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Mittwoch, 11.02.2026 | Zur Online-Ansicht
 
 Frankfurter Allgemeine
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Liebe Leserin, lieber Leser,
wie viel muss noch gespart werden? Die Häuserpreise sind wieder gestiegen und legen tendenziell weiter zu. Um für den Immobilienerwerb ein Darlehen zu bekommen, braucht es einen Grundstock an Kapital. Gleiches gilt für die Kapitalanlage: Um an der Börse anzulegen oder in andere Produkte zu investieren, sollte ein gewisser Notgroschen sicher sein. Aber Sparen fällt nicht immer leicht.
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Jan Hauser
Redakteur in der Wirtschaft, verantwortlich für Immobilien.
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Damit herzlich willkommen zum Immobilien-Newsletter der F.A.Z. in der Mitte der Woche! Alles rund um Haus, Heim und Heizung: Hier finden Sie die aktuellen Beiträge und die wichtigsten Themen für Eigentümer, Mieter und Investoren.
Sparen, sparen, sparen? Wer genug Vermögen hat, dem fällt der Hauskauf leicht, und die Zinszahlungen sind auch geringer. Deka-Vorstand Matthias Danne rät daher zur Vorsicht: „Wichtig ist die Frage, die sich jeder Käufer stellen sollte: Kann ich mir das überhaupt leisten? Habe ich genug Eigenkapital? Liegt die Belastung unterhalb von 40 Prozent meines Familiennettoeinkommens? Wenn die Belastung höher ist, macht der Immobilienkauf keinen Spaß.“ Wer das berücksichtigt, dürfe auch in Preisverhandlungen gelassen auftreten.
Sozialverträglicher Hauskauf - Beispiel Luxemburgerallee 28-30. Die Eigentümer des Mehrfamilienhauses im Ostend haben sich entschieden, ihre Immobilie nicht meistbietend, sondern an eine Genossenschaft zu verkaufen. Die Stadt hat das Geschäft über die neu gegründete GIMA Genossenschaftliche Immobilienagentur vermittelt.
Eigenkapital gefragt: Lieber ins Eigenheim? Lucas Bäuml
Sparen lässt sich dafür an den Energiekosten. Faustregel: Sinkt die Raumtemperatur um ein Grad Celsius, reduziert das den Verbrauch um rund sechs Prozent. Dazu können Haushalte immer wieder zwischen den Anbietern von Strom und Erdgas vergleichen, um ein günstigeres Angebot zu finden.
Digitale Helfer können ebenfalls den Energieverbrauch verringern. Digitale Thermostate kosten zunächst Geld in der Anschaffung, sollen aber dann Kosten sparen. Verschiedene Anbieter versprechen, dass die Energiekosten um bis zu 20 Prozent sinken können. „Vorher war es in einem Teil des Hauses sehr warm, aber woanders nicht warm genug“, sagt Stephan Thoenissen, Geschäftsführer von Termios. „Wir senken im Durchschnitt nach der Durchführung des hy­draulischen Abgleichs die Raumtemperatur in einem Gebäude und sparen dadurch Energie und Kosten.“
Die Beschäftigung mit den eigenen Ausgaben kann sich somit auszahlen. Tado-Geschäftsführer Christian Deilmann sagt dazu: „Unser größter Feind ist das mangelnde Bewusstsein.“ Allerdings ist das Einsparpotential in älteren, ungedämmten Häusern höher als im Neubau. Wer die Energiekosten schon vorher im Blick hatte, wird weniger sparen können.
Heizkörper und Heizthermostat
Aufdrehen: Heizkosten lassen sich senken. dpa
Die Immobilienpreise steigen auch durch höhere Baukosten. Hier kann die Politik ansetzen und versucht das auch schon: Ob der Bauturbo der Bundesregierung zündet oder die Erleichterungen verschiedener Bundesländer beim Endkunden ankommen, muss sich erst noch zeigen. Für den Ökonomen Ralph Henger kann der Bauturbo zum „Gamechanger“ werden.
Der Immobilienfachmann vom arbeitgebernahen Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln hat mit Kollegen gerade das Jahresgutachten des Zentralen Immobilien-Ausschusses (ZIA) vorgestellt. Dieser bietet den Blick auf viele Immobiliennutzungen: Auf der Liste der größten Bürotransaktionen steht das Upper West oben, für rund 450 Millionen Euro.
 
Mehr Aufmerksamkeit richtet sich auf den Wohnungsbedarf. Nach der Prognose im ZIA-Gutachten werden dieses Jahr rund 215.000 Wohnungen fertiggestellt, aber 258.000 benötigt. Meine Berliner Kollegin Julia Löhr hat den Bericht verfolgt: Solange das Angebot an Wohnraum so knapp bleibt, werden Kaufpreise und Mieten weiter steigen, warnen die Studienautoren.
Aus der Politik kommen dennoch nicht nur Sparvorschläge, um Vorschriften abzubauen, Baukosten deutlich zu senken und die Bedingungen für mehr Wohnraum zu verbessern. Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) will mit einem neuen Gesetzentwurf den Anstieg von Indexmieten sowie die Mietpreise für möblierte Wohnungen deckeln. Der Mieterbund sieht die Vorschläge als überfällig, Vermieter nicht. Deren Vertreter Kai Warnecke, Präsident der Vereinigung Haus & Grund, sagt: „Wir machen es in Deutschland seit einem Jahrzehnt schwieriger und sinnloser, Geld in Wohnungen anzulegen.“
In der Hauptstadt ist manches anders. Berlin geht einen eigenen Weg für mehr Wohnraum. Oder vielleicht sieht dort nicht jeder die Not, mehr Wohnungen zu bauen? Die Berliner SPD will jedenfalls einen Großteil der Mieten in der Hauptstadt generell begrenzen und den Gewinn von Wohnungsunternehmen gleich mit. Das klingt nach einem Antibauturbo für Berlin.
Featurebilder - Baustelle, Bauwirtschaft, Baumaterialien, Bauaerbeiter - für Metropol Titel
Hoher Bedarf: Der Wohnungsbau reicht bislang nicht aus. Frank Röth
Auf Bundesebene setzt die SPD auf noch mehr Eingriffe: Auch auf Einkünfte aus der Kapitalanlage und der Vermietung sollen nach den Vorschlägen Sozialbeiträge fällig werden. Das schmälert die Aussichten für Investitionen in den Wohnungsbau und für die private Altersvorsorge. Wer soll dann noch sparen? 
Die Immobilienseiten erscheinen wieder am Freitag in der gedruckten und digitalen Tageszeitung. Online können Sie sich mit FAZ+ in viele Texte davon vertiefen. Weiter unten finden Sie eine Auswahl an Beiträgen zum Lesen und die aktuelle Podcastfolge zum Hören.
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Herzliche Grüße
Ihr
Jan Hauser
Verantwortlicher Redakteur für Immobilien
Frankfurter Allgemeine Zeitung
 
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