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Mittwoch, 08.04.2026 | Zur Online-Ansicht
 
 Frankfurter Allgemeine
HAUPTWACHE
Der Newsletter für Rhein-Main
Heute in Rhein-Main: Machtkampf um den Frankfurt Marathon
 
Guten Abend,
das gab Ärger von den gesundheitsbewussten Freunden. Mangels Alternative wurde nämlich am Wochenende die Sonnenmilch aus dem Jahr 2025 auf den Tisch gestellt. Die große Familienpackung, in der noch viel Inhalt auf ihren Einsatz wartet. Kurz überprüfend an der Öffnung geschnüffelt und die Creme weiterhin für gut befunden. Die Freunde haben dankend abgelehnt. Auch bei der nächsten Tube, Jahrgang 2022, präsentiert wie ein guter Wein, haben sie verzichtet. Recht haben sie. Memo also an alle, die es noch nicht mitbekommen haben: Es wird wieder wärmer – und auch so ein Aprilsonnenbrand ist nicht zu empfehlen. Also: Sonnencreme kaufen. Um die Wartezeit an der Kasse ein bisschen zu verkürzen, gibt es in der Hauptwache die wichtigsten Themen des Tages.
Frankfurt Marathon vor Umbruch: In Frankfurt bahnt sich ein Machtkampf um die Zukunft des Frankfurt Marathons an. Die neu gegründete Frankfurter Sportagentur (FSA) um den Zehnkämpfer Andreas Bechmann will vom Jahr 2027 an die Organisation des Laufs übernehmen und tritt damit gegen den bisherigen Veranstalter Motion Events an, der den Marathon seit rund 25 Jahren verantwortet. Auslöser ist ein Eigentümerwechsel: Motion-Events-Geschäftsführer Jo Schindler hat seine Agentur verkauft. Neue alleinige Gesellschafterin ist London Marathon Investments, die Organisation hinter dem London Marathon. Am Donnerstag wollen beide Seiten öffentlich über ihre Pläne informieren – mit weitreichenden Folgen für den Marathon und die regionale Laufszene. Mit welchen Argumenten beide Agenturen um Zustimmung für ihr Projekt werben und welche (namhaften) Unterstützer sie an ihrer Seite haben, hat unser Autor Daniel Meuren zusammengetragen.
Autorenbild
Marie Lisa Kehler
Stellvertretende Ressortleiterin der Rhein-Main-Redaktion der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.
Plus Sign Folgen
Baumkontrolleure im Dauereinsatz: Die Nachricht aus Flensburg, wo am Wochenende ein umstürzender Baum drei Menschen tödlich verletzt hat, hat viele berührt – und verunsichert. Wie groß ist das Risiko in Wäldern, Parks und Grünanlagen? Unser Autor Bernhard Biener hat nachgefragt, was in Frankfurt und der Region getan wird, um Gefahren durch herabfallende Äste oder umstürzende Bäume möglichst gering zu halten. In Frankfurt sind dafür täglich bis zu 20 Baumkontrolleure im Einsatz: Sie prüfen jährlich rund 234.000 Straßen- und Parkbäume. Eine Garantie gibt es dennoch nicht – Fäulnis oder Schäden im Wurzelbereich bleiben oft lange unentdeckt, und selbst unauffällige Bäume können bei Sturm nachgeben. Zusätzlichen Druck bringt der Klimawandel: Trockenstress und häufigere Starkwetterereignisse erhöhen die Zahl spontaner Astabbrüche und schwächen die Standfestigkeit. Unser Autor erinnert deshalb an den rechtlichen Grundsatz: Wer den Wald betritt, tut dies auf eigene Gefahr – und muss mit „waldtypischen Gefahren“ rechnen.
Mischwald in Brandenburg
Oft ist den Bäumen auf den ersten Blick nicht anzusehen, ob sie krank oder gesund sind. dpa
Unterschätztes Potential: Knapp 350 Bewerbungen hat Simon Czerwinski geschrieben. Nur selten hat er überhaupt eine Rückmeldung bekommen. Meist waren es Absagen. Czerwinski hat eine kaufmännische Ausbildung abgeschlossen – und er hat eine sichtbare Behinderung. Und genau das, so vermutet er, erschwert ihm den Zugang zum Arbeitsmarkt. Denn noch immer gelten viele Vorurteile: Wer eine Behinderung hat, so heißt es, der fällt oft aus, auf den entfallen mehr Krankheitstage, der ist weniger belastbar. Was nicht gesehen wird: das Potential, das die oft sehr gut ausgebildeten Bewerber, die ihre Behinderung oft erst im Laufe ihres Berufslebens entwickelt haben, mitbringen. 12.000 Menschen mit Behinderung waren 2025 in Hessen im Schnitt arbeitslos gemeldet. Mehr als 22.000 wurden an Arbeitgeber vermittelt. Diejenigen, die aktuell arbeitslos sind, sind es im Durchschnitt seit 650 Tagen, während es bei der Gesamtheit aller Arbeitslosen rund 500 Tage sind. Da der Arbeitsmarkt ohnehin gerade unter Druck ist, scheinen Menschen, die nicht ins Raster passen, noch schlechtere Chancen zu haben. Dabei könnten Unternehmen profitieren – nicht nur, indem sie ihre Quote erfüllen und Geld sparen, wie unsere Autorin Patricia Andreae schreibt.
Und außerdem hat die Frankfurter Weinkönigin Kay Antje Lorenz unseren Autor Lucas Weisbrod mitgenommen auf einen ihrer vielen Termine, auf denen sie immer wieder auch gegen Klischees kämpfen muss +++ klagt der Kämmerer von Gießen, Alexander Wright, im Interview mit Thorsten Winter über die chronische Unterfinanzierung von Städten und Gemeinden durch Bund und Land +++ erklärt Schauspieler Jürgen Busse, wie es ihm gelingt, im Alter von 85 Jahren noch immer fast täglich auf der Bühne zu stehen.
Herzliche Grüße aus der Redaktion
Marie Lisa Kehler
Aktuelle Meldungen aus der Region lesen Sie auch in unserem Liveticker für Frankfurt, Rhein-Main und Hessen und auf der Seite der Rhein-Main-Zeitung.
Das Wetter für Donnerstag
Zunächst mehr Sonne als Wolken. Bis zum Abend immer bewölkter, aber trocken. Die Temperaturen steigen auf 18 bis 20 Grad.
Geburtstag haben am Donnerstag
Hartwig Rohde, Präsident der Gesellschaft für Goldschmiedekunst, Hanau (79); Stefan Schulte, Vorstandsvorsitzender der Fraport AG, Frankfurt (66); Petra Becher, Geschäftsführerin des Frankfurter Bürgerinstituts (63); Christoph König (SPD), Bürgermeister der Stadt Kronberg (60).
Hinweise auf Veranstaltungen finden Sie online.
 
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