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Dienstag, 16.06.2026 | Zur Online-Ansicht
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Frankfurter Allgemeine
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Wachstum braucht Wagnis
Widerworte zu geben, etwas anders zu machen oder gar infrage zu stellen, ist nicht leicht. Und meistens wird es auch nicht gern gesehen. Schon in der Schule nicht. Wer sich dem System fügt, wird belohnt. Wer sich widersetzt, scheitert.
„Man muss scheitern dürfen“, fordert Wirtschaftsnobelpreisträger Philippe Aghion auf dem Amundi World Investment Forum in Paris. Er hat gezeigt, dass Wachstum nicht nur aus mehr Kapital oder Arbeit entsteht, sondern aus neuen Ideen, Technologien und Produkten. „Kreative Zerstörung“ sei der entscheidende Mechanismus moderner Wachstumsdynamik sagt er und lässt dabei Joseph Schumpeter anklingen, der den Begriff vor mehr als 80 Jahren prägte.
Autorenbild
Sarah Speicher-Utsch
Redakteurin in der Wirtschaft.
Plus Sign Folgen
Aber wie entstehen neue Ideen? Indem man etwas Neues ausprobiert. Indem man sich erlaubt zu scheitern und daraus lernt. Haben wir diese Einstellung in Europa? Aghions Meinung nach nicht. Oder zumindest nicht ausgeprägt genug.
Diese Haltung hat Folgen. Sie bestimmt auch, wohin Kapital fließt. Wer Innovation will, muss bereit sein, Unsicherheit auszuhalten. Das zeigt sich laut dem Nobelpreisträger exemplarisch bei europäischen Pensionsfonds: Sie investierten zu viel in den USA und zu wenig in Europa. Dabei gebe es auch hier Hightech, phantastische Unternehmen – und eine funktionierende Demokratie.
Und was machen die meisten Anleger? Sie tun, was alle tun. Sie fügen sich dem System. Legen ihr Erspartes lieber aufs Festgeldkonto, statt es zu investieren. Doch wer keine Risiken eingehen will, wird am Ende auch die Chancen verpassen.
Seien Sie kreativ!
Ihre Sarah Speicher-Utsch
Was meinen Sie? Sind Anleger zu vorsichtig? Vernachlässigen wir Europa? Passen wir uns zu stark an Gegebenheiten an? Schreiben Sie uns gern an Finanzen-Premium@faz.de.
 
 
 
Leser Echo / Neu
Über Geld – Leser-Echo
Auf unser Editorial der vergangenen Woche zur Diversifikation haben uns ungewöhnlich viele Leserinnen und Leser geschrieben – ein Zeichen für die wachsende Resonanz auf unser Leser-Echo. Die Zuschriften zeigen, wie unterschiedlich Anleger mit der Frage der Streuung umgehen: Einige halten bewusst an Einzelaktien fest, um sich die Kontrolle zu bewahren. „Weil ich selbst entscheiden möchte, welche Eier ich in meinen Korb lege“, formuliert es Christian Z. aus Duisburg.  Andere wie Franz-Josef V. setzen auf ein ETF-Portfolio, das etwa einmal im Jahr überprüft wird: „Dann schaue ich, ob das Anlageziel noch für mich passt“. Auch der Spaß kommt nicht zu kurz: „Ich verdiene mit meinem Hobby auch noch Geld“, meint etwas augenzwinkernd Lothar S. aus Weismain. Die Möglichkeiten sind vielfältig: Anleihen oder digitale Vermögensverwaltung haben genauso ihren Platz. Eines wird klar: Ob breite Streuung oder bewusste konzentrierter – dahinter steckt eine Überzeugung.
 
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Geldanlage auf einen Blick
 
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Markt-Rückblick
 
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Warum das Trendfolgeportfolio jetzt nur auf acht Aktien setzt
 
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Selbst schlaumachen: die Finanz-Services der F.A.Z.
 
