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Sonntag, 25.01.2026 | Zur Online Ansicht
 
 Frankfurter Allgemeine
HAUPTWACHE
Der Newsletter für Rhein-Main
Heute in Rhein-Main: Schlösser, Schätze, Schulden?
 
Guten Abend,
beim Bäcker gibt es wieder Kreppel. Und diese zu bestellen, kann kompliziert werden. „Welchen wollen sie denn?“ – „Den mit Marmelade.“ „Welche Marmelade? Erdbeere oder Pflaume, Aprikose oder – ganz wild – Ingwer-Zitrone? Vielleicht noch einen mit Eierlikörchenfüllung dazu, sehr lecker. Oder Nutella. Nutella haben wir auch da.“ Wem das schon zu viel Auswahl ist, der sollte nicht in die Stadtbäckerei Rank in Nidda gehen. Nach dem Verkaufserfolg im letzten Jahr (Döner-Kreppel) bietet das Unternehmen in diesem Jahr Currywurst-Kreppel an. Wohl bekomm’s. Nun aber zu den wirklich wichtigen Nachrichten des Wochenendes.
Geschenk mit Tücken: Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul. So lautet ein Sprichwort, an dem sich das Land Hessen derzeit besser nicht orientieren sollte. Denn dem Land wird keineswegs ein klappriges Ross angeboten, sondern nicht weniger als Schlösser und Immobilien. Das Haus Hessen plant große Teile seines Kulturerbes – darunter das Schloss Fasanerie bei Fulda und das Schloss Friedrichshof in Kronberg – dem Land Hessen zu schenken. Gesamtwert des gesamten Pakets: 450 Millionen Euro.
Ziel ist es, das historische Erbe dauerhaft zu sichern und öffentlich zugänglich zu halten. Aber mit der Schenkung ist für das Land auch ein Risiko verbunden. Denn die Immobilien verursachen laufende Kosten. Zudem stehen Investitionen in Millionenhöhe an. Wieso es überhaupt zu diesem Schritt kommen könnte und welche „Mitgift“ einen Teil der Kosten sichern soll, hat F.A.Z.-Herausgeber Carsten Knop aufgeschrieben und kommentiert. Ein Interview mit Landgraf Donatus zu dem Thema lesen Sie hier. Geführt hat es Matthias Alexander.
Autorenbild
Marie Lisa Kehler
Stellvertretende Ressortleiterin der Rhein-Main-Redaktion der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.
Plus Sign Folgen
Einheitliche Verfahren für Betroffene sexueller Gewalt: Die evangelischen Kirchen in Hessen und die Diakonie regeln künftig die Anerkennungsleistungen für Betroffene sexueller Gewalt in einem einheitlichen Verfahren. Nach der Zustimmung der Mitgliederversammlung der Diakonie Hessen haben sich die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) und die Diakonie auf eine gemeinsame, unabhängige Anerkennungskommission verständigt. Die neue Kommission hört Betroffene an und legt die Höhe der Anerkennungszahlungen fest – bestehend aus einer pauschalen Summe von 15.000 Euro und einer individuellen Zahlung. Ein noch zu veröffentlichender Anhaltskatalog soll demnächst Orientierung geben; er basiert auf Urteilen zu Schmerzensgeld in ähnlichen Fällen.
EKHN-Kreuz in Mainz
Die evangelischen Kirchen in Hessen sowie die Diakonie Hessen regeln künftig die Anerkennungsleistungen für Betroffene sexueller Gewalt in einem einheitlichen Verfahren. dpa
Gerichte urteilen über Wirtschaftsstreitigkeiten: Rund ein halbes Jahr nach dem Start der neuen Commercial Chambers am Landgericht und des Commercial Court am Oberlandesgericht Frankfurt zieht das hessische Justizministerium eine erste Bilanz: Bisher wurden etwa 60 Verfahren mit einem Streitwert von insgesamt rund 840 Millionen Euro verhandelt. Die Streitwerte lagen zwischen 500.000 und 450 Millionen Euro. Die aus den Verfahren erzielten Gerichtsgebühren fließen laut Justizminister Christian Heinz (CDU) der Justizkasse zu, sie werden nach Streitwert berechnet, gedeckelt bei 30 Millionen Euro. Seit dem 1. Juli vergangenen Jahres können Unternehmen in Frankfurt zivilrechtliche Wirtschaftsstreitigkeiten ab einem Streitwert von 500.000 Euro in deutscher oder auch englischer Sprache verhandeln lassen. Grundlage ist das Justizstandort-Stärkungsgesetz, das den Ländern spezialisierte Kammern erlaubt – ein Modell, dem auch Berlin, Bremen und Hamburg folgen.
Und außerdem will Hessens Innenminister Roman Poseck  den Druck auf Verfassungsfeinde aus der islamistischen Extremistenszene hoch halten. Die Zahl der Extremisten sei zwar gesunken, die der Straftaten aber gestiegen +++ haben sich Hessens Grüne auf dem Landesparteitag in Marburg getroffen – und mehr über Welt- als über Kommunalpolitik diskutiert +++  ist im Wiesbadener Rathaus Julija Nawalnaja gemeinsam mit der Historikerin Irina Scherbakowa mit dem Ludwig-Beck-Preis ausgezeichnet worden.
Herzliche Grüße aus der Redaktion
Marie Lisa Kehler
Aktuelle Meldungen aus der Region lesen Sie auch in unserem Liveticker für Frankfurt, Rhein-Main und Hessen und auf der Seite der Rhein-Main-Zeitung.
Das Wetter für Montag
Der Tag bleibt grau und wolkenverhangen. Schneefälle führen zu Glättegefahr. Die Temperaturen steigen auf maximal drei Grad.
Geburtstag haben am Montag
Lutz Helmig, Arzt und Unternehmer, Gründer der Helios-Kliniken, Grebenhain (80); Dagmar Priepke, Sprecherin der Interessengemeinschaft Braubachstraße und frühere Geschäftsführerin der Heussenstamm-Stiftung, Frankfurt (70); Michael Görner, Präsident des Fußball-Regionalligisten FSV Frankfurt 1899 (65); Andreas Widl, Vorstandsvorsitzender der Samson AG, Frankfurt (60); Christian Höftberger, Präsident der Hessischen Krankenhausgesellschaft, Eschborn (52); David Rauber, Geschäftsführer des Hessischen Städte- und Gemeindebunds, Mühlheim (49); Christian Douglas (AfD), Mitglied des Deutschen Bundestags (Wahlkreis Main-Taunus) (48).
Hinweise auf Veranstaltungen finden Sie online.
 
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