wenn Sie wie ich den Prozess gegen den Facebook-Konzern Meta im kalifornischen Oakland verfolgen, dann war gestern ein spannender Tag. 29 US-Bundesstaaten werfen dem Konzern vor, Jugendliche mit seinen Technologien abhängig und damit krank zu machen. Sie fordern Strafen von rund 200 Milliarden Dollar. Gestern sagte ein ehemaliger Mitarbeiter aus und erklärte: Eine Funktion von Instagram, die Jugendliche zu Pausen beim Scrollen auffordern sollte, wurde kaum verwendet. Das Management habe kein Interesse daran gehabt, das zu ändern. Instagram-Chef Adam Mosseri gab am gleichen Tag zu, von der schwachen Nutzung der Funktion gewusst und sie öffentlich verschwiegen zu haben.
Warum ist das wichtig? Diese Schutzfunktion soll verhindern, dass Jugendliche sich in den sozialen Medien durch ständiges Scrollen verlieren. Sie soll also vor genau den technisch raffinierten Designelementen wie vergänglichen Inhalten, variablen Belohnungen und dem berühmten „unendlichen Scrollen“ schützen, die darauf ausgelegt sind, die Nutzer zu fesseln – und im Verdacht stehen, sie abhängig zu machen. Aus Anlass des Prozesses habe ich aufgeschrieben, welche Elemente das bei den großen Plattformen genau sind, wie sie wirken und was sie so gefährlich macht. Meine Übersicht finden Sie hier.
Eine spannende Beobachtung aus den Tiefen des Alls hat mein Kollege Ulf von Rauchhaupt diese Woche beschrieben. Stellen Sie sich vor, Sie stecken einen Löffel in ein Glas flüssigen Honigs und drehen ihn kräftig. Der Honig um den Löffel wird mitgerissen und verrührt. Im kosmischen Maßstab passiert etwas Ähnliches. Nur dass es nicht um drehende Löffel geht, sondern um rotierende Schwarze Löcher. Um sie herum wird die Raumzeit sozusagen verrührt. Diesen Effekt haben zwei österreichische Physiker schon im Jahr 1918 vorhergesagt. Jetzt könnten Astronomen erstmals die Gelegenheit bekommen, ihn auch zu messen. Denn sie haben einen Stern entdeckt, der sich derart nah an dem gigantischen Schwarzen Loch im Zentrum unserer Galaxis befindet, dass er dessen Verrührung der Raumzeit spüren müsste.
Wie die Forscher das nun messen wollen, erfahren Sie hier.
Sollten Sie zu den zweieinhalb Millionen Menschen in Deutschland gehören, die unter Migräneanfällen leiden, wird es Sie vielleicht interessieren, warum Medikamente, die den Attacken vorbeugen können, kaum bei Patienten ankommen. Die Antwort hat unsere Autorin Wiebke Hollersen in diesem Artikel für die Sonntagszeitung beschrieben. Dort erfahren Sie auch, an welchen neuen Mitteln die Medizin gerade forscht.
Was uns diese Woche sonst noch beschäftigt hat, sehen Sie weiter unten. Es geht um gigantische Solaranlagen in China und deren Auswirkung auf die Tierwelt, um den mangelhaften natürlichen Dürreschutz von Bäumen und um luzides Träumen, also die Fähigkeit, im Schlaf die Regie zu übernehmen.
Sollten Sie Anregungen oder Themenideen haben, schreiben Sie uns: wissenschaft@faz.de.
Mehrere US-Bundesstaaten werfen dem Facebook-Konzern Meta vor, junge Nutzer abhängig zu machen. Im Fokus stehen dabei Designelemente der Internetplattformen. Was macht sie so gefährlich? Ein Überblick.
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Im Zentrum unserer Galaxie sitzt ein riesiges Schwarzes Loch. In seinem Orbit gibt es einen Stern, der ihm nahe genug kommt, um zu spüren, wie die Eigenrotation des Lochs die umgebene Raumzeit mitzerrt.
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