Weltwirtschaft
                                                           
Donnerstag, 15.01.2026 | Zur Online Ansicht
 
 Frankfurter Allgemeine Pro
WELTWIRTSCHAFT
Alles Wichtige zu Globalisierung, Sicherheit und Ressourcen.
So denken Sie über Trump und die Zukunft Europas
Es freut uns sehr, dass uns jede Woche zahlreiche Leser-Mails und Meinungsbekundungen zu aktuellen Themen erreichen. Besonders beschäftigen Sie Trumps Vorgehen, die Ereignisse rund um die Ukraine, die Rolle Europas in der Welt und die Churchill-Rede vor 80 Jahren in Zürich zur Einigkeit der EU, an die mein Kollege Christoph Hein zu Beginn dieses Jahres erinnerte. Auszüge aus den Leserbriefen finden Sie in diesem Newsletter.
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Sabine Balk
Redakteurin in der Wirtschaft
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Die meisten Leser stimmen der Einschätzung zu, dass die Worte des damals gerade abgewählten britischen Kriegspremiers Winston Churchill aktueller denn je sind. Dieser plädierte dafür, eine „Art Vereinigte Staaten von Europa“ zu errichten, damit Wohlstand gesichert wird.
Unser Leser Hemjö Klein, ehemals Vorstand bei Lufthansa und Deutsche Bahn, vermisst Führung in Europa und „den politischen Willen und den Mut Einzelner“, diese Vereinigten Staaten von Europa als Ziel zu formulieren und ihre Vorteile zu benennen. Alfons Siepert aus Bad Wörishofen sieht als größtes Hindernis für ein geeintes Europa die „nationalen Parlamentarier“, die ihre Berechtigung verlören. Er ergänzt: „In Deutschland bremst darüber hinaus ein stark ausgeprägter Föderalismus die europäische Idee.“
Leserin Anja Hein macht aus ihrer Abneigung gegenüber Donald Trump keinen Hehl: „Er taugt nicht als Präsident der USA und stiftet mit all seinen Taten nur Unruhe auf der Welt! Seine Gier nach Geld und Rohstoffen ist maßlos! Er ist skrupellos. Es wird Zeit, dass dieser Mann durch eine neue Präsidentin/einen neuen Präsidenten ersetzt wird.“ So divers die Meinungen in der Redaktion der F.A.Z. sind, so divers sind auch die unserer Leser. Es gibt auch zustimmende Worte für Trumps Politik.
Uns freut es, dass Sie unsere Plattform für einen Meinungsaustausch nutzen, uns konstruktiv kritisch begleiten und Anregungen für weitere Artikel wie zur Verbesserung dieses Newsletters geben.
Deshalb: Scheuen Sie sich nicht, uns zu schreiben: weltwirtschaft@faz.de.
Ihre Sabine Balk
 
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Die Themen in diesem Newsletter
Daten zur Weltlage
+++ Chinas Dominanz +++
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Chinesische Exporte setzen deutsche Autobauer unter Druck
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„Risiko einer nuklearen Eskalation“ wegen Taiwan
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Peking testet an Japan seine Eskalationsstrategie
Weltwissen
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Proteste im Iran: So finanzieren sich die Mullahs
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Das spannendste Weltwirtschaftsforum in Davos seit Jahren
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Klimapolitik wird zum Stolperstein für Freihandel mit Indien
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Lektionen aus einem Jahr mit Donald Trump
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Kolumne Weltblick: Europa braucht mehr Koalitionen der Willigen
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Reaktionen: Das meinen unsere Leser
Lesezeichen
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Was sonst noch wichtig ist
Business Class
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F.A.Z.-Zitat der Woche; Meistgelesen
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Rückspiegel: Vor 25 Jahren revolutioniert Wikipedia das Wissen
Daten zur Weltlage
 
 
Die USA haben Antisubventionszölle für Betonstahl aus Ägypten, Algerien und Vietnam verhängt, in Höhe von bis zu 72,94 Prozent. Weitere aktuelle Handelsliberalisierungen und -beschränkungen zeigt unsere interaktive Karte.
 
