Weltwirtschaft
                                                           
Donnerstag, 08.01.2026 | Zur Online Ansicht
 
 Frankfurter Allgemeine Pro
WELTWIRTSCHAFT
Alles Wichtige zu Globalisierung, Sicherheit und Ressourcen.
Grönland, Gier und Großmachtträume
Trumps Coup in Caracas, sein Griff nach Grönland rütteln die Welt auf. Der Mann im Weißen Haus tut das, was er angekündigt hatte. Ganz nebenbei öffnet er damit Autokraten wie Xi Jinping und Wladimir Putin die Tür, sich weiterhin regelbefreit mit allen Mitteln Einflusssphären zu sichern.
Europa musste sich nicht nur der Zollkeule beugen. Auch mit Blick auf die Ukraine finden die Europäer keinen eigenen Ausweg. Sie haben sich guten Glaubens zu Abhängigen geschrumpft. Das Konstrukt der EU ist nicht handlungsfähig, eine eigene Verteidigung war nicht vorgesehen, die demokratischen Mühlen mahlen langsam.
Trump hingegen erscheint auf dem Zenit seiner Macht. Er könnte bald wanken – dann, wenn ihm die Wähler aufgrund der miserablen Lage im eigenen Land davonlaufen, wenn Xi ihn in der Taiwan-Frage unter Druck setzt, wenn der Nahe Osten unter dem Kollaps Irans keine neue Ordnung findet, wenn er die Kräfte der wiedererweckten Weltmacht überstrapaziert.
Autorenbild
Christoph Hein
Leiter F.A.Z. PRO Weltwirtschaft
Plus Sign Folgen
Die Hand nach Grönland auszustrecken, klang schon in Trumps erster Amtszeit wie ein Husarenstück. Niemand hörte zu, auch Dänemark nicht. Dabei liegt Trumps Vorgehen ein Plan zugrunde: Die riesige Insel zwischen Kanada und Russland ist der natürliche Grenzort zwischen Europa und Amerika, sichert die Zufahrt zu Atlantik und Pazifik. Zusätzlich könnte sie Bodenschätze bieten. Europa hätte das vor Jahren erkennen müssen.
Nun ist es fast zu spät. Denn die Grönländer selbst dürften bald mit Geld und Jobs aus Washington geködert werden. Statt an das ausgehebelte Völkerrecht zu appellieren, müssen die Europäer Grönland im Eiltempo das bieten, was die USA offerieren werden – eine gemeinsame Entwicklung. Natürlich kann die auch partnerschaftlich sein, indem Kanada und die USA einbezogen werden. Stimmt es, dass Trump nur auf Stärke reagiert, hat Europa in der Grönland-Frage eine Chance bekommen, sich handlungsfähig zu zeigen. Eine deutsche Fregatte im Nordmeer dagegen klingt so wie die Offerte von 5000 Helmen an die Ukraine im Februar 2022.
Militärisch wäre Trump nicht aufzuhalten. Ein Angriff auf Grönland und damit Dänemark aber führte zum Bruch der NATO. Davor dürfte selbst Trump, sicher aber seine führenden Offiziere zurückschrecken.
Es ist überfällig, daran zu erinnern, dass die EU die zweitgrößte Wirtschaftsmacht der Welt ist, Deutschland die Nummer drei, Frankreich an siebter Stelle, Italien auf Platz acht. Sich selbst zu verzwergen, wegzuducken, gilt in der Welt von heute nicht mehr. Wir müssen mit Trump umgehen. Die Welt überlassen müssen wir ihm nicht. Daran ändert auch sein jüngster Plan nichts, den eigenen Verteidigungshaushalt um 50 Prozent oder 500 Milliarden Dollar auf dann rund 1,5 Billionen aufstocken zu wollen.
Was meinen Sie: Wird Trump unter Einsatz des Militärs nach Grönland greifen? Schreiben Sie uns gern Ihre Meinung: weltwirtschaft@faz.de.
Ihr Christoph Hein
Übrigens: Zu meinem Leitartikel im Newsletter vom 1. Januar mit dem Verweis auf Churchills Drängen auf eine europäische Einheit haben wir eine Flut von Leserbriefen erhalten. Wir veröffentlichen Auszüge in der nächsten Woche.
 
