Dank des letztendlichen Einlenkens der Regierung unter Narendra Modi scheint Indien knapp an einem Aufstand seiner Jugend vorbeigekommen. In Bangladesch, Nepal, auf den Malediven oder in Marokko hat die Gen Z Regierungen aus dem Amt getrieben, in Indien wurde nur ein Minister geopfert. Der Auslöser für die Proteste der jungen Menschen war erneut das Gefühl mangelnder Teilhabe, nicht ernst genommen, um Chancen betrogen zu werden.
Die bald fünftgrößte Volkswirtschaft der Erde hat ein Jugendproblem. Die demographische Dividende, die Marktbeobachter als Megachance betrachten, kann rasch zur Gefahr werden. Ein Viertel der 1,4 Milliarden Menschen ist jünger als 14 Jahre. Der Altersmedian Indiens liegt bei knapp 29 Jahren. Die jungen Menschen haben Hoffnungen, Wünsche, Forderungen. Und eine Vielzahl von Problemen. Die Regierung, der Staat, vermag sie nicht zu lösen.
Die Azim Premji University in der Digitalmetropole Bengaluru legte gerade ihren Jugendbericht vor. Demnach drängten zwischen 2004 und 2023 jährlich rund fünf Millionen junge Menschen in den Arbeitsmarkt. Aber die Zahl der Angestellten stieg nur um durchschnittlich 2,8 Millionen. Von den fast 150 Millionen Abgängern seit 1983 hat nur etwa ein Drittel eine bezahlte Stelle. Deren Durchschnittseinkommen ist auf nur rund 28.000 Rupien (255 Euro) monatlich gefallen.
Schon vor Jahren erzählte ein Siemens-Betriebsleiter in Indien, der Konzern müsste die indischen Hochschulabsolventen rund drei Jahre intern nachschulen, bis sie auf dem benötigten Wissensstand seien. Doch scheint angesichts der Krise in den Dörfern und der Landwirtschaft Bildung der einzige Zukunftsweg in das moderne, glänzende Indien, das die Regierung lautstark propagiert. Deshalb wagten sich im vergangenen Jahr 2,2 Millionen junge Menschen an das Eingangsexamen für 126.000 Studienplätze in der Medizin. 2,8 Millionen bewarben sich um 15.000 Stellen für eine Beamtentätigkeit im niederen Dienst. Und 18,7 Millionen Menschen rangen um gut 64.000 offene Stellen bei der indischen Eisenbahn.
Hinter diesen Statistiken verbergen sich menschliche Schicksale, aber auch strukturelle Probleme. Die Hoffnung auf ein „zweites China“ verdrängt allzu leicht die Risiken, die eine nur in Teilen funktionierende Volkswirtschaft birgt. Für Investoren gilt es, sie neben Absatzmärkten, Lieferketten, Klimarisiken oder Rechtsunsicherheiten im Auge zu behalten. Denn welche Kraft Jugendproteste in kürzester Zeit entwickeln können, können die aus dem Amt gefegten Regierungen und Minister Südasiens berichten.
Ich wünsche Ihnen eine anregende Lektüre Ihres Newsletters,
Ihr Christoph Hein
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Teamchat
Nachwuchspflege ist uns ein großes Anliegen. Diese Woche haben wir einem Lehramtsstudenten, der mit dem Journalismus liebäugelt, einen Einblick in unseren Arbeitsalltag gewährt. Besonders die geoökonomischen Themen haben es dem jungen Mann angetan, weshalb er bei uns goldrichtig war. „Ich fand es sehr interessant zu erleben, wie das Redaktionsteam Themen findet, diese mit Autoren rund um die Welt umsetzt und den Newsletter organisiert“, so sein Fazit. Natürlich haben wir ihm auch die Tore zu unseren Projekten „Jugend schreibt“ und dem Education Team der F.A.Z. geöffnet. Wir freuen uns darauf, ihn demnächst mit seinen Klassen bei uns begrüßen zu dürfen.