 
Geldanlage auf einen Blick
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Markt-Rückblick
 
Martin Hock, Redakteur in der Wirtschaft und Leiter F.A.Z. Premium Finanzen.
„Manchmal darf es auch erholsam sein. Auch wenn Trump x-mal behauptet hat, er habe jetzt ein Abkommen mit dem Iran und es zig-mal nicht stimmte – jedesmal stiegen die Kurse. Vielleicht hält es ja jetzt, aber darauf wetten würde ich nicht. Schauen wir mal, was am Mittwoch bei der Fed-Sitzung rauskommt.“
Martin Hock, Redakteur in der Wirtschaft und Leiter F.A.Z. Premium Finanzen.
 
 
F.A.Z.-Musterstrategien
 
Martin Hock, Redakteur in der Wirtschaft und Leiter F.A.Z. Premium Finanzen.
„Eine Woche der Erholung, wohin man schaut. Im Mittel stiegen die Portfoliowerte um 2,6 Prozent. Allen voran rennt weiter Christoph Scherbaums ausgewogenes Depot, aber auch Achim Matzkes Portfolio hat stark zugelegt, nicht zuletzt weil europäische Aktien eine gute Woche verzeichneten. Im F.A.Z.-Portfolio haben wir die Kryptokomponente etwas aufgestockt und japanische Bankaktien.“
Martin Hock, Redakteur in der Wirtschaft und Leiter F.A.Z. Premium Finanzen.
 
 
Zu den Musterportfolios
Attraktive Bauzinsen
Finanzierungsbeispiel: 120-qm-Neubauwohnung in Halberstadt, Sachsen-Anhalt, Kaufpreis 250.000 Euro, Darlehen 210.000 Euro. 2 Prozent Anfangstilgung
 
