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Dienstag, 30.06.2026 | Zur Online-Ansicht
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Frankfurter Allgemeine
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Eis schmilzt, Kosten bleiben
Hauptsache günstig. Oder nicht? In unserer transparenten Welt kommt schnell das Gefühl auf, zu teuer gekauft zu haben. Die Leasingrate für das E-Auto? Bei einem anderen Händler ist sie niedriger. Die Kugel Schokoladeneis? In der Eisdiele im Nachbarort ist sie günstiger – und größer. Aber ist es wirklich immer der effektivste Schritt, nach dem Günstigsten zu suchen?
Bei Finanzprodukten kann sich der Vergleich wie bei einer Leasingrate lohnen. Über die Zeit summieren sich die Kosten und schmälern den Gewinn merklich. Es entgeht Ihnen nicht nur der Betrag, den die niedrigeren Kosten am Anfang ausmachen. Es fehlen Ihnen auch die Rendite und der Zinseszins, den dieses Geld in den Folgejahren erwirtschaftet hätte. Es lohnt sich also, Fonds und ETF im Depot nicht nur auf ihre Wertentwicklung hin zu überprüfen, sondern auch die Kosten zu vergleichen.
Autorenbild
Sarah Speicher-Utsch
Redakteurin in der Wirtschaft.
Plus Sign Folgen
Gibt es einen Welt-ETF, der gleich oder ähnlich investiert, aber nur die Hälfte an Gebühren kostet? Dann ist es an der Zeit, etwas zu ändern. Aber es kann auch schnell kompliziert werden. Bietet meine Bank oder mein Broker das günstigere Produkt ohne zusätzliche Kosten an? Fällt eine Provision an? Wie hoch sind die Transaktionskosten? Wie hoch ist die Differenz zwischen dem An- und Verkaufskurs des ETF?
Auf der Suche nach dem besten Preis kann man sich leicht verlieren. Bei ETF auf Standardindizes ist die Richtung trotzdem klar: Wer einfach investiert, sollte auch einfach zahlen – und nicht mehr als nötig. Bei der Kugel Eis können Sie großzügiger sein und sie an Ort und Stelle genießen. Einen Zinseszinseffekt gibt es dort nicht.
Wägen Sie ab!
Ihre Sarah Speicher-Utsch
Welche Rolle spielen die Kosten bei Ihren Anlageentscheidungen? Sind sie nur eine Randnotiz oder ausschlaggebend? Schreiben Sie uns gern an Finanzen-Premium@faz.de.
 
 
 
Leser Echo / Neu
Über Geld – Leser-Echo
In der vergangenen Woche hatten wir Sie gefragt, ob Portfolio-ETF wirklich bringen, was sie versprechen: echten Mehrwert. Unsere Leser sehen das eher kritisch. So warnt „VeuveClicquot“, dass man sich mit solchen „bequemen“ Lösungen oft Klumpenrisiken einkauft: vor allem immer noch zu viel USA und große Technologiewerte. Das habe zwar gut funktioniert, könne aber schnell ins Gegenteil kippen. Thomas M. hat ETF gar ganz aufgegeben und setzt lieber auf einzelne Aktien aus verschiedenen Branchen. Auch hier ist das Thema wieder: Klumpenrisiko. Themen-ETF seien besonders kritisch, zum Teil teuer und ETF insgesamt mehr etwas für uninformierte und uninteressierte Kunden.
 
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Themen des Newsletters
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Geldanlage auf einen Blick
 
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Markt-Rückblick
 
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F.A.Z.-Musterstrategien
 
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Private Equity verdrängt die Börse
 
Artikel der Woche
 
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Warum die Erbschaftsteuer neu erfunden werden muss
 
Musterstrategien
 
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Substanzstrategien haben es derzeit schwer
 
Vermögensaufbau
 
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Podcast: Eine neue Erbschaftsteuer muss her
 
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Wie Kinder und Jugendliche Vermögen lernen
 
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Das bringt Ihnen der digitale Euro
 
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Die größte Kryptobörse verliert den Zugang zu Europa
 
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Ein Keller hilft beim Steuersparen
 
Aktien, Anleihen, Devisen
 
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Die heiße Wette auf SpaceX-Aktien
 
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Unsere Währung im Niedergang – mal wieder
 
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Wort der Woche: Genussschein
 
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Selbst schlaumachen: Die Finanz-Services der F.A.Z.
 
