Heute in Rhein-Main: Eine Polizeiwache mitten in Frankfurt
Guten Abend,
in Frankfurt führt die Kommunalwahl weiterhin zu beachtlichen Neuigkeiten. Am Mittwochabend hat die neu gebildete Fraktion der SPD im Römer Kolja Müller an die Spitze gewählt, nicht abermals die langjährige Fraktionsvorsitzende Ursula Busch, die gerne weitergemacht hätte. Müller ist ein Vertrauter von Oberbürgermeister Mike Josef, ebenfalls SPD, und einer der beiden Vorsitzenden der SPD Frankfurt. Man darf das Abstimmungsergebnis mithin als eine Stärkung der Rolle des Stadtoberhaupts sehen. Vielleicht auch als Hinweis, dass die Verwirklichung eines Linksbündnisses im Römer unwahrscheinlicher wird.
Manfred Köhler
Ressortleiter der Rhein-Main-Redaktion der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.
Auch wenn im Römer derzeit vor allem über die Zukunft geredet wird, über künftige Koalitionen nämlich, wird natürlich weiter regiert. Und so ist mitzuteilen, dass die Stadtpolizei im August eine neue Wache unweit der Zeil beziehen will, an der Stiftstraße. Der alte Standort in der B-Ebene der Hauptwache war wegen Schimmel- und Schädlingsbefall geschlossen worden. Eine bessere Polizeipräsenz in der Innenstadt: Falsch finden wird man das nicht.
So, und zum Schluss noch etwas Lebenshilfe. Falls Sie diesen Newsletter noch vor 20 Uhr am Gründonnerstag lesen: Sollten Sie noch etwas einkaufen wollen, dann zügig los, denn heute schließen die Geschäfte schon um 20 Uhr. Falls Sie den Newsletter nach 20 Uhr lesen, ist es dafür zu spät. Dann besteht die Lebenshilfe darin, dass wir Ihnen erklären, warum der Ladenschluss an diesem einen Tag im Jahr so früh ist: Weil 2008 das Hessen-Center am Rande Frankfurts an Gründonnerstag zu einem „Mitternachtsshopping“ mit Feuerwerk eingeladen hatte. Das führte zu so vielen Protesten, dass bei einer Überarbeitung des hessischen Ladenöffnungsgesetzes ausdrücklich geregelt wurde, vor Karfreitag sei schon um 20 Uhr Schluss. So müssen sich die Hessen an diesem Tag ein bisschen beeilen.
Kolja Müller (SPD) ist neuer Fraktionsvorsitzender seiner Partei im Frankfurter Römer.Janek Stempel
Der Tipp zum Wochenende Nico Campe zeigt in seinem Restaurant „Gudn“ in Mainz-Gonsenheim nicht nur handwerkliches Können, sondern auch eine beeindruckende Experimentierfreude. Auf den ersten Blick wirkt das Lokal wie ein modernisiertes Gasthaus, aber Campes Küche zeigt schnell, dass der junge Koch schon ein bisschen in der gastronomischen Welt rumgekommen ist. Am besten lässt sich seine Art zu Kochen als „Internationale Fusionsküche“ beschreiben, für die er immer wieder sehr unterschiedliche Stile und Einflüsse zusammenfügt.
„Gudn“, Breite Straße 65, Mainz, Telefon 0 61 31/6 96 85 43, www.gudn-food.de
Das Wetter für Freitag Bewölkt, sechs bis 14 Grad.
Geburtstag haben am Freitag
Hubert Gerhards (CDU), ehemaliger hauptamtlicher Erster Stadtrat in Obertshausen (75); Wolfgang Lorch, Partner des Frankfurter Architektenbüros Wandel Lorch Götze Wach, Träger des Hessischen Kulturpreises (66); Sarah Jones, Präsidentin des Deutschen Wetterdienstes, Offenbach (61);
am Samstag
Daniel Cohn-Bendit (Die Grünen), Publizist und ehemaliger ehrenamtlicher Dezernent für multikulturelle Angelegenheiten in Frankfurt (81); Ferdinand Heide, Frankfurter Architekt und Stadtplaner (64); Ingmar Jung (CDU), Landwirtschaftsminister des Landes Hessen, Wiesbaden (48); Kjetil Dahlhaus (parteilos), Bürgermeister der Stadt Friedberg (47);
am Sonntag
Sergey Khachatryan, in Eschborn lebender Violinist (41);
am Montag
Eric Menges, Geschäftsführer der Standortmarketing-Gesellschaft „Frankfurt Rhein-Main“ (59); Karina Szwede, Hauptgeschäftsführerin der Industrie- und Handelskammer für Rheinhessen, Mainz (55); Theo Lebow, Tenor, Ensemblemitglied der Oper Frankfurt (40).
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