haben Sie sich schon mal gefragt, was eigentlich in ChatGPT vorgeht, wenn Sie es nach Geschenktipps für Ihren Ehepartner fragen? Oder was in Claude passiert, wenn es Ihnen bei der Steuererklärung hilft? Das sind natürlich Fragen, die erst mal absurd klingen. „Nicht viel“, werden sich die meisten denken, „es sind ja nur Computerprogramme.“ Das stimmt auch. Aber es sind derart komplexe Computerprogramme, dass nicht einmal KI-Experten sie verstehen. Gleichzeitig lernt die KI immer mehr über uns.
Das ist ein Problem. Man muss sich nur vorstellen, wie viele kleine Entscheidungen KI heute für uns trifft. Und auch, wie viele große – schließlich wird die Technologie heute sogar von Militärs auf dem Schlachtfeld verwendet. In einem Leitartikel für das Magazin „Science“ hat der KI-Forscher Robert West von der Schweizer EPFL neulich erklärt, dass das Problem schon bald viel größer werden könnte: Das Zeitfenster, in dem wir es überhaupt schaffen können, KI zu verstehen, wird immer kleiner. Was wir jetzt tun sollten, damit es sich nicht schließt, warum wir KI dafür vielleicht Werte beibringen müssen und wie die Technologie uns austricksen könnte, wenn wir nicht aufpassen – darüber habe ich ein Interview mit West geführt. Sie können es
hier lesen.
Aber nicht nur in der KI gehen Dinge vor, die uns gefährlich werden könnten, auch in unseren eigenen Köpfen kann das der Fall sein: Wir Menschen neigen zum Grübeln. Doch wenn wir den quälenden Gedankenschleifen nicht entkommen können, geht es uns schlecht. Wie man da wieder rauskommt, hat Johanna Kuroczik hier aufgeschrieben.
Marty Krauße-Wiegand wiederum hat Forscher zu einer faszinierenden Suchaktion befragt. Zehn Jahre durchforsteten sie die Wälder Taiwans nach dem größten Baum dort: aus der Luft, vom Boden aus und mit Hunderten Helfern. Was sie bei der Suche gelernt haben und wie groß der Rekordbaum letztlich ist, lesen Sie hier.
Und wenn Sie nach einer Antwort darauf aus sind, was es nun wirklich mit fliegenden Untertassen und den UFO-Akten des Weißen Hauses auf sich hat, werden Sie Freude an diesem Artikel meines Kollegen Ulf von Rauchhaupt haben. Darin beschreibt er auch die zwei UFO-Meldestellen in Deutschland – und warum sie zerstritten sind.
Was uns sonst noch so beschäftigt hat in dieser Woche, lesen Sie weiter unten. Natürlich ist auch etwas zur Fußball-WM dabei, genauer gesagt, zur Hitze in Nordamerika und ihren Folgen für die Spieler.
Ich hoffe, dass Sie gut durch die heißen Tage kommen, die nun auch hier in Europa anstehen.
Sollten Sie Kritik oder Themenideen für uns haben, immer her damit: wissenschaft@faz.de.
Künstliche Intelligenz lernt ständig mehr über uns – doch wir verstehen sie immer weniger, warnt KI-Forscher Robert West. Das Zeitfenster, diese Entwicklung umzukehren, werde kleiner.
Viele quälen sich mit negativen Gedankenschleifen. Die können einen regelrecht lähmen. Was wirklich hilft – und warum Gespräche nicht immer nützlich sind.
In einem Versuch nimmt eine Frau zweimal geringe Mengen Psilocybin. Sie schläft daraufhin sehr lange – und kann dann plötzlich wieder von ihrem Leben erzählen.
Im Kino und in Amerika haben unerklärliche Flugobjekte wieder Konjunktur. Viele Forscher fassen das Thema allerdings nur mit der Kneifzange an. Einige aber wollen Ufologie zu einer respektablen Wissenschaft machen.
Was war zuerst da? Die extrem massereichen schwarzen Löcher, die viel Materie verschlingen, oder die Galaxien, in deren Zentren sie sitzen? Ein „kleiner roter Punkt“ aus dem frühen Universum liefert eine neue Antwort.
Hunderttausende Tonnen Treibhausgase, Milliarden Liter Wasser und jede Menge Elektroschrott: Ein UN-Bericht legt offen, was Künstliche Intelligenz die Umwelt kostet. Doch mehrere Wissenschaftler kritisieren die Schätzungen.
23. Juni / 18.00 Uhr – Wie begleite ich mein Kind in sozialen Medien? Experten diskutieren Chancen und Gefahren. Interaktives Q&A inklusive – jetzt anmelden!
Testen Sie 2 Wochen lang Perfume California: Jeden Tag erhalten Sie eine kurze Lektion, die auf Ihre individuellen Bedürfnisse zugeschnitten ist. Jetzt ausprobieren!