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+++ Chinas Dominanz +++
 
Exporte setzen deutsche Autobauer unter Druck
 
 China leitet viele Waren wegen hoher Zölle in den USA nach Deutschland um, wie neue Studien belegen. Das trifft vor allem die deutsche Autoindustrie.
Von Jürgen Matthes, IW-Ökonom, Samina Sultan, IW-Ökonomin
Die deutschen Exporte ins Reich der Mitte brechen ein, die Importe von dort steigen dagegen unaufhaltsam weiter – in den ersten drei Quartalen 2025 um weitere 8,5 Prozent gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum. Dazu tragen viele Faktoren bei: Ein Mangel an angebotspolitischen Reformen und hohe Energiekosten hierzulande machen es deutschen Firmen schwer.
 
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„Risiko einer nuklearen Eskalation“ wegen Taiwan
 
Bei einem Eroberungsversuch Taiwans könnte China auch mit dem Einsatz von Atomwaffen drohen. Amerikanische Sicherheitsexperten gehen von diesen Szenarien aus.
Von Andreas Landwehr
Ein militärischer Kampf um Taiwan birgt auch das Risiko einer nuklearen Eskalation, sollten die USA der Inselrepublik zu Hilfe kommen wollen. Schneller als jedes andere Land baut China gegenwärtig sein Atomwaffenarsenal aus. Ziel ist vor allem, die USA von einer Intervention in einem Konflikt um Taiwan abzuhalten, wie der neue Jahresbericht des Pentagons festhält: „China rechnet damit, bis spätestens Ende 2027 in der Lage zu sein, einen Krieg um Taiwan zu führen und zu gewinnen.“
 
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Peking testet an Japan seine Eskalationsstrategie
 
 Die jüngste Zuspitzung der chinesisch-japanischen Beziehungen ist kein Ausreißer, sondern reflektiert zentrale Verschiebungen der  Außenpolitik unter Präsident Xi Jinping.
Von Mikko Huotari, Mercator Institute for China Studies
Xi ist bereit, militärisch mehr Risiko einzugehen, gezielte wirtschaftliche Zwangsmaßnahmen einzusetzen und die bestehenden Ordnungen politisch umzugestalten. Nirgendwo sonst zeigt sich so deutlich, wie schnell Peking von empörter Rhetorik zu handfesten Eskalationsschritten übergeht.
Ein chinesischer Kampfjet bricht zu Militärübungen rund um die Insel Taiwan auf. AP
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Weltwissen
 
So finanzieren sich die Mullahs
 
In Iran protestiert das Volk derzeit gegen die wirtschaftliche Not. Dabei konnte das Regime in Teheran den internationalen Sanktionen jahrzehntelang trotzen und Handel treiben – mit China, aber auch mit Europa.
Von Marie Welling
Dass die Islamische Republik sich in einer desolaten wirtschaftlichen Lage befindet, ist hausgemacht: Das Land verfügt über erhebliche Erdöl- und Erdgasvorkommen. Doch die Folgen des jahrelangen wirtschaftlichen Missmanagements setzen der Wirtschaft nun schwer zu, die Inflation liegt über 40 Prozent.
 
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Das spannendste Davos seit vielen Jahren
 
US-Präsident Donald Trump kommt für zwei Tage zum Weltwirtschaftsforum in die Schweiz. Die aktuelle Politik stellt die wichtigsten Wirtschaftsthemen in den Schatten.
Von Gerald Braunberger
Als sich der Gründer und jahrzehntelange Patriarch des Weltwirtschaftsforums, Klaus Schwab, im vergangenen Jahr nach schweren Auseinandersetzungen mit dem Verwaltungsrat unfreiwillig zurückzog, sahen nicht wenige Beobachter die Zukunft des Forums gefährdet. Heute lässt sich sagen: Der bevorstehende Jahrgang 2026 des Weltwirtschaftsforums in Davos verspricht eine besondere Aufmerksamkeit.
 
