heutzutage zwingt man sich nicht mehr nur zum Sport, um überflüssige Kilos loszuwerden. Man hofft, durch Radfahren, Rudermaschine oder Salsatanzen nicht nur körperlich, sondern auch geistig fit zu bleiben. Immer wieder liest man: Körperliche Bewegung schützt vor Demenz. Dabei kriege zumindest ich immer ein wenig ein schlechtes Gewissen – denn durch die Arbeit bin ich ein Dauersitzer, verbringe also den größten Teil der Woche in der Haltung eines Shrimps am Schreibtisch.
Doch ergeht es Menschen, die sich von Berufs wegen viel bewegen, tatsächlich besser? Überraschenderweise nein. Wissenschaftler nennen das „physical activity paradox“: Sport in der Freizeit geht mit einem niedrigeren Risiko für verschiedene Krankheiten einher, körperliche Arbeit jedoch nicht. Lange bekannt ist das für Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Wer regelmäßig im Fitnessstudio Gewichte stemmt, erleidet seltener einen Herzinfarkt und lebt länger. Wer hingegen täglich Zementsäcke hebt, stirbt eher. Nun haben Forscher dies auch bei Demenz belegt.
Wie kann das sein? Das habe ich mit einem der führenden Demenzforscher in Deutschland besprochen, Gerd Kempermann. Dahinter steckt wohl nicht nur, dass Menschen in körperlich anstrengenden Jobs häufiger Lärm oder Schadstoffe ertragen müssen. Für ihn zählt auch der innere Kontext. Die Motivation – und das Gefühl der Selbstwirksamkeit – seien entscheidend für das Demenzrisiko, wie Sie hier nachlesen können.
Mit einem ganz anderen Rätsel der Fitness hat sich meine Kollegin Laura Fräulin beschäftigt: Wenn zwei Menschen genau gleich sportlich sind, wieso hält einer länger durch als der andere? Das fällt für Sportler unter das Schlagwort „Durability“. Ob man voraussagen kann, wie lange man beim Radrennen oder beim Marathon durchhält, lesen Sie hier.
Die meisten Menschen bevorzugen freilich eine etwas gemütlichere körperliche Betätigung – gerade im Sommer gibt es ja kaum etwas Schöneres, als über Alpenwiesen zu wandern, während andere Urlauber am Mittelmeer bei 40 Grad im Schatten vor sich hin vegetieren. Dabei hört man jedoch immer wieder von kuriosen Zwischenfällen: Kühe, die Wanderer attackieren. Wie Kühe wirklich ticken und warum man ihnen nie den Po zuwenden sollte, können Sie in diesem Interview aus der Sonntagszeitung nachlesen.
Andere spannende Texte aus der Wissenschaft finden Sie weiter unten, zum Beispiel, mit welchen Gartenpflanzen man unfreiwillig Wespen anlockt und wieso Psychotherapie nicht für jeden gedacht ist.
Wer sich in seiner Freizeit viel bewegt, ist im Alter länger geistig fit. Das gilt jedoch nicht für Menschen, die körperliche Arbeit leisten. Warum für die Hirngesundheit auch die Motivation zählt.
Wer auch nach vielen Stunden Sport noch Topleistungen bringt, hat eine hohe „Durability“, heißt es. Was hinter dem Begriff steckt und wie man Leistungseinbrüche vermeidet, erklärt Sportwissenschaftler Billy Sperlich.
Man muss heute monatelang auf einen Termin beim Psychotherapeuten warten. Brauchen wir also mehr Therapeuten? Andere Wege scheinen realistischer zu sein.
Im Angesicht einer Rinderherde wird vielen Menschen mulmig. Anne Wiltafsky hat jahrelang Rinder und ihre Halter ausgebildet und erklärt, warum man einer Kuh nie den Po zuwenden sollte.
Wer Wespen fernhalten will, braucht nur einen Blumentopf: Sie mögen bestimmte Pflanzen nicht, wie Lavendel und Minze. Worauf man dabei achten muss und auf welche Gewächse man besser verzichtet.
Im vorkolonialen Südamerika schufen Menschen enorme Strukturen in der Landschaft. Einige davon feiern Forscher nun als Errungenschaften von Gesellschaften, die ohne Eliten auskamen. Wie sicher können sie sich da sein?
Die Abnehmspritze hat die Medizin verändert. Nun kommt der Wirkstoff Semaglutid als Tablette auf den Markt. Wird sie dazu führen, dass noch mehr Menschen zu GLP-1-Medikamenten greifen?
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