Mandy Jarry, Technische Redakteurin für F.A.Z.-Newsletter und Verticals.
„Baukredite sind auf absehbare Zeit kein Schnäppchen mehr. Schon wenige Basispunkte können über die Jahre viel Geld kosten. Gerade deshalb lohnt der genaue Vergleich: Nicht jede Bank preist Risiko und Laufzeit gleich ein. Auffällig ist zudem, wie teuer Planungssicherheit geworden ist: Wer sich mit einem Forward-Darlehen absichern will, zahlt dafür mitunter einen spürbaren Aufpreis.“
Mandy Jarry, Technische Redakteurin für F.A.Z.-Newsletter und Verticals.
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Artikel der Woche
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So nutzen Sie das Altersvorsorgedepot richtig
Eine ganze Menge Geld steuert der Staat zum neuen Altersvorsorgedepot bei. picture alliance
So nutzen Sie das Altersvorsorgedepot richtig
Von Sarah Speicher-Utsch
Sie wollen vom Staat 540 Euro je Jahr für das neue Altersvorsorgedepot? Dann sollten Sie diese drei Fallstricke kennen.
Das Prinzip ist simpel: Wer von Januar 2027 an monatlich in einen Fonds- oder ETF-Sparplan einzahlt, bekommt vom Staat 15 Prozent obendrauf, maximal 540 Euro im Jahr. Der Haken: Das Geld ist langfristig gebunden, Auszahlungen sind frühestens vom Renteneintritt an möglich. Und die Kosten und Konditionen der neuen Depots variieren erheblich.
Wer die Förderung für das neue Altersvorsorgedepot will, fragt zunächst seine Bank oder seinen Broker, welche Optionen angeboten werden. Es gibt zwei: das Standarddepot, bei dem die Bank die Produkte nach den gesetzlichen Vorgaben auswählt. Beim Selbstentscheiderdepot suchen Anleger die Anlagen selbst aus. Erlaubt sind ETF (Exchange Traded Funds) und aktiv verwaltete Fonds, sofern deren Risikoklasse nicht über fünf liegt, sowie Bundesanleihen. Einzelinvestitionen in Aktien, Kryptowährungen oder Zertifikate sind weder im Standard- noch im Selbstentscheiderdepot zulässig.
Am einfachsten ist das Standarddepot – oder soll es zumindest sein. In der Regel werden die Finanzinstitute einen chancenreichen Aktienfonds oder -ETF sowie einen defensiven Anleihefonds oder -ETF kombinieren. „Es ist gesetzlich festgelegt, dass fünf Jahre vor Rentenbeginn der Anteil des Aktienfonds abgeschmolzen werden muss und nur noch höchstens 50 Prozent betragen darf“, erklärt Norbert Kuhn vom Deutschen Aktieninstitut.
Zwei Jahre vor Rentenstart dürfen es nur noch maximal 30 Prozent sein. Das gelte automatisch, solange der Kunde nicht etwas anderes vereinbart, so der Fachmann. Wer will, kann aber auch im Standarddepot eigene Anpassungen vornehmen, etwa eine andere Gewichtung zwischen Aktien- und Anleiheprodukt vereinbaren. Die Beantragung der staatlichen Zulage übernimmt die depotführende Bank – sowohl beim Standard- als auch beim Selbstentscheiderdepot.
Standarddepot versus Selbstentscheiderdepot
So einfach das klingt: Einen einheitlichen Standard bietet das Standarddepot nicht. Wer dieses bei seiner örtlichen Sparkasse eröffnet, wird ganz andere Produkte darin vorfinden als jemand, der das bei einem Broker oder Neobroker tut. Auch die Gewichtung zwischen Aktien- und Anleihefonds kann je nach Institut unterschiedlich sein.
Im Selbstentscheiderdepot können mehr als zwei Produkte bespart werden, erklärt Kuhn vom Aktieninstitut. Oder auch nur eins. Die Anleger können dabei aus einer größeren Palette an Fonds und bestimmten Staatsanleihen auswählen – sofern ihre Bank oder ihr Broker diese für das Altersvorsorgedepot anbietet. Das ermöglicht eine breit diversifizierte, kontinuierliche und langfristige Anlage. Somit lassen sich auch die Zusammensetzung, die Kosten und die Gewichtung eigenständig bestimmen. Anders als beim Standarddepot dürfen Anbieter hier allerdings auch Transaktionskosten verlangen.
Comdirect: Hauseigener All Word ETF
Comdirect will im Standarddepot ausschließlich ETF anbieten. Als Aktien-ETF sei das hauseigene Produkt namens Comdirect All World ETF (WKN A41WW6) geplant, den die Commerzbank-Tochter zusammen mit State Street aufgelegt hat, sagte der Leiter des Wertpapiergeschäfts, Björn Andersen, im F.A.Z.-Gespräch. Es handelt sich dabei um einen breiten Welt-ETF, der anders als der MSCI World auch in Schwellenländern und kleineren Unternehmen anlegt. Hinzu komme ein Anleihe-ETF. Wie hoch die Kosten dafür sein werden, ist laut Andersen noch nicht entschieden. Höchstens ein Prozent im Jahr dürfen es sein. Das hat der Gesetzgeber so festgelegt.
Aber werden die Anbieter für das Standarddepot tatsächlich ein Prozent an Gebühren verlangen? Andersen rechnet mit einem starken Wettbewerb. Für Anleger heißt das: Es lohnt sich zu vergleichen, auch wenn man beim Standarddepot vermutlich immer für die Serviceleistung der Bank mitzahlt. „Ich gehe davon aus, dass auch wir deutlich unter einem Prozent liegen werden“, so der Fachmann. Wer den Comdirect All World ETF direkt kauft, zahlt derzeit eine Gesamtkostenquote, kurz TER, von 0,4 Prozent je Jahr plus etwaige Transaktionskosten.
Besonders kritisch sieht Honorarberater Christian Hagemann die Kosten. „Ein Kostendeckel von einem Prozent beim Standarddepot klingt zunächst verbraucherfreundlich, ist aber im Vergleich zu heutigen günstigen ETF-Depots immer noch hoch“, erklärt der Fachmann von der Deutschen Honorarberatung. „Ein Prozent laufende Kosten pro Jahr kann über 20, 30 oder 40 Jahre einen erheblichen Teil der Rendite auffressen.“ Anleger sollten genau prüfen, welche Kosten insgesamt anfallen – Produkt-, Depot- und Verwaltungsgebühren zusammen. Staatlich gefördert bedeute nicht automatisch vorteilhaft. Wer blind auf die Zulage schaut, übersieht womöglich, was die Kosten davon wieder aufzehren.
Bei der Förderung sei es wichtig, nicht nur die maximale Zulage im Blick zu haben. Hagemann hält es für sinnvoll, nur so viel in das Depot einzuzahlen, dass eine möglichst hohe Förderquote erreicht wird. „Wer nur wegen der Förderung immer den maximal möglichen Betrag einzahlt, macht nicht automatisch alles richtig.“ Denn zusätzliche Einzahlungen müssten mit einem normalen, flexiblen ETF-Depot verglichen werden. „Wer bereits einen ETF-Sparplan hat, sollte diesen nicht vorschnell kündigen“, rät Hagemann. Ein normales ETF-Depot ist flexibel, meist sehr kostengünstig und jederzeit verfügbar. Und übertragen kann man es auf das Altersvorsorgedepot sowieso nicht.
 
