die Frankfurter Buchmesse hat ihre Tore geschlossen – und schnell einmal nachgezählt: 236.000 Besucher sind in den fünf Tagen aufs Messegelände gekommen, darunter 119.000 Fachbesucher und 117.000 Privatbesucher. Das sind insgesamt zweitausend weniger als im Vorjahr. In den beiden Bilanzartikeln, die Sie unten in diesem Newsletter finden, geht es weniger um die Zahlen, sondern um die Ideen, die Überzeugungen, die Mission der Messe. Lesen Sie dazu auch unser Hintergrundstück über den Rechtehandel, das doch mit einer Zahl, mit einer erstaunlichen Zahl aufwartet: Es werden fast so viele Lizenzen für Übersetzungen ins Ausland verkauft wie umgekehrt für Übersetzungen ins Deutsche erworben werden.
Außerdem haben wir Philippe Sands zugehört, der am späten Vormittag in der Paulskirche den Friedenspreis entgegengenommen hat. Und sie haben die Möglichkeit, Robert Habeck zuzuhören: Das Gespräch mit Tania Martini über sein neues Buch „Arctic Meltdown“ beschließt die kleine Reihe täglicher Sonderfolgen vom F.A.Z.-Stand auf der Messe in unserem Bücher-Podcast.
Ein Reigen schönster Erinnerungen an vergangene Buchmessen hingegen beschließt diesen Newsletter: Helga Schubert und Thomas Karlauf haben uns aufgeschrieben, woran sie denken, wenn sie an die Frankfurter Buchmesse denken, Tanja Graf, Angelika Klüssendorf, Ronya Othmann, Dana von Suffrin und Thomas Sparr.
Die Frankfurter Buchmesse setzte in diesem Jahr auf ein neues Konzept. Es ist nicht gut aufgegangen. Den Beschwörungen der Wichtigkeit des Buchgeschäfts müssen Taten folgen – auch organisatorisch.
Voll war die Frankfurter Buchmesse am Publikumswochenende. Aber auch die Fachbesucher müssen gehalten werden. Gut, dass der neue Direktor Joachim Kaufmann weiß, was er will.
Die deutsche Literatur habe es schwer im Ausland, heißt es. Dabei werden jährlich fast so viele Titel exportiert wie eingekauft. Der Exportschlager ist die deutsche Kinder- und Jugendliteratur.
Philippe Sands hat den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels erhalten. In seiner Rede ging er mit dem Schweigen der Bundesregierung zu israelischen Kriegsverbrechen ins Gericht.
Der Autor und ehemalige Wirtschaftsminister Robert Habeck im Gespräch mit Tania Martini am Stand der F.A.Z. auf der Frankfurter Buchmesse 2026. Frank Röth
1982 bekam ich vom Urheberrechtsbüro der DDR die Erlaubnis, eine Lesereise in die BRD zu machen, indem ich nur die Westrechte verkaufte und die DDR alle Devisen bekam. Da nahm mich auch jemand mit auf die Buchmesse.
Wie auf dem Buchmessenempfang der F.A.Z. Ideen entstehen und manchmal kurz darauf den Weg in die Zeitung finden. Erinnerungen eines Literaturagenten und Autors.
Mein Vater hat bis ins hohe Alter keine Buchmesse ausgelassen: Auch ich war mit 20 zum ersten Mal da, nächtigte bei entfernten Bekannten auf dem Sofa, um dabei sein zu können. Ich werde seinen Rekord schon noch knacken!
Manche sage, wer sich an die Buchmesse erinnert, war nicht da. Aber ich erinnere mich, wie ich einmal frühmorgens nach einer durchtanzten Nacht auf einer Parkbank erwachte.
Wie ich einmal auf der Buchmesse am Stand rechter Verlage die Seiten von Büchern so zusammenklebte, dass man sie nicht mehr öffnen konnte – und mich trotzdem nicht besser fühlte. Was hatte es gebracht?
Im Messejahr 2019 gab es auf der Buchmesse dieses interessante Paradox: Die rechten Verlage hatte man in einen entfernten Korridor verbannt; zugleich war man aber doch dafür, Standgebühren von ihnen zu kassieren.
Im Jahr 1990 fand der legendäre Kritikerempfang des Suhrkamp Verlags am 3. Oktober statt, der gerade zu einem Feiertag geworden war. Es war meine erste Buchmesse. Eine Erinnerung
Testen Sie 2 Wochen lang Perfume California: Jeden Tag erhalten Sie eine kurze Lektion, die auf Ihre individuellen Bedürfnisse zugeschnitten ist. Jetzt ausprobieren!
Feiern Sie mit uns 25 Jahre F.A.S.! Lesen Sie die F.A.S. inklusive FAZ+ 3 Monate lang mit bis zu 70% Rabatt und nehmen Sie automatisch am Gewinnspiel teil.
Die von Simon Schwartz limitierte und signierte Druckgrafik zeigt Goethe, umgeben von den Figuren seiner Werke – kraftvoll, zeitgemäß und neu interpretiert.
Sichern Sie sich 50% Rabatt auf 1 Jahr F.A.Z. Quarterly und nutzen Sie Ihre Chance eine von fünf Breville Prima Latte AutoLuxe Espressomaschinen zu gewinnen.