der September ist normalerweise die schönste Zeit im Jahr, um in den Alpen wandern zu gehen: Das Wetter ist meistens stabiler als im Hochsommer, oft ist es noch angenehm sonnig, ohne zu heiß zu werden.
Aber in diesem Jahr könnten die Bergtouren abenteuerlicher enden als erwünscht. Denn nach dem schneearmen Winter ist durch den heißen Sommer die Gefahr von Steinschlägen und Felsstürzen gewachsen. Und wer jemals einen Bergsturz erlebt oder mit eigenen Augen gesehen hat, vergisst ihn so schnell nicht mehr. Selbst wenn nur eine überschaubare Felsmenge gen Tal donnert und das Ereignis der Lokalzeitung keine Schlagzeile wert ist: Der Krach, der wie eine Explosion klingt, die Staubwolken und die herabfallenden Steine wirken auch aus sicherer Entfernung bedrohlich. Dafür braucht es gar keine Katastrophe wie vor etwas mehr als einem Jahr im schweizerischen Lötschental, als neun Millionen Kubikmeter Fels und Eis vom Birchgletscher das Dorf Blatten unter sich begruben.
Wie sich die Hitze in diesem Jahr auf die Stabilität der Berge auswirkt, hat unser Autor Andreas Frey aufgeschrieben. Auch von einer guten Seite des vergangenen Sommers für die Berge kann er berichten: Von einzelnen Ereignissen wie einem Gewitter in der Nähe von Brixen mit golfballgroßen Hagelkörnern abgesehen, gab es weniger heftige Niederschläge und Starkregen als in den vergangenen Jahren im Alpenraum. Es ereigneten sich also weniger Schlamm- und Gerölllawinen, die ganze Dörfer von der Außenwelt abschneiden und Bewohnern wie Besuchern das Leben schwer machen.
Wem die Berge zu nervenaufreibend sind, dem können wir als Alternative empfehlen: zu Hause bleiben und ein Buch lesen. Ob es dann zum Abenteuer wird, hängt vom Inhalt der Lektüre ab. In jedem Fall ist es aber gut für das Gehirn. Warum das so ist und nicht nur Schülerinnen und Schülern nützt, hat Wiebke Hollersen hier zusammengefasst.
Apropos Schule: Wer glaubt, Matheunterricht sei nun überflüssig, es gebe heute ja die KI, dem lege ich Ulf von Rauchhaupts Text über die Lösung eines mathematischen Problems ans Herz. Hier ist nämlich alles andere als sicher, ob die KI nicht bei menschlichen Mathematikern geklaut hat.
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Der Hitzesommer ist an den Bergen nicht spurlos vorübergegangen. Wer jetzt im Herbst in den Alpen wandern möchte, muss in diesem Jahr besonders sorgfältig planen.
Die Menschen leben immer länger, und viele Krankheiten sind längst nicht mehr tödlich. Die Daten verraten, dass Gesundheit in der Gesellschaft dramatischen Veränderungen unterworfen ist.
Pia Heinemann, Julia Bellan, Stephen-John Swierczyna
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