Kooperationsbereitschaft galt lange Zeit als ein Schlüssel zum Erfolg. Gemeinsam sind wir stark, lautete das Mantra. In Zeiten der Krisen ist dies häufig ein wohlfeiler Wunsch, schließlich scheint der gesunde Egoismus gerade wieder Aufwind zu erfahren.
Umso interessanter finde ich eine Studie zu Orcas vor der Westküste Nordamerikas: Die großen Raubtiere sind hier seit Jahren stark bedroht, ihre Hauptnahrung, der Königslachs, wird seltener. Umweltverschmutzung, Überfischung und die Zerstörung der Laichgewässer dieser riesigen Fische sind die Ursache. Futtermangel ist nicht das einzige Problem für die Orcas, sie leiden auch unter Schiffsverkehr und -lärm und unter der Vermüllung ihres eigenen Lebensraumes. Kurzum, den Orcas geht es vor der Küste Kanadas schlecht.
Wissenschaftler haben aber nun beobachtet, dass Orcas bei der Jagd auf Lachse mit Delphinen kooperieren. Offenbar haben diese intelligenten Tiere bemerkt, dass sie so leichter Beute machen können. Dass Tiere verschiedener Arten zusammenarbeiten, ist relativ selten. Ich habe ein paar Beispiele, wo es regelmäßiger passiert, hier aufgeschrieben. Ich erzähle auch, welche, leider traurigen, Gründe hinter diesem Verhalten stecken können. Immerhin bleibt aber auch nach diesem Ausflug in die Biologie die Erkenntnis unangetastet: Gemeinsam ist man stärker!
Pia Heinemann
Verantwortliche Redakteurin für das Ressort „Wissenschaft“.
Als weitere spannende Themen möchte ich Ihnen eine Fallgeschichte aus den USA ans Herz legen: Dort hat ein Mann erst ein Rindersteak und wenige Wochen später dann einen Hamburger gegessen. Was dann passierte … Nun, lesen Sie selbst.
Mein Kollege Piotr Heller hat sich für uns in die schöne Scheinwelt von sozialen Medien begeben. Er berichtet über sogenannte Sim-Farmen, bei denen man sich Follower aus verschiedenen Ländern kaufen kann. Also keine echten natürlich, sondern Fake-Follower. Die Preise reichen von 4,20 Euro bis zu neun Cent. Lesen Sie hier, wie teuer welche Länder sind und auf welcher Plattform man sich eine stets aktuelle Liste ansehen kann.
Und natürlich, man kann es nicht ignorieren: Weihnachten naht! Und falls dieses rauschende Fest der Geschenke auch für Sie wieder völlig überraschend kommt und Sie noch auf der Suche nach glitzernden Gaben sind: Meine Kollegin Frauke Zbikowski hat aufgeschrieben, warum Sie vor Diamanten aus dem Labor nicht zurückzucken müssen. Lesen Sie hier, wie gut die Kunstklunker sind und vor allem: wie teuer.
Welche Themen uns in dieser Woche ebenfalls interessiert haben, lesen Sie weiter unten.
Ich wünsche Ihnen eine fröhliche Lektüre – und falls Sie Anregungen oder Kritik, Fragen oder Themenideen haben: Schreiben Sie mir gerne unter wissenschaft@faz.de.
Nach zu viel Alkohol ist einem alles so schrecklich peinlich. Für dieses Gefühl gibt es eine einfache medizinische Erklärung. Welche Menschen besonders von „Hangxiety“ betroffen sind – und was (nicht) hilft.
Karies gibt es heute kaum noch. Stattdessen leiden viele Erwachsene an Zahnfleischentzündungen und freiliegenden Zahnhälsen. Ärzte raten, wie man putzen muss, um das zu verhindern.
Für Betrug im Internet braucht man Konten auf Online-Plattformen. Forscher decken den Handel damit auf. Deutsche Fake-Accounts sind nicht die billigsten.
Orcas und Delfine unterstützen einander bei der Jagd. Ein solches Verhalten ist selten. Eine Theorie geht davon aus, dass das in Zukunft häufiger vorkommen wird.
Ein 46-Jähriger stirbt, nachdem er einen Burger gegessen hat. Was anfangs unerklärlich war, entpuppt sich für die Ärzte als eine Kette von fatalen Körperreaktionen.
Ab nächster Woche gilt für Tiktok, Instagram und Co. in Australien: Jugendliche unter 16 Jahren müssen draußen bleiben. Wie das Verbot funktioniert und welche drängenden Fragen es beantworten könnte.
Decken Sie Karten auf, finden Sie passende Paare und testen Sie Ihr Erinnerungsvermögen. Jede Runde Pärchen bringt neue Herausforderungen und Erfolgsmomente!