was mit Frankfurt machen – das war den Machern der Miniserie „Welcome to Frankfurt – neu in der Stadt“ offenbar Programm genug. Ab heute in der ARD-Mediathek werden unter diesem Titel Menschen vorgestellt, die in der Stadt ankommen; über sie erfährt man einiges, von dem, was in der Mainmetropole los ist, dagegen so gut wie nichts. Auf herausfordernde Thesen verzichtet die Serie, Antworten will sie nicht finden – weil es ihr an Fragen fehlt. So lernt man immerhin etwas über ein Leben ohne Neugier.
Besser wird es hingegen im Fernsehen: Die Benelux-Serie „Blind Sherlock“ ist als ZDF-Krimi zwar etwas langatmig (die Rotterdamer Drogenkriminalität hätte mehr Tempo verdient), als Arbeitsplatzdrama aber bemerkenswert ehrlich und ermutigend.
Ein neues Männer-Buch ist anzuzeigen: Ole Liebl untersucht den Zusammenhang von Aggression und Fragilität. Schon der Titel hat es in sich: „Brutal fragile Typen. Männer und Gefühle“. Jetzt aber nicht gleich denken: Männer können ja nichts dafür!
Mit seinen Pariser Bildreportagen und seinen Porträts Albert Einsteins wurde er weltberühmt: Der Historiker Daniel Siemens legt eine Biographie des 1967 gestorbenen Fotografen Fred Stein vor. Was man unter heutigen künstlerischen Arbeitsbedingungen kaum noch für möglich hält: Selbstvermarktung war nicht Steins Sache.
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Frankfurt ist ein Magnet für Zugezogene, die Stadt vereint Vielfalt und Dynamik. Die Serie „Welcome to Frankfurt“ porträtiert Menschen zwischen Ankommen und Weiterziehen.
Die Benelux-Serie „Blind Sherlock“ ist als Krimi langatmig, als Arbeitsplatzdrama aber bemerkenswert ehrlich und ermutigend. Der Hauptdarsteller ist wirklich nahezu blind.
Ole Liebl analysiert die „Manosphere“ - und kommt über Allgemeinplätze zu aggressiven, weil unsicheren Männern nicht hinaus. Interessant ist sein Buch da, wo er seine Perspektive als schwuler Mann reflektiert.
Einstein, Arendt, Brandt, Brecht – über 1200 Porträts schoss Fred Stein. Nach seinem Tod 1967 kannte kaum jemand mehr seinen Namen. Daniel Siemens erzählt die bewegte Geschichte des Mannes hinter der Kamera.
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