man hat sich bereits an die unappetitliche Vorstellung gewöhnt, dass im Verdauungstrakt Abermilliarden Bakterien leben. Vielleicht ergeht es Ihnen wie mir, und nach zu vielen Zeitungsartikeln über die Kraft der Darmflora versuchen Sie nun auch brav, ihr Mikrobiom zu füttern. Unpasteurisiertes Sauerkraut und Kefir hatte ich zumindest früher nicht im Kühlschrank.
Diese Woche habe ich mich jedoch mit einem anderen, ebenfalls sehr mächtigen Mikrobiom beschäftigt: Auch auf unserer Haut finden sich zahllose Bakterien, Viren und sonstige Mikroben. Die sind nicht nur wichtig für die Gesundheit der Haut – sondern beeinflussen auch die Alterung. Das hat diese Woche eine Studie gezeigt. Zum Beispiel nimmt die Diversität der Bakterienarten mit dem Alter ab, was eher ein schlechtes Zeichen ist. Zugleich kommt es zu mehr Entzündungen. Und Konservierungsstoffe in Kosmetika nicht gerade förderlich für die Mikroben in unserem Gesicht.
Andersherum fragt man sich natürlich: Könnte man also mit den richtigen Bakterien womöglich seine Haut jung halten? Immerhin findet man zunehmend „probiotische“ Hautprodukte. Das habe ich einen der Forscher der Studie gefragt. Seine Antworten können Sie in diesem Artikel nachlesen.
Bestimmt beschäftigen Sie noch die schrecklichen Bilder der Sturzflut aus Nepal. Unser Autor Christian Schwägerl hat herausgefunden: Man hätte die Katastrophe wohl verhindern können. Ein deutscher Erdbebenforscher hatte ein Frühwarnsystem entwickelt. Doch die Finanzierung wurde gestoppt. Warum, erklärt er hier.
Um auf einer leichten Note zu enden: Morgen wird der Ig-Nobelpreis für kuriose Forschung vergeben. Wir haben aus 35 Jahren die lustigsten Preisträger ausgewählt. Etwa: Malariamücken lieben den Geruch von stinkigen Füßen und Limburger Käse, Narzissten haben buschigere Augenbrauen, und Achterbahnfahren hilft gegen Nierensteine. Außerdem hat uns der Gründer Marc Abrahams erzählt, dass die Forscher meist eine ernste Absicht verfolgen und warum die USA kein sicherer Ort mehr für die Verleihung sind.
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Jeder kennt die Darmflora. Aber auch im Gesicht leben zahllose Mikroben. Das hat Auswirkungen auf die Hautalterung, zeigt eine aktuelle Studie. Könnten probiotische Produkte helfen?
Für die Katastrophenregion in Nepal hat ein deutscher Erdbebenforscher ein spezielles Frühwarnsystem entwickelt. Was fehlte, war die Finanzierung: Sie wurde wegen des Ukrainekriegs kurzfristig gestoppt.
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