die Umweltbilanz der Elektromobilität hat einen üblen Schönheitsfehler. Das sind die Rohstoffe für die Batterien, also Lithium, Kobalt und dergleichen. Bei der Gewinnung von einer Tonne Lithium in einem Bergwerk werden 15 Tonnen Kohlendioxid in die Luft geblasen. Lithium aus Salzsolen zu filtern, verbraucht jede Menge Wasser. Der Abbau von Kobalt wiederum steht mit hochgiftiger Arsenbelastung umliegender Trinkwasservorkommen in Verbindung. Von den Arbeitsbedingungen in den Minen ganz zu schweigen.
Wie schön wäre es da, Akkus zu haben, die ohne diese Metalle auskommen. Die gibt es tatsächlich, und zwar sind das die Natrium-Ionen-Batterien. Doch bisher haben sie sich nicht gegen die Lithiumvariante durchgesetzt. Warum? Zum einen, weil Lithium immer noch relativ günstig ist, und zum anderen, weil sie technisch nicht so weit entwickelt sind.
Doch Natrium holt auf, wie eine Studie von Ingenieuren der RWTH Aachen gezeigt hat. Die Forscher haben 120 Natriumbatterien eines chinesischen Herstellers geöffnet und waren von der Fertigungsreife überrascht. Ich habe mit dem Hauptautor der Studie, Moritz Schütte, gesprochen. Er hat mir erklärt, wo die Natriumakkus schon besser sind als ihre Lithiumpendants, welche Schwächen bleiben und ob man einen solchen Akku in Deutschland bauen könnte. Das Interview lesen Sie hier.
Ein ernstes Thema hat meine Kollegin Felicitas Witte recherchiert. Es geht um junge Menschen mit Genderdysphorie, also Teenager, die sich in ihrem biologischen Geschlecht nicht wohlfühlen. Manche von ihnen entscheiden sich für geschlechtsanpassende Eingriffe: Operationen und Hormonbehandlungen. Doch eine Studie aus Finnland legt nun nahe, dass es den Betroffenen danach nicht unbedingt besser geht. Im Gegenteil: Unter denen, die sich einer solchen Behandlung unterzogen, nahm der Bedarf an psychiatrischer Therapie sogar zu. Was Experten daher an der Behandlung kritisieren und was sie Betroffenen stattdessen raten, lesen Sie hier.
Wer sich für Wetter und Klima interessiert, schaut gerade auf El Niño. Diese Veränderung der Meeresströmungen tritt in unregelmäßigen Abständen auf und kann es – wenn sie besonders stark ausfällt – rund um den Globus krachen lassen: Trockenheit von Australien über Indonesien bis nach Brasilien, Korallenbleiche in Ozeanien, Regenfluten im Westen Süd- und Nordamerikas. Allein: Steht wirklich ein extremer El Niño bevor? Ein „Godzilla-El-Niño“ gar? Darüber wird wild spekuliert – und die übertriebenen Warnungen könnten der seriösen Klimaforschung schaden, warnt Joachim Müller-Jung in seinem Artikel.
Natrium statt Lithium: Eine neue Batterietechnologie könnte die Rohstoffabhängigkeit beenden. Forscher von der RWTH Aachen haben ein aktuelles Modell aus China zerlegt – und waren überrascht von der technischen Reife.
Lieber Fleisch als Fleischersatz voller Chemie, heißt es. Wer viele Konservierungsstoffe isst, hat eher Bluthochdruck, Krebs und Diabetes, berichten Forscher. Stimmt das? Welche Lebensmittel sollte man meiden?
Die Unwettermaschine El Niño ist auf Rekordkurs. Mit einer hohen Wahrscheinlichkeit setzt das Phänomen zwischen Juni und August ein, warnt die Weltmeteorologiebehörde. Es bleibt die Frage: Horrorshow oder Happy End?
Ratten in Garten und Haus konnten bisher mit Gift aus dem Baumarkt bekämpft werden. Das ist nun verboten. Ein Rattenkenner erklärt, wie man die Tiere dennoch loswird.
Die Furcht vor einem gewaltigen El Niño ist inzwischen groß, an Superlativen und Warnungen fehlt es nicht. Gleichzeitig wird ein politischer Pseudoskandal um den Weltklimarat inszeniert. Die Zutaten für die erste Sommer-Hitzewelle.
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23. Juni / 18.00 Uhr – Wie begleite ich mein Kind in sozialen Medien? Experten diskutieren Chancen und Gefahren. Interaktives Q&A inklusive – jetzt anmelden!
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