vor einigen Tagen machte die erschreckende Nachricht die Runde im Netz, dass jede, wirklich jede Spinne, die man mit viel lieber Mühe aus der Wohnung nach draußen setzt, stirbt. Ist das Freilassen von Spinnen also ein typisches Beispiel fehlgeleiteter Tierliebe? Angeblich überleben die Tiere nicht in der freien Natur, weil es dort so viele Feinde und für sie unangenehme Umweltbedingungen gibt.
Unseren Autor Yannick Dengler hat das Thema des Zusammenlebens verschiedener Spinnenarten fasziniert. Er hat deshalb Peter Jäger, Deutschlands wohl bekanntesten Spinnenforscher, an seinem Arbeitsplatz am Senckenberg-Institut besucht. Ihm erscheint die heimische Spinnenfauna zwar schon stark erforscht und nicht exotisch genug, aber ein paar Hinweise dazu, wie es um die Tiere in Zeiten invasiver Konkurrenz (Nosferatu-Spinne!) und Klimawandel bestellt ist, hat er uns dennoch gegeben. Jäger hatte aber auch noch einige Fakten aus dem Spinnenreich parat, die man sich so vielleicht nicht erträumt, oder besser: eralbträumt, hätte. Lesen Sie hier
das Gespräch.
Pia Heinemann
Verantwortliche Redakteurin für das Ressort „Wissenschaft“.
In den vergangenen Tagen hat uns auch beschäftigt, wie man mit psychisch erkrankten Patienten umgehen sollte, bei denen keine Therapie hilft – und die auch keine Therapie mehr wollen. Eine schwierige Frage, über die sich Therapeuten gerade den Kopf zerbrechen. Unsere Autorin Helena Weise hat mit Experten über dieses Thema gesprochen und herausgefunden, wo der Haken bei dem Konzept der „Palliativen Psychiatrie“ liegt.
Unser Experte für die Welt, die das Vorstellungsvermögen vieler Menschen extrem herausfordert (meines auch!), ist Manfred Lindinger. Er hat sich intensiv mit der Entwicklung von Quantencomputern auseinandergesetzt. Nun berichtet er, dass ein wichtiger technischer Schritt gelungen ist: Man hat einen Weg gefunden, verschiedene Arten dieser Rechenmaschinen miteinander zu verknüpfen.
Wenn Ihnen Spinnen, Psychiatrie und Quantenrechner zu schwer sind, dann gucken Sie doch mal weiter unten, ob bei unseren anderen Empfehlungen etwas dabei ist: Flieder, Mitochondrien und Cola sind im Angebot. Da ist sicherlich etwas für Sie dabei!
Falls Sie Anregungen oder Kritik haben – schreiben Sie mir gern an wissenschaft@faz.de. Ich freue mich darauf!
Peter Jäger ist Deutschlands bekanntester Spinnenforscher. Er erklärt, warum wir in Deutschland einwandernde Arten nicht fürchten müssen und was Expeditionen im Urwald mit Indiana Jones zu tun haben.
Mit fluoreszierenden Farben haben Forscher erstmals Geruchszellen von Mäusen kartografiert. Ein Blick durchs Mikroskop zeigt eine überraschend klare Struktur.
Wer den Duft des Frühlings genießen will und im Garten Kühle sucht, dem sei zu Flieder geraten. Er kann die Umgebungstemperatur um mehr als zwei Grad Celsius senken.
Mitochondrien sind wichtige Organellen, hier könnte sich die Ursache für Krankheiten und Altern verbergen. Was man über die Kraftwerke der Zellen wissen sollte, bevor man ihre Fitness überprüfen lässt.
Bei jedem dritten psychisch Erkrankten kommt die Behandlung an ihre Grenzen. Die Betroffenen brauchen aber weiter Unterstützung. Wie es dann weiter geht.
Auch Quantencomputer unterschiedlicher Bauweise lassen sich nun wie klassische Rechner über Glasfaser vernetzen. Ein besonderer Schalter macht es möglich.
In den Signalen von TV-Satelliten versteckt Evan Alireza Firoozi Artikel, Videos und Software. Ein Gespräch über den Rüstungswettstreit mit Irans Zensurbehörden – und ein Mädchen, das erstmals olympische Athletinnen sah.
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