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Mittwoch, 03.06.2026 | Zur Online-Ansicht
 
 Frankfurter Allgemeine
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Liebe Leserin, lieber Leser,
die Umweltbilanz der Elektromobilität hat einen üblen Schönheitsfehler. Das sind die Rohstoffe für die Batterien, also Lithium, Kobalt und dergleichen. Bei der Gewinnung von einer Tonne Lithium in einem Bergwerk werden 15 Tonnen Kohlendioxid in die Luft geblasen. Lithium aus Salzsolen zu filtern, verbraucht jede Menge Wasser. Der Abbau von Kobalt wiederum steht mit hochgiftiger Arsenbelastung umliegender Trinkwasservorkommen in Verbindung. Von den Arbeitsbedingungen in den Minen ganz zu schweigen.
Autorenbild
Piotr Heller
Redakteur im Ressort „Wissenschaft“.
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Wie schön wäre es da, Akkus zu haben, die ohne diese Metalle auskommen. Die gibt es tatsächlich, und zwar sind das die Natrium-Ionen-Batterien. Doch bisher haben sie sich nicht gegen die Lithiumvariante durchgesetzt. Warum? Zum einen, weil Lithium immer noch relativ günstig ist, und zum anderen, weil sie technisch nicht so weit entwickelt sind.
Doch Natrium holt auf, wie eine Studie von Ingenieuren der RWTH Aachen gezeigt hat. Die Forscher haben 120 Natriumbatterien eines chinesischen Herstellers geöffnet und waren von der Fertigungsreife überrascht. Ich habe mit dem Hauptautor der Studie, Moritz Schütte, gesprochen. Er hat mir erklärt, wo die Natriumakkus schon besser sind als ihre Lithiumpendants, welche Schwächen bleiben und ob man einen solchen Akku in Deutschland bauen könnte. Das Interview lesen Sie hier.
Ein ernstes Thema hat meine Kollegin Felicitas Witte recherchiert. Es geht um junge Menschen mit Genderdysphorie, also Teenager, die sich in ihrem biologischen Geschlecht nicht wohlfühlen. Manche von ihnen entscheiden sich für geschlechtsanpassende Eingriffe: Operationen und Hormonbehandlungen. Doch eine Studie aus Finnland legt nun nahe, dass es den Betroffenen danach nicht unbedingt besser geht. Im Gegenteil: Unter denen, die sich einer solchen Behandlung unterzogen, nahm der Bedarf an psychiatrischer Therapie sogar zu. Was Experten daher an der Behandlung kritisieren und was sie Betroffenen stattdessen raten, lesen Sie hier.
Wer sich für Wetter und Klima interessiert, schaut gerade auf El Niño. Diese Veränderung der Meeresströmungen tritt in unregelmäßigen Abständen auf und kann es – wenn sie besonders stark ausfällt – rund um den Globus krachen lassen: Trockenheit von Australien über Indonesien bis nach Brasilien, Korallenbleiche in Ozeanien, Regenfluten im Westen Süd- und Nordamerikas. Allein: Steht wirklich ein extremer El Niño bevor? Ein „Godzilla-El-Niño“ gar? Darüber wird wild spekuliert – und die übertriebenen Warnungen könnten der seriösen Klimaforschung schaden, warnt Joachim Müller-Jung in seinem Artikel.
Was uns in der Wissenschaftsredaktion sonst so umgetrieben hat diese Woche, sehen Sie unten. Es waren unter anderem zwei Ernährungsthemen – und zwar gänzlich unterschiedliche: Johanna Kuroczik fragt in ihrer Gesundheitsmythen-Kolumne, wie ungesund Konservierungsstoffe sind; Jan Hattenbach hingegen erklärt, wovon das Schwarze Loch im Zentrum der Milchstraße sich „ernährt“.
Also, wenn da nicht für jeden etwas dabei ist, weiß ich auch nicht weiter.
Falls Sie dennoch Kritik äußern wollen oder spannende Themenvorschläge für uns haben: Sie erreichen uns unter wissenschaft@faz.de.
Mit herzlichen Grüßen
Ihr
Piotr Heller
 
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„Da steckt viel geheimes Know-how drin“
Natrium statt Lithium: Eine neue Batterietechnologie könnte die Rohstoffabhängigkeit beenden. Forscher von der RWTH Aachen haben ein aktuelles Modell aus China zerlegt – und waren überrascht von der technischen Reife.
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Kolumne Gesundheitsmythen
Wie ungesund sind Konservierungsstoffe?
Lieber Fleisch als Fleischersatz voller Chemie, heißt es. Wer viele Konservierungsstoffe isst, hat eher Bluthochdruck, Krebs und Diabetes, berichten Forscher. Stimmt das? Welche Lebensmittel sollte man meiden?
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