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Daten zur Weltlage
Argentinien senkt die Ausfuhrabgaben auf 74 Erdöl- und Industrieprodukte. Bis Juni 2027 ist eine schrittweise Aufhebung geplant. Weitere aktuelle Handelsliberalisierungen und -beschränkungen zeigt unsere interaktive Karte.
Zusammenfassung: Nach dem Drohnenangriff auf den Leipziger Flughafen warnt Innenminister Alexander Dobrindt vor weiteren hybriden Attacken. Diese reichen von Drohnenüberflügen, Zerstörung von Infrastruktur und Brandsätzen in Paketen bis hin zu Cyberattacken und Desinformationskampagnen. Die Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik fordert in einem Papier ein umfassendes Abwehrkonzept aus Abschreckung, Resilienz und Informationshoheit. Die Kernbotschaft lautet, Deutschland müsse vom Analyse- in den Handlungsmodus wechseln.
Zusammenfassung: Iran nutzt seit Jahrzehnten kleine Inseln im Persischen Golf als strategische Militärbasen zur Kontrolle der Straße von Hormus. Besonders die Inseln Abu Musa, Groß- und Klein-Tunb sind mit Raketenabwehrsystemen befestigt und mit Einheiten der Revolutionsgarde gesichert. Iran besetzte diese Inseln 1971, die von den Vereinigten Arabischen Emiraten beansprucht werden. Die USA hätten laut Fachleuten vor ihren Angriffen um diese strategische Lage wissen müssen. Wissenschaftler empfehlen nun, die Inseln in Friedensverhandlungen zwischen Washington und Teheran zum Kernpunkt zu machen.
Zusammenfassung: Das Wetterphänomen El Niño könnte in diesem Jahr besonders heftig ausfallen. Vor allem die globale Lebensmittelversorgung ist gefährdet, da insbesondere Dürren die Ernten bei Reis, Zucker, Kakao und Kaffee bedrohen. Die bestehende Düngemittelkrise infolge der Blockade der Straße von Hormus verschärft die Lage zusätzlich. Steigen die Lebensmittel- und Energiepreise, könnte das besonders in Asien und Südamerika die Inflation antreiben. Auch Lieferketten sind betroffen, da niedriger Wasserstand im Panamakanal die Schifffahrt einschränkt.
Zusammenfassung: Nur rund elf Prozent der deutschen Unternehmen sind laut einer Befragung des Instituts der deutschen Wirtschaft direkt oder indirekt auf kritische Rohstoffe wie Seltene Erden angewiesen. Für diese Firmen ist die Bedrohungslage jedoch erheblich: 88 Prozent rechnen bei verschärften chinesischen Exportbeschränkungen mit steigenden Kosten, 71 Prozent fürchten Lieferengpässe. Die Diversifizierung der Bezugsquellen hat als Anpassungsstrategie die höchste Priorität. Besonders betroffen ist die Metall- und Elektroindustrie mit einem Abhängigkeitsanteil von mehr als 28 Prozent.
Zusammenfassung: Die Handelsbeziehungen zwischen der EU und China werden konfrontativer, ein umfassender Handelskrieg bleibt aber bislang aus. Brüssel entwickelt neue Instrumente wie den Industrial Accelerator Act, um Abhängigkeiten zu reduzieren und die europäische Industrie zu schützen. China reagiert auf solche Maßnahmen typischerweise spiegelbildlich mit Gegenzöllen oder Beschaffungsbeschränkungen für europäische Unternehmen. Peking verfügt zudem über eine asymmetrische Option: Exportkontrollen auf kritische Rohstoffe und Seltene-Erden-Magnete, von denen Europas Industrie stark abhängt.