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Die Themen in diesem Newsletter
Daten zur Weltlage
+++ Venezuela-Attacke +++
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Diese Folgen hat der US-Angriff rund um die Welt
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So teuer wird Venezuelas Öl für die Amerikaner
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Washington übernimmt, Caracas' Machtcliquen bleiben
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Chronik: In diesen Ländern haben die USA interveniert
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Die Not bringt die Iraner gegen die Mullahs auf
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Interessen im Jemen: Eskalation am Nadelöhr des Welthandels
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Kolumne Weltblick: Seltene Erden gegen Schweigen in Myanmar
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Ohne ein nachhaltiges Afrika werden die Klimaziele verfehlt
Finanzwelt
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Das Geld für die Ukraine reicht nicht aus, sagen Ökonomen
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Bundesbank: Das bringt der digitale Euro der Wirtschaft
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Was sonst noch wichtig ist
Business Class
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F.A.Z.-Zitat der Woche, Meistgelesen
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Rückspiegel: Ein Ölfund vor 125 Jahren in Texas verändert die Welt
Daten zur Weltlage
 
 
Mexiko hat für mehr als 1000 Produkte die Importzollsätze angehoben, auf bis zu 50 Prozent. Betroffen sind unter anderem Kosmetika, Plastikwaren, Spielwaren und Textilien bis hin zu Maschinen und Autoteilen. Weitere aktuelle Handelsliberalisierungen und -beschränkungen zeigt unsere interaktive Karte.
 
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+++ Venezuela-Attacke +++
 
Diese Folgen hat der US-Angriff rund um die Welt
 
Der Angriff der Amerikaner auf Venezuela hat enorme Auswirkungen auf Handel und Sicherheit. Zehn Blickwinkel, von China über Europa bis hin zum Nahen Osten.
Von Christoph Hein
Auf den ersten Blick haben Grönland und Venezuela wenig miteinander zu tun. Aus amerikanischer Sicht aber gibt es zwei Parallelen: Washington zählt Lateinamerika, aber auch die riesige Insel im Norden Europas zu seiner Einflusssphäre. Es will sich dort vor dem Vordringen Chinas und der starken Drogenkartelle (in Lateinamerika) und Russlands (im arktischen Raum)  schützen. Nach dem Angriff auf Venezuela drohten Trump und seine Getreuen mehrfach, „bald“ werde Washington auch Grönland übernehmen, Außenminister Rubio kündigte einen „Kauf“ an.
 
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So teuer wird Venezuelas Öl für die Amerikaner
 
Damit Venezuela Erdöl exportieren kann, ist das Land bislang auf chinesische Investitionen und russisches Naphtha angewiesen. Diese zu ersetzen könnte für die USA kostspielig werden – und der eigenen Produktion schaden.
Von Falk Heunemann
Donald Trumps erklärtes Ziel ist es, in Venezuela den Amerikanern den Zugriff auf die dortigen Ölreserven wieder zu ermöglichen. Doch die US-Intervention hat Folgen für den weltweiten Ölmarkt. Denn der größte Abnehmer dieses Öls ist China – während die amerikanischen Unternehmen bisher wenig daran interessiert zu sein scheinen.
 
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Washington übernimmt, Caracas' Machtcliquen bleiben
 
 Maduros Entführung hat Venezuela nicht befreit, das autoritäre System bleibt intakt. Die Zukunftsszenarien geben keinen Anlass zur Hoffnung.
Von Jesus Renzullo, Institut für Lateinamerika-Studien
Mit dem Absetzen von Nicolás Maduro verliert der Chavismus – die von Hugo Chávez begründete sozialistische Bewegung in Venezuela – sein symbolisches Oberhaupt, nicht aber seine Macht. Washington brachte den Autokraten nach New York, wo ihm nun der Prozess wegen Drogenhandels gemacht wird. Doch statt eines demokratischen Durchbruchs entsteht ein Machtvakuum, das keines ist: Die Trump-Regierung arbeitet mit Vizepräsidentin Delcy Rodríguez zusammen, um Chaos zu vermeiden. Der Sicherheitsapparat bleibt intakt, die paramilitärischen Colectivos patrouillieren weiter durch Caracas. Die politischen Gefangenen bleiben hinter Gittern.
Mitglieder der paramilitärischen Colectivos fordern die Freilassung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro. Reuters
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Chronik der Übergriffe in Lateinamerika
 
Die militärische Operation der Amerikaner in Venezuela ist kein außerordentliches Ereignis: Nach 1945 haben die USA in beinahe jedem Land Lateinamerikas in irgendeiner Form interveniert, wie dieser Überblick zeigt.
Von Jacob Kramer
4. Mai 1954. Paraguay – General Alfredo Stroessner putscht sich an die Macht, unterstützt vom paraguayischen Militär und den Vereinigten Staaten. Das Regime unter Stroessner entwickelt sich zu einem der wichtigsten US-Verbündeten in Südamerika. So unterstützt es aktiv das amerikanische Eingreifen in der Dominikanischen Republik und in Vietnam.
1954: Diktator Alfredo Stroessner (Mitte) kommt mithilfe der USA an die Macht in Paraguay. Reuters
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Sicherheit
 
