wussten Sie eigentlich, dass Dehnen stärker macht und man durch Krafttraining beweglicher wird? War das nicht eigentlich andersherum, werden Sie sich jetzt wahrscheinlich fragen. Überlegen Sie mal, als Sie zuletzt Ihre Waden gedehnt haben und Ihre Ferse dabei ganz langsam über die Kante der Treppenstufe schoben, da hat sich das Ziehen im Muskel wahrscheinlich ähnlich angefühlt wie bei einem Krafttraining. Tatsächlich wissen die Muskelfasern gar nicht, ob Sie gerade dehnen oder Hanteln stemmen. Wie das funktioniert, wie man dafür trainieren muss und was das alles mit der Fleischindustrie zu tun hat, darüber habe ich mit dem Sportwissenschaftler Konstantin Warneke gesprochen und es
hier aufgeschrieben.
Weil wir gerade bei Muskeln sind: Wenn Sie geglaubt haben, Sie könnten sich bei Ihrem Meal-Prep auf die Proteinangaben der Lebensmitteltabellen verlassen, muss ich Sie enttäuschen – fünf bis 20 Prozent zu niedrig sind die Angaben beispielsweise auf Quark, Steak oder Erdnüssen. Warum der Proteingehalt noch immer mit einer veralteten Methode ermittelt wird, hat meine Kollegin Frauke Zbikowski hier aufgeschrieben.
Aber genug der Selbstoptimierung, richten wir den Blick wieder weg von uns selbst und schauen zu den Sternen. Wundersames passiert schließlich auch im Weltall. So hatte ein Hobbyastronom vor 30 Jahren einen vermeintlich neuen Stern entdeckt. In allen bekannten Aufnahmen davor war er nicht aufgetaucht. Dass es sich dabei weniger um die Wiederauferstehung eines Sterns als um ein seltenes physikalisches Phänomen handelt, verrät unser Autor Jan Hattenbach in seinem Text „
Eine Sonne mit zwei Leben“.
Was uns in der Wissenschaftsredaktion diese Woche sonst noch zwischen Erde und Weltraum bewegt hat, lesen Sie weiter unten in dieser Mail. Darunter: lauschende Unterwasserkabel, wie Hunde unsere Sprache verstehen, gar nicht so langweilige Urzeiten und ein Plädoyer für einen humanitären Umgang mit Menschen, die psychisch erkrankt sind.
Falls auch Sie spannende Themenideen haben, schreiben Sie mir gern unter wissenschaft@faz.de. Genauso freue ich mich über Lob und Kritik.
Wenn Menschen mit Hunden sprechen, reagiert das Gehirn der Tiere ähnlich wie unseres. Offenbar hat uns das lange Miteinander auch sprachlich näher gebracht als gedacht.
In Quark, Erdnüssen oder im Steak steckt weniger Protein als angegeben. Denn die Menge wird nach wie vor mit einem Verfahren aus dem 19. Jahrhundert bestimmt.
Bevor es Tiere oder Pflanzen gab, schien die Erdgeschichte eine unvorstellbar lange Zeitspanne stillzustehen. Geologen nennen sie die „boring billion“. Biologen aber finden sie alles andere als langweilig.
Wie Ärzte und die Gesellschaft mit Schizophrenie-Patienten umgehen, war schon immer auch eine politische Frage. Ihre starken psychischen Leiden erfordern besonders viel Hingabe, daran darf sich nichts ändern.
Internetkabel auf dem Meeresgrund können Drohnen, Schiffe und womöglich auch Atom-U-Boote erkennen. Forscher nutzen die Technik bereits für ihre Zwecke. Doch damit geraten sie mit militärischen Interessen in Konflikt.
Ein Experiment aus Ungarn zeigt: Die Gehirne von Hunden und Menschen reagieren auf bestimmte Sprachmuster erstaunlich ähnlich. Das verrät einiges über unser jahrtausendealtes Verhältnis.
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