 
Geldanlage auf einen Blick
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Markt-Rückblick
 
Jakob Krembzow, Redakteur in der Wirtschaft.
„Nach Gewinnmitnahmen bei SpaceX und anderen Techwerten bewegten sich die Märkte unter der Woche seitwärts. Ob das mit Beginn der Feriensaison so weitergeht? Erfahrungsgemäß werden die Orderbücher im Sommer etwas dünner, Marktausschläge in beide Richtungen wahrscheinlicher. Irankrieg, Inflation oder KI-Boom – Kurstreiber gäbe es genug.“
Jakob Krembzow, Redakteur in der Wirtschaft.
 
 
F.A.Z.-Musterstrategien
 
Mandy Jarry, Technische Redakteurin für F.A.Z.-Newsletter und Verticals.
„Die Entwicklung der Portfolios seit Ende August 2025 zeigt vor allem eines: Nicht jede Strategie funktioniert gleich gut. Während Christoph Scherbaums „Ausgewogen 15“ klar vorn liegt, bleiben andere Ansätze nur knapp im Plus oder rutschen sogar ins Minus. Das erinnert daran, wie wichtig die Mischung im Depot ist. Wer zu einseitig unterwegs ist, kann eben schnell auf der Verliererseite landen.“
Mandy Jarry, Technische Redakteurin für F.A.Z.-Newsletter und Verticals.
 
 
Zu den Musterportfolios
Private Equity verdrängt die Börse
Privates Kapital drängt die öffentlichen Märkte Europas immer stärker in den Hintergrund. Nach Daten des Dienstleisters Pitchbook kommen auf jede börsennotierte Gesellschaft inzwischen 2,3 Unternehmen, in denen Private-Equity-Investoren die dominierende Rolle spielen – ein Rekordwert.  Während die Zahl der PE-Unternehmen in den vergangenen zwanzig Jahren kontinuierlich gestiegen ist, ist die der börsennotierten Gesellschaften leicht zurückgegangen. In diesem Jahr sank ihre Zahl auf ein Zehn-Jahres-Tief, während die der PE-Unternehmen noch leicht zunahm. Die Londoner Börse verzeichnete eine Rekordzahl von Delistings, die Zahl der „Take-private-Transaktionen“ sei seit 2022 stark gestiegen, heißt es von Pitchbook. Zudem gehen weiter mehr europäische Unternehmen an amerikanische Börsen.
 
Martin Hock, Redakteur in der Wirtschaft und Leiter F.A.Z. Premium Finanzen.
„Auch wenn das Private-Equity-Geschäft zyklisch ist und Unternehmen wie Ping-Pong-Bälle zwischen Privathand und Börse hin und her gespielt werden – die Gewichte haben sich rasant verschoben. Der durchschnittliche Privatanleger sieht sich mit schrumpfenden Anlagemöglichkeiten konfrontiert und darf neidisch auf die Renditen der PE-Investoren blicken.“
Martin Hock, Redakteur in der Wirtschaft und Leiter F.A.Z. Premium Finanzen.
Zu den Finanzrechnern
 
