verkündet eine Frau, dass sie schwanger ist, ist das ein Grund zum Feiern, Familie und Freunde freuen sich mit ihr. So schön die Aussicht auf das neue Leben auch sein mag, die vielen Veränderungen, die das Mutterwerden mit sich bringt, können Frauen auch ängstigen: Werde ich das alles schaffen? Werde ich eine gute Mutter sein? Wie verändert sich meine Beziehung? Kann man das Grübeln nicht mehr abschalten, könnte es sein, dass man in einer Depression steckt. Was schon für die Mutter sehr belastend ist, kann auch der Gehirnentwicklung des Babys schaden. Das zeigt eine neue Studie mit Hirnscans und Robotertests.
Doch die Studie ist nicht nur eine weitere Hiobsbotschaft, sie liefert die Lösung für das Problem nämlich gleich mit. Eine Psychotherapie hilft sowohl der Mutter als auch dem Kind. Wie man aber überhaupt erkennt, ob man betroffen ist, habe ich mir von Anette Kersting erklären lassen, die am Universitätsklinikum Leipzig die Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie leitet. Ihre Antworten habe ich hier aufgeschrieben.
Psychohygiene ist ja dieser Tage nichts Neues. Achtsamkeits- und Meditationsübungen gehören inzwischen zum Mainstream. Studien zeigen, wie hilfreich beides bei Stress sein kann. Worüber aber kaum jemand spricht, sind die Nebenwirkungen, die intensives und langes Meditieren mit sich bringen kann: Panikattacken, Schlafstörungen, sogar Psychosen kann es auslösen. Ein Retreat in Bayern lässt die Teilnehmer deshalb vor Beginn Einführungskurse absolvieren. Wer wissen will, wie weit verbreitet psychische Probleme durch Meditation sind und worauf man bei der eigenen Praxis achten sollte, dem lege ich den Text
von unserer Autorin Wiebke Hollersen ans Herz.
Weniger über Selbsthilfe, dafür aber über Behandlung psychischer Erkrankungen schreibt nun schon seit einem Jahr unser Kolumnist Klaus Lieb, der am Uniklinikum Mainz die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie leitet. Dieses Mal hat er sich Zwangsstörungen vorgenommen. Habe ich den Herd ausgeschaltet? Sind meine Hände sauber? Nehmen solche Gedanken überhand, hat Lieb einen Tipp, der so einfach wie unangenehm ist: aushalten! Hier können Sie nachlesen, wie Expositionstherapien mit Toilettenschüsseln und Türklinken aussehen und warum sie so gut funktionieren.
Ich wünsche viel Spaß beim Lesen. Lassen Sie mich gern wissen, was Ihnen besonders gefallen hat, was vielleicht weniger und auch welches Thema wir uns mal anschauen sollten. Sie erreichen mich und meine Kollegen unter wissenschaft@faz.de.
Wenn Schwangere ihre Depressionen nicht behandeln lassen, kann das die Gehirnentwicklung des Kindes beeinträchtigen. Besonders eine Struktur für die Kontrolle von Emotionen ist betroffen, wie Hirnscans zeigen.
Migräne macht sich bei Männern oft anders bemerkbar als bei Frauen und wird deshalb bei ihnen häufiger übersehen. Viele leiden unnötig lange. Kopfschmerzexperten wollen das ändern.
Der neue Erfolg in der Therapie von schwarzem Hautkrebs mit Hilfe einer personalisierten Krebsvakzine lässt hoffen und fürchten zugleich. Kann sich die Gesellschaft den Fortschritt der Forscher am Ende auch leisten?
Chatbots und KI-Agenten beantworten scheinbar alle Fragen. Aber können sie auch entscheiden, was belastbares, relevantes Wissen ist? Ein Gespräch über journalistische Visionen und die Dystopie der „postjournalistischen Welt“.
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