kennen Sie auch jemanden, dem ADHS diagnostiziert wurde? Ich rede nicht von den Zappelphilippen und Träumerliseln im Kinderalter, sondern von Erwachsenen, die mit vierzig oder fünfzig plötzlich hören, sie seien – nun: neurodivers.
Ist das neumodischer, woker Mist? Lange Zeit hatte ich diesen Verdacht, bis mir Erwachsene begegneten, die jahrzehntelang gut funktionierten, und plötzlich wurden sie aus dem Leben gekegelt. Nicht wegen einer Depression, nicht wegen eines Unglücks oder Traumas. Sondern nur, weil ihre Assistentin oder ihr Sekretär in Elternzeit gegangen war. Plötzlich lief nichts mehr.
Und manche von ihnen erhalten dann die Diagnose: ADHS. Im Kindesalter war die Entwicklungsstörung nicht erkannt worden, oder es hieß, sie wächst sich aus. Aber das tut sie in vielen Fällen nicht. Was dann passiert, habe ich mit Astrid Neuy-Lobkowicz besprochen, die ADHS-Patienten behandelt.
Klaus Lieb, unser Kolumnist, macht in dieser Woche ein Geständnis. Es hat mit einer Rikscha in China zu tun und mit einem Foto. Dieses Erlebnis führte dazu, dass er in seinem Berufsleben etwas grundsätzlich änderte. Er ließ sich nicht länger von Pharmafirmen einladen. Klingt nach einem rechtschaffenen Arzt? Schon – aber jede Kooperation mit Pharmafirmen abzulehnen, ist seiner Meinung nach auch nicht der beste Weg zum Wohle der Patienten.
Und natürlich haben wir zum Auftakt der Fußballweltmeisterschaft auch ein wenig Fußballwissen für Sie parat. Laura Fräulin hat sich in der Vergangenheit nämlich immer köstlich amüsiert, wenn bei den Spielen neue Rituale auf dem Platz offenbar wurden. Glatzenküsse, Trinkgewohnheiten und vieles mehr. Wissenschaftlich betrachtet sind diese oft seltsam wirkenden Angewohnheiten aber durchaus ernstzunehmen.
Die Entwicklungsstörung ADHS wird bei Erwachsenen mittlerweile häufiger diagnostiziert. Eine Psychiaterin erklärt, warum eine Psychotherapie allein dann aber meistens nicht hilft.
Ein Kuss auf den Kopf, ein Kaugummi aufs Feld geklebt – Fußballer zelebrieren ihre schrulligen Angewohnheiten zum Teil mit Inbrunst. Alles nur Quatsch? Sportpsychologen erklären das Phänomen.
In Industrienationen steigt die Zahl junger Darmkrebspatienten. Viele Wissenschaftler glauben, dass hoch verarbeitete Lebensmittel die Ursache sind. Wie sicher ist das?
Noch etwas anderes probieren oder bei dem bleiben, was man kennt? Der Physiker Richard Feynman hatte einst eine mathematische Antwort darauf gefunden. Jetzt wurde sie wiederentdeckt.
Ärzte und Forscher sollten keine Vergünstigungen von Pharmafirmen annehmen. Nur, wenn Deutschland im Medizinmarkt weiterhin mitspielen will, müssen neue Formen von Kooperationen und Transparenz her.
Hunderttausende Tonnen Treibhausgase, Milliarden Liter Wasser und jede Menge Elektroschrott: Ein UN-Bericht legt offen, was Künstliche Intelligenz die Umwelt kostet. Doch mehrere Wissenschaftler kritisieren die Schätzungen.
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