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Mittwoch, 08.04.2026 | Zur Online-Ansicht
 
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Liebe Leserin, lieber Leser,
wie viele Wohnungen werden wohl in Deutschland gebaut? Zu wenig, lautet die schnelle Antwort. Jedenfalls im städtischen Raum: Die Mieten steigen, das Angebot ist begrenzt. Aber das wollte die Politik auf allen Ebenen schon längst angehen. Weniger Vorschriften, schnellere Verfahren, mehr Wohnungen, so die Hoffnung.
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Jan Hauser
Redakteur in der Wirtschaft, verantwortlich für Immobilien.
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Der Neubau von Wohnungen stockt. Im Jahr 2024 wurden nur 251.900 Wohnungen fertiggestellt, ein Minus von rund 14 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Durch den Kostenanstieg und Finanzierungsschwierigkeiten wächst die Furcht, dass die Zahl dieses Jahr noch stärker sinken könnte.
Wohnungsbau Berlin
Wohnung gesucht: Sozialer Wohnungsbau soll helfen. dpa
In der Politik sind die Wohnungssorgen angekommen. Auf Bundesebene setzt die Koalition von Union und SPD auf den Wohnungs-Bau-Turbo und auf  Änderungen im Baugesetzbuch. Was genau dahintersteckt, haben die Anwälte Mathias Hellriegel und Thomas Schröer im Gastbeitrag in zwölf Schritten aufgeschrieben: Einerseits sollen Prüfpflichten sinken und Abläufe digitaler, schlanker und schneller werden. Andererseits sollen sich Städte für den Klimawandel rüsten, Starkregen bedenken und mehr Grünflächen schaffen. Das Fazit fällt zweifelhaft aus.
Die politischen Absichten klingen jedoch hochtrabend. Ministerin Verena Hubertz (SPD) sagt dazu: „Unser Ziel ist nicht nur, dringend benötigten Wohnraum zu schaffen, sondern auch lebendige, nachhaltige und vielfältige Gemeinschaften zu fördern. Wir wollen Orte schaffen, an denen sich Menschen wirklich zu Hause fühlen und unsere Städte und Gemeinden als attraktive, lebendige Lebensräume für alle erhalten bleiben.“ Viel mehr geht kaum. Mal sehen, wie viel die Kommunen davon umsetzen. Schon beim Wohnungs-Bau-Turbo hält sich manche Stadt zurück.
Leipziger Wohnungs- und Baugesellschaft
Hier lässt die Leipziger Wohnungs- und Baugesellschaft bauen. dpa
Die neue Wohnungsbauidee der SPD heißt Bundeswohnungsbaugesellschaft. Das hatte zuerst Bundesfinanzminister Lars Klingbeil vorgeschlagen, dann hat auch Hubertz davon gesprochen. Damit wollen die SPD-Politiker erreichen, dass der Bund eines Tages selbst Wohnungen baut oder entwickelt, wie unsere Berliner Kollegin Julia Löhr aufgeschrieben hat. Rasch wird das wenig helfen, wie auch Hubertz einräumt. Zudem müssten noch andere Parteien auf den Zug aufspringen, damit es so weit kommt.
Die umfangreichen Vorschriften dürfte eine neue Bundesgesellschaft kaum aushebeln. In der Praxis stellt sich zudem die Frage, woher eine solche staatliche Gesellschaft notwendige Bauplätze bekommt. Die Städte haben eigene Wohnungsgesellschaften, denen sie wohl lieber Neubaugebiete zugestehen. Schon das sorgt für einige Fragezeichen hinter dieser Idee. Besser bindet die Politik die privaten Bauunternehmen, Projektentwickler und Handwerker ein, damit mehr Wohnraum entsteht. Noch besser, wenn die Bauauflagen dafür sinken.
Nun zu einer besonderen Immobilie in London: Das Gebäude mit Büros und Geschäften liegt in bekannter Lage auf einem Inselgrundstück am Piccadilly Circus und steht zum Verkauf. Der Richtpreis liegt bei mehr als einer halben Milliarde Euro (450 Millionen Pfund). Ob sich zu dem Preis ein Käufer findet? Das wäre dann wohl eines der größten Immobiliengeschäfte in dem Viertel in jüngster Zeit. Auf dem Gebäudekomplex namens Lucent sind die „Piccadilly Lights“ angebracht, der wahrscheinlich größte Werbebildschirm in Westeuropa.
Inselgebäude „Lucent“ am Piccadilly Circus in London steht zum Verkauf
Im Angebot: Das Landsec-Gebäude steht am Piccadilly Circus in London. Landsec
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Herzliche Grüße
Ihr
Jan Hauser
Verantwortlicher Redakteur für Immobilien
Frankfurter Allgemeine Zeitung
 
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