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Klimapolitik wird zum Stolperstein für Freihandel
 
 Bundeskanzler Friedrich Merz rührte gerade die Werbetrommel für das geplante Freihandelsabkommen zwischen Indien und der EU. Die von Europa geforderten Emissionskosten könnten Indiens Exporte jedoch verteuern.
Von Rolf J. Langhammer, Kiel Institut
So unterschiedlich können Verhandlungen ablaufen: Die Gespräche zwischen EU und Indien über ein Freihandelsabkommen konnten ohne öffentlichen Widerstand von Interessengruppen geführt werden – im Gegensatz zu den Verhandlungen der EU mit den Mercosur-Staaten in Lateinamerika. Merz zeigte sich bei seinem gerade beendeten Besuch in Indien zuversichtlich, dass das Abkommen in diesem Monat unterzeichnet wird.
Indischer Stahl könnte teuer werden: Fabrik in Jammu im Norden Indiens REUTERS
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Lektionen aus einem Jahr mit Donald Trump
 
In den ersten zwölf Monaten seiner zweiten Amtszeit hat der US-Präsident eine erratische Außen- und Handelspolitik praktiziert – zum Schaden seiner Alliierten und der regelbasierten Weltordnung.
Von Klaus-Dieter Frankenberger
Neulich äußerte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier große Sorge über den Zustand der Weltordnung, deren weiterer Auflösung man nicht tatenlos zusehen dürfe. „Heute geht es darum, zu verhindern, dass sich die Welt in eine Räuberhöhle verwandelt, in der sich die Skrupellosesten nehmen, was sie wollen; in der Regionen und ganze Länder wie Eigentum weniger Großmächte behandelt werden.“ Steinmeier nannte keinen Räuber beim Namen, er dürfte aber auch die Vereinigten Staaten unter Donald Trump gemeint haben.
Sein eigener größter Fan: Trump zeigt ein „Happy Trump“-Pin am Revers. Reuters
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Kolumne Weltblick: Mehr Koalitionen der Willigen
 
Ob Europa 2026 handlungsfähig ist, entscheidet sich am Schutz der Ukraine. Deutschland, Frankreich und Großbritannien müssen vorangehen – notfalls ohne alle EU-Mitglieder.
Von Christian von Soest
Mit letzter Kraft hat sich Europa über die Ziellinie geschleppt: Nach 26 Jahren Verhandlungen ist das Mercosur-Handelsabkommen mit Argentinien, Bolivien, Brasilien, Paraguay und Uruguay endlich reif für die Unterschrift. Wie so oft half Brüssel mit Geld, Ausnahmen und Kompensationen nach – für französische Bauern, italienische Produzenten und andere nationale Einzelinteressen. Europa kann noch liefern, doch es quietscht und ächzt.
Unser Kolumnist hat die Welt im Blick. Jasper Hill
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Das meinen unsere Leser
 
Zum Leitartikel „Mit Churchill ins neue Jahr“ vom 1. Januar über die aufrüttelnde Rede des früheren britischen Premiers vor 80 Jahren in Zürich erreichten uns etliche Zuschriften. Wir zitieren Auszüge.
„Die ‚Vereinigten Staaten von Europa‘ sind nach meiner Überzeugung die einzige Lösung, dauerhaft die Chancen und Möglichkeiten Europas mit seinen 450 Millionen Bürgern zu sichern und auszubauen. Allerdings fehlt der politische Wille und der Mut Einzelner, diese ,Vereinigten Staaten von Europa‘ als Ziel zu formulieren und ihre Vorteile zu benennen. Dazu aber braucht es Führung; die haben wir in Europa nicht. Wir verlieren uns im Klein-Klein und handeln nach dem Motto: ‚Wie soll ich wissen, was ich will, bevor ich lese, wie es wirkt?‘“
Der britische Premierminister Winston Churchill war ein Freund der europäischen Idee. dpa
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Lesezeichen
 
