ein Waldrapp erinnert an eine schwarze Pute mit Federboa um den Hals und langem, gebogenem Schnabel. So einen Vogel haben Sie noch nie gesehen? Das ist kein Wunder, denn in Deutschland ist die Art seit etwa 1700 ausgestorben. Die Tiere galten als Delikatesse und wurden deshalb so lange gejagt, bis keines mehr übrig war. Dass man sie – so wird berichtet – im Gemüsegarten halten konnte, wo sie Schnecken vertilgten, war offenbar kein Grund, sie am Leben zu lassen.
Seit ein paar Jahren gibt es Projekte, diese seltsamen Vögel in Süddeutschland wieder anzusiedeln. Das ist nicht einfach, denn Waldrappe sind Zugvögel. Den Winter verbringen sie in Südeuropa, im Frühjahr fliegen sie nach Mitteleuropa zurück. Den Weg zu finden, das müssen sie erst lernen. Und da es kaum noch Waldrappe gibt, muss der Mensch es ihnen beibringen.
Vogelschützer päppeln die Vögel also nicht nur mit Mehlwürmern und Rinderherzen auf, sondern fliegen mit ihnen gemeinsam in den Süden. Mein Kollege Marty Krauße-Wiegand hat mit einem Studenten gesprochen, der 36 Jungvögel eines Waldrappprojekts mit der Kamera bis nach Spanien begleitet hat. Eines der Bilder hat nun einen Preis für Wissenschaftsfotografien gewonnen.
Ob die Vögel vom Foto tatsächlich auch den Rückweg nach Deutschland gefunden haben oder ob ein Sturm sie weggeweht hat, sie in Italien oder Frankreich in Fallen und im Kochtopf gelandet sind oder sie sich verflogen haben, wissen wir allerdings nicht. Falls Sie jemals einen Waldrapp sichten, freuen wir uns über Ihre Nachricht an wissenschaft@faz.de.
Unser Autor Christian Schwägerl war auch unterwegs: mit dem Fahrrad in Steppen, Wiesen und Auen zwischen Berlin und der Oberpfalz. Was er dabei gesehen und über diese Graslandschaften herausgefunden hat, hat er hier aufgeschrieben.
Wir Daheimgebliebenen haben uns derweil anderen Themen gewidmet, etwa den Rückenschmerzen. Wenn die nicht weggehen, wird oft zur Osteopathie geraten. Allerdings sind die Nachweise, dass diese Art der Behandlung wirkt, extrem dünn, wie meine Kollegin Laura Fräulin bei einer Recherche herausgefunden hat.
Weitere Geschichten, unter anderem, warum auch mehr als 100 Roboter einen Menschen nicht ersetzen können, und interstellares Eis, finden Sie weiter unten.
2800 Kilometer ist Gunnar Hartmann mit einem Vogelschutzprojekt quer durch Europa gereist. Eines der Fotos, die er dabei gemacht hat, hat nun den Fotowettbewerb des Wissenschaftsmagazins „Nature“ gewonnen.
Viele Menschen schwören auf Osteopathie, gerade bei Rückenleiden – auch wenn sie selbst für die Behandlung zahlen müssen. Aber gibt es Belege, dass sie wirklich wirkt?
Humanoide Roboter schlagen Saltos und schwingen Schwerter. Aber davon, Senioren zu pflegen, die Wohnung zu putzen oder beim Umzug zu helfen, sind sie noch weit entfernt. Was läuft da schief?
Forscher warnen, die Lobby bremst: In den USA wird über die Leitlinie zum Alkoholkonsum debattiert. Neue Auswertungen zeigen, wann Alkohol der Gesundheit schadet.
Annehmen, was ist, und verändern, was sich verändern lässt: Das dialektische Prinzip hilft nicht nur psychisch Kranken. Es kann auch ausweglos scheinende Situationen im Alltag lösen.
Weltweit verschwinden die Graslandschaften, auch in Deutschland. Aber ein paar gibt es noch. Unser Autor ist 950 Kilometer zwischen Berlin und der Oberpfalz geradelt, um Projekte zu finden, die Steppen, Wiesen und Auen schützen.
Von den drei interstellaren Objekten, die bisher entdeckt wurden, ist der Komet 3I/ATLAS am besten untersucht. Eine neue Untersuchung konnte nun unter anderem das Alter des Eisbrockens abschätzen.
Mehr Austragungsländer und mehr Teams denn je: Die Fußball-WM 2026 ist ein Rekordereignis – auch, was den Schaden für das Klima angeht. Ginge es auch anders?
Schenken Sie Ihren Kindern und Enkeln Zugang zu tiefgründigem Wissen. Für Neugier, Meinungsbildung und Haltung in einer komplexen Welt. Ein Geschenk mit Wirkung.
Testen Sie 2 Wochen lang Perfume California: Jeden Tag erhalten Sie eine kurze Lektion, die auf Ihre individuellen Bedürfnisse zugeschnitten ist. Jetzt ausprobieren!