Im Visier Pekings: Brüssel als Hauptsitz der EU mit seinem markanten Atomium. EPA
Zusammenfassung: Indonesien verfolgt als Mittelmacht eine blockfreie Außenpolitik nach dem Prinzip „Tausend Freunde, keinen Feind“. Das Land kontrolliert mit der Straße von Malakka einen der wichtigsten Engpässe der Weltwirtschaft, durch den rund ein Fünftel des globalen Warenverkehrs passiert. Statt diese Position als Druckmittel einzusetzen, versteht sich Jakarta als Hüter der freien Durchfahrt. Innenpolitisch gefährdet jedoch der Kurs von Präsident Prabowo Subianto das Vertrauen internationaler Investoren. Die Rupiah ist seit seinem Amtsantritt um rund 15 Prozent gefallen, der Aktienmarkt brach zeitweise um 30 Prozent ein. Dringend benötigte internationale Kapitalgeber warten derzeit ab.
Zusammenfassung: Indonesiens Geschichte ist eng mit europäischen Kolonialmächten verflochten. Ab 1603 errichtete die Niederländische Ostindienkompanie Handelsposten, erst 1949 entließ die niederländische Krone das Land in die Unabhängigkeit. 1967 wurde Indonesien Mitgründer des südostasiatischen Staatenbunds ASEAN. Die Asienkrise 1997 traf das Land schwer, die Rupiah verlor mehr als die Hälfte ihres Wertes. Seit vergangenen Jahren versucht Indonesien mit einem Nickel-Exportverbot, eigene Wertschöpfungsketten aufzubauen.
Kapitulation: Das Ölgemälde von Nicolaas Pieneman zeigt den javanischen Prinzen Dipo Negoro am 28. März 1830, der von General Baron de Kock ins Exil getrieben wird. Die Niederlande blieben bis 1949 Herrscher über Indonesien. Picture Alliance
Falsche Gerüchte auf Tiktok und anderen Plattformen lösten den Ansturm auf Ceuta aus. Das offenbart, wie abhängig Europas Migrations- und Asylsystem von Nachbarstaaten wie Marokko geworden ist.
Von Christian von Soest
Staaten setzen Grenzen. Sie wanken, wenn sie daran scheitern. Einwanderung und Asyl sind in der EU spätestens seit der Migrationskrise 2015 zum Reizthema geworden. Nur so ist zu erklären, warum Regierungschefs wie Giorgia Meloni, Mette Frederiksen und Friedrich Merz sofort ihren spanischen Kollegen Pedro Sánchez bedrängten und nicht das benachbarte Marokko. Innerhalb weniger Tage erreichten geschätzt mehr als 50.000 Migranten Ceuta, eine spanische Exklave auf dem afrikanischen Kontinent. Fast 70 Menschen ertranken oder erstickten im Gedränge am Grenzzaun.
Das spanische Innenministerium versichert, „praktisch alle“ Einwanderer seien wieder in ihre Heimat zurückgekehrt. Dennoch werfen 22 meist konservative bis rechte EU-Regierungschefs dem linken Sánchez vor, mit Papieren für „eine sehr große Zahl irregulärer Migranten“ falsche Anreize gesetzt zu haben. Außerdem: Hatte nicht Spaniens Oberster Gerichtshof entschieden, dass Menschen, die keine physische Barriere überwunden haben, also geschwommen sind, nicht einfach abgewiesen werden dürfen?
All das ist weitgehend konstruiert. Nach allem, was bekannt ist, lösten Gerüchte über Tiktok und Co. die Blitzkrise aus. Wie ein Lauffeuer verbreitete sich die Behauptung, Spaniens Tore seien offen. Dabei ist Ceuta nicht nur nach außen gesichert, spanische Beamte kontrollieren genauso streng, wer nach Spanien übersetzen darf. Schengen ist in der Exklave de facto außer Kraft. Gegen solche Gerüchte hilft nur schnelle, klare Kommunikation – die fehlte.