Was sonst noch wichtig ist
  • Die EU will das ukrainische Militär mit 60 Milliarden Euro unterstützen, weitere 30 Milliarden Euro seien für den Kiewer Staatshaushalt gedacht, heißt es von der EU-Kommission. Diese 90 Milliarden Euro werden als zinsloses Darlehen gewährt. Den Hilfskredit hatten zuvor die Staats- und Regierungschefs der EU-Staaten beschlossen.
  • Österreichs Regierung hat die Einführung eines Industriestrompreises beschlossen, in Höhe von fünf Cent je Kilowattstunde ab 2027. Die Subvention soll energieintensive Branchen stärken. Auch in Deutschland ist solch ein Industriestrompreis geplant.
  • Die USA drängen Indonesien im Zollkonflikt dazu, amerikanische Drohnen zu kaufen. Das sei eine Bedingung, um die US-Importzölle von 32 auf 19 Prozent zu senken, heißt es aus Jakarta. Die Drohnen sollen im Südchinesischen Meer eingesetzt werden, auf dessen Inseln mehrere Anrainerstaaten Ansprüche erheben.
 
Business Class
 
F.A.Z.-Zitat der Woche
„Längst werden in Shanghai Expats globaler Konzerne wie des Werbegiganten WPP oder des deutschen Sportartikelriesen Adidas nach Mumbai beordert, weil heute Indien statt China als Markt der Zukunft gilt.“
Hendrik Ankenbrand, Korrespondent für Südostasien, kommentiert anlässlich des Kanzlerbesuchs die Wachstumschancen Indiens.
Meistgelesen in F.A.Z. PRO Weltwirtschaft
So abhängig ist Venezuela von China und Russland
Damit Venezuela Erdöl exportieren kann, ist das Land bislang auf chinesische Investitionen und russisches Naphtha angewiesen. Diese zu ersetzen, könnte für die USA kostspielig werden – und der eigenen Produktion schaden.
Rückspiegel
Vor 25 Jahren: Wikipedia geht online. Auf Wikipedia, dem weltgrößten und mittlerweile wohl bedeutendsten Nachschlagewerk der Welt, gibt es natürlich auch einen Eintrag über die Gründung von „Wikipedia“. Dass es am 15. Januar 2001 seinen Namen erhielt, als Kofferwort aus „Wiki“ (Hawaiianisch für schnell) und „encyclopedia“ (Englisch für Enzyklopädie). Dass es nach einem Monat schon 1000 Einträge umfasste, nach zwei Jahren 100.000.
Dabei ist es nicht geblieben: 7,1 Millionen Artikel umfasst allein die englische Wikipedia, mehr als eine Million sind es auf Deutsch. 500 bis 600 Millionen Mal wird diese Online-Enzyklopädie aufgerufen – täglich. Suchmaschinen zeigen Wikipedia-Einträge oft als Erstes an. Nie war der Zugang zu Wissen weltweit schneller, einfacher und günstiger, sofern man Internetzugang hat.
Das ist möglich, weil Wikipedia nicht länger, wie Lexika zuvor, Fachautoren beschäftigt. Sie setzt auf die „Schwarmintelligenz“ und das Engagement der Internetnutzer: Jeder kann im Prinzip Autor werden, Einträge sofort online ergänzen, korrigieren oder auch streichen. Allein die deutschen Einträge werden aktuell von rund 15.000 aktiven Autoren betreut. Mit diesem schnellen und kostenlosen Angebot können einstige Marktführer wie Encyclopædia Britannica oder Brockhaus mit ihren teuren Bänden und Fachautoren nicht mithalten und werden eingestellt.
Jimmy Wales
Jimmy Wales, einer der Gründer von Wikipedia dpa
Das Modell macht darüber hinaus mit seinen offenen Standards und rechtefreien Inhalten Schule: Unter dem Begriff Open Source entstehen wikiartige Plattformen für Software, Bildmaterial und wissenschaftliche Forschung. Und Wikipedia zeigt, dass spendenbasierte, transparente Plattformen gegen Techkonzerne mit geschlossenen Ökosystemen bestehen können.
Frei von Kritik ist Wikipedia nicht: Die große Mehrheit der Autoren ist männlich und in Industrieländern ansässig. Bestimmte Themen, Sichtweisen und Sprachversionen, gerade aus dem Globalen Süden, werden vernachlässigt. Außerdem fehlen zunehmend Autoren, und es lassen sich mehr und mehr faktische Fehler in Artikeln nachweisen, wie F.A.S.-Kollegen recherchierten. Nachgeschlagen werden kann allerdings auch dies alles bei Wikipedia.
 
 
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