auf das Urteil wenden können.
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Aktien
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Französischer Rüstungsgewinner mit noch mehr Potenzial
Von Christoph Scherbaum
Der NATO-Gipfel in Ankara verlief trotz Befürchtungen überraschend harmonisch. Nicht nur Deutschland will künftig die Rüstungsausgaben rasch und deutlich erhöhen. In diesem Umfeld rückt der französische Hightechkonzern Safran als wichtiger europäischer Rüstungszulieferer in den Fokus. Das Unternehmen profitiert von steigender Nachfrage nach Militärflugzeugen und einer außerordentlich starken Dynamik im zivilen Triebwerksgeschäft. Mehrere Analysten hoben zuletzt ihre Kursziele an und sehen weiteres Potential, insbesondere im als unterschätzt geltenden Servicegeschäft.
 
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Die Chancen in einer untypischen Hausse
Von Achim Matzke
Die seit Oktober 2022 laufende Hausse am deutschen Aktienmarkt wird nur von wenigen Index-Schwergewichten wie Allianz, DHL Group und Siemens getragen, während viele Titel sogar Baisse-Bewegungen durchlaufen haben. Bei Werten wie Hochtief, Siemens Energy, Rheinmetall und SAP stehen Neubewertungstrends zur Disposition oder sind bereits in neue Baisse-Trends übergegangen. Anleger sollten Aktien mit abgeschlossenen Bodenformationen bevorzugen, etwa Adidas, Brenntag, Continental, Merck KGaA und Symrise. Besonders Merck KGaA hat mit einem Investment-Kaufsignal eine W-Formation verlassen und testet den zentralen Baisse-Trend. Das nächste Etappenziel liegt in der Widerstandszone von 170 bis 176 Euro.
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Anleger steuern in den sicheren Hafen Schweiz
Von Johannes Ritter
Der Schweizer Leitindex SMI hat seit Jahresbeginn um gut sieben Prozent zugelegt und damit den Dax deutlich übertroffen. Anlageexperte Matthias Geissbühler von der Raiffeisen-Bankengruppe führt dies auf den Nimbus der Schweiz als sicherer Hafen zurück, der in geopolitisch unsicheren Zeiten Investoren anziehe. Die defensiven Schwergewichte Roche, Novartis und Nestlé machen mehr als die Hälfte des SMI-Gewichts aus. Weil am 21. September Sandoz und Galderma in den Leitindex aufsteigen und so der Anteil der Pharmawerte noch weiter steigt, hat die Schweizer Börse im April den SMI Equal Weight eingeführt, der alle Titel gleich gewichtet. Geissbühler empfiehlt Stockpicking und rät bei Novartis zur Gewinnmitnahme.
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Podcast
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Heiße Zeiten: Wie schützen wir unsere Häuser vor der Hitze?
Von Birgit Ochs, Dennis Kremer
In den vergangenen Wochen waren Temperaturen von mehr als 30 Grad am Tag und über 20 Grad in der Nacht keine Seltenheit. Dabei wird deutlich: Auf extreme Hitze ist Deutschland bislang nur unzureichend vorbereitet. Büros, Schulen und Wohnungen, aber auch Altenheime und Krankenhäuser heizen sich oft bis an die Belastungsgrenze auf. Wie wir uns künftig besser darauf einstellen können, darüber sprachen wir im Podcast mit Peggy Freudenberg, Professorin für Bauphysik an der Universität Kassel mit Forschungsschwerpunkt zum klimagerechten Bauen.
Heiße Zeiten: Wie schützen wir unsere Häuser vor der Hitze?

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Die fünf meistgelesenen Artikel
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Top 5 / Neu
 Illustration: Katharina Hofbauer
Frühzeitige Schenkungen: Wie Sie das Erbe gerecht auf Ihre Kinder verteilen
Timing-Tipps: Wann ist der richtige Zeitpunkt, zu verkaufen?
70 Prozent Kurszuwachs: Der stille Hightech-Champion aus Hessen
Nachlass des Vaters: „Soll ich die geerbte Wohnung verkaufen?“
Bankenbranche: Die Neuerfindung eines Investmentbankers
 
 
Service
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5 Termine für 7 Tage
Dienstag, 21. Juli
• Das ZEW veröffentlicht die Konjunkturerwartungen der Finanzexperten für die kommenden sechs Monate.
Mittwoch, 22. Juli
• Die Frist für die Entscheidung der Europäischen Kommission zur Übernahme von Warner Bros. durch Paramount Skydance läuft ab.
Donnerstag, 23. Juli
• Die EZB entscheidet über die Leitzinsen.
• Das Statistische Bundesamt legt Daten zu überlangen Arbeitszeiten und unfreiwilliger Teilzeit für das Jahr 2025 vor.
Montag, 27. Juli
• Das Ifo-Institut veröffentlicht den Geschäftsklimaindex für Deutschland.
 
 
 
 
 
Wort der Woche / Neu
Wort der Woche: Junkbonds
Wertende Bezeichnung für Hochzinsanleihen.
Zum F.A.Z.-Börsenlexikon
 
 
 
 
Finanzservices / Neu
Selbst schlaumachen: Die Finanz-Services der F.A.Z.
Auf FAZ.NET informieren wir Sie nicht nur über die aktuelle Nachrichtenlage, klären über Hintergründe auf und geben Tipps zu aktuellen Themen. Wir bieten Ihnen auch eine Vielzahl von Finanz-Tools, die bei wichtigen Entscheidungen hilfreich sein können.
Zu den Finanz-Services
 
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Geschäftsführung: Dr. Volker Breid
Herausgegeben von Gerald Braunberger, Jürgen Kaube,
Carsten Knop, Berthold Kohler
 
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