Weiterer Hauptverantwortlicher für den Ansturm ist – so, wie es scheint – Marokko. König Mohammed VI. stört sich an Spaniens Haltung zur Westsahara und der Annäherung an den Regionalrivalen Algerien. Zudem beansprucht Marokko Ceuta und die andere Exklave Melilla. Marokkanische Grenzbeamte haben Migranten offenbar ermutigt, die Grenze zu übertreten. Brüssel muss gemeinsam mehr Druck auf Rabat ausüben, nicht auf Madrid.
Das alles zeigt, wie stark die EU von ihren Nachbarn abhängt, und gibt Marokko ein enormes Druckmittel in die Hand. Es hat kaum zwei Monate gedauert, bis das neue Gemeinsame Europäische Asylsystem (GEAS) wankt. Die europäische Einigkeit beim Thema Migration ist zerbrechlich. Und weitere Verschärfungen scheinen nur eine Frage der Zeit.
Zusammenfassung: Etwa die Hälfte der einkommensschwachen Länder ist derzeit zahlungsunfähig oder hat ein großes Risiko, zahlungsunfähig zu werden. Bei der diesjährigen Frühjahrstagung von Internationalem Währungsfonds und Weltbank wurden Reformen vorangetrieben, darunter verbindliche Zeitpläne für Umschuldungen und eine neue Plattform der Schuldnerländer. Auch die 2025 gegründete London Coalition soll die Zusammenarbeit zwischen privaten Gläubigern und Regierungen verbessern. Die Wirkung dieser Ansätze hängt jedoch entscheidend von der praktischen Umsetzung ab.
Weniger Sorgen auch für den Kakao-Bauern in Kona: Ghana hat seine Schulden mit einem Hilfsprogramm des Internationalen Währungsfonds in den Griff bekommen. AP Photo/Tsraha Yaw
Zusammenfassung: Die EU sollte angesichts der Lähmung der Welthandelsorganisation neue Partnerschaften mit offenen Mittelmächten im Pazifikraum suchen, darunter Kanada, Australien, Japan und Südkorea. Eine Vollmitgliedschaft in der Transpazifischen Partnerschaft CPTPP wäre allerdings nicht sinnvoll, schreibt der ehemalige Vizepräsident vom Kiel Institut, Rolf J. Langhammer. Eine solche Mitgliedschaft würde den Widerstand Chinas und der USA provozieren. Stattdessen sollte die EU auf problembezogene bilaterale Kooperationen setzen, etwa bei Ursprungsregeln, digitalem Handel, Klimaschutz und Lieferkettensicherheit.
Der Nebel lichtet sich: EU und Australien einigten sich im März auf Freihandelsabkommen – Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bei einer Rauchzeremonie der Aborigines in Sydney. dpa
• 25 US-Bundesstaaten haben Klage gegen die US-Regierung
eingereicht. Gegenstand sind die erst Ende Juli eingeführten Zölle nach Sektion 301 des US-Handelsgesetzes von zehn beziehungsweise 12,5 Prozent auf Importe von 60 Handelspartnern. Die Kläger argumentieren, die Regierung wolle eine vor Gericht gescheiterte Zollarchitektur mithilfe einer juristisch umstrittenen Anwendung des Gesetzes wiederherstellen.
• Um die schwache Rupie zu stützen,
mobilisiert Indien erneut seine rund 37 Millionen Menschen zählende Diaspora. Die Reserve Bank of India (RBI) übernimmt seit Anfang Juni die Hedging-Kosten für mehrjährige Fremdwährungseinlagen. Banken locken mit sechs bis sieben Prozent Zinsen. Analysten erwarten Dollarzuflüsse zwischen 55 und 100 Milliarden – auch dank zusätzlicher Dollarkredite, die Renditen bis 15 Prozent ermöglichen.
Rückspiegel
Während der Elektrizitätsausstellung 1881 in Paris gab es für die Menschen viel zu staunen: unter anderem ein elektrisches Luftschiff Picture Alliance
Vor 145 Jahren: Die erste Elektrizitätsausstellung in Paris
Von Sabine Balk
Seit jeher haben bahnbrechende Erfindungen die Weltwirtschaft getrieben. Die Elektrizität war eine von ihnen. Auf der Elektrizitätsausstellung in Paris erfahren die Menschen erstmals, welches Potential die neue Technologie birgt.