 
Musterstrategien
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Schlaglicht / Neu
 
Warum das Trendfolgeportfolio jetzt nur auf acht Aktien setzt
Gastbeitrag Von Michael Geke
Anfang 2026 war für europäische Aktien ein schwieriges Umfeld. Der Krieg zwischen den USA und Iran verschärfte die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten. Zugleich rückte die Entwicklung der Ölpreise stärker in den Fokus: Energiepreise beeinflussen Produktionskosten, Transportkosten und Inflationserwartungen. Für Unternehmen und Anleger entstand ein komplexes Marktumfeld aus geopolitischen Risiken, Inflationssorgen und schwankender Risikobereitschaft.
In solchen Phasen zeigt sich, worin sich ein regelbasiertes, KI-gestütztes Portfoliomodell von einem klassischen Aktienkorb unterscheidet. Das von Quant4you betriebene Trendfolgeportfolio Euro 70 bildet keinen Marktindex nach, sondern sucht aus einem festen Universum europäischer Aktien jene Werte heraus, die nach den Modellsignalen aktuell das stärkste Chancenprofil besitzen.
Aktuelle Zusammensetzung
Aktuell befinden sich im Trendfolgeportfolio acht Positionen. Es ist damit selektiv positioniert und nicht vollständig investiert. Die Zusammensetzung deutet darauf hin, dass das System derzeit vor allem europäische Finanzwerte, Industriequalität und ausgewählte Konsum- und Gesundheitswerte bevorzugt.
Auffällig ist die starke Präsenz des Finanzsektors. Mit ABN Amro, ING, Axa und Deutsche Börse sind Banken, Versicherungen und Finanzinfrastruktur vertreten. Daneben stehen mit Siemens und Adidas klassische europäische Qualitäts- oder Zyklikerwerte, mit Merck ein defensiver Gesundheits- und Spezialchemietitel und mit Zalando ein jüngerer, stärker zyklischer Onlinehandelswert.
Die Mischung zeigt, dass Band nicht nach einer festen Branchenquote arbeitet. Die Zusammensetzung ergibt sich aus den Signalen. Wenn Finanzwerte derzeit relativ bessere Muster zeigen, werden sie stärker berücksichtigt. Wenn Konsum-, Industrie- oder Gesundheitswerte ein überzeugendes Chancenprofil entwickeln, können sie ebenfalls aufgenommen werden. Die aktuelle Struktur ist also kein strategisches Länder- oder Sektorstatement, sondern das Ergebnis der laufenden Auswahl aus dem Universum.
Was die aktuelle Auswahl erzählt
Mehrere Positionen sind erst seit kurzer Zeit im Portfolio: Zalando erst seit wenigen Tagen, Adidas und Merck seit wenigen Wochen. Das zeigt, dass das System nach der schwierigen Marktphase nicht an der alten Struktur festhält, sondern neue Signale aufnimmt. Andere Positionen wie Deutsche Börse sind bereits länger im Portfolio und zeigen, dass Trends gehalten werden können, solange die Signalqualität ausreicht.
Die aktuelle Positionierung ist ein Momentbild des Systems: nicht maximal breit, nicht indexnah, sondern selektiv. Der Band-Algorithmus hält nur jene Werte, die aktuell im Modellprozess bestehen. Das kann dazu führen, dass das Portfolio zeitweise konzentrierter erscheint als ein klassisches Aktienportfolio. Genau das ist Teil des Konzepts: Die besten Signale sollen Gewicht bekommen, schwächere Werte nicht.
Fazit
Das Euro-70-Trendfolgeportfolio ist kein klassisches europäisches Aktienportfolio, sondern ein KI-gestütztes Auswahlmodell, das aus 70 europäischen Aktien maximal 20 Titel auswählt. Im Mittelpunkt stehen Momentum, Trendqualität und die Frage, welche Aktie im aktuellen Umfeld das stärkste Chancenprofil besitzt.
Gerade in einem Umfeld aus geopolitischen Spannungen, Energiepreisrisiken und Inflationssorgen kann ein solches System seinen Charakter zeigen. Es muss nicht an jeder Aktie festhalten. Es kann umschichten, wenn sich die relative Stärke verändert. Die aktuelle Zusammensetzung mit acht sichtbaren Positionen zeigt genau diesen selektiven Ansatz, nicht überall zu investieren, sondern dort, wo die Signale aktuell am überzeugendsten sind.
Michael Geke ist Geschäftsführer der Quantopion GmbH, die das Portal Quant4you betreibt.
 