 
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Artikel der Woche
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Warum die Erbschaftsteuer neu erfunden werden muss
Vererbte Immobilien: Der erzwungene Verkauf ist nicht Ziel der Steuer, aber mitunter deren Auswirkung. Picture Alliance
Warum die Erbschaftsteuer neu erfunden werden muss
Von Martin Hock
Die Erbschaftsteuer soll Gerechtigkeit schaffen – tut sie aber nicht. Sie besteuert Werte, die der Erbe nicht besitzt, steckt voller Schlupflöcher und bringt kaum Einnahmen. Der Steuerrechtsprofessor Gregor Kirchhof plädiert für einen radikalen Systemwechsel.
Kaum eine Steuer ist in Deutschland so umstritten wie die Erbschaftsteuer. Das Bundesverfassungsgericht verwirft sie regelmäßig als nicht verfassungskonform, in den kommenden Monaten steht ein weiteres Urteil an. Trotzdem wird daran festgehalten – aus einem Grund, der sich vor allem politisch erklären lässt: Die Idee, dass der Staat auf diese Weise für mehr Gerechtigkeit sorgt, ist intuitiv einleuchtend.
Gregor Kirchhof, Professor für Öffentliches Recht und Steuerrecht an der Universität Augsburg, hält diesen Ansatz schon grundsätzlich für fehlerhaft. „Steuern finanzieren den Staat, auch den Sozialstaat, aber sie bewirken keine Sozialpolitik", sagt er im F.A.Z.-Podcast „Finanzen & Immobilien“. Die sozialpolitische Debatte müsse klar von der steuerrechtlichen getrennt werden.
Wer mehr Chancengerechtigkeit wolle, brauche bessere Bildung und gezielte Konzepte zum Vermögensaufbau für Benachteiligte – nicht eine Steuer, die nur 1,5 Prozent der gesamten Steuereinnahmen einbringe. Am geringen Aufkommen lasse sich auch nichts ändern: Eine Verdoppelung etwa wäre aus verfassungsrechtlichen Gründen kaum möglich – und am Ende wären es immer noch nur drei Prozent des Steueraufkommens.
Gerechtigkeit als Scheinversprechen
Auch die Konstruktion habe einen Grundfehler: Die Steuer gehe von einem Wert aus, der praktisch ein Äquivalent eines Verkaufswerts ist. Doch Erben oder Beschenkte hätten keinen Verkaufserlös und oft nicht genug Geld, um auch nur sieben Prozent des Verkaufswerts als Steuer zu zahlen. Der Verkauf, sagt Kirchhof, sei eigentlich Gegenstand der Einkommensteuer. Besitz, also das schlichte Innehaben von Vermögen, kenne das deutsche Bewertungssystem nicht als eigenständige Kategorie. Das Ergebnis sei dann eine strukturelle Überbewertung, ein Dickicht an Ausnahmeregelungen und eine Steuer, die zum Verkauf zwinge, obwohl sie das gar nicht wolle.
Obendrein werde das Gerechtigkeitsargument in der Praxis ausgehöhlt. Wer über Mittel und Wissen verfüge, könne die Steuer auf legalem Wege umgehen: Mit Nießbrauchkonstruktionen, bei denen der Schenker die Erträge behält, und das Eigentum nur rechtlich an den Beschenkten übergeht, frühzeitigen Übertragungen auf Kinder – mitunter schon im Säuglingsalter – oder Stiftungsmodellen. Die Gestaltungsspielräume seien erheblich. „Eine Steuer, die man, wenn man geschickt ist, vermeiden kann und die der, der nicht geschickt ist, zahlt – das steht dem Rechtsstaat nicht gut an", sagt Kirchhof. Die Erbschaftsteuer treffe oft genau diejenigen, die sie am wenigsten einkalkulieren konnten.
Überforderte Steuer
Besonders gravierend seien die Folgen für Unternehmen. Wer einen Betrieb erbe, dessen Wert in Maschinen, Patenten oder gar dem Markennamen gebunden ist, soll Steuern auf etwas zahlen, das sich nicht ohne Weiteres liquidieren lässt. Deswegen gebe es Verschonungsregeln wie die Lohnsummenregel. Diese schreibt vor, dass die Gesamtlohnsumme des Unternehmens über mehrere Jahre erhalten bleiben muss. „Da schafft Erbschaftsteuerrecht unternehmerische Probleme – bei einer Abgabe, die fast keine Einnahmen bringt“, sagt Kirchhof.
Manches Unternehmen habe deswegen schon zerschlagen oder in eine Stiftung überführt werden müssen. Das schade dem Standort, den Arbeitsplätzen und den Einnahmen aus Ertragsteuern – ohne mehr Gerechtigkeit oder Einnahmen zu bringen. „Gegenwärtig werden an die Erbschaftssteuer ganz viele zentrale Fragen herangetragen, die sie aber einfach nicht beantwortet“, sagt Kirchhof.
Besteuern, wo Geld fließt
Viele OECD-Staaten hätten die Steuer daher abgeschafft, sagt Kirchhof. Jedoch überzeuge der Belastungsgrund. Er plädiert für einen Systemwechsel: Nicht der Erbfall sollte besteuert werden, sondern der aus dem Erbe erzielte Ertrag. Er denkt an einen Zuschlag zur Einkommensteuer, der erst fällig wird, wenn etwa ein geerbtes Haus vermietet oder verkauft wird. „Dann wird nicht mehr ein Wert belastet, den der Steuerpflichtige so nicht hat, sondern wir würden auf eine Liquidität zugreifen, die da ist.“ Wer eine Immobilie erbt und selbst einzieht, zahlt nichts – wer vermietet, zahlt. Die Einkommensteuer bringe ohnehin 25-mal mehr Einnahmen als die Erbschaftsteuer; die Integration beider Systeme berge erhebliches Potential. Das folge einer inneren Logik: Die Steuer folgt der wirtschaftlichen Wirklichkeit, nicht einem theoretischen Verkaufswert.
Reform mit Aussicht
Ob und wann eine Reform umsetzbar ist, bleibt offen. Wenn das Bundesverfassungsgericht in absehbarer Zeit abermals über die Erbschaftsteuer entscheidet, wäre die Gelegenheit, nicht wieder zu flicken. „Wir denken immer, Gerechtigkeit schaffen Einzelfallgesetze und kleinteilige Gesetze. Das ist aber genau falsch. Wir brauchen eine allgemeine Regel, die alle verstehen können.“
Für Kirchhof hat der Einkommensteuerzuschlag in der Politik eine Chance verdient. Zum einen sei der Versuch, das geltende System verfassungskonform zu gestalten, zum Scheitern verurteilt. Zum anderen würden Menschen und Unternehmen entlastet, der Standort gestärkt und gleichzeitig stiegen die Steuereinnahmen.
 