Die Not bringt die Iraner gegen die Mullahs auf
 
 In Iran tobt die größte Protestwelle seit 2022. Dass der Aufstand dieses Mal nicht von Studenten, sondern von einst regimetreuen Kaufleuten ausgeht, ist kein Zufall: Die Wirtschaft des Landes steht vor dem Zusammenbruch.
Von Ali Fathollah-Nejad, Center for Middle East and Global Order
Anders als vor gut drei Jahren ist der Auslöser der Proteste im Iran diesmal die wirtschaftliche Lage des Landes. Damit setzt sich ein 2017 begonnener, langfristiger revolutionärer Prozess fort. In der Islamischen Republik, in der ein und dieselbe Elite ökonomische und politische Macht in ihren Händen hält, ist das Wirtschaftliche inhärent politisch. So verwundert es kaum, dass ökonomisch angefachte Revolten schlagartig die Systemfrage stellen.
 
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Eskalation am Nadelöhr des Welthandels
 
Am Roten Meer prallen die ökonomischen Interessen von Saudi-Arabien und der Vereinigten Arabischen Emirate aufeinander. Der Konflikt wird nicht nur im Jemen ausgetragen.
Von Rainer Hermann
Vorerst haben Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) eine weitere Eskalation in ihrem Kampf um den Jemen abgewendet. Doch der kurze Krieg zeigt, wie sehr die beiden Schwergewichte der arabischen Welt höchst konträre Ziele verfolgen.
 
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Kolumne Weltblick: Seltene Erden gegen Schweigen
 
Myanmar, das frühere Burma, gerät im Zuge der anderen zahlreichen internationalen Krisen aus dem Blick. Dabei ist der Bürgerkrieg dort Asiens tödlichster Konflikt, gesteuert auch von Peking.
Von Christian von Soest
Was tut eine autoritäre Supermacht wie China, wenn ihr der Militärführer im Nachbarland als unzuverlässig gilt, und die Opposition als zu westlich? Es unterstützt Scheinwahlen, um die Kontrolle über das Armeeregime in Myanmar zu behalten und Machthaber Min Aung Hlaing besser auf die Finger zu schauen. Die demokratische NLD-Opposition um die inhaftierte Friedensnobelpreisträgerin Aung San Su Kyi bleibt außen vor. Eine Farce in einem Land, dessen Junta kaum noch die Hälfte des Territoriums kontrolliert. Peking flankiert die gelenkten Wahlen mit Software für die Wählerlisten und schützt das Regime im UN-Sicherheitsrat vor Konsequenzen.
Unser Kolumnist hat die Welt im Blick. Jasper Hill
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Ohne ein nachhaltiges Afrika werden die Klimaziele verfehlt
 
 Europas Wohlstand und Sicherheit hängen auch von unserem Nachbarkontinent ab. Europa sollte sich dies zunutze machen, heißt es in einem neuen Buch.
Von Stefan Liebing, Geschäftsführer von Conjuncta
Afrika hat in den vergangenen Monaten vor allem als Krisenkontinent Schlagzeilen gemacht. Ein versuchter Umsturz in Benin, erfolgreiche Militärputsche in Guinea-Bissau und Madagaskar sowie anhaltende Instabilität in der Sahelzone reihen sich in eine Serie politischer Rückschläge ein. Trotz unterschiedlicher Auslöser haben diese Entwicklungen meist eine gemeinsame Ursache: wirtschaftliche Perspektivlosigkeit, insbesondere für die junge Generation. Seit der Corona-Pandemie ist die Staatsverschuldung vieler Länder stark gestiegen, während die inflationsbereinigten Pro-Kopf-Einkommen in zahlreichen Staaten gesunken sind. Hinzu kommen hohe Lebensmittelpreise, fragile Staatshaushalte und ein begrenzter fiskalischer Handlungsspielraum.
Aufbau von Südafrikas erster kommunaler Solaranlage in Atlantis nahe Kapstadt AFP
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Finanzwelt
 
Das Geld für die Ukraine reicht nicht aus
 
 Auch wenn der Westen sich auf Sicherheitsgarantien für die Ukraine geeinigt hat, ist ein Waffenstillstand mit Russland in weiter Ferne. Die Wirtschaft der Ukraine ist noch für Jahre auf Finanzhilfen angewiesen.
Von Yeleazar Levchenko, Centre for Economic Strategy in Kiew
Trotz aller Bemühungen der Europäer um einen Frieden, gibt es aus Moskau keine Signale der Gesprächsbereitschaft. Der russische Aggressor bombardiert die Ukraine mit unverminderter Intensität weiter. Für viele Beobachter ist die wirtschaftliche Entwicklung des angegriffenen Landes ein Wunder der Widerstandsfähigkeit.
 