 
Vermögensaufbau
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Wie Sie Vermögen steuerfrei übertragen
Von Christiane von Hardenberg
Eheleute in Deutschland leben rechtlich in einer Lebens-, nicht in einer Wirtschaftsgemeinschaft. Bei wachsendem Vermögen kann das zur Steuerfalle werden. Fließen hohe Beträge auf ein gemeinsames Konto, kann das Finanzamt eine steuerpflichtige Schenkung unterstellen. Besonders bei Immobilien, die nur einem Partner gehören, aber gemeinsam finanziert werden, drohen Nachforderungen. Als legales Gestaltungsinstrument empfiehlt sich die sogenannte Güterstandsschaukel, bei der Vermögen durch einen Wechsel des Güterstands steuerfrei übertragen werden kann. Eine regelmäßige Finanzinventur hilft, die Eigentumsverhältnisse klar zu dokumentieren und unbeabsichtigten Steuerbetrug zu vermeiden.
Wie Sie Vermögen steuerfrei übertragen
Ist der Ring schon Vermögensübertrag? Für Ehepaare lohnt sich alle paar Jahre eine Finanzinventur. dpa
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So übertragen Sie Immobilien an die Kinder
Von Jürgen Lindauer
Eine Familienstiftung kann helfen, über Generationen gewachsenen Immobilienbesitz gebündelt zu erhalten und steuerlich effizienter zu strukturieren. Dabei verkaufen die Eltern die Immobilien an die Stiftung, was nach mehr als zehn Jahren Haltedauer einkommensteuerfrei möglich ist. Die Stiftung erhält eine neue Abschreibungsbasis und zahlt auf Mieterträge nur 15 Prozent Körperschaftsteuer statt bis zu 45 Prozent Einkommensteuer. Die Darlehensforderungen der Eltern lassen sich flexibler auf Kinder und Enkel verteilen als die Immobilien selbst. Zu beachten sind beim Verkauf die Grunderwerbsteuer und eine alle 30 Jahre fällige Erbersatzsteuer. Das Modell lohnt sich laut Steuerberatern ab etwa drei Millionen Euro Immobilienvermögen.
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Warum Aktienrückkäufe für Aktionäre schlecht sind
Von Martin Hock
Fondsmanager wie Matt Kirby von Royal London und Chris Bloomstran von Semper Augustus kritisieren Aktienrückkäufe als nachteilig für Aktionäre. Im S&P 500 sei die Aktienzahl trotz umfangreicher Rückkäufe im vergangenen Jahrzehnt nur um 0,3 Prozent jährlich gesunken, weil aktienbasierte Vergütungsprogramme den Effekt weitgehend aufhöben. Rückkäufe kompensierten nur den Verwässerungseffekt. Zudem würden sie in der Regel zu überhöhten Preisen getätigt. Reinvestitionen und Dividenden seien grundsätzlich vorzuziehen, Letztere weil sie Manager zu diszipliniertem Kapitaleinsatz zwängen und Aktionären die Entscheidungshoheit zurückgäben.
Warum Aktienrückkäufe für Aktionäre schlecht sind
Birkenstock will weitere Aktien zurückkaufen. Ist das wirklich die beste Verwendung des Kapitals? AFP
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Aktien
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SpaceX-Aktien starten mit Kursgewinn – Elon Musk jetzt Billionär
Von Roland Lindner, New York
SpaceX ist am Freitag an der Nasdaq gestartet und hat mit einem Erlös von 75 Milliarden Dollar den größten Börsengang aller Zeiten hingelegt. Die Aktie schloss bei 160,95 Dollar, ein Plus von 19 Prozent gegenüber dem Ausgabepreis. Damit wird das Unternehmen mit mehr als zwei Billionen Dollar bewertet, und Elon Musk ist rechnerisch zum ersten Billionär der Welt geworden. SpaceX-Geschäftsführerin Gwynne Shotwell schloss eine künftige Fusion mit Tesla nicht aus. Sie stellte Anleger zugleich darauf ein, dass SpaceX sich nicht an übliche Gepflogenheiten börsennotierter Unternehmen halten werde.
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Aixtron, der stille KI-Star
Von Christoph Scherbaum
Aixtron, der Maschinenbauer aus Herzogenrath, profitiert massiv vom KI-Boom als Hersteller von Depositionsanlagen für optoelektronische Halbleiterkomponenten. Besonders die steigende Nachfrage nach Datenübertragungslasern für optisch vernetzte Rechenzentren treibt das Geschäft. Der Aktienkurs stieg seit Jahresbeginn um rund 230 Prozent und ist damit die beste M-Dax-Aktie des Jahres. Ein Großauftrag von Lumentum, das eine milliardenschwere Vereinbarung mit Nvidia unterhält, befeuerte die Euphorie zusätzlich. Der Auftragseingang wuchs im ersten Quartal um etwa 30 Prozent. Analysten sehen weiteres Potential, da die Branche das Wachstum der photonischen KI-Datenverarbeitung bislang unterschätzt habe.
 
