fragen Sie sich das auch manchmal: Ob man in der Umweltpolitik etwas erreichen kann, indem man das zuverlässigste Steuerungselement von allen nutzt, den Preis? Unsereiner hat das ja im Studium schon in den Achtzigerjahren bei Professor Klemmer an der Ruhr-Uni Bochum gelernt: Die Inanspruchnahme von Umwelt muss etwas kosten, das ist besser als Verbote zu erlassen. Nun haben wir gerade die Probe auf Exempel, wenn auch aus unerfreulichem Anlass: Die Kraftstoffpreise steigen. Und? Fahren die Leute jetzt weniger Auto? Ja, heißt es von einer städtischen Gesellschaft namens Traffiq in Frankfurt.
Um drei Prozent sind die Fahrgastzahlen in Bahnen und Bussen gestiegen, wie Ralf Euler schreibt. Schon klar, wir sind nicht blind für die Wirklichkeit und wissen, dass die höheren Kraftstoffpreise heißeste Diskussionen ausgelöst haben. Aber die Erkenntnis nebenbei lautet: Wer Umweltbelastungen verringern will, kann das über den Preis erreichen. Unser Professor hatte recht.
Manfred Köhler
Ressortleiter der Rhein-Main-Redaktion der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.
Man kann übrigens auch einfach langsamer fahren. Hat unsereiner zuletzt mal zwecks Kraftstoffersparnis auf langen Strecken versucht und nicht wenig gestaunt, dass man mit 4,5 Litern auf 100 Kilometer auch ans Ziel kommt. Man muss aber bei Tempo 100 schon ein sehr spannendes Hörbuch hören, damit man auf der Autobahn weiterhin immer auf Zack ist.
Zahlt diesmal wieder eine Dividende: der Fraport-Vorstandsvorsitzende Stefan Schultedpa
Nicht fliegen ist auch eine Möglichkeit, um zu sparen, aber keine, die am Frankfurter Flughafen auf Wohlwollen stößt. Bei der Hauptversammlung der Fraport AG, von der Ole Kaiser berichtet, äußerte Vorstandschef Stefan Schulte die Sorge, dass in diesem Jahr weniger Leute fliegen würden, einfach weil sie meinten, es fehle an Kerosin, obwohl man gar nicht mit einer Mangellage rechne. Was die Aktionäre freuen wird: Endlich wird mal wieder eine Dividende gezahlt.
Hauptversammlungen zu verfolgen ist nicht immer einfach, manchmal geht es turbulent zu, aber das schwerere Los hatte am Dienstag Kollege Alexander Jürgs gezogen, der einen Prozess gegen einen Arzt aus dem Taunus
verfolgte, der nach Darstellung der Staatsanwaltschaft während der Corona-Pandemie gegen Geld Impfungen bescheinigt hatte, die es gar nicht gab. Er musste das machen, sagte der mit 91 Jahren doch schon etwas betagte Mediziner, schließlich seien Ungeimpfte wie „Untermenschen“ behandelt worden. Ein Wort gab das andere, am Schluss meinte der Arzt dann, es seien die Alliierten, die in Wahrheit die Oberhoheit über Deutschland hätten. Ach ja.
Und außerdem sind in den hessischen Ministerien für Wirtschaft und für Digitales nun neue Staatssekretäre tätig +++ hat der Frankfurter Autor Martin Piekar mit „Vom Fällen eines Stammbaums“ ein eindrucksvolles Romandebüt vorgelegt, wie Eva-Maria Magel schreibt +++ lobt Hanns Mattes,
dass man sich in Offenbach nun schon auf eine Koalition (von SPD und CDU) geeinigt hat, während in Frankfurt weiterhin nicht geliefert wird.
Einen Abend voll wunderbarer Debüts, von Romanen oder was auch immer, wünscht Ihnen Ihr Manfred Köhler
Das Wetter für Mittwoch Wechselnd bis stark bewölkt, örtlich Regengüsse, vereinzelt auch Gewitter möglich. Frische bis starke Böen. Höchstwerte bis 15 Grad.
Geburtstag haben am Mittwoch Michael Madeja, Neurowissenschaftler, von 2021 bis Dezember 2025 Vorstandsvorsitzender der Else-Kröner-Fresenius-Stiftung, Bad Homburg (64); Matthias Leder, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Gießen-Friedberg (63); Dirk Widuch, Geschäftsführer des Unternehmerverbands Südhessen, Darmstadt (60); Holger Reuter, Kurdirektor, Geschäftsführer der Spielbank sowie der Kur- und Kongreß-GmbH Bad Homburg (56); Alicja Feltens, Präsidentin des Marketing Clubs Frankfurt (43).
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