 
Musterstrategien
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Schlaglicht / Neu
 
Warum es Substanzstrategien derzeit schwer haben
Von Martin Hock
Seit nunmehr zehn Monaten läuft es schon, das Fundamentalportfolio der F.A.Z. Zeit also für eine Zwischenbilanz. Die vergangenen zehn Börsenmonate waren nicht die einfachsten. Es ist immer am schönsten, wenn die Kurse in der Breite steigen: Um etwas falsch zu machen, muss man sich schon ein bisschen dämlich anstellen.
Aber das war nicht der Fall. Also die Frage: Können wir mit der Wertentwicklung zufrieden sein? Ja. Nein. Aktuell liegt das Portfolio rund ein Prozent im Plus. Das spiegelt viel von der aktuellen Verfassung der Börsen wider.
Unser Ansatz ist ein substanzorientierter: Unternehmen mit über einen längeren Zeitraum nicht sinkenden Margen, Dividenden und Umsätzen kommen in die Auswahl. Bewertungen sollen über die Zeit sinken, was bei steigenden Margen zwangsläufig so sein sollte.
Doch dieser Ansatz ist besonders in den vergangenen Monaten nicht sehr gefragt. Die treibenden Faktoren sind KI-Phantasie und Momentum. Da liegt eine Aktie wie die des Maschinenbauers Krones so gar nicht im Trend, wie überhaupt die klassischen deutschen Branchen Maschinenbau und Auto. Ebenfalls schwach entwickelte sich die Aktie des Elektronikkonzerns BYD Electronic, Tochtergesellschaft des Autobauers, dem harte Konkurrenz  zusetzt.
Banken hui, Krypto pfui
Was dagegen gut funktioniert hat, sind insgesamt die Banken. Ob Caixabank, Ageas, Mizuho oder Lloyds – alle Aktien haben zwischenzeitlich ihre Stop-win-Marken gerissen. Wir haben Gewinne mitgenommen, denn was man hat, hat man. Wenn wir unsere Strategie im August nach einem Jahr anpassen, könnte es aber sein, dass wir Gewinne künftig etwas länger laufen lassen und stattdessen unsere Stop-loss-Kurse restriktiver setzen. Die Überlegungen sind noch nicht abgeschlossen.
Zwei Trendwenden haben dem Portfolio ebenfalls zugesetzt. Das eine ist Gold. Bis Ende Februar noch der Booster im Depot, verliert es immer mehr an Kraft. Gut, dass wir einen Teil der Gewinne mitgenommen haben, mehr wird folgen.
Das andere ist Krypto. Nicht nur, dass uns die Bitcoin-Verluste wie ein Klotz am Bein hängen. Man kann in diesem Markt derzeit wohl nur alles falsch machen. Die Halbierung der Staking-Einnahmen von Polkadot traf uns genauso unvorbereitet wie die Erkenntnis, dass Solana zwar viel genutzt wird, aber selbst gegenüber den darauf laufenden Defi-Anwendungen weniger profitiert – ein Infrastrukturproblem. Und Cosmos ist jetzt in einen Abwärtstrend eingeschwenkt. Deswegen haben wir es mit Near versucht, aber nur einer Miniposition. Für unsere Rohstoffkomponente werden wir uns einen neuen Ansatz überlegen. Zur Debatte steht eine Verringerung auf zehn Prozent.
Natürlich hätten wir uns gewünscht, dass die Strategie glanzvoller abschneidet. Aber das ist nicht der Grund, warum wir das Format Musterstrategien gestartet haben. Niemand hat etwas davon, wenn man ähnliche Strategien einander gegenüberstellt. Der Sinn der Musterstrategien ist ihre Vielfalt. Und die F.A.Z.-Strategie vertritt eben die substanzorientierte Anlage im Universum der F.A.Z.-Indizes: Deutschland und Europa. Das macht es nicht gerade leicht. Denn so falsch haben wir nicht gelegen. Unsere internationalen Substanzinvestments brachten es einschließlich Gewinnmitnahmen auf ein Plus von 77 Prozent.
 