1881 spielt Elektrizität im Alltag der meisten Menschen noch keine Rolle. Umso größer ist das Staunen, als in Paris am 10. August erstmals eine Ausstellung eröffnet wird, die dieser neuen Technik gewidmet ist.
Im Palais de l’Industrie stellen Erfinder und Unternehmen aus mehreren Ländern bis zum 15. November 1881 ihre Entwicklungen vor, von elektrischer Beleuchtung über Generatoren bis hin zu neuartigen Verkehrsmitteln und Kommunikationssystemen. Vieles wirkt damals wie Zukunftsmusik, manches wird schon wenige Jahre später selbstverständlich.
Am spektakulärsten ist wohl der Auftritt von Thomas Edison. Er lässt Ausstellungsräume mit Hunderten Glühbirnen seines Systems beleuchten – ein Anblick, der die Besucher in Staunen versetzte. Einige Rivalen, darunter Joseph Swan aus England, zeigen parallel eigene, ähnliche Glühlampensysteme, worüber Patentstreitigkeiten ausgebrochen sind. Auch der amerikanische Erfinder Charles Brush präsentiert seine Bogenlampen, die robuster als Glühbirnen sind. Sie sind die ersten elektrischen Lampen, die über längere Zeiträume helles Licht abgeben konnten.
Elektrische Straßenbahn sorgt für Staunen
Einen großen Auftritt auf der Ausstellung hat auch der deutsche Elektroingenieur Werner von Siemens. Er lässt eine elektrische Straßenbahn auf knapp 500 Metern zwischen dem Palais de l’Industrie und der Place de la Concorde fahren. Die Bahn wird über eine Oberleitung mit Strom versorgt und befördert die Besucher – für viele das erste Mal, dass sie in einem elektrisch angetriebenen Fahrzeug sitzen. Kurz zuvor war die erste reguläre elektrische Straßenbahn der Welt am 16. Mai 1881 in Groß-Lichterfelde bei Berlin in Betrieb genommen worden. Von Siemens, der das dynamoelektrische Prinzip entdeckte, gilt als Begründer der modernen Elektrotechnik.
Auch der bewährte Dynamo des Belgiers Zénobe Gramme wird gezeigt. Seine Gramme-Maschine war zu diesem Zeitpunkt bereits seit einem Jahrzehnt in der Industrie im Einsatz. Zu sehen sind auch verbesserte Versionen des Telefons von Alexander Graham Bell. Die Pariser Ausstellung verdeutlicht einem breiten Publikum, dass Telefonie keine Spielerei ist, sondern ein ernsthaftes Kommunikationsmittel.
Volt, Ampere und Ohm werden verbindliche Einheiten
Weniger spektakulär, aber für die Weltwirtschaft folgenreich ist ein weiteres Detail: Im Rahmen des begleitenden Internationalen Elektrizitätskongresses werden erstmals Volt, Ampere und Ohm als verbindliche Einheiten für elektrische Größen festgelegt. Ohne diese Normierung wäre ein globaler Markt für elektrische Geräte kaum denkbar gewesen.
Was 1881 wie ein Blick in eine ferne Zukunft wirkt, wird in vielen Teilen der Welt bereits zehn bis zwanzig Jahre später Alltag – in Städten, Fabriken und Haushalten rund um den Globus. Die Ausstellung treibt private und staatliche Investitionen in Kraftwerke, Leitungsnetze und Beleuchtungssysteme in ganz Europa und Nordamerika an und läutet das Zeitalter der Elektrifizierung ein. In der Folge entstehen ganze Industriezweige neu, beispielsweise Elektromotorenbau, Kabelherstellung, Beleuchtungsindustrie – Unternehmen wie Siemens, AEG oder später General Electric gehen daraus hervor.