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Warum die Zeichen auf Krise stehen
Von Wieland Staud
Am Freitag, dem 5. Juni, fielen erstmals seit Langem alle Anlageklassen gleichzeitig – Aktien, Anleihen, Rohstoffe, Edelmetalle und Kryptowährungen. Die sonst gültige Regel, dass stets irgendetwas steigt, war außer Kraft gesetzt. Laut technischer Analyse deutet dieses Verhalten auf eine sich abzeichnende Krise an den Finanzmärkten hin. Der Goldchart signalisiert nach Unterbietung einer wichtigen Unterstützungszone einen abwärts gerichteten Zyklus. Der MACD-Indikator bestätigt das negative Bild, da ein erwarteter Trendwechsel ausblieb. Einen Hoffnungsschimmer bieten nur die Halbleiterwerte, deren Charts selten so schnell fallen, wie sie gestiegen sind.
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„Die GKV reicht gerade so zum Überleben“
Von Martin Hock
Mednation-Vorstandschef Dirk Isenberg versucht, die frühere Eifelhöhenklinik AG aus den Nachwirkungen eines früheren Hygieneskandals und fehlerhaften Konzernabschlüssen herauszuführen. Mittlerweile betriebt das Unternehmen drei profitable Reha-Kliniken in Mönchengladbach, Bonn und Bad Wünnenberg. Geld wird aber vor allem mit Wahlleistungen verdient, denn nur mit GKV-Leistungen sei dies nicht möglich. Belastend wirkt der gescheiterte Verkauf des früheren Klinikgeländes in Marmagen, der rückabgewickelt wird. Isenberg sieht die Zukunft im ambulanten Bereich, etwa mit dem interdisziplinären „Frühfördernest“ in Bonn für Kinder mit Entwicklungsverzögerungen. Langfristig seien bundesweit bis zu fünfzig Präventions-Ambulanzen denkbar. Der Aktienkurs stieg seit Anfang 2025 von 90 Cent auf zuletzt 4,20 Euro.
„Die GKV reicht gerade so zum Überleben“
Mit der GKV allein sei ein Krankenhaus nicht wirtschaftlich zu betreiben, deshalb setzt Mednation auf Ambulanz. Picture Alliance
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Wiener Börse glänzt im EU-Vergleich
Von Michaela Seiser, Wien
Der Wiener Auswahlindex ATX hat seit Jahresbeginn um zwölf Prozent zugelegt und übertrifft damit die meisten europäischen Börsen. Analysten führen die starke Entwicklung auf das Osteuropageschäft vieler österreichischer Unternehmen zurück. Friedrich Mostböck, Chefanalyst der Erste Group, sieht weiteres Aufholpotential und spricht von einer Renaissance der Stimmung in Zentral- und Osteuropa. Raiffeisen Research mahnt hingegen zur Vorsicht und empfiehlt zu halten. Das Gewinnwachstum ist zweistellig, und die Dividendenrendite liegt häufig über dem Euro-Stoxx-Durchschnitt. Zusätzlich könnte eine geplante Reform der betrieblichen Altersvorsorge dem Wiener Parkett langfristig neues Kapital zuführen.
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Podcast
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Was das neue Altersvorsorgedepot bringt
Von Jan Hauser, Inken Schönauer
Deutschland geht an den Kapitalmarkt. Zum 1.Januar 2027 startet das Altersvorsorgedepot. Was hat es damit auf sich? Wie unterscheidet es sich von der bisherigen Riester-Rente und was muss man dazu eigentlich noch alles wissen?
Was das neue Altersvorsorgedepot bringt

