werden Sie am Mittwochabend auch den Blick himmelwärts richten und verfolgen, wie sich der Mond vor die Sonnenscheibe schiebt und diese nach einiger Zeit wieder freigibt? Das Naturschauspiel sollte man sich auf gar keinen Fall entgehen lassen. Die Wetterprognosen sagen für Mittwoch einen wolkenlosen Himmel voraus, sodass gute Chancen für eine freie Sicht auf unser Gestirn bestehen. Mein Tipp: Suchen Sie sich vorher einen geeigneten Ort, von dem aus Sie das Himmelsspektakel gut beobachten können.
Eine totale Sonnenfinsternis wird in Europa nur im Norden und Osten Spaniens sowie auf den Balearen zu sehen sein. Für knapp zwei Minuten verdeckt dann unser Trabant die Sonne vollständig. In Deutschland kommt es nur zu einer partiellen Finsternis. Die Bedeckung wird zwischen 84 Prozent (Rostock) und 90 Prozent (Freiburg) betragen. In der fast zwei Stunden dauernden Finsternis wird ein Teil des Sonnenlichts die Erde erreichen. In Frankfurt beginnt das Ereignis um 19.20 Uhr. Gegen 20.12 Uhr wird unser Gestirn nur noch als leuchtende Sichel zu sehen sein. Das Ende der Finsternis um 21.04 Uhr wird man nicht mehr beobachten können. Denn die Sonne wird gegen 20.50 Uhr am Westhorizont untergegangen sein.
Eine Sonnenfinsternis ist gar nicht so selten, wie man vielleicht glauben möchte: Ein- oder zweimal pro Jahr schiebt sich der Neumond vor die Sonne. Allerdings ist eine totale Bedeckung nur in einem hundert Kilometer breiten und mehr als 10.000 Kilometer langen Streifen zu sehen. Die nächste Sonnenfinsternis gibt es am 2. August 2027: In Deutschland wird die Bedeckung nur partiell, in Spanien wieder komplett sein. Die letzte totale Sonnenfinsternis konnte man hierzulande am 11. August 1999 bestaunen. Erst am 3. September 2081 wird der Kernschatten wieder über Deutschland vorüberziehen.
Wir haben uns gefragt, ob die partielle Sonnenfinsternis am Mittwoch einen Einfluss auf unsere Stromversorgung haben könnte, wird doch derzeit deutlich mehr elektrische Energie durch Photovoltaik erzeugt als sonst. Deshalb könnte es ja sein, dass zumindest für kurze Zeit eine Dunkelflaute eintritt, die die Stromnetze überstrapaziert. Ich habe bei Leonhard Gandhi vom Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE mit Sitz in Freiburg nachgefragt, ob wir uns deshalb Sorgen machen müssen. Was Gandhi, der die bekannten „Energy Charts“ zusammenstellt, mir darauf geantwortet hat, lesen Sie hier.
Empfehlen möchte ich Ihnen auch die Lektüre des Artikels von unserem Autor Dirk Eidemüller: „Quantenspuk im Berliner Glasfasernetz“. Darin geht es um den Aufbau des Quanteninternets, das eine abhörsichere Kommunikation ermöglichen soll, weil es auf den Regeln der Quantenphysik basiert. Auch in Deutschland gibt es bereits zahlreiche Glasfaser-Teststrecken. In der Bundeshauptstadt wurde jetzt getestet, ob es unter realen Bedingungen möglich ist, Quanteninformationen sogar per Teleportation (auch gerne Beamen genannt) zu übertragen. Die Ergebnisse des Experiments unter Leitung der Deutschen Telekom sind vielversprechend.
Eine Nachricht in dieser Woche stimmt bedenklich: Ein Forscherteam von der Stanford University hat mithilfe Künstlicher Intelligenz künstliche Viren erschaffen. Die sind voll funktionsfähig, befallen aber nur Bakterien. Was wäre, wenn die Erreger für Menschen gefährlich wären? Lesen Sie dazu den Beitrag von Pia Heinemann: „Blind für die Gefahr?“
Haben Sie Spaß am Rätseln und beim Um-die-Ecke-Denken, dann möchte ich Ihnen unser Sommerrätsel wärmstens empfehlen. Die Fragen widmen sich dieses Mal ganz der Welt der Farben. Die Antworten sind nicht einfach zu erraten. Suchen Sie sich ein schattiges Plätzchen, und los geht’s. Und wie immer gibt es jede Menge zu gewinnen. Viel Spaß! Diese und andere Highlights aus unserem Ressort finden Sie weiter unten.
Ein großer Teil des Stroms in Deutschland wird aus Solarenergie erzeugt. Energieexperte Leonhard Gandhi erklärt, wie die Stromnetze für die Sonnenfinsternis vorbereitet werden.
In einer neuen Richtlinie zur Biosicherheit geht die zuständige US-Behörde auf neue Forschung nicht ein. Dabei wollen sogar Wissenschaftler strengere Regeln.
In der Hauptstadt wurden Quantensignale in einem kommerziellen Glasfasernetz übertragen. Forscher haben sie über eine Strecke von 30 Kilometern teleportiert. Die Voraussetzung für ein Quanteninternet ist damit geschaffen.
Zebrafinken bauen an heißen Tagen spezielle Rufe in ihren Gesang ein. Das hat erstaunliche Auswirkungen auf ihren Nachwuchs. Sogar dann, wenn der noch nicht einmal geschlüpft ist.
Bei unserem Sommerrätsel ist Schwarz-Weiß-Denken nicht gefragt – vielmehr sollen Sie sich in Farbwelten verlieren. Am Schluss wartet noch eine kleine Fleißaufgabe. Viel Spaß und Erfolg!
Je bedrohlicher die Hitze, desto lauter wird der Ruf nach Klimaanlagen. Die Forschung an effektiveren, umweltfreundlicheren Systemen läuft – doch gibt es keine anderen Möglichkeiten, für Kühlung zu sorgen?
Genießen Sie in den sonnigsten Wochen des Jahres Lesevergnügen in seiner schönsten Form: Erfrischen Sie Ihren Geist mit der Sonntagszeitung zum Sommerpreis!
Testen Sie 2 Wochen lang Perfume California: Jeden Tag erhalten Sie eine kurze Lektion, die auf Ihre individuellen Bedürfnisse zugeschnitten ist. Jetzt ausprobieren!