 
Vermögensaufbau
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Podcast: Die Erbschaftsteuer muss neu gedacht werden
Von Martin Hock, Dennis Kremer
Der F.A.Z.-Podcast Finanzen & Immobilien mit Steuerrechtsprofessor Gregor Kirchhof und Host Martin Hock. Ein Gespräch über eine Steuer, die strukturell kaputt ist.

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Wie Kinder und Jugendliche Vermögen lernen
Von Christiane von Hardenberg
Finanzielle Bildung beginnt im Elternhaus, doch der Weg vom Sparen zum Investieren ist für Jugendliche nicht selbstverständlich. Christiane von Hardenberg beschreibt, wie ihre Kinder mit Spardosen, Budgets und ETF-Sparplänen Finanzkompetenzen erwarben, aber zu wenig über Risikobereitschaft und Vermögensaufbau lernten. Zum 18. Geburtstag ihres Sohnes erwägt sie, ihm 10.000 Euro zur eigenverantwortlichen Anlage zu überlassen. Er könnte Gewinne entnehmen, das Stammkapital aber investiert lassen. So soll er Chancen erkennen und mit Rückschlägen umgehen lernen.
Wie Kinder und Jugendliche Vermögen lernen
Aufsparen, investieren oder sofort konsumieren? Gedanken zum 18. Geburtstag Plainpicture
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Das bringt Ihnen der digitale Euro
Gastbeitrag von Johannes Blassl
Der Wirtschafts- und Währungsausschuss des Europaparlaments hat am 23. Juni für die Einführung des digitalen Euro gestimmt, um Europas Abhängigkeit von US-Zahlungsanbietern wie Visa und Mastercard zu verringern. Über diese laufen 60 Prozent aller Kartenzahlungen im Euroraum. Das Bargeld wird mit dem digitalen Euro nicht abgeschafft, jeder EU-Bürger soll ein kostenloses digitales Euro-Konto erhalten. Eine Obergrenze von rund 3000 Euro ist im Gespräch, um Banken vor Einlagenabflüssen zu schützen. Den digitalen Euro soll es online und offline geben. Doch nur die Offline-Variante bietet bargeldähnliche Anonymität.
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Die größte Kryptobörse verliert den Zugang zu Europa
Von Martin Hock
Von mehr als 1200 zuvor national registrierten Kryptodienstleistern haben laut der europäischen Regulierungsbehörde ESMA nur rund 210 eine vollständige MiCA-Zulassung erhalten. Doch wer bis zum 1. Juli keine Lizenz als „Crypto Asset Service Provider“ besitzt, darf EU-Kunden keine Kryptodienstleistungen mehr anbieten. Prominentestes Opfer ist die weltgrößte Kryptobörse Binance, die ihren Lizenzantrag bei der griechischen Aufsicht zurückzog und nun in Frankreich, Polen, Italien und Spanien den Betrieb einstellen muss. Für Anleger auf nicht lizenzierten Plattformen entsteht Handlungsdruck, da diese Anbieter Kunden aktiv migrieren müssen.
Die größte Kryptobörse verliert den Zugang zu Europa
Binance: Global bisher die größte Kryptobörse – jetzt ohne Marktzugang in der EU Picture Alliance
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Ein Keller hilft beim Steuersparen
Von Jürgen Lindauer
Ein einfach ausgestatteter Kellerraum zählt nicht zur Wohnfläche, wenn er weder zum dauernden Aufenthalt bestimmt noch entsprechend ausgebaut ist. Da die Wohnfläche sowohl für die Grundsteuer als auch bei der Erbschaftsteuerbefreiung eine zentrale Größe ist, zählt jeder Quadratmeter. In der Praxis werden Quadratmeterangaben oft ungeprüft aus Exposés oder Bauunterlagen übernommen. Wer die Vorgaben der Wohnflächenverordnung konsequent anwendet, kann die steuerlich maßgebliche Fläche und damit die Steuerlast reduzieren.
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Aktien, Anleihen, Devisen
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Die heiße Wette auf SpaceX-Aktien
Von Inken Schönauer
SpaceX hat mit dem größten Börsengang aller Zeiten hohe Aufmerksamkeit auf sich gezogen, wobei die Nachfrage deutscher Anleger das Angebot weit überstieg. Allein bei Flatex entfielen in den ersten fünf Handelstagen rund 32.000 Transaktionen auf SpaceX, zehnmal mehr als auf Nvidia. Die Aktie schwankt stark zwischen über 200 und rund 153 Dollar, nachdem eine Anleiheankündigung über mindestens 20 Milliarden Dollar den Kurs einbrechen ließ. Regeländerungen ermöglichten SpaceX einen schnellen Zugang zum Nasdaq-100-Index. Vom 29. Juni 2026 an wird die Aktie zudem im WisdomTree Space Economy UCITS ETF mit einer Gewichtung von 5,5 Prozent gehalten.
