Hund und Mensch teilen sich eine mehr als 10.000 Jahre währende Geschichte. Über diese lange Zeit der Domestikation und Zucht ist eine besondere Beziehung entstanden. Aber wie schafft man es im konkreten Fall, dass aus einem Hund ein Kumpan, gar ein Freund wird? Ein Tier, das nicht nur gehorsam „Sitz“ macht, wenn man den Finger hebt – sondern freudig gehorcht. Wie entsteht eine emotionale Bindung und: Ist eine solche Nähe überhaupt erstrebenswert?
Pia Heinemann
Verantwortliche Redakteurin für das Ressort „Wissenschaft“.
Diesen Fragen ist Yannick Dengler in dieser Newsletter-Ausgabe für uns nachgegangen. Er hat dazu eine Forscherin der schwedischen Universität Linköping interviewt, die mehr als 1000 Herrchen-Hunde-Paare in ein Experiment gebeten hat. Sie hat herausgefunden, dass sich die Bindung zwischen Tier und Mensch ziemlich einfach und ohne großen Aufwand deutlich verbessern lässt. Lesen Sie hier, wie das geht.
In dieser Woche hat meine Kollegin Julia Bellan sich zudem auf die Suche nach den Ursachen für die ungerechte Behandlung von Frauen in der Medizin gemacht. Sie zeigt hier in einer spannenden Visualisierung von Daten, dass die klare Ausrichtung der Medizin auf Männer ein strukturelles Problem ist, dessen Wurzeln bis zur Finanzierung von Studien und ins Design von Tierversuchsstudien reichen.
Und auch die Flora beschäftigt uns in dieser Woche wieder: Unser Autor Andreas Frey treibt sich sehr oft draußen herum, wenn ich ihn anrufe, erreiche ich ihn oft im Freien, auf einem Spielplatz umgeben vom Kreischen seiner Kinder. Es ist also kaum ein Zufall, dass ihm das Wohl der Stadtbäume am Herzen liegt. Dass die in manchen Kommunen nun in Gefahr ist, hat er hier für Sie aufgeschrieben.
Weitere Themen in dieser Woche sind neue Behandlungsmethoden bei Neurodermitis, die Evolution des Mais und die spannende Frage, wo es auf dem Mond Wasser gibt und ob es mehr oder weniger wird.
Ich wünsche Ihnen viele Erkenntnisse beim Lesen und hoffe, dass Sie mir, sollten Sie Kritik, Lob oder Themenideen haben, unter wissenschaft@faz.de eine E-Mail schreiben. Ich freue mich darauf!
Medizinforschung orientiert sich noch immer am männlichen Körper. Unsere Datenanalyse zeigt, wie daraus ein Gender-Health-Gap entsteht – und warum diese Schieflage künftig größer werden dürfte.
Ausdauertraining wirkt nicht bei allen Patienten gleich gut gegen Depressionen. Eine Studie zeigt, welche Gruppen auf Sport setzen sollten und wann Therapien oder Apps hilfreicher sind.
Der Baum muss weg, meinen Grundstückbesitzer, wenn das Laub die Sicht behindert. Manche Kommunen schaffen den Baumschutz ab. Dadurch könnte aber die Hitze in der Stadt unerträglich werden.
Neue Forschung zeigt, wie spezielle Nervenzellen Immunzellen in die Haut locken und Entzündungen auslösen. Künftig sollen Apps die Kontrolle von Schüben erleichtern.
Wie kam es, dass Menschen ausgerechnet das Gras Teosinte auswählten, um daraus Mais zu züchten? In einem Tal in Mexiko wird dies mithilfe von Tierknochen und Bodenproben erforscht.
Buckelwal und Risikowolf – die prominenten Wildtier-Schicksale provozieren eine grundsätzliche Frage zum Verhältnis von Mensch und Tier: Ist die Gesellschaft heute bloß aufgeregter oder wirklich sensibler geworden?
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