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Die fünf meistgelesenen Artikel
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Top 5 / Neu
 Illustration: Katharina Hofbauer
Für das Alter vorsorgen: So vermeiden Sie finanzielle Engpässe im Ruhestand
Technische Analyse: Wenn alle Preise fallen
Sparen für die Rente: Warum Frauen doppelt für das Alter vorsorgen müssen
Steuern sparen: Warum immer mehr Selbständige Steuern nachzahlen müssen
Vermögensaufbau: Warum Superreiche so simpel investieren
 
 
Service
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5 Termine für 7 Tage
Dienstag, 16. Juni 2026
• Die Übernahmeofferte der Unicredit für die Commerzbank läuft aus.
Mittwoch, 17. Juni 2026
• Die Federal Reserve (Fed), Notenbank der USA entscheidet über die Zinssätze, zum ersten Mal unter der Leitung des neuen Gouverneurs Kevin Warsh. Auch die schwedische Reichsbank entscheidet über die Zinsen, am Donnerstag folgen die Notenbanken der Schweiz, Großbritanniens und Norwegens.
Donnerstag, 18. Juni 2026
• Das ifo Institut gibt seine Sommer-Konjunkturprognose ab.
Freitag, 19. Juni 2026
• Feiertagsbedingt bleiben die Börsen in den USA, China und Hongkong geschlossen.
• In der EU ist ab heute nach dem Bestellbutton und dem Kündigungsbutton auch der „Widerrufsbutton“ für Onlineverträge Pflicht. Danach muss der Widerruf über eine gut sichtbare, mehrstufige Online-Funktion möglich sein.
Montag, 22. Juni 2026
• Im Kloster Eberbach bei Eltville beginnt die zweitägige Konferenz „Künstliche Intelligenz #3“ von Frankfurter Allgemeine Premium Digitalwirtschaft und F.A.Z. Business Media. Zu Gast ist unter anderem Digitalminister Karsten Wildberger.
 
 
 
 
 
Wort der Woche / Neu
Wort der Woche: Eigenkapitalrendite
Wird für eine Kapitalanlage Fremdkapital eingesetzt, ergibt sich die Rendite des eingesetzten Eigenkapitals als Verhältnis des Nettoertrags (also abzüglich auch der Finanzierungskosten) zum eingesetzten Eigenkapital. Steht Fremdkapital günstig zur Verfügung, lässt sich für die Eigenkapitalrendite so ein Hebeleffekt erzielen.
Zum F.A.Z.-Börsenlexikon
 
 
 
 
Finanzservices / Neu
Selbst schlaumachen: die Finanz-Services der F.A.Z.
Auf FAZ.NET informieren wir Sie nicht nur über die aktuelle Nachrichtenlage, klären über Hintergründe auf und geben Tipps zu aktuellen Themen. Wir bieten Ihnen auch eine Vielzahl von Finanz-Tools, die bei wichtigen Entscheidungen hilfreich sein können.
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Verantwortlicher Redakteur für F.A.Z. Premium Meine Finanzen:
Dr. Martin Hock
Kontakt: finanzen-premium@faz.de

 
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USt.-IDNr.: DE 114 232 732

Geschäftsführer: Thomas Lindner (Vorsitzender), Dr. Volker Breid
Herausgegeben von Gerald Braunberger, Jürgen Kaube,
Carsten Knop, Berthold Kohler
 
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