Die heiße Wette auf SpaceX-Aktien
Haushohe Rakete: Eine Space X-Rakete am Times Square in New York AFP
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Grüner Stahl, verdoppelter Gewinn
Von Christoph Scherbaum
Voestalpine hat im Geschäftsjahr 2025/26 trotz Belastungen durch US-Zölle auf Stahl und Schwäche in der Automobilindustrie den Nettogewinn mehr als verdoppelt. Zwar sank der Umsatz, doch kamen positive Impulse aus den Bereichen Eisenbahnsysteme, Luftfahrt und Lagertechnik sowie aus Reorganisationsmaßnahmen. Die Dividende steigt von 0,60 auf 0,75 Euro je Aktie. Mit dem Programm Greentec Steel will Österreichs größter CO₂-Emittent bis 2029 rund 30 Prozent seiner Emissionen einsparen und bis 2050 klimaneutral produzieren.
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Indonesiens Börse droht der Abstieg in die dritte Liga
Von Hendrik Ankenbrand, Singapur
Der Indexanbieter MSCI entscheidet, ob Indonesien seinen Schwellenländer-Status verliert und zum Grenzmarkt herabgestuft wird. Eine Herabstufung könnte Kapitalabflüsse von bis zu 13 Milliarden Dollar auslösen, da viele Fonds sich nach der Einstufung von MSCI richten. MSCI kritisiert vor allem die Intransparenz der Börse mit undurchsichtigen Eigentümerstrukturen und geringem Streubesitz. Die Regierung hat die Anforderungen an den Anteil im Streubesitz verdoppelt, weshalb Fachleute mit einem Statuserhalt rechnen. Zugleich kosteten aber Präsident Prabowos kostspielige Megaprojekte und seine Tendenz zur Kommandowirtschaft Vertrauen bei ausländischen Investoren. Die Landeswährung Rupiah fiel zuletzt auf ein Rekordtief.
Indonesiens Börse droht der Abstieg in die dritte Liga
Die Geschäfte laufen gut in Indonesien, die Börse gerät aber ins Abseits. AFP
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Unsere Währung im Niedergang – mal wieder
Von Wieland Staud
Der Euro steht vor einer deutlichen Abwärtskorrektur gegen den Dollar. Nach einer klassischen Topbildung ist das jüngste Hoch von 1,18 Dollar hinter dem vorherigen Zyklushoch von 1,21 Dollar zurückgeblieben, woraufhin die Nackenlinie bei 1,15 Dollar unterschritten wurde. Kurzfristig wird eine Unterstützungszone bei rund 1,12 Dollar erwartet. Mittelfristig sind binnen sechs bis zwölf Monaten Kurse um 1,05 Dollar möglich. Als mögliche fundamentale Gründe gelten der Zinsvorteil des Dollars sowie geopolitische Risiken durch den Rückzug der USA aus der NATO.
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Es steigt zu wenig Rauch auf
Von Jakob Krembzow
Die Nassau County Tobacco Settlement Corp. auf Long Island konnte Anfang Juni eine fällige Zahlung über 36 Millionen Dollar nicht leisten und löste damit den ersten Ausfall sogenannter Tabakanleihen in den USA aus. Diese Anleihen werden von Kommunen begeben und sind mit Entschädigungszahlungen der Tabakkonzerne aus dem Master Settlement Agreement von 1998 besichert. Der Zigarettenabsatz ging jedoch weit stärker zurück als erwartet und halbierte sich zwischen 2015 und 2024 nahezu. Einige betroffene Anleihen fielen auf Kurse von weniger als 50 Cent je Dollar. Analysten warnen vor weiteren Zahlungsausfällen, sollte der Absatzrückgang anhalten. Der Fall gilt als wegweisend für den rund 80 Milliarden Dollar großen Markt der Tabakanleihen.
Es steigt zu wenig Rauch auf
Mit jeder verkauften Zigarettenpackung müssen amerikanische Tabakkonzerne Entschädigungen zahlen. Picture Alliance
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Die fünf meistgelesenen Artikel
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Top 5 / Neu
 Illustration: Katharina Hofbauer
Statt MSCI World: Dieser ETF ersetzt ein ganzes Depot
Steuertipp: So übertragen Sie Immobilien an die Kinder
Wenn der Kredit ausläuft: Immobilien entspannt finanzieren
Neue Möglichkeiten dank Zinsen: Wann sind Anleihen die richtige Wahl
540 Euro Zulage: So nutzen Sie das Altersvorsorgedepot richtig
 