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Das bringt der digitale Euro der Wirtschaft
 
 Die künftige Digitalwährung der Eurozone bietet weit mehr als eine europäische Alternative zu Visa, Mastercard oder auch Paypal. Sie soll Kosten senken, autonome Lieferketten ermöglichen und den Finanzplatz stärken.
Von Von Burkhard Balz, Vorstandsmitglied der Bundesbank
Die Digitalisierung des Zahlungsverkehrs schreitet voran, doch in Europa und in Deutschland profitieren davon vor allem außereuropäische Zahlungsdienstleister. Nur wenige europäische Länder haben eigene Zahlungslösungen. Und diese können oft nicht miteinander verknüpft werden und eignen sich deshalb nicht für Zahlungen über Ländergrenzen hinweg.
Der digitale Euro soll Händlern beim bargeldlosen Bezahlen weniger Gebühren kosten. Picture Alliance
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Lesezeichen
 
Was sonst noch wichtig ist
  • Trotz der Trump-Zölle ist Vietnams Wirtschaft um acht Prozent gewachsen, das wäre der stärkste Zuwachs seit drei Jahren. 2026 könnte das Bruttoinlandsprodukt des Landes erstmals das des Konkurrenten Thailand überflügeln.
  • Der südafrikanische Rand setzt seinen Höhenflug auch im neuen Jahr fort. Seit Anfang 2025 hat er zum Dollar um fast 14 Prozent zugelegt. Als Gründe gelten politische Reformen, die Schwäche des Dollars und die steigenden Preise von Gold, Silber und Kupfer.
  • Indiens Handelsminister Piyush Goyal wird am heutigen Donnerstag und Freitag in Brüssel seinen EU-Amtskollegen Maroš Šefčovič treffen. Der Besuch signalisiere einen entscheidenden Schritt zum Abschluss eines Freihandelsabkommens, heißt es aus Indien.
 
Business Class
 
F.A.Z.-Zitat der Woche
„Die wiederkehrenden Proteste in Iran haben bisher nicht vermocht, den Fortbestand des Systems zu gefährden. Das hat auch damit zu tun, dass die Proteste nicht koordiniert sind. Seit den Massenprotesten von 2009 hat es keinen Oppositionsführer mehr gegeben, der die Kräfte bündeln könnte.“
Friederike Böge, Korrespondentin für die Türkei, Iran, Afghanistan und Pakistan mit Sitz in Istanbul
Meistgelesen in F.A.Z. PRO Weltwirtschaft
Diese zehn Trends werden die Weltwirtschaft 2026 prägen
Was folgt auf das turbulente Jahr 2025 für die globale Wirtschaft? Trump wird bei Zöllen weich, der Klimaschutz bekommt Aufwind, Peking ringt mit der Krise – und sieben weitere Prognosen.
Rückspiegel
Vor 125 Jahren. Ein Ölfund in Texas verändert die Welt. Der Start in das Zeitalter des Öls beginnt mit einem lauten Knall. Über fast drei Monate haben die Hamill-Brüder Al (24) und Curt (28) am Spindletop Hill im südöstlichen Texas ihre Bohrer tief in die Erde getrieben, im Auftrag des kroatischstämmigen Ölpioniers Anthony F. Lucas. Dank einer neuen Bohrtechnik dringen sie bis 347 Meter Tiefe vor. Doch langsam geht ihnen das Geld aus. Am 10. Januar 1901 stoßen sie dann endlich auf das schwarze Gold: Die Ölfontäne schießt 50 Meter in die Höhe, der Druck im Vorkommen ist so stark, dass sie erst nach neun Tagen gebändigt werden kann.
An dieser ersten Spindletop-Quelle, die nach Anthony Lucas auch „Lucas Gusher“ (Sprudel) genannt wird, können fortan bis zu 100.000 Barrel (15,9 Millionen Liter) gefördert werden – pro Tag –, tausendmal mehr als die bis dahin bekannten Ölquellen in Russland, Pennsylvania oder Kalifornien.
US Oil Industry 1901
Das Spindletop-Ölfeld in Beaumont, Texas (Foto nach 1901) Picture Alliance
Der Fund von 1901 verändert die Welt. Bis dahin wird das knappe Öl nur als Schmiermittel und für Beleuchtung genutzt. Seit Spindletop erscheint Öl nahezu im Überfluss vorhanden zu sein und kann literweise in Benzinmotoren und Dieselgeneratoren verbrannt werden. Ohne diesen Fund ist der globale Aufstieg des Autos zum Verkehrsmittel für die Massen undenkbar.
Die USA steigen nach 1901 zum weltgrößten Ölproduzenten auf und bleiben dies bis in die Siebzigerjahre, als erst die Sowjetunion und dann Saudi-Arabien die Amerikaner überholen. Erst durch die Fracking-Technologie produzieren die USA seit 2015 wieder mehr Öl als jedes andere Land.
Die Spindletop-Quelle trägt dazu jedoch nichts mehr bei. Sie ist seit 1936 leer gepumpt.
 
 
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