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Montag, 12.01.2026 | Zur Online Ansicht
 
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Trump und der Stachel im amerikanischen Fleisch
Donald Trump scheut sich nicht, Wasser auf die rheto­rischen Mühlen des iranischen Regimes zu gießen. Seine Botschaft, dass „die USA bereitstehen“, um den Demonstranten „zu helfen“, und die Berichte über eine enge Abstimmung mit Israel lesen sich zwar als Bestä­tigung der alten Teheraner Leier, hinter jedem Aufstand im ei­genen Land steckten ebenjene beiden „Satane“.
Doch das wird in der Be­völkerung nicht verfangen, nachdem wohl Hunderte Demonstranten ge­tötet oder schwer verletzt worden sind. Ein amerikanischer Militärschlag führte jetzt genauso wenig zum Schulterschluss der Unterjochten mit ihren Herrschern wie im Juni, als Trump ira­nische Atomanlagen bombardieren ließ.
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Andreas Ross
Verantwortlicher Redakteur für Nachrichten und Politik Online.
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Weniger klar ist, ob sich Iran abermals mit einer eher kosmetischen Antwort begnügen würde oder ob ­Israel sowie amerikanische Stützpunkte in der Region mit heftigen Gegen­angriffen rechnen müssten. Sorgen um den möglichen Preis für ein Eingreifen wiegen umso schwerer, als der Ertrag viel weniger kalkulierbar ist als bei den Luftangriffen auf Atoman­lagen. Auch in Iran lässt sich ein Regimewechsel, gar der Aufbau einer amerikafreundlichen Regierung, nicht über Nacht herbei bombardieren.
Trump mag sich ein bescheideneres Ziel setzen, nämlich die Botschaft zu bekräftigen, die seine Gehilfen schon seit dem Venezuela-Coup auf allen Kanälen verbreiten: dass mit ihm nicht zu scherzen sei.
 
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Das leitet zwar auch noch Wasser auf die Mühlen der Hardcore-Isolationisten in Trumps MAGA-Bewegung, die den Präsidenten immer unwirscher an seine eigene Parole „Amerika zuerst“ erinnern. Doch auch da muss Trump nicht zu sehr bangen: Iran ist in der amerika­nischen Politik nicht irgendein fernes Land.
Das Teheraner Regime steht in der Nachfolge der Geiselnehmer von 1979, es ist ein bis heute schmer­zender Stachel im amerikanischen Fleisch. Trump sagt, seine Macht als Gebieter über die stärksten Streitkräfte der Welt sei einzig durch seine persönliche Moral begrenzt. Von welcher Seite der Applaus kommt, ist ihm egal.
 
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