 
Service
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5 Termine für 7 Tage
Dienstag, 30. Juni 2026
• Das Statistische Bundesamt veröffentlicht die Verbraucherpreise für Juni.
• Der Tankrabatt läuft aus und wird nicht verlängert.
Mittwoch, 1. Juli 2026
• Der vorläufige Pauschal-Zoll in Höhe von drei Euro bei kleinen Paketen in die EU tritt in Kraft
Freitag, 3. Juli 2026
• Die Übernahmeofferte der Unicredit für die Commerzbank AG läuft aus.
• Wegen des Unabhängigkeitstags am 4.7. bleiben die Börsen in den USA am Tag zuvor geschlossen. Schon am 2.7. schließt der Anleihemarkt vorzeitig.
 
 
 
 
 
Wort der Woche / Neu
Wort der Woche: Genussschein
Ein Genussschein ist eine Anlageform zwischen Aktie und Anleihe. Er verbrieft den Anspruch auf Rückzahlung des Nominalwerts. Inhaber erhalten meist eine feste Ausschüttung oder sind am Gewinn beteiligt, haben aber kein Stimmrecht. Die Rendite liegt in der Regel über der von Anleihen, zugleich tragen Anleger auch Verlustrisiken, da sich der Rückzahlungsanspruch bei Verlusten verringern kann (mit späteren Gewinnen aber wieder steigt). Im Insolvenzfall werden Genussscheininhaber nachrangig behandelt. Unter bestimmten Voraussetzungen gelten Genussscheine nach deutschem Recht als Eigenkapital und schonen so die Bilanz, werden von Ratingagenturen jedoch nicht als solches anerkannt und haben daher an Bedeutung verloren.
Zum F.A.Z.-Börsenlexikon
 
 
 
 
Finanzservices / Neu
Selbst schlaumachen: Die Finanz-Services der F.A.Z.
Auf FAZ.NET informieren wir Sie nicht nur über die aktuelle Nachrichtenlage, klären über Hintergründe auf und geben Tipps zu aktuellen Themen. Wir bieten Ihnen auch eine Vielzahl von Finanz-Tools, die bei wichtigen Entscheidungen hilfreich sein können.
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Dr. Martin Hock
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Geschäftsführer: Thomas Lindner (Vorsitzender), Dr. Volker Breid
Herausgegeben von Gerald Braunberger, Jürgen Kaube,
Carsten Knop, Berthold Kohler
 
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