in Zeiten wie diesen gibt es kaum etwas Schöneres als eine frische Kugel Eis. Gerne von der kleinen Eisdiele am Platz um die Ecke, in diesem Jahr schmeckt mir Schwarze Johannisbeere besonders gut. Zur Krönung des Ganzen habe ich mich erinnert, dass es in der Wissenschaft das sogenannte Eiscreme-Paradox gibt. Darunter versteht man das Phänomen, dass Eiscreme in verschiedenen Studien immer wieder positive Effekte zu haben scheint. Obwohl doch eigentlich nur Zucker, Fett, Wasser und Luft in den kleinen Kugeln steckt.
Ich habe hier aufgeschrieben, wie es zu diesem Paradox kommt. Und weil ich im Ressort mit meiner Eisliebe nicht alleine bin, hat meine Kollegin Frauke Zbikowski ebenfalls zum gesunden Eis recherchiert. Sie hat eine Lebensmittelforscherin interviewt, die Rezepturen für veganes Eis entwickelt hat. Hafer, Ackerbohne und Lupine hat sie getestet, Soja auch. Lesen Sie hier, welches die Geschmackstester am meisten begeistert hat.
Pia Heinemann
Verantwortliche Redakteurin für das Ressort „Wissenschaft“.
Über einen anderen Leckerbissen der Forschung hat mein Kollege Joachim Müller-Jung geschrieben: über Spud-Zellen. Das sind kleine Vesikel, die ähnlich aufgebaut sind wie Zellen und sich sogar teilen können – obwohl sie komplett künstlich hergestellt wurden. Von synthetisch hergestelltem Leben wollen die Wissenschaftler nicht sprechen. Aber tatsächlich ist dies ein weiterer Schritt in diese Richtung.
Unser Kolumnist, der Psychiater Klaus Lieb, hat eine ziemlich klare Haltung zur Behandlung von Depressionen: Nicht für jeden Betroffenen ist eine Gesprächstherapie die beste Option, sagt er. Manchen Betroffenen wäre mit Tabletten besser geholfen. Wenn Sie entscheiden müssten – was wäre die beste Option für Sie?
Lesen Sie in dieser Woche auch, wie Männer, die sich in Deutschland einer Haartransplantation unterziehen, in kriminelle Hände geraten, und warum es so kompliziert ist, die Route nachzuvollziehen, die Hannibal mit seinen Elefanten über die Alpen wählte.
Ich wünsche Ihnen viel Spaß bei der Lektüre – und freue mich über Ihre Kommentare, Recherchehinweise und natürlich auch über Lob und Tadel.
Gegen Depressionen helfen Antidepressiva oder Psychotherapie. In welchen Fällen welche Behandlung sinnvoll ist, lässt sich nicht allein anhand von Studiendaten entscheiden.
In einem amerikanischen Labor wurden aus chemischen Bausteinen Zellen hergestellt, die den Weg zu lebensfähigen Kreaturen zeigen könnten. Von einer Schöpfung 2.0 wollen aber nicht einmal die Forscher sprechen.
Der karthagische Feldherr Hannibal überquerte mit einem mächtigen Heer die Alpen. Jetzt haben zwei Forscher die alte Frage, welche Route er dabei nahm, zeitgemäß beantwortet: durch Kalorienzählen.
Hirnforscher sammeln Daten ohne Ende. „Was uns fehlt, ist ein Darwin“, sagt Johannes Kohl, der Jungstar der Verhaltensforschung. Im Interview erklärt er, warum er in London forscht und das Gehirn sich zeitlebens verändern kann.
Schwindet die Haarpracht, hoffen viele Männer auf eine Haarverpflanzung. Doch in Deutschland hat sich ein undurchsichtiger Schwarzmarkt entwickelt. Justiz und Aufsichtsbehörden scheinen machtlos.
Es ist ein einzigartiges Projekt: In einer Eishöhle in der Antarktis entsteht ein Depot für Eisbohrkerne. An ihnen sollen Wissenschaftler forschen können, wenn die Gletscher, von denen sie stammen, längst geschmolzen sind
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